Netload verkauft. Droht eine neue Abofalle?

Aktueller Screenshot von Netload.in

Aktueller Screenshot von Netload.in

Der Sharehoster Netload.in wurde nicht aufgelöst. Neuer Betreiber ist die S Digital Media GmbH aus Niederbayern. Das von Simone Bentele geführte Unternehmen wurde in der Vergangenheit mehrfach bezichtigt, an der Durchführung von Abofallen beteiligt zu sein.

Der Sitz von Netload ist von Frankfurt am Main ins niederbayerische Winzer gewandert. Sven Mielke hat die Rechte an seinem Sharehoster an die S Digital Media GmbH veräußert. Das Verbraucherschutz-Portal mimikama berichtete von Abofallen, die offenbar im Juli letzten Jahres von der S Digital Media über Facebook verbreitet wurden. Auf quizstars.de wurden letzten Sommer laut mimikama Gewinnspiele inklusive Abofalle durchgeführt. Auf der Webseite wurde behauptet, um den „Gewinn zuordnen zu können“, müsse man sich mit der eigenen Handynummer „kostenlos verifizieren“. So kostenlos wie angekündigt, war das Angebot dann wohl doch nicht. Als Domaininhaber und admin-c ist laut DENIC Frau Simone Bentele, respektive die S Digital Media GmbH in Winzer, eingetragen. Früher firmierte das Unternehmen als MSG Beteiligungen GmbH. Wer nach diesen Namen sucht, wird schnell bei AbzockNews.de, Konsumer.info und anderen Webseiten fündig.

Warum wird Netload nicht Offshore betrieben?

Warum Frau Bentele nun ausgerechnet ins Sharehoster-Geschäft eingestiegen ist, ist uns nicht bekannt. Merkwürdig ist auch, dass der Sitz von Netload.in nach den vielen juristischen Auseinandersetzungen nicht ins Ausland verlagert wurde. Der Betrieb eines derart bekannten Anbieters dürfte schon bald weitere Klagen nach sich ziehen. Man darf gespannt sein, wie sich das Ganze entwickelt.

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Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.

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7 Kommentare

  1. Tarnkappe_Mysterion sagt:

    Warum nicht dichtmachen wie Rapidshare? Hauptsache wurden wieder Gelder verschoben nachdem die Auflösung abgeschlossen ist nach deutschen Juristenwege. Die Millionenschadensersatzforderungen bei Sven sind ins Leere jetzt gelaufen, eine nette Abfindung wird er jetzt erhalten haben und das Spiel geht bei Frau Bentele von vorne los.


  2. (Achtung: Spekulation!)
    Wenn Netload in Zukunft nur noch eine Abofalle wird, die nur so aussieht, wie ein Sharehoster, der aber jegliche Funktionalität fehlt, wäre eine Verlagerung ins Ausland vermutlich unnötig, bzw. könnte sogar für dieses “Geschäftsmodell” eher problematisch sein…

  3. Tanith sagt:

    Wer da Files uploaded muss ehrlich vom dummen Fisch bespuckt worden sein. Netload hat immer mal wieder Schlagzeilen gemacht weil IP´s von Power Uploadern plötzlich den Behörden bekannt waren.

  4. pAt sagt:

    Warum ins ausland verlagern wenn man eh vor hat abofallen zu “vermarkten”?
    Auch war netload nie wirklich von größerer Bedeutung gewesen.. warum kauft man dann und vor allem heug zu tage einen filehoster auf? Hmm

    • nurmalso sagt:

      Wie kommst du darauf das Netload nie von größerer Bedeutung war? Das ja mal vollkommener Käse. Der Anbieter war sehr beliebt bei Uploadern wie auch Downloadern. Das einzige worauf die nur nie grossen Wert gelegt haben, war der Support. ;)

      • deubacoba sagt:

        Der Kollege meint wahrscheinlich, daß man als Leecher die letzten Jahren gut ohne Netload auskommen konnte. Ehrlich gesagt würde mir nur SerienJunkies einfallen, wo ich diesen Filehoster wahrgenommen hätte. Das soll aber nicht abwertend gemeint sein, es gibt einfach scheinbar dominanterer Anbieter.

    • syrius sagt:

      pAt…. o.O melde dich bei mir… findest mich schon

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