The Witness: Macher des PC-Spiels beklagt viele Raubkopien

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Entwickler Jonathan Blow entdeckte sein eigenes PC Game ganz oben auf der Hitliste einer populären Torrent-Seite. Leider helfe ihm dies nicht dabei, die Kosten für das nächste Spiel zusammenzubekommen, wie Blow kürzlich auf Twitter schrieb. DRM-Maßnahmen wie Denuvo lehnt er ab, weil die Käufer das Recht haben sollen, ihr Produkt tatsächlich zu besitzen.

Jonathan Blow hat sein neues Spiel The Witness im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern nicht bei einem großen Publisher sondern erneut in Eigenregie veröffentlicht. Das Rätselspiel kam als Indie Game für den PC und die PS4 heraus.


In der Liste der meist gesharten Spiele entdeckte der Macher kürzlich sein Game bei einer namentlich nicht genannten Torrent-Webseite. Zwar hätte nicht jeder Schwarzkopierer das 40 Dollar teure Spiel gekauft. Trotzdem helfe dies nicht dabei, das Budget für die Entwicklung des nächsten Spieles zusammenzubekommen. Die Menschen sollen die Freiheit haben, Dinge wirklich zu besitzen, schreibt er. Auf den Kopierschutz von Denuvo & Co. möchte er deswegen nach Möglichkeit weiterhin verzichten. Blow glaubt, die meisten Kopien von The Witness wurden illegal heruntergeladen. Wenn nur 10% das Spiel gekauft hätten, würde sich sein Umsatz verdoppeln, beklagte sich der Entwickler bei Twitter.

Wenige Tage später gab er sich aber schon zuversichtlicher. Über Online-Piraterie möchte er bei Twitter nicht mehr diskutieren, sondern nur noch über das Spiel selbst. Es sei grundsätzlich schwer Zahlen zu nennen, ohne gegen geltene Verträge zu verstoßen. Das neue Spiel sei aber auf dem besten Weg, sich besser zu verkaufen, als dies der Vorgänger Braid innerhalb eines Jahres tat. Und auch dieses India-Game galt schon als Erfolg.

Man müsse abwarten, ob man für das nächste Rätselspiel über ein wirklich großes Budget verfügen wird. Dann reicht das Geld vielleicht auch für die musikalische Untermalung, die bei The Witness einfach weggelassen wurde. Abzuwarten bleibt auch, ob es dabei erneut um mysteriöse Schalttafeln und um die Flucht von einer einsamen Insel gehen wird.

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.

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2 Kommentare

  1. Simon24 sagt:

    Dann spiel’s nicht, du Troll.

    Hollywood „Blockbuster“ sind auch nach einem ausgelutschten Prinzip geskriptet. Dennoch werden die Budgets immer größer.

  2. Horsti Borsti sagt:

    Ausgelutschtes spiel prinzip

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