Vergleich: Filmmanager meint, Piraten agieren wie Drogendealer

euro-1144835_960_720

Graham Burke, Co-Chef des australischen Medienkonzerns Village Roadshow („Mad Max: Fury Road“) hat auf der vom 09.10.2016 – 13.10.2016 stattfindenden 71. Movie Convention Australian International die Betreiber von Piraterie-Seiten scharf attackiert. So warnte er, dass Menschen, die Piraten-Seiten betreiben, die gleiche Art von Personen wären, die auch Heroin verkaufen. (wie TorrentFreak berichtet)

Australien hat ein besonderes Problem mit Piraterie, weil man dort viele Inhalte erst mit einiger Verspätung gegenüber den USA zur Verfügung gestellt bekommt. Das ist deshalb für viele unverständlich, da man dieselbe Sprache wie die Nordamerikaner spricht. Immer wieder versuchen die Vertreter der Content-Industrie, die Verzögerungen zu rechtfertigen und die dann zu illegalen Downloads greifenden Nutzer zu verdammen. So hat auch Graham Burke mit seinen Äußerungen für einiges Aufsehen gesorgt.


Er startete mit seinen Aussagen einen massiven Angriff auf die Internet-Piraterie, indem er Piraten-Webseitenbetreiber beschuldigt, oftmals Verbindungen zu „organisierten internationalen Verbrechenssyndikaten“ zu haben, deren einziges Ziel es sei, Millionenbeträge einzunehmen, indem sie „die Kids mit hochriskanter Werbung überfallen.“ Gleichfalls äußerte er, die Seitennutzer würden die Existenzen von Urhebern untergraben.

Doch damit lief sich Burke erst warm: „Wir schicken unsere Kinder in sehr gefährliche Online-Nachbarschaften – denn die Piraten gehören nicht zu den Guten“ , so der Medienmanager. „Das sind nicht spitzbübische Computer-Geeks, die im Keller leben. Das ist dieselbe Art von Leuten, die Heroin verkaufen.“

Fazit:

Für Burke gibt es nichts Dringenderes oder Wichtigeres, als gegen die Piraterie vorzugehen, da: „jeden Tag durch diese vernichtende und ansteckende Seuche zehntausende unserer Filme gestohlen werden.“, meinte Burke

Er kündigte ferner an, dass Village Roadshow auch gegenüber wiederholten Downloadern die Gangart verschärfen wird, da diese in Bezug auf Downloads nur selten ein Unrechtsbewusstsein an den Tag legen. Denselben Menschen würde es im Supermarkt nicht einfallen, einen Schokoriegel zu klauen: „Wir planen, unser Urheberrecht von nun ab besser zu schützen, indem wir eine wiederholte Verletzung verklagen – nicht gegen ein sehr hohes Entgelt, aber ähnlich der Strafe, ein Auto in einer Ladenzone zu parken“ […] „Wenn der Preis für einen Download sagen wir auf AUS $ 300 festgesetzt ist (US $ 228), werden es sich die meisten Leute wohl dann zweimal überlegen, solch einen Datendiebstahl zu begehen.“

Er meinte, insgesamt sei die Filmpiraterie in Australien zurückgegangen aufgrund der Verfügbarkeit von Diensten wie Netflix, allerdings hat sich der Anteil an illegalen Online-Aktivitäten von 12 bis 17-jährigen Australiern seit dem letzten Jahr fast verdoppelt – mit sage und schreibe 31 Prozent.

Bildquelle: janeb13, thx! (CC0 Public Domain)

Vielleicht gefällt dir auch

9 Kommentare

  1. Tom sagt:

    Textaufgabe: wenn Filmkopierer Drogendealern gleichzusetzen sind, dann sind Filmproduzenten gleich was?
    Mit schönem Gruss an die Küche…

  2. dsadad sagt:

    immer das gleiche, nur weil die ihre sachen kostenlos anbieten und was dadurch verdienen, wenigstens bringen die niemanden um.

    • Ewald sagt:

      Einleuchtende Logik. Wir stellen alle Straftaten straffrei, bei denen kein Mensch umgebracht wird.
      Vergewaltigung ist ok, das Opfer muss nur überleben.
      Körpfervertzung auch.
      Unterschlagung, Diebstahl und und und auch alles ok, wird ja keiner umgebracht.
      Das Strafgesetzbuch wird in jeem Fall deutlich dünner.

  3. Ner0 sagt:

    Sehr großes Mimimi.

    Wie genau will er das stoppen?
    Nimmt man 2 Portale down, kommen 6 weiter.
    Das ist wie der Kopf einer Hydra.

    Downloader bestrafen? Ha, soll er erstmal Downloader finden/schnappen..
    Wer nicht komplett hinterm Mond wohnt, benutzt einen sicheren VPN.

    Wenn sich die Filmindustrie den Kunden beugen würde, dann würden diese vermutlich weniger „Raub“ betreiben.
    Releases in gleichsprachigen Ländern synchron zu veröffentlichen dürfte ja wohl nicht so schwer sein.
    Kunde ist König und nicht Sklave.
    Auf dem Thron sitzt schon lange nicht mehr die Filmindustrie.

    • Goove sagt:

      Äh, hat der zeitgleiche Release von z. B. Game of thrones irgendetwas geändert?
      Nö, daher ist das ewig gleiche Gerede. Sorry, wer für 5 Euro im Monat die allerneuesten Kinofilme in 4K für daheim erwartet, wird immer einen Grund haben die dusselige Industrie zu verdammen.

    • Klaus Bronski sagt:

      Warum brauch ich ein VPN zum DL? Wer wurde bisher aufgrund eines DL von einem OCH geschnappt?

  4. Heinz Dieter sagt:

    Bin ich hier bei Bildonline?

  5. Pollo sagt:

    Man könnte das jetzt auch umgekehrt behaupten. Burke ist der Drogendealer. Die Medienindustrie schafft immer wieder neue Bedürfnisse, die wir ohne sie gar nicht hätten. Zuerst wird man kostenlos angefixt mit einem Trailer und dann heißt es „Geld her“ wenn du deine Film/Serien/Musik-Sucht befriedigen willst. Er benimmt sich wie einer Drogendealer, dem die Kunden weglaufen, weil sie ihren „Stoff“ woanders billiger bekommen. Also wer ist hier der Drogendealer?

  6. Mad sagt:

    Grausame Überschrift, hat unheimlich viel gemeinsam mit den News-Überschriften im Gulli.
    Eventuell sogar der selbe Autor/die selbe Autorin?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.