Zwei maskierte Menschen, die auch im Internet anonym bleiben (Symbolbild)
Zwei maskierte Menschen, die auch im Internet anonym bleiben (Symbolbild)
Bildquelle: filipobr, Lizenz

Anonym im Internet surfen – so bleibst Du unter dem Radar

Wer beim Surfen im Internet anonym bleiben möchte, muss ein paar Spielregeln beachten. Welche das sind, erfährst Du hier.

Beim Surfen im Internet anonym zu bleiben, ist in Zeiten von Google, Facebook, Microsoft und Co. oftmals eine Herausforderung. Die großen Tech-Konzerne lechzen regelrecht nach Deinen Daten. Denn diese helfen ihnen mitunter dabei, Dich mit personalisierter Werbung dazu zu bringen, Deine Ersparnisse ganz “freiwillig” in den Markt zu spülen.

Spätestens seit den NSA-Enthüllungen von Edward Snowden im Jahre 2013 ist jedoch klar, dass es sich für einige Menschen lohnt, ihre Spuren ebenfalls vor Regierungsbehörden und Geheimdiensten zu verschleiern. Und damit es auch Dir gelingt, anonym im Netz zu surfen, verraten wir Dir ein paar hilfreiche Maßnahmen dafür.

Die goldenen 8 Regeln, um anonym im Internet zu surfen

Es gibt viele gute Gründe, warum der ein oder andere Nutzer im Internet anonym sein möchte. Die folgenden acht Tipps helfen Dir dabei, im Netz Deine Identität zu schützen und unerkannt zu bleiben.

Tipp 1: Nutze einen VPN-Dienst

Ein VPN (Virtual Private Network) verschlüsselt üblicherweise Deine gesamte Kommunikation. Obendrein leitet die Software Deinen Datenverkehr über einen Server, der weit weg von Deinem eigenen Zuhause stehen kann. Folglich lassen sich Deine Internetaktivitäten sowie Deine Herkunft nicht so einfach zurückverfolgen. Damit Du im Internet wirklich anonym surfen kannst, solltest Du jedoch stets auf einen vertrauenswürdigen VPN-Anbieter setzen.

Tipp 2: Verwende einen Browser, der Deine Online-Aktivitäten anonymisiert

Einige Browser wie Tor oder Brave setzen auf spezielle Techniken, mit denen sie Deine Internetaktivitäten anonymisieren. Insbesondere der Tor-Browser gilt durch das Onion Routing als besonders geeignet, um Deinen Datenverkehr zu verschlüsseln und Deine Identität zu schützen. Darüber hinaus solltest Du regelmäßig Deinen Browser- und Suchverlauf löschen und ausschließlich vertrauenswürdige und verschlüsselte Webseiten ansteuern.

Tipp 3: Vermeide die Nutzung von Social-Media-Plattformen

Social-Media-Plattformen wie Facebook, Instagram oder Twitter verfolgen Dich im Netz auf Schritt und Tritt. Sie analysieren Dein Verhalten und sammeln Informationen über Dich, die sie anschließend mitunter an Werbetreibende weitergeben. Um im Internet anonym zu bleiben, solltest Du diese Plattformen meiden oder sie zumindest mit so wenigen persönlichen Daten wie möglich füttern.

Tipp 4: Anonym im Internet surfen durch verschlüsselte Kommunikation

Messenger wie Signal, Telegram oder Threema bieten Dir die Möglichkeit, Deine Kommunikation zu verschlüsseln. Somit kann niemand außer Dir und Deinem Gesprächspartner auf eure Unterhaltung zugreifen. Darüber hinaus bieten die Dienste auch nützliche Funktionen wie einen Selbstzerstörungsmodus, mit dem Du Deine Nachrichten automatisch nach einer bestimmten Zeit löschen lassen kannst.

Tipp 5: Achte auf einen sicheren Umgang mit E-Mail-Adressen

Verwende stets E-Mail-Adressen, die nicht auf Deinen echten Namen schließen lassen und achte penibel darauf, welche Adresse Du für welchen Dienst einsetzt. Gerade wenn Du Dich nur testweise auf einer Webseite registrieren willst, solltest Du dafür besser eine “Trash-Adresse” verwenden. Somit fängst Du Dir auch keine unliebsame Post auf Deiner Hauptadresse ein, die dir womöglich eine Malware unterjubelt. Und vergiss nicht, Deine Mails zu verschlüsseln.

Tipp 6: Meide öffentliche WLAN-Netzwerke, um im Internet anonym zu surfen

In öffentliche WLAN-Netzwerke kommt einfach jeder rein. Sie ermöglichen es Hackern, Sicherheitslücken auf Deinem Endgerät auszunutzen und infolgedessen auf Deine Daten zuzugreifen. Wenn Du im Internet anonym bleiben möchtest, solltest Du besser Dein Datenvolumen aufstocken und Deine eigene Internetverbindung nutzen.

Tipp 7: Nutze starke Passwörter

Ja, auch das hilft Dir dabei, im Netz anonym zu bleiben. Denn wenn sich jemand Zugang zu Deinen Konten verschafft, kann er sich darin austoben und alle Informationen daraus abgreifen. Achte außerdem darauf, dass Du für jeden Dienst ein eigenes Passwort verwendest und sichere Deine Konten zusätzlich per Zwei-Faktor-Authentifizierung ab. Ferner wäre es gut, wenn Du Deine Zugangsdaten an einem sicheren Ort wie einer verschlüsselten Passwortdatenbank aufbewahrst.

Tipp 8: Halte Deine Software stets auf dem neusten Stand

Software-Updates schließen Sicherheitslücken und verringern somit Deine Angriffsfläche. Dadurch reduzierst Du die Gefahr, dass Deine schützenswerten Daten in fremde Hände geraten.

Ergänzungen sind gern gesehen

Natürlich ist das nur ein kleiner Auszug an Maßnahmen, die Du ergreifen kannst, um im Internet anonym zu surfen. Diese Liste erhebt bei Weitem keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Dir fehlt hier ein wichtiger Aspekt, auf den Du selber regelmäßig achtest? Super, dann ab in die Kommentare damit! Denn so hilfst Du auch anderen Lesern dabei, sich im Netz anonym zu bewegen und stets unter dem Radar zu bleiben.

Darüber hinaus ist noch erwähnenswert, dass selbst die Einhaltung aller hier genannter Maßnahmen Dir keine 100 %-ige Sicherheit bieten kann. Nichtsdestotrotz ist ihr Einsatz ein guter Anfang, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie Du im Netz möglichst wenige Informationen von Dir preisgibst.

Und falls Du gleich mit Tipp 1 durchstarten willst, schau doch einfach mal bei unserem neuen VPN-Vergleich vorbei. Da findest Du auch direkt den passenden Anbieter für Dich. 😎

Über

Marc Stöckel hat nach seiner Ausbildung zum IT-Systemelektroniker und einem Studium im Bereich der technischen Informatik rund 5 Jahre als Softwareentwickler gearbeitet. Um seine technische Expertise sowie seine Sprachfertigkeiten weiter auszubauen, schreibt er seit dem Sommer 2022 regelmäßig Artikel zu den Themenbereichen Software, IT-Sicherheit, Datenschutz, Cyberkriminalität und Kryptowährungen.