Aurous von Plattenlabels kaputt geklagt

Article by · 10. Dezember 2015 ·

aurous screenshot
Aurous war lediglich ein Musikplayer, der auf Material von Soundcloud, YouTube & Co. zugegriffen hat. Die RIAA-Mitglieder Universal Music, Sony Music, Warner Music sowie Atlantic und Capitol Records reichten nach einer Einstweiligen Verfügung eine Klage ein. Schadenersatz in Höhe von drei Millionen US-Dollar standen im Raum. Programmierer Andrew Sampson musste seinen Dienst letztlich frustriert einstellen.

Anfangs galt Aurous als ein Nachahmer-Projekt von Popcorn Time. Doch statt via P2P auf illegales Material zuzugreifen, wurde dabei lediglich auf Musiktitel von legalen Streaming-Anbietern und Video-Plattformen zugegriffen. Am 12. Oktober 2015 ging Aurous erstmals mit einer Betaversion online. Das Programm gab es kostenlos für Windows-, Mac OS X- und Linux-PCs. Umsätze sollten durch Werbung generiert werden. Die Entwickler haben lange an der Schnittstelle für rund 120 Plattformen gearbeitet. Darunter befanden sich auch die Gratisversion von Spotify, Pandora und viele andere.

aurous-logoWir sehen das als ein eindeutiges Zeichen, dass nicht lizenzierte Dienste nicht darauf hoffen können, ein Geschäft auf Kosten der Musikschaffenden aufzubauen“, sagte Cary Sherman, Chairman und Geschäftsführer der Recording Industry Association of America (RIAA) der musikwoche. Die Frage ist allerdings, was für ein Problem die RIAA-Mitglieder überhaupt mit diesem Dienst hatten. Aurous erlaubte lediglich den Zugang zu bereits bei anderen Portalen lizenzierten Werken. Zwar hätte man kein Geld von Aurous selbst erhalten, der Zugriff auf die öffentlichen Werke müsste nach menschlichem Ermessen trotzdem legal gewesen sein. Die Kläger warfen den Entwicklern dennoch vor, sie hätten Profit aus den „kreativen Bemühungen und Investitionen der Rechteinhaber und Musikschaffenden“ ziehen wollen, was nicht toleriert werden sollte. Hätte Sampson sein Projekt von Anfang an anonym hochgezogen, wäre die RIAA machtlos gewesen. Doch Sampson wählte den weißen, den legalen Weg.

Aurous-Geschäftsführer Andrew Sampson schrieb gestern auf seinem Blog, nachdem er die Webseite geschlossen und das Aus des Projekts bei Twitter und Facebook bekannt gegeben hatte:

„Ich flehe den Kongress an, die Realität des Filesharings zu verstehen. Es ist etwas verkehrt mit einem Gesetz, welches Teenager und Studenten mit astronomischen Summen bestraft für Vorgänge, die sie nicht mal komplett verstanden haben. Das Verletzende (des Filesharings) auf die Künstler mag richtig und substantiell sein. Doch bei dieser Rechtslage müssen die Plattenfirmen nicht mal ihre tatsächlichen Einbußen belegen.

Wir brauchen keine Gerichte um zu prüfen, wer richtig oder falsch handelt – das kann jeder selbst beurteilen. Es geht vor allem um die Summe an Geld, die wir investieren. Meine einzige Sorge ist, dass diese Klage eine Welle weiterer juristischer Verfahren gegen Webseitenbetreiber anstoßen wird. Aurious hat im Dunklen agiert. Unser Client hat Personen lediglich Zugang zu API’s verschafft, um auf fremde Webseiten wie YouTube und Soundcloud zugreifen zu können. Ihr seht, wie das ausgegangen ist.“

Sampson hat sein bekanntestes Baby gestern Abend eingestellt, doch die Routinen sollen in einem neuen Projekt verwendet werden. Es geht noch immer um Musik, wie er TorrentFreak mitteilte. Allerdings um Live-Auftritte. Er will seine neue Software bald der Öffentlichkeit vorstellen. Bleibt zu hoffen, dass die neue Software juristisch gesehen wasserdicht ist. Ansonsten ist schon bald mit neuer Post der Anwälte zu rechnen, die von den Plattenlabels zur Vertretung ihrer Interessen beauftragt wurden.

Update: Rechtsanwalt Mirko Brüß schrieb mir, Aurous habe „gerade nicht auf „legale Quellen“ wie SoundCloud und YouTube zugegriffen, sondern auf VK.com, MP3with.me und das „Aurous Network.“ Deswegen sei die Klage durchaus gerechtfertigt.

Mehr zu diesem Thema:

Flattr this!

3 Comments

  • comment-avatar

    silence

    Naja auch wenn ich dieses kommentar “faschisten Abschaum” nicht so richtig für gut heiße, hat er im Prinzip ja Recht, auch wenn er es auf andere Weise auslegt :P. Im Prinzip sollte heutzutage ja jeder Wissen das die Amerikanischen Firmen Wie Standard OIL und andere Hitler erst den Krieg ermöglichten und er ohne diese den Krieg auch nicht hätte führen können, sei es weil Sie Zusatzstoffe (Additive) für Treibstoff geliefert haben ohne den nie ein deutsches Flugzeug abgehoben wäre im 2ten Weltkrieg :P.

    Zudem muss man hier auch sagen, das die Euthanaise die Hitler betrieben hat, auf einem Buch von 1919 beruht das in Amerika veröffentlich wurde und selbst heute die Grundsätze der Euthanasie in Amerika noch mit TarnOrganisationen wie Parentet Childhood vorangetrieben werden, die mal einfach so von Waren Buffet und anderen Milliarden Spenden erhalten um eine Geburtenkontrolle in Amerika zu etablieren, auch durch die Vorgeburtlichen Untersuchungen auf Krankheiten und sowas :P.

    Desweiteren sollte auch jedem bekannt sein das Hitler nie ohne die Macht von Amerikanischen Industriellen an die Macht gekommen wäre, das hat er nämlich schon 1923 mit einem Putsch in München versucht, wo er danach 1 Jahr im Gefängnis saß.

    Diese Fakten sollten eigentlich jedem halbwegs gebildeten Deutschen bekannt sein und so wie uns von je her unsere Geschichte auch noch 70 Jahre danach vorgeworfen wird, so können wir das auch :P

    Mir ist natürlich bewusst, das er aus einem anderen Zusammenhang sieht, aber im Prinzip stimmt seine Aussage, und ich denke mal Wahrheiten fallen unter die Meinungsfreiheit…..auch wenn viele ja tolle Linksgerichtete Organisationen diesen Begriff für sich Symbolisiert haben um jeden Anflug von Unmut oder Misstrauen zu unterbinden, ist die Aussage gerade im Bezug auf Amerika, genau richtig, sei es der KKK oer christliche Fundamentalisten die unter dem Deckmantel der Kirche das gleiche tun.

    Vlt sollte man sich, bevor man solche Aussagen grundlegend verachtet, erstmal genauer mit der Entstehung und Geschichte beschäftigen :P

    Aber ja bei dem Thema ist diese Aussage schlecht gewählt, aber Prinzipiell trifft es schon auf Amerika und deren Führung zu, auch wenn es hier eigentlich nur ums Geld geht.

    Und im Prinzip ist diese ganze Geschichte heute noch immer ein Thema in Amerika, was man auch an den Georgie Guidestones sieht, deren Inschriften sagen das die Weltbevölkerung nie mehr als 500millionen Menschen überschreiten sollte. Und nunja Amerika hat schon knapp 350Millionen Einwohner wenn nicht mehr, und wenn man das alles im Zusammenhang sieht ist der Begriff der sich ja letztendlich auf Euthanasie begründet im Bezug auf Amerika richtig gewählt. Zwar das falsche Thema aber das richtige Land :P

    Mal ne kleine Geschichtslehrstunde für euch :P Mal gucken obs freigeschaltet wird :D

  • comment-avatar

    Simon

    Und mal wieder “faschisten abschaum”. Ohne kannst Du nicht oder?

  • comment-avatar

    michel

    deshalb immer schön brav musik und videos legal kaufen, damit dieser faschisten abschaum weiter genug kohle für solche aktionen hat!


Leave a comment