Danish Rights Alliance gewinnt Sperrverfahren
Danish Rights Alliance gewinnt Sperrverfahren
Bildquelle: vetrksu@gmail.com, Lizenz

Rights Alliance erreicht ISP-Sperrung illegaler Musikdienste

Die Rights Alliance gewann heute ein Sperrverfahren. Von den Sperren betroffen sind die 9 beliebtesten Stream-Ripping- Dienste in Dänemark.

Die Danish Rights Alliance, eine Interessengruppe, die sich nach eigenen Angaben “für den Schutz der Rechte und Konditionen der Kreativbranche im Internet einsetzt”, informierte auf ihrer Website über ein durch sie gewonnenes Sperrverfahren. Dänische Internetanbieter sind durch das Urteil verpflichtet, illegale Musikdienste zu blockieren.

Die Danish Rights Alliance sorgte heute per Gerichtsbeschluss für eine Sperrung von 9 populären Stream-Ripping-Diensten in Dänemark. Diese ermöglichten das „illegale Kopieren und Speichern von Musik aus dem Internet“.

Ein Gericht in Næstved erklärte die Dienste für illegal und ordnete zudem eine Sperrung durch dänische Internetanbieter an. Demnach müssen dänische ISPs aktiv verhindern, dass ihre Kunden auf die Websites zugreifen können.

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Die neun illegalen Dienste verzeichneten „monatlich hunderttausende Zugriffe von dänischen IP-Adressen“. Damit stellen sie „eine große Herausforderung für die Rechteinhaber in der Musikindustrie dar“. Das Urteil bedeutet, dass dänische ISPs die Dienste sperren müssen, „damit sie nicht mehr von dänischen IP-Adressen aus aufgerufen werden können“.

Aus den bereits gemachten Erfahrungen heraus informierte Danish Rights Alliance, dass eine solche Sperrung illegaler Dienste „zu einem durchschnittlichen Rückgang des Datenverkehrs zu diesen Diensten um 75 Prozent“ führe. Dies würde auch das Ausmaß der Urheberrechtsverletzungen erheblich senken. Rights Alliance resümiert:

„Das Urteil zeigt, dass Sperren nach wie vor ein wirksames und flexibles Instrument zur Eindämmung verschiedener Arten illegaler Inhalte sind. Illegale Downloads und Stream-Ripping sind Beispiele dafür. Aber auch die Verbreitung von illegalem Fernsehen, Literatur, Texten, Filmen und Live-Veranstaltungen kann durch Sperren eingeschränkt werden.“

Danish Rights Alliance sorgte für historisches Urteil

Dänische Gerichte sprachen sich bereits in der Vergangenheit für eine Sperrung von Websites aus, die Rechte des geistigen Eigentums verletzen. Im Jahr 2018 stand Danish Rights Alliance hinter einem Sperrverfahren gegen ein Telekommunikationsunternehmen. Dadurch wollten sie die Blockade eines Stream-Rippers erreichen. Dieser gestattete das illegale Kopieren und Speichern aus Musikvideos.

Der damalige Fall führte zu einem „historischen Urteil“. Dänemark war das erste Land der Welt, das einen Stream-Ripping-Dienst sperrte. Wie die Rights Alliance feststellte, wäre nun, „fünf Jahre später, diese Technologie immer noch weit verbreitet, um illegal Musik von YouTube herunterzuladen“.

Die Rights Alliance warnt in dem Zusammenhang auch vor dem Risiko, von Schadsoftware befallen zu werden. Dieses stiege bei der Nutzung illegaler Dienste erheblich an. Demgemäß ginge „der Schutz der Rechte mit der Sicherheit der Nutzer im Internet Hand in Hand“.

„Die Sperrung des Datenverkehrs zu illegalen Diensten ist nicht nur ein Sieg für die Rechteinhaber, sondern auch für die Nutzer der illegalen Dienste. Nur wenige Menschen sind sich der Risiken bewusst, die sie eingehen, wenn sie auf illegale Websites zugreifen, die von kriminellen Drahtziehern betrieben werden, die der Sicherheit der Nutzer keine Priorität einräumen.“

Über

Antonia ist bereits seit Januar 2016 Autorin bei der Tarnkappe. Eingestiegen ist sie zunächst mit Buch-Rezensionen. Inzwischen schreibt sie bevorzugt über juristische Themen, wie P2P-Fälle, sie greift aber auch andere Netzthemen, wie Cybercrime, auf. Ihre Interessen beziehen sich hauptsächlich auf Literatur.