Illegale E-Book Szene – Winter 2016/2017

Article by · 23. Januar 2017 ·

Wie auch im letzten Herbst, wollen wir erneut einen Überblick über die illegale deutsch- und englischsprachige E-Book-Szene im Web anbieten. Welche unterschiedlichen Geschäftsmodelle gibt es im Graubereich? Wer ist als Anbieter neu dazu gekommen, wer ist weg vom Fenster? Was hat sich beim Wettbewerb zwischenzeitlich so alles getan?

Vorab: Dies ist keine Anleitung zu einer illegalen Handlung jeglicher Art. Der Besuch dieser Webseiten ist ausnahmslos legal, lediglich der Bezug urheberrechtlich geschützter Werke ist es nicht. Auch das Anmelden oder das Posten von Beiträgen in einem der hier genannten Warez-Foren ist legal, sofern man dabei keine Werke Dritter öffentlich verfügbar macht.

Alle Anbieter sind alphabetisch sortiert, die Reihenfolge stellt somit keine Gewichtung dar. Wer eine Art Bestenliste (Toplist) für E-Books benötigt, muss diese bei RaidRush, Nydus oder woanders suchen.

1load.sx – the better way for files (?)

1Load ist ein Webwarez-Sammelsurium, wo auch ein paar E-Books zu finden sind. Vorsicht: Abofallen für Usenet.net vorhanden! Ansonsten werden die Werke per Sharehoster angeboten. Bis zum Erreichen des Ziels (sprich: bis zum Download) muss allerdings sowohl viel geklickt als auch gewartet werden, das ist recht nervig.

Atomload.to

Atomload gab es früher schon einmal unter einer anderen URL. Dies ist ähnlich wie 1load oder Kraftwerk ein Sammelbecken für Warez aller Art. E-Books am besten direkt nach betreten der Seite oben links suchen, die Navigation gestaltet sich ansonsten eher umständlich. Die Comics, Zeitschriften und Bücher werden per Oboom und andere Sharehoster angeboten.

Avaxhome setzt auf kostenpflichtigen Sharehoster IcerBox

Avaxhome (das Original) hat kürzlich unter avxhome.se sein Aussehen nebst seinem Geschäftsmodell geändert. Statt wie früher die zumeist englischsprachigen Magazine und E-Books auf mehreren Free-Hostern anzubieten, werden die Nutzer zum Abschluss eines kostenpflichtigen Premium-Abos beim unbekannten Sharehoster IcerBox genötigt. Wahrscheinlich werden diesen Schritt nur die wenigsten Besucher mitmachen. Ob man so an die besten Zeiten der Seite mit 11 Millionen Page Impressions und mehr anknüpfen kann, bleibt das sahnige Geheimnis der Betreiber. Man darf gespannt sein, wie lange man dieses merkwürdige Geschäftsmodell aufrecht erhalten kann.

Avaxhome – Nachahmer mit Registrierungspflicht bei Uploaded.net

Bei www.avaxhome.co kann man aktuell nur den Download-Link der Werke einsehen, sofern man zuvor einen Premium-Account beim Sharehoster Uploaded.net abgeschlossen hat. Von daher gehen wir auf den Anbieter dieses Zwangs-Modells nicht weiter ein! Finger weg, bitte!

 

BitTorrent

BitTorent ist keine Webseite, aber dieses Protokoll ist trotzdem wichtig für E-Books. Im englischsprachigen Sektor ist es seit jeher üblich, die neuesten Bücher per P2P-Tauschbörse verfügbar zu machen. Die deutschsprachigen Piraten haben dafür ihre Warez-Foren (siehe unten). Trotzdem sollte man BitTorrent-Indexseiten wie The Pirate Bay (TPB), ExraTorrent u.v.m. unbedingt als Quelle nennen. Wer allerdings keine Abmahnung bekommen möchte, sollte sein Geld hierzulande in einen VPN-Anbieter stecken. Für ein paar Euro monatlich kann man sich so effektiv gegen hochpreisige Schreiben von Rechtsanwaltskanzleien schützen, die auch im Auftrag von Verlagen tätig sind. Die meisten P2P-Index-Seiten haben sogar einen eigenen Bereich für E-Books, so auch TPB. Kostenlose Programme für BitTorrent-Tauschbörsen gibt es wie Sand am Meer. Die Nutzung ist so einfach, dass auch Kinder schon häufiger Abmahnungen „produziert“ haben, die dann deren Eltern als Anschlussinhaber erhalten haben. Die Freude darüber dürfte sich in Grenzen gehalten haben.

boerse.to, boerse.sx & myGully.com – Warez-Foren

Vorbild all dieser Foren ist die Börse bei gulli.com, die aufgrund des Drucks der Rechteinhaber nach dem Betreiberwechsel im Jahr 2008 überraschend aufgegeben wurde. Danach kamen einige Nachahmer, von denen sich Boerse.bz durchgesetzt hat. Boerse.bz wurde allerdings im November 2014 aus Sicherheitsgründen vom Netz genommen. Viele Antipiracy-Firmen konzentrieren sich beim Versand ihrer Abuse-Mails oder den Löschaufforderungen an Google auf die Nachfolger: Boerse.to, Boerse.sx und myGully.com. Aufgrund der anhaltenden Popularität und großen Aktivität auch im Bereich E-Books ist es nicht verwunderlich, dass GVU & Co. seit X Monaten intensiv versuchen, diese Foren von der Bildfläche zu bekommen. Das ist allerdings noch nicht gelungen und wird es wohl auch nicht.

Fazit: Die Dokumentenbörse dieser Anbieter ist gigantisch, die Nutzung der Forensoftware ist für Anfänger allerdings ein Hindernis und muss erst erlernt werden. Die Links zu den Sharehostern kann man nur sehen, wenn man sich mit einem gültigen Account eingeloggt hat. Dafür stolpert man sehr häufig bei den Suchmaschinen über diese Foren, weil deren Angebot so gigantisch ist. Dem weiteren Wachstum derartiger Foren steht also nichts im Wege…

BookSC & BookZa – die weltweit größte Download-Plattform

Das Angebot von BookSC (booksc.org) und BookZa (en.bookzz.org) wurde offenbar zusammengeführt. Man bezeichnet sich selbst als die weltweit größte Download-Plattform. Über 2.7 Millionen wissenschaftlicher E-Books und mehr als 52 Mio. wissenschaftliche Artikel sind dort als direkte Downloads verfügbar. Das enorme kostenlose Angebot und die Popularität haben schon häufiger dazu geführt, dass man zwangsweise die Domain wechseln musste. Für Studenten mit Hunger nach englsichsprachiger (wenn auch illegaler) Nahrung führt an diesem Angebot kein Weg vorbei. Mirror: http://b-ok.org u.v.m.

Buchpirat.org

Der Buchpirat ist gerade mal wieder offline. Wir sind auf der Suche nach weiteren Informationen für die erneute Downtime.

Byte.to

Webwarez für jeden Geschmack, darunter auch E-Books und Zeitschriften. Im Idealfall direkt oben rechts die Suche starten. Die Betreiber haben einen merkwürdigen Geschmack: In der Rubrik Comics werden fast ausschließlich gezeichnete Pornos angezeigt, die man über einen der üblichen Verdächtigen (Sharehoster) herunterladen kann.

Comix-Load.in

Wie der Name schon sagt, geht es um deutsch- & englischsprachige Comics und um Manga. Über FileCrypt und dann Share-Online, bzw. MexaShare oder den Rapidgator wird der illegale Download dann realisiert.

DarkLight.to (Forum)

Aus der früheren Webwarez-Seite DarkLight.to wurde zwischenzeitlich ein Forum. Auch eine eigene Dokumentenbörse ist dort verfügbar.

DDLoad.tv – just download it!?

Warez-Seite, die unter anderem auch E-Books anbietet. Fake-Download-Links, die Premium-Accounts für überteuerte Usenetprovider an den Mann bringen will inklusive.

Deep-Warez.org

All and nothing. Einige Zeitungen, Zeitschriften, Comics und einzelne E-Books mittels Sharehoster verfügbar. Achtung: versuchte Abzocke mit Usenet.nl Preimium-Accounts.

Die Hörcommunity – dhc.to

Deutschsprachiges Forum mit Fokus auf Hörspiele, betreiben auch eine eigene Datenbank für Hörspiele unter HspDat.to. Wer die Warez-Links sehen will, muss als neuer Nutzer zehn Beiträge geschrieben haben.

DDL-Music

Eigentlich ist ddl-music.to eine Seite für Musik, es gibt aber auch eine recht aktive Kategorie für Hörbücher.

ebook-dl.com

Ebook-dl.com ist irgendwie eine Mischung aus einem Portal für englischsprachige E-Books und aktuellen Kinofilmen, in der Zusammensetzung ist das sicher einmalig. Wenn man unten rechts endlich den richtigen Link für den Download gefunden hat, statt auf eine der Abo-Fallen hereinzufallen, läuft der Transfer direkt. Die Bücher stehen in den Formaten Mobi und Epub zur Verfügung. Achtung: Keine Werke in Deutsch verfügbar.

 

ebook-hell.to – Liest Du schon – oder suchst Du noch?

Auch bei ebook-hell.to muss man aufpassen, der oberste Link zum „Premium-Hoster“ ist nichts weiter als Affiliate-Werbung für Usenet.nl. Die anderen beiden Links führen zu einem Crypter und dann zu Uploaded bzw. Oboom. Für Leseratten ist dort alles vorhanden, was man so benötigt. An das Aussehen der Webseite muss man sich erst gewöhnen, ansonsten ist die Bedienung selbsterklärend.

 

ebook-land.cc – E-Books per Sharehoster

ebook-land.cc ist schon seit drei Jahren online. Die Download-Links zu den deutschsprachigen Magazinen, Zeitungen und E-Books sind aber nur für registrierte Nutzer sichtbar. Wie üblich werden die Werke bei den Sharehostern Uploaded und Oboom angeboten, die darüber sicher nicht sonderlich glücklich sind. Die Seite ist häufiger recht weit oben in den Toplisten verzeichnet, was für sich selbst spricht.

 

ebook3000.com

Dies ist eine Fundgrube für englischsprachige Zeitschriften, die allesamt über die Filehoster OnMirror.com und Longfiles.com verfügbar gemacht werden. Neuerdings wird den Besuchern eine merkwürdige Browser-Erweiterung angeboten, von der wir nur abraten können. Auch die irreführenden Affiliate-Links zu Usenet.nl nerven ungemein. Wer auf die Buttons „Read online“ oder „Download“ klickt, landet in der Abo-Falle. Mit regulärer Online-Werbung lässt sich auch im Graubereich offenbar nicht genug Geld verdienen, da greift man immer häufiger auf derart hinterlistige Tricks zurück.

 

Ebook777.com

Neben wenigen deutschsprachigen Werke sind dort viele E-Books in englischer und französischer Sprache verfügbar. Wer auf den falschen Button klickt, landet wie bei vielen Seiten üblich, bei Usenet.nl und soll dort ein überteuertes Abo abschließen.

 

EbookDDL.org lockt Nutzer in die Abo-Falle bei Usenet.nl

Der Download bei EbookDDL.org gestaltet sich sehr kompliziert. Wer nicht aufpasst, schließt einen kostenpflichtigen Vertrag bei der Firma Usenet.nl ab. Den Surfern wird suggeriert, man müsse sich dort nur kurz kostenlos anmelden, schon wäre der Titel im Usenet verfügbar. Über die Risiken und Kosten der Anmeldung wird man hingegen nicht aufgeklärt. Dafür ballert man die Leser pro Werk mit fünf Links zu, die nur der Werbung des Usenet-Providers dienen. Ganz klein über der Schrift „Viel Vergnügen beim Lesen!“ wird der Download-Hoster uploaded.net verlinkt. Clevere Geschäftsidee, die wir so nicht unterstützen können und wollen.

 

ebookee.org

Freunde englischsprachiger Literatur, Fachbücher und Zeitschriften werden dort sicher fündig. Wer der englischen Sprache nicht mächtig ist, kann sich die Zeit für einen Besuch sparen. Eine Anmeldung ist nicht nötig, um die Download-Links zu diversen Sharehostern sehen zu können. Alternativ werden auch diverse Magnet-Links und Torrent-Links für P2P-Programme angeboten.

 

eWarez.cc

Audiobooks, Zeitschriften, E-Books, alles mögliche. Irgendwie mehr Kategorien als Einträge, wie es scheint. Downloads mittels Sharehoster.

 

Free-Ebooks.net – read anywhere, pay anything!

Finger weg! Zwar kann man auf free-ebooks.net nach erfolgter Registrierung fünf Werke kostenlos pro Monat herunterladen. Vorher soll man allerdings die merkwürdigen Nutzungsbedingungen bestätigen. Wer mehr will, wird zur Kasse gebeten. Das Problem: Sonderlich interessante Werke sind uns bei unserer Recherche nicht über den Weg gelaufen. Dafür landet dieser Vertreter bei den Suchmaschinen ganz oben, offenbar hat man viel Zeit in die eigene Suchmaschinenoptimierung gesteckt!

 

FreeBookSpot.es

Leider nicht empfehlenswert! Unfassbar viele Links führen zu Abo-Fallen. Bei den gut versteckten Links zu den Freehostern muss man nicht selten ewig darauf warten irgendwann zu erfahren, dass das Archiv gar nicht mehr verfügbar ist. Auf der Webseite werden vor allem englischsprachige Werke angeboten. Hoch im Kurs bei Google & Co., nutzlos außer man möchte auf eine Abo-Falle reinfallen!

 

FreeMags.cc

Der Name ist Programm. Unter freemags.cc sind sind deutsche, englische und italienische Zeitschriften verfügbar. Der Download verläuft über den Sharehoster NovaFile. Auch unzählige Zeitungen sind vorhanden. Um sie zu sehen, muss man oben rechts den Schalter “Newspaper” aktivieren. Achtung: Einige Werke wie der Playboy sind nur der zahlenden Kundschaft des Sharehosters vorbehalten. Die Downloadgeschwindigkeit der Besucher ohne Premium-Account ist zudem gähnend langsam. Da kann der Download eines PDF-Dokuments auch schon mal problemlos über 1,5 Stunden in Anspruch nehmen. Doch wer warten kann…

 

FreeScience.info – Science for All

Um es gleich vorweg zu sagen: Mit dem Branchenführern BookSC oder LibGen kann FreeScience nicht einmal ansatzweise mithalten. Auf der Webseite sind 2.000 englischsprachige wissenschaftliche Bücher verfügbar, die direkt von dort heruntergeladen werden können. Belletristik wird man hier nicht finden, deutschsprachige Werke auch nicht.

 

Freesoft Board Community

Die Freesoft-Board Community unter www.freesoft-board.to ist zwar nicht gerade hübsch anzuschauen. Trotzdem werden dort schon seit längerer Zeit diverse deutschsprachige Werke angeboten. Für die Besucher sind die Download-Links nicht sichtbar. Dafür muss man den Uploader per PN ansprechen, was eine Registrierung voraussetzt. Warum man XXX-Bilder als Unterkategorie bei E-Books einsetzt, werde ich wohl nie verstehen. Trotzdem scheint dies eine nette Community zu sein.

 

Hoerbuch.us

WordPress Blog für Hörbücher. Leider vollgestopft mit versteckter Werbung bzw. dem Versuch, die eigenen Besucher mit kostenpflichtigen Usenet.nl-Abos abzuzocken.

Lesen.to – WordPress went Warez

Das Warez-Weblog Lesen.to stellt seit Jahren im Bereich E-Books eine feste Größe dar. Zwar tut sich nicht mehr sonderlich viel dort, aber die aktuelle Spiegel Bestsellerliste wird noch immer regelmäßig verfügbar gemacht. Das komplette Archiv bezieht man dann bei einem Sharehoster. Ab und zu streiken mal die Server und die Seite ist mehrere Tage down, danach läuft Lesen.to aber wieder einwandfrei.

 

Libgen , die Library Genesis – der Gigant

Ähnlich wie Sci-Hub wird dort jede nur erdenkliche Form der Bildung kostenlos angeboten. Zwar sieht die Library Genesis unter der URL http://gen.lib.rus.ec wenig attraktiv aus. Doch die Anzahl der angebotenen E-Books und wissenschaftlichen Werke ist gigantisch. Alle Bücher werden ohne Umweg direkt zum Download angeboten. Die früher längere Zeit benutzte Domain Libgen.org wurde zwischenzeitlich mal wieder von einem Wissenschafts-Verlag beschlagnahmt, der auch zu gerne von Cloudflare wüsste, wer hinter der Libgen steckt. Bei der Popularität der Webseite und ihrem Angebot wird dies nicht der letzte und dennoch erfolglose Versuch sein, bei diesem Giganten die Stecker zu ziehen. Sollte mal wieder eine Domain klemmen, wird man über neue Ersatz-Domains auf der Facebook-Seite des Anbieters informiert.

 

LuL.to – E-Books & Hörbücher illegal kaufen

Aus die Maus, LuL.to gehört seit Sommer 2017 der Vergangenheit an!

Kraftwerk.to

E-Books ist nur ein Teil dieses Warez-Portals. Neben Tageszeitungen, Magazinen, Sach-, Hör- und Fachbüchern sind dort auch normale Bücher verfügbar. Leider ist das Ganze doch etwas unübersichtlich. Da hilft nur die Suchfunktion. Auch hier ist der angebliche „DirektDownload“ nichts weiter als Werbung für Usenet.nl, wo heftige Gebühren anfallen würden. Ansonsten gibt es die Magazine und E-Books von mehreren Sharehostern. Leider landet man auch hier häufiger auf Seiten, wo angeblich für den Download ein Premium-Account angelegt werden soll. Zufall oder Absicht? Wohl eher letzteres…

 

MagazinesDownload.org

Magazines Download hat Probleme, derzeit geht kein einziger Download-Link!

 

MLCBoard.com – wir geben’s euch!

Forum, wo nach vorheriger Registrierung als User auch E-Books angeboten werden.

 

Mov-World.net

Mov-World ist gleich all you can eat für Warez. Dort gibt es auch einige Zeitschriften und Tageszeitungen, die in digitaler Form via Sharhoster zum Download angeboten werden. Bei unseren Tests waren diverse Links offline. E-Books sind bei Sharehostern sehr unbeliebt.

 

MyBoerse.bz

Ähnlich wie Boerse.to und myGully.com ist MyBoerse.bz ein weiteres illegales Forum, wo ebenfalls eine große Dokumentenbörse angeboten wird. Neuerdings sind in der Dokumentenbörse mehrere Links zu Downloads bei Freehostern sichtbar, das ist neu.

 

SceneDownloads – einfach und groß

SceneDownloads (scenedownloads.pw) ist recht simpel zu bedienen und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Nicht verwirren lassen: Die Bücher werden in der Reihenfolge ihrer illegalen Veröffentlichung dargestellt. Wer auf den Namen klickt, dem wird die NFO-Datei angezeigt. Rechts unter dem Symbol Download klicken und den Sharehoster seiner Wahl aussuchen, fertig. Wer mag, der kann die Titel alternativ für den Download-Manager Jdownloader vormerken.

 

Sci-Hub – der Gigant für Studenten

Ähnlich groß wie Libgen und ausschließlich für wissenschaftliche Werke! Nach mehreren Domain-Beschlagnahmungen ist diese Fundgrube für wissenschaftliche Bücher und Ausarbeitungen momentan unter sci-hub.io, sci-hub.bz und sci-hub.cc erreichbar. Weitere Domain-Sperren sind sicher schon in Vorbereitung, diverse Verlage sind really not amused, weil ihnen Sci-Hub das Geschäft kaputt macht. Die Betreiber haben eigene Seiten bei vKontakte, Facebook und Twitter, sollte die Domain mal wieder flöten gehen, was leicht passieren kann. Die Sprecherin der Seite, Alexandra Elbakyan, wurde letztes Jahr von einem Fachmagazin zu einer der einflussreichsten Wissenschaftlerinnen weltweit gewählt.

 

Scribd.com – das Megaupload für E-Books

Scribd ist das Megaupload der E-Books. Würden sich die Betreiber wie Kim Dotcom auf Fotos auf ihren Yachten oder mit einem Luxusschloss im Hintergrund zeigen, hätte man die Seite mit einem regulären Impressum garantiert schon dem Erdboden gleich gemacht! Aber so…

Ohne vorherige Anmeldung geht bei Scribd.com sowieso überhaupt nichts. Grundsätzlich gilt: Hier werden die Inhalte gelesen oder Audiobooks angehört und nicht heruntergeladen. Für knapp 9 Dollar monatlich gibt es dort eine All-You-Can-Read-Flatrate für rund 400.000 Bücher, der erste Monat des Abos ist allerdings kostenlos. Die Betreibergesellschaft (ein US-Unternehmen) kann oder will die über 40 Millionen angebotenen Werke nicht auf ein bestehendes Copyright überprüfen.

Auch auf den Piratenjäger Manuel Bonik macht die Seite den Eindruck, dass hier gegen Bezahlung Schwarzkopien in Masse (!!!) angeboten werden. Die Seite sieht schick aus und ist leicht bedienbar. Beim Alexa Ranking liegt die Seite unter den ersten 300 meist genutzten Webseiten überhaupt. Protest von Seiten der Autoren und Verlage gibt es schon lange. Geändert hat sich am Megaupload für schwarzkopierte E-Books und Magazine trotzdem nichts. Wer will, kann als Rechteinhaber sein Werk löschen lassen. Das ist dann wahrscheinlich wenige Stunden später mit einem anderen Namen bzw. Link wieder online. Interessant, dass dieses Geschäftsmodell trotz eines US-Impressums schon so lange funktioniert.

 

SDX.bz

Sammelsurium für Alles & Nichts. So auch E-Books, Hörspiele etc. Downloads laufen mittels Sharehoster, leider auch Pseudo-Download-Links für Usenet.nl dabei.

 

Speedlounge.in

Speedlounge.in ist eine recht neue Webwarez-Seite, wo es auch E-Books gibt. Diese werden über mehrere Sharehoster angeboten. Das Angebot an Büchern fällt aber eher mager aus.

 

Usenet – unbekannt aber oho

Auch keine Webseite und dennoch nicht minder wichtig! Auf den Binärbereich des Usenet kann man auf zwei unterschiedliche Arten zugreifen. Die teils zensierte Version ist die der öffentlichen NZB-Suchmaschinen. NZB ist das Format, ähnlich wie Torrent-Links, womit der Download des Archivs gesteuert wird. Nzbclub.com ist nur einer von vielen Suchmaschinen im Netz. Völlig unzensiert geht es in den Usenet-Foren zu, wo die hochgeladenen Dateien passwortverschlüsselt und anonymisiert werden. Statt des Titels ist im Usenet nur eine wirr aussehende Kombination aus Zahlen und Ziffern sichtbar. Die IT-Firmen müssten schon die ganzen Foren wie Usenet4ever, GhostOfUsenet etc. gezielt durchsuchen, wenn sie das Usenet zumindest teilweise von den Werken ihrer Auftraggeber befreien wollen. Dieser Aufwand ist vielen Firmen einfach zu groß. Sie lassen die Werke lieber automatisiert löschen, die Einträge der Foren bleiben hingegen bestehen. Die meisten Usenet-Foren haben auch eine Dokumentenbörse, wo neben Zeitungen und Comics unter anderem zahlreiche deutschsprachige Werke verfügbar gemacht werden.

 

Warez-World.org

Ein Sammelsurium unterschiedlichster Warez, auch E-Books werden dort vereinzelt angeboten. Wer Zeit sparen will, sucht direkt oben rechts nach dem gewünschten Lesestoff. Vorsicht: Usenet.nl-Abofallen vorhanden, ansonsten werden die Archive per Sharehoster zum Download angeboten.

 

WorldMags.net

Der Slogan „Magazines from all over the world“ passt perfekt. Die Webseite ist genauso wie MagazinesDownload aufgebaut. Hier werden die Zeitschriften über den Sharehoster Novafile angeboten. Dort muss man den kostenlosen Bezug der Werke allerdings mit der Lupe suchen. Ältere Werke sind hingegen schon häufiger nicht mehr verfügbar, als Archiv also nur eingeschränkt geeignet.  Neben unzähligen englischsprachigen Magazinen ist auch der Focus, das Handelsblatt, F.A.Z., die BILD-Zeitung und viele andere deutsche Publikationen im Angebot. Die Suche macht das Finden ganz einfach.

 

Ein interessanter Anbieter für E-Books bzw. Euer Projekt fehlt in unserer Auflistung? Kontaktiert uns bitte unverzüglich!

 

Beitragsbild von Johannes Jansson/norden.org, thx! (CC-BY 2.5 DK)

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18 Comments

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    Klaus

    Auch keine Wasserzeichen – unnötige Zusatzkosten meiner Meinung nach.
    Ich meinte: Kosten für den Aufbau der Online-Shops sind abgeschrieben – das lüppt und ein Verlag mit entsprechender Größe wie eben die Holtzbrinck-Gruppe hat vieles automatisiert.

    Die Verlage verdienen immer noch Geld, nur versuchen sie den Absatzrückgang durch höhere Preise zu kompensieren, imho der falsche Weg.
    3/4 des Preises für ein ebook wäre ja schon günstig
    Ein Beispiel gerade gefunden:
    Paperback 16.99, ebook 14,99, TB 10,00 €

    Auch bei Herrn Perplies ist das ebook gerade mal 1 € günstiger als das Paperback.
    Ebook darf ich weder verkaufen noch verleihen. Also doch lieber teures Holz welches ich anschließend verkaufen kann und so am Ende auf jeden Fall günstiger komme?

    Aber ich denke, dass ist eine Diskussion die so oder so ähnlich schon oft geführt wurde.
    Es wäre an den Verlagen endlich etwas zu bewegen – schon eine Reduzierung der MwSt auf 7% wäre ein Ansatz. Und ich bin sehr wohl der Meinung, wenn die Verlage das wollten, bekämen sie die Reduzierung auch…

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      Die Verlage werden sich denken: Besser Wasserzeichen als gar kein Schutz. Vergessen darf man nicht, dass die Verlagslandschaft nicht nur aus großen Fischen wie eben der Holzbrinck-Gruppe besteht.

      Die Diskussion ist uralt, das Problem besteht unvermindert. Allerdings juckt es die Verlage nicht, weil sowieso noch immer rund 95% ihres Umsatzes mit gedruckten Werken erzielt wird. In den USA sieht es anders aus, da ist der Anteil der E-Books beträchtlich. Deswegen muss man sich dort auch mehr Gedanken wegen Online-Piraterie machen.

      Btw.: Das neue Buch vom Perplies ist super. Das habe ich mir übrigens auch aus bekannten (und von dir genannten Gründen) nicht in digitaler Form gekauft. ;-)

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    Klaus

    Max. 30 Minuten um aus der Datei eines zukünftigen Printproduktes ein ebook zu generieren welches dann in den bestehenden online-shops verkauft werden kann.
    Diese Kosten sind längst abgeschrieben.
    Über die Sinnhaftigkeit von Wasserzeichen müssen wir doch nicht wirklich noch diskutieren?

    Das mit der Antipiracy-Firma ist natürlich wahr…
    wäre aber nicht mehr notwendig wenn Bücher und vor allem die ebooks günstiger wären.
    Das schon bisher sowohl die Musikindustrie als auch die Verlage nicht wirklich unter der warez-scene leiden sagt doch diese nichtveröffentlichte Studie aus über die bei tarnkappe berichtet wurde.
    Zitat:
    “Somit erfüllte diese Studie wohl nicht die Erwartungen der EU. Sie zeigte im Gegenteil, dass viele Unternehmen durch Filesharing und ähnliche Aktionen der Internet-Nutzer grundsätzlich nicht an Umsatz einbüßen. ”

    Die Holtzbrinck-Gruppe setzt noch einen oben auf – gibt ihre Bücher inzwischen für die onleihe frei aber unter inakzeptablen Bedingungen. Wenn sie das Geld schon nicht vom einzelnen Leser bekommen können, warum nicht vom Steuerzahler? Bibliotheken werden schließlich subventioniert um jedem die Möglichkeit zu geben Bücher zu lesen.

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      Besser Wasserzeichen als Abschreckung als harte DRM-Maßnahmen wie Adobe & Co., oder? Kosten abgeschrieben? Habe ich etwas falsch verstanden oder wollten die Verlage nicht eigentlich Geld mit ihren Werken verdienen? Und ja, der Preis ist auch in meinen Augen das Hauptproblem. Wer ist schon bereit, etwa 3/4 des Preises des gedruckten Buches für ein E-Book zu bezahlen, zumal keine Kosten für Transport, Druck, Lagerung etc. entstehen. Das kann auch der Börsenverein niemandem ernsthaft erklären. Zudem macht die Buchpreisbindung ein Senken der Preise unmöglich, weil diese ja überall exakt gleich hoch sein müssen.

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    Klaus

    Klar und dann anstatt 6-15 € im Jahr mal locker 24 € für das ebook zahlen nur weil es noch kein TB gibt und das HC 25 € kostet.
    Richtig unverschämt wird es aber wenn das ebook gleich oder sogar mehr kostet als das TB – mit welcher Begründung?
    Ebooks sind für die Verlage ein Nebenprodukt, zusätzlicher Zeitaufwand max 30 Minuten.

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      Du meinst 30 Minuten für die erstmalige Einrichtung des Online-Shops, der Anbindung der ganzen Bezahldienstleister? Oder 30 Minuten für das Einbinden des Wasserzeichens? Der anfängliche Aufwand ist sehr hoch, mehrere Wochen, bis dieser auch rechtssicher ist und man dafür keine Abmahnungen erhalten kann. Warum wohl sind die Verlage bei dem Thema so zurückhaltend? Nicht weil man seine eigenen E-Books ohne Zwischenhändler (wie z.B. Amazon) nicht mal eben online anbieten kann.

      Später pro E-Book (wenn der Shop mit allem steht), ist der Aufwand nur noch winzig klein. Aber natürlich musst Du auch einen Dienstleister bezahlen, der Deine Werke mit einem individuellen Wasserzeichen versieht. Und später natürlich eine Antipiracy-Firma, die die einschlägigen Foren, Blogs, Seiten und P2P-Tauschbörsen nach Deinen Büchern durchsucht. Und das ist immer noch nicht alles. Stellt Euch das bitte nicht zu einfach vor.

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    Jojo

    E-Books würde ich mir aus den bereits sehr oft genannten Gründen nicht kaufen. Die 1 Euro Angebote interessieren mich nicht und die guten, interessanten e-books werden viel zu teuer verkauft. Das Preis- Leistungs-Verhältnis der Onleihe dagegen ist einfach spitze, auch wenn man einige Zeit auf die Bücher warten muss. Vor meinen e-book Zeiten habe ich mir Neuerscheinungen auch nicht in gebundener Form gekauft sondern ein Jahr auf das Taschenbuch gewartet und in der Zwischenzeit eben andere tolle Bücher gelesen. Wenn ich hier lese, was die Leute für lul.to bezahlt haben, anstatt für 11 Euro pro Jahr die Onleihe zu nutzen, falle ich einfach vom Glauben ab.

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    Splitter

    Wer noch einen vergleichbar guten Tipp wie die Onleihe sucht: man kann die Ebooks auch ganz bequem und zeitnah kaufen. Versucht ma Portale wie amazon.de oder thalia.de!!!1!

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    Jojo

    Genau. “Die Hauptstadt” steht heute zum ausleihen bereit.

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    istmeiner

    Ja wenn du nur alle 14 Tage deine Onleihe checkst musst du halt warten. Da nutzt man RSS Feed der jeweiligen Leihe und schaut jeden Abend rein dann kann man den Kram auch nach 2-7 Tagen haben nicht erst 2018 :-)

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    Uselord

    Onleihe ist genauso albern wie richtige Büchereien: Für aktuelle Bücher vollkommen unbrauchbar. Onleihe listet die Verfügbarkeit von Hauptstadt und Kieferninseln, beide aktuell auf der Shortlist des Buchpreises 2017, für April bzw. Mai 2018.

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    Jojo

    Das von Uselord erwähnte ebook “Underground Railroad” gibt es bei der Onleihe, ich habe es mir dort selbst schon ausgeliehen.

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    Michael

    Dann überzeuge doch diverse Verlage ihre Bücher auch von der onleihe anbieten zu lassen (zu können).
    http://cms.onleihe.de/opencms/export/sites/default/divibib-customer/xa_de_ni/nbib24/de/NBib24.Stellungnahme.K_Lizenzen.pdf

    Ich persönlich habe mich gefreut, als es im letzten Jahr zu einer Einigung kam – die dann jedoch von der Holtzbrinck-Gruppe ad absurdum geführt wurde.
    Warum nicht der onleihe normal verkaufen, die wenigen onleihe-Leser werden die Gruppe nicht in den Ruin treiben.
    Und wenn sie dies nicht wollen, warum nicht eine eigene onleihe mit kleinen Gebühren für die Nutzung?
    LuL hat es deutlich gezeigt: auch Kleinvieh macht Mist. Lieber ein Buch 200x für 20 Cent verkauft, als einmal für 20 €.

    Wieder eine Möglichkeit vertan die Piraterie zumind. zu reduzieren und neue Leser und bestimmt auch Käufer dazu zugewinnen.
    Die Holtzbrinck-Gruppe treibt Digital-Leser geradezu in die Arme der Piraten.

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    Jojo

    Versuche es doch mal ganz legal in der Onleihe.

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    Uselord

    Das Ende von lul.to ist auch das Ende deutscher Ebooks im Warezmarkt. Sicher bekommt man Massenware wie Sebastian Fitzek und Jojo Moyes “überall”, aber deutsche Literatur z.B. im Segment “Deutscher Buchpreis” ist mit lul.to komplett verschwunden. Siehe beispielsweise “Underground Railroad”. Spiegel Bestseller Liste, Pullitzer Preis, wird als Ebook vertrieben, ist aber weder in Foren noch im Usenet zu bekommen. Seit Wochen.

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    hans

    TOP!

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    FunkyZ

    Danke!

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    ugur

    ein sehr tolle übersicht


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