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Doxie Go: So lässt sich der Akku austauschen

Lässt sich der mobile Scanner Doxie Go nicht mehr einschalten, ist in der Regel ein neuer Akku fällig. Wie lässt sich dieser austauschen?

Ich habe aus meiner Unizeit noch den mobilen, akkubetriebenen Scanner Doxie Go in der Schublade. Diesen nutze ich nur noch gelegentlich, da die Qualität nicht wirklich besser ist, als mit einem modernen Smartphone einfach ein Foto zu machen.

Fehlerbild Doxie Go – Akku immer leer…

Als ich den Doxie Go nun doch einmal wieder verwenden wollte, um eine RFID-Karte zu scannen, ließ sich das Gerät nicht einschalten. Dies ist leider mittlerweile immer wieder der Fall, wenn ich das Gerät einige Zeit nicht genutzt habe. Also heißt es Aufladen und warten. Bedauerlicherweise schafft das Gerät kaum mehr einen einzelnen Scan.

Während der Doxie Go geladen wird, kann man ihn zwar verwenden, aber über den Mini-USB-Anschluss wird scheinbar primär der Akku geladen. Das heißt, trotz Anschluss des Mini-USB-Kabels schaltet sich der mobile Scanner wegen Strommangel einfach aus.

Alternativ konnte ich leider die abgedeckte Rundbuchse nicht ausprobieren, da ich kein Netzteil mit der passenden Größe vor Ort hatte.

Öffnen des Doxie Go

Der Doxie Go hat an der Unterseite zwei sichtbare Schrauben (0/00). Zusätzlich sind unter den vier Füßen weitere Schrauben versteckt. Nachdem alle Schrauben gelöst sind, muss man das Gehäuse sanft aufhebeln, da es vorne und hinten von Clips gehalten wird. Trotz aller Vorsicht sind mir einige abgebrochen, was aber nicht weiter schlimm ist, da die Schrauben später wieder für genug Festigkeit sorgen.

Das Batteriefach lässt vorher sich leider abnehmen, da es von innen angeschraubt ist und dort ein Lithium-Polymer-Akku (LiPo) sitzt. Scheinbar war dies früher aber ein Fach für 4xAAA Batterien. Der Akku ist festgeklebt, lässt sich aber leicht lösen.

Idee 1: Akku des Doxie Go einfach ausbauen? Leider nein…

Zunächst habe ich versucht, den Akku des Doxie Go einfach abzustecken. Leider funktioniert das Gerät dann überhaupt nicht mehr. Dies bestätigt die These, dass der Mini-USB-Port primär zum Laden des Akkus verwendet wird, aber nicht zur Versorgung des kleinen mobilen Scanners selbst.

Idee 2: Neuen Akku im Doxie Go einbauen

Der Original-Akku ist von Coslight und hat die Bezeichnung CA383456-700mAh 71U218621385. Er hat eine Breite von 33,8 mm, eine Höhe von 57,4 mm und eine Dicke von 3,8 mm. Zum Anschluss wird ein JST-GH 1,25 mm Stecker verwendet. Leider konnte ich das identische Akkupack nirgends bestellen.

Daher habe ich mir überlegt, dass sich vielleicht ein ähnlicher LiPo finden lässt, wie der, der im Doxie Go verbaut ist. An der vorgesehenen Stelle für einen neuen Akku sind 65,6 mm in der Breite und 3,75 mm in der Höhe (etwas mehr, wenn man den alten Akkuhalter aussägt) verfügbar. Der Breite sind es maximal 34 mm. Alternativ lässt sich auch ein Akkupack verwenden, welches nicht größer als 2 × 2 AAA-Batterien ist (89,0 × 10,5 × 21,0 mm.). Außerdem sollte das Akkupack eine Kapazität von mindestens 700mAh bei 3.7V Nennspannung aufweisen.

Polarität prüfen des Akkus!

Unter Umständen ist es notwendig, die Kabel von Stecker zu lösen, um auf der einen Seiten den Ferritkern anzubringen und / oder das rote beziehungsweise das schwarze Kabel im Stecker zu tauschen.

Das Kabel lässt sich lösen, in dem man das Plastik vorsichtig mit einer Nadel leicht anhebt, ohne es abzubrechen. Im selben Moment lässt sich dann das Kabel aus dem Stecker herausziehen.

Bitte unbedingt auf die Polung achten!

Erfolg, Doxie Go funktioniert wieder, oder?!

Nachdem die Polarität angepasst wurde, stellt sich die Frage, ob der Doxie Go nun wieder funktioniert. Vor dem abschließenden Zusammenbau heißt es jetzt den Akku einzustecken und einen Testscan durchzuführen. Nachdem dieser erfolgreich war, ist nun das zerlegen rückwärts dran. Bitte unbedingt darauf achten, dass die Kabel nicht eingequetscht werden. Unter Umständen hilft zum Fixieren etwas Heißkleber. Besonders beim Ferritkern. Sonst klappert es (wie bei mir).

Bei mir war ein extra Schritt notwendig, da mein Akkupack etwas zu groß war, sodass ich ein Stück vom Batteriehalter entfernen musste. Dies klappt wunderbar mit Teppichmesser.

Doxie Support und Abschluss

Ein neuer mobiler Scanner hätte sich für mich nicht gelohnt,

Heute war wieder ein typisches Bienenprojekt im Fokus meines Artikels. Ganz nach dem Motto „Die Biene liebt es, Technik aller Art in ihre Bestandteile zu zerlegen“. Erst kürzlich habe ich zwei Elkos in meiner VU+ Duo2 getauscht und auch mir die Bienenwabe von Cubbit von innen angesehen.

Tarnkappe.info

Kategorie: Reverse Engineering, Tutorials

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honeybee schreibt seit Ende 2020 für die Tarnkappe. Der Einstieg war ein Reverse Engineering Artikel über die Toniebox. Die Biene liebt es, Technik aller Art in ihre Bestandteile zu zerlegen. Schraubendreher und Lötkolben liegen immer in Reichweite. Themen wie Softwareentwicklung, Reverse Engineering, IT-Security und Hacking sind heiß geliebt.