Wefre: Spotify-Alternative pausiert aus Angst vor Klage

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Aus Angst vor einer Klage hat der neue Streaming-Dienst Wefre sein Angebot pausiert. Innerhalb von zwei Wochen meldeten sich dort nach Betreiberangaben über 16.000 Nutzer an. Offenbar möchte man nicht dem Beispiel von Aurous folgen und prüft nun, wie legal der Bezug der Werke von YouTube und Spotify ist.

Wefre wurde im Gegensatz zu Aurous nicht als Popcorn Time der Musik angepriesen. Die Möglichkeit sich nach der einmaligen Registrierung kostenlos Musik anzuhören, hat bei dem schicken Design dennoch innerhalb kürzester Zeit viele Nutzer angezogen. Diverse Anwender des neuen Dienstes haben aber bei Twitter angemerkt, dass die Nutzung des YouTube- und Spotify-Materials ohne das Abspielen der Werbung nicht legal sei. Das brachte Boris Vera & Co. ins Grübeln.

Die drei Betreiber haben ihre Webseite außer Betrieb gesetzt und auch die Crowdfunding-Kampagne vorzeitig beendet. Sie wollen offenbar nicht dem Beispiel von Aurous folgen. Dort hatte der US-amerikanische Musikverband RIAA nach nur drei Tagen Betrieb mit juristischen Mitteln die Stecker gezogen. Die Rechteinhaber gingen bei Aurous gegen die Nutzung von nicht lizenzierten Musikquellen vor.

Die drei Macher von Wefre befinden sich bereits in Gesprächen mit YouTube und Spotify, um die Legalität des eigenen Angebots zu klären. Ihnen ginge es nicht darum, auf Kosten Dritter zu wirtschaften, wie sie auf ihrer Seite schreiben. Sie wollten von Anfang an nicht weniger, als einen wirklich guten Streaming-Dienst auf die Beine zu stellen. Man wird sehen, ob ihnen das noch gelingen wird.

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.

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