SpotiFLAC
SpotiFLAC
Bildquelle: ChatGPT

Mit SpotiFLAC wird Spotify zur Wunschliste

Der Name SpotiFLAC klingt nach „Spotify rein, FLAC raus“. Zum Glück passiert genau das nicht. Spotify selbst bietet nur semi-lossless Audio.

Spotify wird nicht als Quelle für die Downloads genutzt, sondern dient nur als Katalog. Das Tool SpotiFLAC nutzt Links, Tracklisten und Metadaten des schwedischen Streaming-Dienstes. Der Ton kommt über Drittanbieter-APIs von anderen Diensten wie TIDAL, Qobuz und Amazon Music, die echte verlustfreie Audio-Dateien anbieten und keine halbgaren Lösungen wie Spotify.

SpotiFLAC ohne Login oder Konto

Von hier kann man sich das Tool herunterladen. SpotiFLAC läuft, ohne dass man sich in seinen Account einloggen muss. So besteht bei einem Download nicht das Risiko, dass er einfach gesperrt wird, weil Spotify verdächtige Aktivitäten festgestellt hat. Bei einem Test konnten wir problemlos die Playlist aus Spotify hinein kopieren und sie wurde ohne Login oder sonstige Informationen heruntergeladen. Leider weichen die Kataloge der einzelnen Streaming-Anbieter etwas voneinander ab, sodass es passieren kann, dass einige Lieder nicht mit transferiert werden, da der jeweilige Anbieter keine Lizenz für das Musikstück besitzt. Das ist aber der einzige Wehrmutstropfen, der bei diesem Programm auffällt.

Kein Login, aber auch keine Verknüpfung mit einem Spotify-Konto. In den FAQ von SpotiFLAC steht es genauso. Wie gesagt, es gibt keine Spotify-Authentifizierung. Die Spotify-Daten holt sich das Programm laut Angaben des Projekts mittels Reverse Engineering des Webplayers.

SpotiFLAC

Das aktuelle Release zeigt, woran es noch hapert

Bei solchen interessanten Projekten sind die Release-Notes oft ehrlicher als jede offizielle Liste der neuen Funktionen. Die aktuelle Version ist v7.0.7 vom 26. Januar 2026, in der man viele kleinere Bugs ausgebügelt hat. Dies kann man den Releasenotes entnehmen. Auch die Schnittstelle zu Amazon Music musste man wegen einer API-Änderung anpassen. Dazu kommen neue Varianten und Rotation für TIDAL und Qobuz, damit das Tool beim Erreichen des nächsten Limits nicht überraschend den Dienst einstellt.

Nebenbei sind genau die vielen kleinen Dinge enthalten, die man erst vermisst, wenn man nicht nur drei Tracks testet, sondern eine große eigene Bibliothek betreibt. Dazu gehören die Region-Auswahl für Abweichungen bei den Songs oder Features wie zeitigere Releases, Caching, Discography-Details und die Fallbackoption.

Download für alle Desktopsysteme

Für Windows und macOS gibt es eine direkt verfügbare und ausführbare Datei, mit der man per Klick sein Download-Erlebnis hat. Leider ist das bei Linux, für das natürlich auch ein Appimage bereitsteht, nicht ganz so einfach. Man braucht für den Betrieb zwingend das zusätzlich installierte webkit2gtk-4.1. Das ist kein Beinbruch, im Repo steht auch gut beschrieben, wie ihr es zum Laufen kriegt.

Leider hat beim Testlauf der Microsoft Defender SpotiFLAC erneut fälschlicherweise als Malware erkannt und in die Quarantäne verschoben. Das heißt aber nicht, dass es verseucht ist, sondern dass die Art, wie es gepackt wurde, einfach verdächtig aussieht. Wer bei einer Warnung gleich einen Herzkasper kriegt, sollte es sich lieber nicht laden oder sich emotional darauf vorbereiten, dass so eine Meldung kommen wird.

SpotiFLAC

Natürlich kann man sich SpotiFLAC auch von Grund auf selbst bauen, um solche Meldungen gar nicht erst zu bekommen. Aber wir wollen doch alle nur unsere Musik, und das ohne großen Aufwand, so günstig und in bestmöglicher Qualität. Oder?

Spotify erhöht erneut die Preise

Da Spotify die Preise je nach Abo-Version um einen Euro oder mehr erhöht hat, war es wieder einmal Zeit, nach Alternativen zu suchen. Dabei wurden wir auf SpotiFLAC aufmerksam, mit dem man die Musik-Bibliothek prima erweitern kann. Nicht jeder hat Lust oder ist bereit, eine eigene Bibliothek zu betreiben, da dies mit Pflege und entsprechend viel Arbeit verbunden ist. Wenn man auf die Sicherheit seiner Infrastruktur bedacht ist, ist es dafür wesentlich günstiger. Außerdem ist man vor allem unabhängig von den Eigenheiten mancher Hoster wie Amazon AWS & Co.

Wenn diese unsere Konfigurationen wieder einmal zerschießen, gibt es auch keine Musik mehr aufs Ohr. Dann funktioniert unter Umständen auch der Login bei Spotify nicht mehr, um die auf dem Smartphone gespeicherte Musik abzuspielen. Das Navidrome zu Hause auf dem Raspberry Pi* ist dann sicherlich noch erreichbar, ebenso das kleine VPS, das man irgendwo stehen hat. Allen, die es nicht haben, wollen oder brauchen, können wir wirklich nur empfehlen, Spotifuck zu nutzen.

Ob die Version 1.6.4.0 auf Mobilisim oder die von uns im Spotifuck-Artikel verlinkte Version 1.7.0 die aktuelle Version ist, darüber kann man diskutieren. Das Wichtigste ist, dass beide sauber, stabil und virenfrei funktionieren. Natürlich könnt ihr euch auch weiterhin bei Kinguin & Co. günstige Accounts mit dem üblichen potenziellen Risiko einer Account-Sperre holen. Das muss nicht passieren, aber es kann. So könnt ihr der Wegelagerei von Spotify erneut ein Schnippchen schlagen, auch ohne Revanced-Patches oder eine andere Software.

SpotiFLAC – unser Fazit

Die App ist sehr gelungen. Die Option, seine Titel in Lossless-Qualität zu erhalten, ist wirklich super. Es gibt Vermutungen, dass SpotiFLAC einfach die API von der URL eu.doubledouble.top anzapft, um darüber den Download zu realisieren, was gut möglich ist. Dort wird die Musik aber nicht in Lossless angeboten. Die Kritik ist interessant und wenn es stimmt, wäre sie berechtigt. Das kann man aber aktuell nicht nachvollziehen. Kann sein, muss aber nicht. Das Wichtigste ist, Das kostenlose Tool Spotiflac lädt unsere Musik in hoher Qualität und das macht es zuverlässig.

Du möchtest die Erstellung von SpotiFLAC finanziell unterstützen? Super Idee! Hier bei Ko-fi kann man sich schon mit einer einmaligen Spende in Höhe von 5 US-Dollar an der Entwicklung beteiligen. Mehr geht natürlich auch.

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