Perfect Privacy: VPN-Server in Rotterdam beschlagnahmt

perfect privacy vpn
Der VPN-Anbieter Perfect Privacy gab kürzlich bekannt, dass die niederländischen Behörden einen Server beim Anbieter i3D.net in Rotterdam beschlagnahmt haben. Die Hintergründe der Beschlagnahmung sind bislang unbekannt.

Letzten Mittwoch gab ein Mitarbeiter von Perfect Privacy im hauseigenen Forum bekannt, dass die niederländischen Behörden einen Server beim Managed Hosting Provider i3D.net beschlagnahmt haben. Über die Hintergründe der Beschlagnahmung kann bisher nur spekuliert werden.


Anzeige

Die Betreiber versuchen ihre Nutzer im eigenen Forum zu beruhigen. Für ihre Privatsphäre bestünde zu keiner Zeit eine Gefahr, weil auf den Servern nach Betreiberangaben grundsätzlich keine Logfiles oder Nutzerdaten gespeichert werden.

Im Interview gab der VPN-Anbieter bekannt, dass alle Dienste lediglich in der RAM-Disk laufen, um eine Speicherung auf den Festplatten zu vermeiden. „Sollte die Stromzufuhr also unterbrochen werden oder der Server neu starten, ist er in Hinsicht auf Datenerfassung Dritter nutzlos.

Wenige Stunden später wurden die Server von i3D.net ersetzt. Die zeitnahe Mitteilung über die behördlichen Maßnahmen spricht in jedem Fall eine eigene Sprache.

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.

Vielleicht gefällt dir auch

8 Kommentare

  1. Coca-Colabiy sagt:

    Wenn dabei aber 75 Männer gefasst wurden, die wohl teilweise Perfect-Privacy eingesetzt haben würde ich mir Gedanken machen. Polizei muss nur diesen einen Server überwachen / infizieren und hat haufenweise interessanten (höchst wahrscheinlich illegalen) Traffic. Haltet euch das mal vor Augen! Selbst wen PP nichts loggt wird das Rechenzentrum die eingehenden IPs loggen, die stehen dann so oder so auf der Überwachungsliste!

    • blörp sagt:

      Dann spannen wir deine Geschichte mal weiter,,, das Rechenzentrum loggt alle eingehenden IPs und hat somit einen Pool von IP’s die diesen VPN Server nutzen. Nun vergibt PP allerdings keine Dedicated IPs an die Nutzer des VPN Servers, sprich es nutzen immer ein Haufen Menschen die gleiche VPN Server IP. Was fängt das Rechenzentrum nun mit der Info an, dass sich z.B. 800 IPs auf dem Rotterdam VPN Server eingeloggt haben und IRGENDJEMAND(nicht nachvollziehbar) von den 800 Menschen hat mit diesem Server „böse WebseiteXY“ angesteuert, wie geht es dann weiter? Hilf uns bitte auf die Sprünge!

      • test sagt:

        Nunja, dann brauchen Ermittlungsbehörden ihre Suche nur noch auf 800 Menschen eingrenzen, wie es in deinem Fall geschildert ist.
        Da sie dann einen IP Pool von 800 haben, können sie stück für Stück weiter verfolgen, welche Person von denen einen Fehler macht und sich enttarnt. Ein gutes beispiel ist der Fall Silk Road ;-)

      • Albert sagt:

        Auf einem Server von Perfect Privacy sind niemals 800 Leute gleichzeitig eingeloggt. Wie langsam denkst Du denn würden die Kisten dann noch laufen? Ich bin selber Kunde dort und kann Dir sagen, dass bei den hohen Preisen nicht so viele Kunden aktiv sind was auch gut ist damit die Kisten schneller laufen.

        Tippe eher mal auf 40 aktiv eingeloggte Personen.

  2. hans jürgen sagt:

    Was für eine eigene Sprache spricht denn die zeitnahe Mitteilung? Doch eigentlich nur gutes, zeitnah und transparent. Besser als es 5 Tage später woanders zu lesen. :D
    Am selben Tag fand übrigens „Operation Daylight“ von Interpol statt, ein Schelm wer böses denkt.

  3. hans sagt:

    Was für eine eigene Sprache spricht denn die zeitnahe Mitteilung? Doch eigentlich nur gutes, zeitnah und transparent. Besser als es 5 Tage später woanders zu lesen. :D
    Am selben Tag fand übrigens „Operation Daylight“ von Interpol statt, ein Schelm wer böses denkt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.