LUL.to wehrt sich gegen Lügen

Article by · 15. Dezember 2014 ·

johan larsson the future of books lul.to
Lysander von LUL.to möchte mit seinen Statements einige unwahre Tatsachenbehauptungen von Spiegelbest richtig stellen. Wir wollen auch ihm die Möglichkeit geben, sich bei uns frei zu äußern.

Lysander ist in der Vergangenheit schon häufiger als Sprecher des illegalen Download-Portals Lauschen & Lesen (LUL.to) in Erscheinung getreten. Er bat uns um eine Korrektur einiger Tatsachenbehauptungen, die im Verlauf von Artikeln auf Tarnkappe.info getätigt wurden.

Laut seiner Aussage wurden von den LUL.to-Moderatoren keine E-Books bei Ebookspender bezogen, um diese auf der eigenen Plattform gegen Bezahlung anzubieten. Dies soll eine von Spiegelbest „in die Welt gesetzte unbewiesene Propagandabehauptung“ sein. Vielmehr sollen Spiegelbest und seine Mitstreiter vier Konten mit teils erheblichen Einzahlungen bei LUL.to unterhalten haben. „Diese Konten wurden nicht zu Privatzwecken genutzt, sondern Titel bei uns geladen, die dann Stunden später bei ebookspender online gestellt wurden“, erklärt Lysander in einer E-Mail an die Tarnkappe-Redaktion.

Bei ebookspender.me sollen sich bis zur Downtime Tausende Titel befunden haben, die einen Werbelink von LUL.to beinhaltet haben, schlichtweg weil sie von dort kamen. Doch es gelangten auch Werke von LUL.to zu Ebookspender.me: „Dass Titel die ihren Ursprung bei ebookspender hatten, bei uns auftauchen ist damit zu erklären, dass wir viele Kunden haben, die uns (bisher ca. 2.500) Titel spendeten, die sie irgendwo im Netz fanden (oder auch selbst einkauften) unter Umständen auch bei ebookspender.“ Die Titelwünsche der zahlenden Kundschaft hätte LUL.to mit den wenigen „befreiten“ E-Books der Konkurrenz nicht erfüllen können. Insgesamt wurden dort nach eigenen Angaben bislang rund 7.200 Werke illegal zur Verfügung gestellt. Auch hätten sich die Anfragen von Interessenten gehäuft, die von Spiegelbests Forum zu LUL.to wechseln wollen. Sie wollten unter anderem versuchen, ihr Guthaben vom Wettbewerb auf Lauschen & Lesen zu übertragen. Man sollte wohl besser nicht davon ausgehen, dass ihnen dieser Wunsch gewährt wurde.

LUL.to: Verkaufspreis oder Downloadvergütung?

lul.toDie Unkostenpauschale, die von Lysander & Co. verlangt wird, bedeute eben nicht, dass man E-Books überhaupt verkaufen könne, schreibt uns der Sprecher des Portals. Dies sei „eben die verquere Logik“, die einen Anbieter wie LUL.to überhaupt erst möglich gemacht habe. Die Kosten werden als „Dienstleistungspauschale“ oder „Downloadvergütung“ deklariert. Sie liegen naturgemäß weit unter dem regulären Marktpreis, weil illegale Anbieter im Gegensatz zu Verlagen keine Herstellungskosten tragen müssen. Auch müssen über die Einnahmen eines erfolgreichen Buches nicht 10 weniger erfolgreiche Werke querfinanziert werden. Dieses Vorgehen wird auch bei Filmstudios und Plattenlabels so gehandhabt.

LUL.to hatte sich in der Vergangenheit neben Zeitschriften und Fachbüchern auf Hörbücher spezialisiert. Künftig wird man sich bei den Einkäufen mehr im Bereich Belletristik bewegen, um den Bedarf der vielen neuen Nutzer zu decken.

Die „besinnliche“ Weihnachtsaktion, über die wir berichtet haben, wurde leider nicht kommentiert.

Fest steht: Das Aus von Boerse.bz und Ebookspender.me hinterlässt eine dicke Lücke, die man bei LUL.to sicherlich sehr gerne füllen wird. Da dieses Portal von Anfang an kommerziell ausgerichtet war, wird sich die Geschichte von Torboox bestimmt nicht wiederholen. Selbst wenn ein enormer Zustrom an Nutzern auftauchen sollte, wird man dort keinen Hack vortäuschen, um sich mit dem eingesammelten Geld im Nirwana (sprich: in Bitcoin-Wallets) zu verabschieden. Die Betreiber von LUL.to sind sich der Gefahren und der Schwere ihrer Kriminalität offenbar bewusst. Lysander & Co. gehen dieses Risiko sehenden Auges ein. Zumindest muss man ihnen guthalten, dass sie gar nicht erst versuchen, sich als Samariter zu vermarkten. Das ist nicht überall der Fall. Die Ermittler werden nicht nur die gewerblichen Urheberrechtsverletzungen verfolgen wollen, ihnen geht es sicher auch um die unversteuerten Einnahmen in einem mittlerweile großen Umfang.

Keine Samariter am Horizont

Bis vor wenigen Tagen haben viele Beobachter geglaubt, das Forum Ebookspender sei lediglich eine Ansammlung von Hausfrauen und anderer bedürftiger E-Book-Fans, die durch die Sammelaktion Geld sparen wollen. Dem war nicht so. Dort wurden auch die ganzen Titel von Torboox und weitere Neuerscheinungen angepriesen und verlinkt. Wer die Werke beziehen wollte, wurde per Link zu einem Sharehoster geleitet. Viele Nutzer sollen sich nur dort und nicht in den Spenderkreisen aufgehalten haben.

Die lul.to.screenshotAussagen von Lysander wurden übrigens zwischenzeitlich von Spiegelbest bestätigt. Aber letztlich ist es eigentlich egal, welche Piraten sich bei welchen Piraten bedient haben. Denn offenbar wollen alle Betreiber nur unser Bestes: unser Geld. Die einen geben zu, sich mit Hilfe der Werke Dritter bereichern zu wollen – die anderen haben dies bislang nicht getan.

Bildquelle: Johan Larsson (CC BY 2.0).

Mehr zu diesem Thema:

Flattr this!

97 Comments

  • comment-avatar

    Hallo,
    warum kann man diese Webseiten nicht einfach sperren, ich verstehe das nicht. Wer kann mich aufklären?
    Ich war eben auf dieser Seite lol.to, weil die auf der Seite Geld verlangen habe ich erst gedacht die Seite sei legal. Ich finde das verwirrend.
    .

  • comment-avatar

    Marinella C.van ten Haarlen

    @SilkeW.
    Danke für Deinen Beitrag.

    Ich habe Anzeige namens meines Verlages und meiner Person
    erstattet. Aus dem Ausland werden weitere Anzeigen folgen. Gegen die Brut von
    Lysander und Co. gibt es schon zahllose Strafverfahren. Ganze Kanzleien
    beschäftigen sich mit lul.to europaweit.

    Fakt ist, dass ich die Angelegenheit eskaliert habe, um so eine Möglichkeit zu finden,
    die auch von den zuständigen Referaten in der Politik dazu genutzt werden soll,
    die Gesetzeslage so auszunützen, dass lul.to und die Truppe um Lysander in
    Zukunft fürchten muss, solchen Taten nachzugehen.

    Fakt ist, dass auch Menschen davon abhängig sind, deren Arbeitsplätze, dass die Bücher
    bezahlt werden, die Lysander und Co. sich bei Tausenden gestohlen haben.

    Ein Buch zu schreiben dauert manchmal Jahre, lul.to ist ein krimineller Schmarotzer an dem
    Werk anderer.

    Ich bin mit der abgebildeten Person nicht identisch, die abgebildete
    Person hat nichts mit mir zu tun. Ich habe einfach Angst um die Sicherheit der
    abgebildeten Person. Ich habe, nachdem Hassblog der lul.to Morddrohungen
    erhalten, wenn ich nicht die Bücher freiwillig an lul.to abtrete, wollen mich
    einige Zeitgenossen töten. Wenn ich die juristische Verfolgung nicht einstelle,
    wollen mich einige Zeitgenossen, ich zitiere“ abschlachten“.

    Ich werde namentlich mit einem Hund verglichen, es werden wissentlich unwahre
    Behauptungen über mich aufgestellt, die wie für mich Naziparolen sind, um mich
    verächtlich darzustellen, um den Tätern von lul.to über Morddrohungen zu
    ermöglichen, ihren kriminellen Machenschaften weiter nachzugehen. Die
    Morddrohungen waren von einer Menschenverachtung geprägt, die Nazis eben halt
    drauf haben. Die kommen, solange, dass Gegenteil nicht erwiesen ist, aus der
    Ecke von Lysanders Komplizen.

    Das hat nichts mit Piraterie, sondern mit kriminellem Machwerk zu tun.

    Das Schicksal Deiner Familie erschüttert noch heute, ich habe selbst mit Nazis sehr viel
    Ärger gehabt, ich weiß also, was ich sage. Den gefällt nicht, was ich schreibe.

    Fakt ist, dass ich eine Unterlassungsverfügung gegen Lysander und Co. beantragt habe,
    die erhebliche Kosten mit sich trägt.
    Fakt ist, dass ich Lysander und Co. für den Hassblog zudem straf-und
    zivilrechtlich verfolgen lasse. Schmerzensgeld, Schadenersatz etc.

    Fakt ist auch, dass Lysander und Co. die Bücher gestohlen haben, sie sind dreckige
    Hehler. Fakt ist auch, dass sich jeder Kunde, der die Bücher downloaded mit strafbar
    macht. Nur das steht nicht dabei. Fakt ist auch, dass Lysander und Co. Steuern
    hinterziehen, die ggf. von mir gefordert werden können.

    Fakt ist auch, dass ich durch die Morddrohungen nochmals Anzeige erstattet habe, ich
    hatte lul.to Zeit gegeben, die diese Kriminellen von lul.to nicht nutzten, um
    die Situation zu entschärfen. Das wollten sie nicht. Nun tragen sie die Folgen.

    Fakt ist auch, dass ich mich ständig im Ausland aufhalte und nur zu gewissen
    Gelegenheiten nach Deutschland komme.

    Fakt ist, dass nichts von dem stimmt, was in dem Blog steht, ich
    wohne zum Bespiel seit Jahren nicht mehr in Bremen, ich bin nicht die
    abgebildete Person, ich bin nicht schizo, etc.

    Ich wehre mich nur. Andere trauen sich das nicht, ich aber schon, weil ich das
    Urheberrecht an den Büchern besitze. Gerade, weil ich auch einst die Werke von
    anderen verlegte, jedoch nicht ständig Leuten wie lul.to hinterherlaufen
    wollte.

    Fakt ist auch, dass ich das nicht für mich alleine mache. Sondern für alle, das ist mir
    wichtig, die davon betroffen sind und die ein ähnliches Schicksal wie ich nicht
    tragen wollen, körperlich verletzt zu werden, wenn sie Verbrechern nicht
    nachgeben, wie Lysander und Co. Fakt ist auch, dass viele der Indie Autoren und
    der kleinen Verlage mit dem öffentlichen Druck nicht umgehen können, den
    Lysander und seine Gangstertruppe auf sie ausüben würde.

    Fakt ist auch, dass wir kein Buch mehr als E-Book herausgeben werden, um uns vor solchen
    Auswüchsen zu schützen. Fakt ist auch, dass ich keinerlei Beweis gegen
    Verbrecher wie lul.to antreten muss. Die Gerichte haben in dem Zusammenhang
    eine eigene Sprache, was ich allerdings machen werde, ich werde den
    zivilrechtlichen Anspruch gegen lul.to veröffentlichen, sobald das Urteil
    vorliegt.

    Selbst die Sta sieht den Beitrag als öffentlichen Aufruf zum
    Mord. Das machen Nazis eben gerne, Stil und Duktus in den Emails, die mich
    erreichten, waren gleich derer, die das braune Pack von der Straße schreit.

    Ich habe eine Petition an die Kulturstaatsministerin gestellt,
    mit dem Ziel und da stelle ich mich vor alle Autoren, dem Treiben von lul.to
    durch die Staatsanwaltschaften ein Ende zu bereiten. Ich habe diese Petition
    auch, nach Artikel 17 GG, an die zuständigen MdBs geschickt, die für Kultur
    zuständig sind. Ich will damit erreichen, dass die Politik sich dem annimmt,
    was Lysander und Co. mit allen Autoren machen. Nicht nur mit mir. Wie Lysander und Co. an mir versuchten, ein Exempel zu statuieren, mache ich es jetzt auf absolut legalem Weg mit Lysander
    und Co. Ich gehe dabei jeden legalen Weg. Ich sehe in lul.to eine kriminelle
    Vereinigung im Sinne des § 129 StGB, die durch zahllose Straftaten es
    ermöglicht, mich um meine Tantiemen zu betrügen.
    Der nächste Schritt ist, lul.to in einer Petition vor das europäische Parlament zu ziehen.

    Fakt ist, ich habe etliche Male lul.to versucht, dazu zu bewegen, die Bücher von der
    Leitung zu nehmen und mich und meine Bücher auszusparen. Fakt ist auch, dass
    wir mit zahllosen Providern weltweit Verträge haben. Zum Teil Kooperationen,
    denen ich aus Verträgen für downloads Geld zahlen muss. Nun kann ich in
    Vorleistung gehen.

    Fakt ist auch, dass ich eine Belohnung auf lu.to ausgesetzt habe, die sich anhand der
    Abmahngebühren und der Tantiemen orientiert und von zahllosen, in der Branche
    tätigen Firmen aufgenommen wurde.

    Fakt ist auch , dass lul.to in dem Hassblog die Lüge kultiviert, aber was will man von
    solchen Typen erwarten.

    Fakt ist, dass ich einen zivilrechtlichen Titel derzeit gegen lul.to erwirke, den ich
    gnadenlos vollstrecken werde. Mit den Abmahngebühren zusammen kommt es auf eine
    sechsstellige Summe.

    Fakt ist auch, dass der Druck auf Lysander und Co. jeden Tag wächst und ich mich
    zurücklehnen kann und einfach abwarte, bis die Justiz über Lysander und Co.
    urteilt.

    Ob ich die nervige MaCha bin ist mir egal, ich trinke einen leckeren Kakao und werde
    weiter so sozial für alle Autoren eintreten, da muss man mich nicht zu
    auffordern. Mich kennt außer lul.to niemand unter dieser Bezeichnung, eine weitere Lüge. Hetze.

    • comment-avatar

      MoMo

      Na nun gehts aber los hier! Also sorry, ich bin nun weißgott kein Ebook Leser und mir sind solche Seiten sowas von egal, aber das du hier gleich im dein Leben fürchten musst, dass kannst du gern in deinem nächsten Buch schreiben. Als Genre empfehle ich da Märchen ;)
      Ich denke du wohnst in Afrika! Meiste ein Deutscher kommt zu dir? Sorry aber so wichtig bist du keinem, schon garnicht irgendeinem Ebook Leser!
      Meine Persönliche Meinung, du hast sie nicht mehr alle und lebst in einer Welt in die keiner von uns will. Zeigt ja schon dein dämlicher Vergleich mit Nazis! Ich hoffe für dich und deine Familie, dass du zu keiner Zeit das Treiber der Nazis erlebt hast/haben!

      • comment-avatar

        Marinella C.van ten Haarlen

        @MoMo
        Fakt ist, die Drohungen sind da.Ob die jemand ausführt, ist bei Geld und solchen Verbrechern keine Frage. Und sonst sind mir Deine Beschimpfungen wirklich auch egal. Schade, dass Du rechtfertigst, dass die Betreiber von Lul stehlen dürfen. Das ist scheinbar völlig normal für Euch. Ich glaube, Ihr habt sie nicht mehr alle.

  • comment-avatar

    Silke W.

    @Marinella C.van ten Haarlen
    Ich bin gegen die so genannte Buchpiraterie. Muss aber gestehen das ich auch schon mal was bei ebookspender und lul geladen habe. Ebooks, die es nicht mehr legal zu kaufen gab oder auch exklusiv dort zu bekommen sind.

    Trotzdem – etwas verstehe ich nicht. Du schreibst einerseits das Du Anzeige gegen lul.to erstattet hast. Andererseits das der Beitrag auf blog.lul.to NICHTS mit Dir zu tun hat und es um eine Dir völlig unbekannte Frau geht. Das ist ein Widerspruch in sich und damit machst Du Dich selbst unglaubwürdig.

    Und noch eine persönliche Bemerkung. Die Schwester meines Opas ist im Dritten Reich von den Braunen erst gequält und dann ermordet worden. DAS waren Nazis! Du machst den gleichen Fehler wie einige Politiker. Wenn Dir eine Meinung nicht passt oder Du keine Argumente hast, holst Du die Wortkeule „Nazis“ raus. Dadurch werden die Taten der wirklichen braunen Mörder und Überzeugungstäter verharmlost und verniedlicht.

    Damit diffamierst Du das Andenken von Menschen wie z.b. meiner Grosstante.

    Ich habe mir den Blogbeitrag von Herrn Lysander durchgelesen. In jeder heute-show im ZDF wird 100mal schärfer über Leute hergezogen. Was Lysander da schreibt hat absolut nix nazimässiges oder faschistisches. Er belegt seine Behauptungen mit Links/Quellen. Du aber lieferst keinen einzigen Beleg für Deine Behauptungen.

  • comment-avatar

    Marinella C.van ten Haarlen

    Ich habe heute gegen lul, to, aufgrund des Blogbeitrages Strafanzeige erstattet. Es sind 30 verschiedene Paragrafen, die ich angezeigt habe. Ich sehe in der Art von lul.to faschistische Züge, die Zeilen sollen mich diffamieren, gehen mir aber ab, weil nichts in dem Beitrag mit mir zu tun hat. Zumal in dem Blogbeitrag ein Photo einer mir unbekannten Frau dargestellt wurde, die einen Hund hält.

    lul.to bestiehlt mich hemmungslos und gewerblich, wir haben nicht nur wegen aller infrage kommenden Sachverhalte Strafanzeige erstattet, sondern auch wegen des Verdachtes der Bildung einer kriminellen Vereinigung. Steuerhinterziehung oder Diebstahl ist dann das kleinste Problem. Wegen jeder falschen Aussage in dem Blogbeitrag werden wir Unterlassung vor Zivilgerichten beantragen. Die Polizei ist sich sehr sicher, dass gerade aufgrund unserer Hinweise, lul.to bald juristisch abgewickelt werden kann.
    Ich bin nicht die erste, die diffamiert wird und die wegen Diebstahl Strafanzeige erstattet. Es laufen zahlreiche Anzeigen gegen lul.to- Das, was über mich verfasst wurde, trägt deutliche Nazizüge für mich, nicht nur für mich und wer kauft schon bei Nazis? Kein anständiger Mensch. Was anderes sind die Betreiber für mich nicht. Stil und Duktus sagen etwas darüber aus.
    Piraten sind das nicht, Diebe und Hehler, die, wie man sieht, sich hässlicher Nazisprache bedienen und die Opfer ihrer Machenschaften noch diskreditieren, wenn man sich dagegen wehrt.
    Wir arbeiten über einen Server in Quickborn bei Hamburg, das ist richtig, wo wir uns allerdings aufhalten, ist unsere Sache.
    Im Übrigen werden wir keine E- Bücher mehr veröffentlichen, nur noch Printmedien, den Verlust werden wir den Betreibern von lul.to zurechnen.

  • comment-avatar

    internet publishers

    Marinella Charlotte van ten Haarlen
    Verlegerin
    Kapstadt / Südafrika
    Lysander,
    in meinem letzten Schreiben erklärte ich, dass wir eine Belohnung auf Sie aussetzten, es sind zahllose IT Firmen mit der Jagd nach Ihnen beschäftigt. Jeder will die Belohnung haben. Die Tarnkappe ist schon aufgeflogen.
    Seien Sie versichert, Ihrem Treiben wird ein Ende gesetzt. Das kann morgen sein oder in einem Jahr, den Schaden werden Sie tragen müssen. Ich warte nur auf weitere Ergebnisse.
    Ich will anhand des Beispiels lul.to aufzeigen, dass sich Piraterie nicht lohnt, jeder in Zukunft abgeschreckt wird, ein solches Verbrechen zu begehen.
    Das geistige Eigentum aller Autoren steht im Vordergrund meines Handelns gegen Ihre Verbrechen.
    Wir haben sehr gute Fortschritte gemacht, Ihnen auf die Schliche zu kommen. Ich habe von den Unternehmen verlangt, dass diese die Köpfe in Ihrer kriminellen Vereinigung ausmachen. Ich will Personen, keine IP Adresse. Wir werden dann den jeweiligen Behörden in jedem Land die Ergebnisse übergeben, damit die strafrechtliche Verfolgung international gegen Sie beginnen kann.
    Ich untersage Ihnen, diesmal mit einer Abmahnung, die ich öffentlich in Südafrika, der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten ausschreiben lasse, deren Kosten Sie zu tragen haben, Bücher meines Verlages weiterzuverbreiten, sei es als Leihe oder Verkauf. Die Version von RAF Liebe 1 Band ist nur an zwei Provider ausgeliefert worden.
    Da Sie kein Impressum besitzen, bin ich zu diesem Schritt gehalten.
    Der bisher bei unserem Verlag entstandene Schaden von bisher ca. 160.000 Euro zuzüglich Zinsen und Gebühren sind von Ihnen zu tragen, wir werden diese Forderung juristisch, gleich wo, durchsetzen. Dazu kommen noch die Honorare. Dazu kommen noch die Kosten der Rechtsverfolgung.
    Solche Figuren, wie Sie, haben auf dem Markt nichts zu suchen. Ich weise darauf hin, dass sich auch Ihre Kundschaft der Hehlerei schuldig macht dieser Umstand dazu führen wird, dass sich leider auch die Kunden von Ihnen vor Gericht verantworten müssen.

    Ich veröffentliche diese Nachricht im gesamten Netz, damit Ihnen die Tragweite Ihres Handels klar wird.
    Einen schönen Tag auch!
    Van ten Haarlen

  • comment-avatar

    Esther

    Dieser Beitrag zeigt mehr als deutlich in welchem Ausmaß über den Zugang zu elektronischen Medien Klassenkampf gemacht wird.

    Ein einigermaßen gleicher Zugang zu kulturellen Gütern ist eigentlich schon gesellschaftlicher Konsens. Im Ebookbereich kann davon nicht die Rede sein. Bei viertklassigen Fantasy- oder science fiction-Romanen, die zumindest hier keine Bibliothek im Angebot hat und die auch auf den gängigen Piratenseiten gar nicht erst auftauchen mag das verzichtbar sein – in vielen anderen Bereichen nicht, vor allem, wenn es um Aus- und Weiterbildung geht.

    Da wird mit einer Nonchalance erklärt man habe studiert als es noch keine Ebooks gab und das habe auch heute zu gehen. Das Problem ist, dass damals niemand Zugang zu digitalen Medien hatte. Das ist heute anders. Die Bessergestellten und die Piratenseitennutzer haben freien Zugriff auf unzählige Bücher. Die anderen müssen sich mit Bibliotheksangeboten mit teilweise sehr eingeschränkten Nutzungsmöglichkeiten herumschlagen oder Wege und Wartezeiten in Kauf nehmen, die andere nicht haben. Das ist real existierender Klassenkampf – und die Nonchalance mit der digitale Medien mit Bonbons, auf die andere zu verzichten hätten verglichen werden ist schon atemberaubend.

    Ganz nebenbei: Das Argument ist nicht neu. Bei uns waren die Kopierer im Dauergebrauch – und man konnte von den damals Älteren hören. sie selbst hätten schließlich auch ohne Kopierer – und ohne Kommilitonen/Konkurrenten mit Kopierern – studiert. Auch sie hätten das unter den damals neuen Bedingungen nicht gekonnt.

    Diese Argumentation – angewendet auf Sach-, Lehr- und Fachbücher und auf Belletristik mit literarischem Mindestanspruch – zeigt gerade, dass Piraterie – selbst die offen kommerzielle Piraterie – einen ganz erheblichen Beitrag zur Chancengerechtigkeit leistet.

    Ich wünsche mir eine Welt, in der Piraterie nicht mehr nötig ist, weil ohnehin jede/r Zugang zu solchen Büchern hat. Bis dahin hat Piraterie eine ganze Menge Lichtseiten.

    Esther

  • comment-avatar

    mario

    die eine seite zu hören ist unter umständen interessant. hört man dann noch die zweite seite, dann wird’s richtig interessant ^^

  • comment-avatar

    didkfr

    Wo ist der Unterschied zwischen lul.to und den Spiegelbestforen? Es handelt sich in meinen Augen um die selben Hintermänner. Eine ziemlich „billig“ inszenierte Abgrenzung sollte nicht darüber hinwegtäuschen das die beiden Genossen sich doch sehr ähnlich sind. Das bei lul Material gekauft wird kann man doch wohl als zweifelhafte Aussage, eher als Lüge betrachten. Schaut man sich die Szene genauer an erkennt man relativ schnell woher das Material in der Wirklichkeit stammt. Mein Themengebiet sind mehr Zeitschriften und was lul.to etwa für einige Cent verkauft kommt zu 100 % aus anderen illegalen Foren oder p2p Kanälen. Genau dahintersteigen woher die Sachen wirklich stammen, dass versuchen wir etwa schon seit Jahren herauszufinden.

  • comment-avatar

    VanityBackfires

    Man kann nur hoffen, dass die bald auch geraidet werden. Weg mit dem Dreck, Filesharing muss frei von Profitgier passieren.

    • comment-avatar

      Ein E-Book-Autor

      Ich habe die Seite gerade aufgrund von Daten in Gejammer darüber recherchiert. Die verlangen GELD für irgendwo kopierte E-Books, treten professionell auf und haben auch noch ein _Partnerprogramm_? Wie krank ist das bitte? Als Autor würde ich noch sagen ok, ist fast eine Ehre, einmal auf eine Piratenseite zu kommen, auch im Hinblick auf „wäre eh nicht gekauft worden“ und „kann ein Werbeeffekt sein“, aber dann bitte nach dem Motto „gratis für alle“ und nicht so ein Abzock-Dreck.

  • comment-avatar

    Als ich Ebookspender in 07-2014 verlassen habe, gab es eine Diskussion, ob das Forum fortgeführt werden sollte oder nicht. Die Leute haben beschlossen, eine 4-wöchige Schonfrist für den Einkauf von Neuerscheinungen einzuführen. Damit wollten sie auf die Verlage zugehen. Mag sein, dass dies auf der anderen Seite ignoriert wurde, mag sein, dass es Gründe dafür gab, dies zu ignorieren, aber ab diesem Zeitpunkt gab es auf Ebookspender nur noch Neuerscheinungen, wenn sie als Netzfunde anlandeten. Insofern hat Lysander völlig recht. In den letzten fast 6 Monaten war Ebookspender – was Neuerscheinungen anbelangt – off.

    • comment-avatar

      dale-gribble

      Du meinst also Nutzer von ebookspender hätten sich Bücher bei lul.to besorgt und dann als „Netzfund“ oder „Spende“ an euch weitergereicht? Und der LuL-Werbelink wurde nicht mal entfernt?

      • comment-avatar

        Joa, so etwa. Den Werbelink liest ja keiner oder?

        • comment-avatar

          dale-gribble

          Trotzdem irgendwie dämlich.

    • comment-avatar

      didkfr

      Wie kommt es das sich in von Ihnen veröffentlichten „Eigenreleasen“ in den Jahren 2010 bis 2014 immer wieder Bücher befunden haben die nachweislich aus öffentlichen Bibliotheken entliehen wurden? Es ist doch sehr zweifelhaft auf die Worte einer Person zu vertrauen die Bibliotheksware als Eigenkauf ausgibt und „Spenden“ dafür abrechnet.

  • comment-avatar

    Esther

    Die lul.to Betreiber wollten von Anfang an einen Shop und sie haben keinen Hehl daraus gemacht,. dass sie daran verdienen wollen. Das ist mir lieber als Gerede über „quasilegalen“ Tausch. Das war sachlich schlicht falsch, hat aber offensichtlich dann doch den einen oder die andere dazu gebracht sich unzureichend zu schützen.

    Nur: Es gibt mit Libgen doch immerhin eine Seite, deren Betreibern man kaum den Altruismus absprechen kann. Da steckt offensichtlich jede Menge Arbeit drin und Verdienstmöglichkeiten sehe ich fürs erste nicht. Das mag sich durch EInführung einer paywall ändern – aber das ist im Moment noch nicht vorhanden.

    Esther

    PS: Es ist mir völlig wurscht, welche Piraten einander wie piraterieren. Jeder Anbieter greift auf die billigsten Angebote zurück – und das dürften selten die von Amazon sein. Das Getöse war wohl eher ein Werbegag für den ebookspender – und hat sich somit erledigt.

    • comment-avatar

      Thomas Elbel

      Ja ja, LibGen, sind toll, heilig und überhaupt. Wir haben es kapiert. Kriegst Du von denen Kickbacks für jede Erwähnung?

      • comment-avatar

        Esther

        Oja, ich kenne mich aus. Ich habe drei Söhne, von denen zwei im besten Alter für Dummheiten aus Unerfahrenheit sind. Die nehmen Mamawarnungen nur Ernst, wenn Mama auch weiß wovon sie redet.

        Ich sehe aber auch, warum gerade im Buchbereich Piratenangebote für Leute mit kleinem Geldbeutel fast unverzichtbar sind. Dem volljährigen Sohn, der noch in der Ausbildung ist kann ich das nicht verbieten.

        Sollen wir uns jetzt darüber unterhalten, wer mit welchem Recht Beiträge über Piratenseiten kommentieren darf und wer nicht?

        Esther

        • comment-avatar

          Esther

          Meine Jungs haben keine Handys in dieser Preislage und ihre Freunde ebensowenig.

          Ein Azubi oder Student braucht die Bücher zur Aus- und Fortbildung.

          Die Argumentation sozial schwache Menschen hätte „in der Regel“ extrem teure Handys und könnten daher auch Bücher kaufen, statt Bibliotheken zu nutzen ist mit Verlaub dummes Zeug.

          Thomas Elbel kann ich inzwischen sogar verstehen. Der schreibt Dystopien niedrigsten Niveaus. So etwas führt keine Bibliothek, wer so etwas lesen will muss es schon kaufen. Andererseits: Wer für Fantasyromane eines unbekannten Autors auf sehr bescheidenem Niveau Geld ausgibt hat auch Interesse an solchen Werken. Den Werbeeffekt kann man schwer einschätzen.

          Das sind selbst in der Belletristik bei wichtigeren Autoren und besseren Themen völlig anders aus, von Lehr., Sach- und Fachbuchbereich ganz zu schweigen.

          Esther

          • comment-avatar

            Thomas Elbel

            Deine Jungs haben Handys, PCs eventuell auch Pads. Bücher können Sie dann nicht bezahlen.
            Die Bücher, die sie zur Ausbildung benötigen gibt es mit Sicherheit zu leihen. Sie sind nur zu faul, es mal richtig zu probieren. Die vielen Bücher, die ich zum Studium benötigte musste ich wirklich in den allerseltensten Fällen besitzen.
            Schön, dass Du das Niveau meiner Dystopien so exakt einschätzen kannst. Offensichtlich hast Du sie alle gelesen. Und was hat das Niveau meiner Bücher mit dieser Debatte zu tun? Bin ich als Diskutant delegitimiert, weil meine Bücher Deinen Geschmack nicht treffen? Übrigens: Meine Bücher stehen in reichlich Bibliotheken. Und meine Bücher waren auch auf jeder gängigen Tauschbörse zu haben und
            wurden laut Auskunft einer Tauschbörsenadmin etwa zehnmal so häufig
            getauscht, wie legal gekauft. Aber Du hast ja den totalen Durchblick. Ist das bei Dir so einen übliche Argumentationsmethode Dinge mal immer so aufs Blaue zu behaupten?
            Deine Aussage zum Lehr-, Sach- und Fachbuchbereich beweist leider, dass Du vom Markt in diesem Bereich wenig bis gar keine Ahnung hast.

          • comment-avatar

            Esther

            Vorweg: Die Tauschbörsengeschichte glaube ich dir nicht. Dazu müsst ein Admin einer Tauschbörse dir die Info gegeben haben. Auf Libgen – über das du am lautesten lamentiert hast – ist der Kram jedenfalls nicht zu finden und etwas anderes habe ich auch nicht behauptet.

            Dein Pirateriegejammer halte ich für einen Versuch deine Bücher bekannt zu machen.

            Außer Dreistigkeiten und idiotischen Unterstellungen über das Konsumverhalten von Menschen, die du nicht kennst hast du nichts zu sagen. Auf so einem Müll erwartest du hoffentlich keine Antworten. (Ganz nebenbei: Die Unterstellungen sind auch noch falsch.)

            Esther

          • comment-avatar

            Thomas Elbel

            Genau. Ein Tauschbörsenadmin hat mir die Daten gegeben.
            Auf LibGen gibt es ohnehin kaum deutsche Populärliteratur. Aber ansonsten waren meine Bücher auf allen hier debattierten Börsen vertreten.
            Für was Du meine Äußerungen hältst ist mir herzlich Wurscht.

          • comment-avatar

            dale-gribble

            Sie sind dort immer noch vertreten. Steckst du wirklich hinter User „schommes“?

          • comment-avatar

            Thomas Elbel

            Yep. Ist mein alter Spitzname aus Schulzeiten. Du siehst, ich habe auch versucht, die Forenadmins in Debatten zu ziehen. Gelang nicht immer.

          • comment-avatar

            Tschirp tschirp

            + moralische (?) Schutzbehauptung für das eigene Gewissen

          • comment-avatar

            polytrauma

            Warum rechtfertigst du dich? Und wenn ich ein Handy für 1000 euro habe, darf ich deswegen keine ebooks saugen? Abgesehen davon, dass man es sowieso nicht „darf“…

            Wo soll diese Diskussion hinführen? Handys, Büchereien, großer Geldbeutel, kleiner Geldbeutel….? Gehts noch?

            Es wird immer illegale Angebote geben, nur weil es jetzt Spotify und co. gibt, sind die illegalen Musikangebote doch nicht verschwunden. Nicht anders bei den ebooks.

            Und wer diese Angebote nutzen möchte, der macht das. Ganz einfach.

          • comment-avatar

            Der dicke Lars

            Bleib cool und lerne aus diesen Zeilen. Lest einfach keine Bücher von dem Sozialcauvinisten Elbel, der sich auch noch Künstler nennt. Da gibt es vieles was deutlich besser ist, von Menschen die sehr wohl wissen das der Wohlstand auf der Welt ungleich verteilt ist. Außerdem ist Kultur ein Bedürfnis was befriedigt werden sollte – auch wenn ALG II Empfängern, Rentnern und Aufstockern so etwas ja nicht mehr zustehen mag.

          • comment-avatar

            Thomas Elbel

            Achso. Also sollen arme Künstler arme ALG II Empfänger alimentieren, während sich die Betreiber dieser Foren, oder Suchmaschinen, die sie anzeigen Goldene Nasen verdienen. Arme bestehen Arme, damit Reiche reich bleiben können. Spitzenkonzept. Wie nennt sich das? Sozialkannibalismus?

          • comment-avatar

            Esther

            Das ist doch Unsinn. Die Seiten sind da und sie sind da, weil sie gebraucht werden. Was fehlt ist eine gute Leihmöglichkeit. Davon haben auch die Autoren etwas.

            Ganz nebenbei:

            Wir können uns jetzt gern auf edoeps Niveau begeben und erklären, dass die einen ihre Bücher eben bezahlen können und die anderen, die Bücher, die sie brauchen mit riesigem Aufwand und unter oft ungünstigen Bedingungen als gedrucktes Buch kaufen können.

            Esther

        • comment-avatar

          Thomas Elbel

          *Seufz* Danke. Manchmal mecht ma echt verzwoafln an die Leit.

          • comment-avatar

            Thomas Elbel

            Kann ich alles bestätigen, bis hin zur amerikanischen Erfahrung, wobei ich dort in 90erm auch 10 T Dollar pro Semester geblecht habe.
            Ich glaube, Esther weiß gar nicht, was man heutzutage in deutschen Uni-Bibs (wie Du völlig zurecht sagst auch als Gasthörer) an Möglichkeiten hat, oder sogar per VPN vom heimischen Rechner aus. Hätte ich früher gerne gehabt.

  • comment-avatar

    marta820

    die Leseratten suchen nur ein neues Zuhause. Scheißegal wo.

  • comment-avatar

    Hospital

    Lysander such dir endlich nen Job, dann mußte keine illegalen Seiten mehr betreiben du VERSAGER!

  • comment-avatar

    Der lügt doch eh wenn er den Mund aufmacht. Irgendwann behauptet Lysander dann wieder das er diese ganzen Kommentare gar nicht so abgegeben hätte, sondern jemand der ihm Schaden will.
    Genau so hatte er sich vor ca einem Jahr bei ngb.to auch aus der Affäre ziehen wollen, als er sich immer weiter in Wiedersprüche verstrickt und im weiteren Verlauf der Diskussion nur noch beleidigend geantwortet hat. :p

  • comment-avatar

    spinnewib

    Ob es lul.to nützt oder nicht ist egal, Neues wird vom Geld der User nicht gekauft. Über 7000 neue Titel, dass ich nicht lache… Das höchste der Gefühle sind 0,00 Euro Bücher von Kindle Unlimtited.

    • comment-avatar

      Tschirp tschirp

      Wo steht da was von neuen Titeln?
      „Insgesamt wurden dort nach eigenen Angaben bislang rund 7.200 Werke illegal zur Verfügung gestellt.“

      bei aller Abneigung sollte man nicht einfach Sachen „reinerfinden“

      • comment-avatar

        russlandbuecher

        Zur Verfügung stellen ist nicht gleich gekauft! Jemand hat die aber gekauft, sofern es kein Indizeugs war. Womit wir bei ebookspender wären. Die haben tatsächlich gekauft und deren Ziel waren auch keine Gewinnabsichten, wie bei lul.

  • comment-avatar

    d0n_b0t

    Wie war das nochmal? Die eine Krähe hackt der anderen Krähe das Auge nicht aus! Oder etwa doch? Mhh man weiß es nicht. Das einzige was ich weiß das ich nicht so bescheuert bin und für illegale Inhalte (OCH, Usenet, ftp, Streams, oder aber auch e-Books) Geld bezahle. Für jede „bezahl“ Möglichkeit gibt es auch kostenlose Angebote. Auch wenn es mal etwas umständlicher ist, oder ich mit Werbung zu geballert werde ;-) und die beste Möglichkeit ist wenn man den legalen weg geht. Wobei ich letzteres eher selten mache :-D

    • comment-avatar

      Lars Sobiraj

      Na ja, Lysander hat sich ja noch fair verhalten. SB ist mit ihm und LUL.to ganz anders ins Gericht gegangen. Das würde ich auch berücksichtigen, wenn ich den Zickenkrieg beurteile…

      • comment-avatar

        Lars Sobiraj

        Nun, ich hatte nie ernsthafte Probleme. Und glaube mir, wir waren wirklich nicht immer einer Meinung.

        • comment-avatar

          Lars Sobiraj

          Er ist ja nach eigenen Angaben verheiratet. Nun denn.. ;-)

        • comment-avatar

          dale-gribble

          Die Äußerungen bzgl. „Lüdegast“ klangen für mich fast ehrfürchtig, obwohl dieser Mod sehr „umstritten“ ist und bbz ja allgemein SBs Erzfeind ist.

          • comment-avatar

            dale-gribble

            DU treibst dich in solch fragwürdigen Gefilden rum? Tstststs….

          • comment-avatar

            dale-gribble

            Dafür wird dort auch sehr viel zenisiert und Beiträge gelöscht. Ist eben immer ein Abwägen, manche User nutzen die Anonymität des www auch aus und können sich nicht beherschen. Nicht alle sind so kultiviert wie ich :-).

          • comment-avatar

            mario

            ich treibe mich ja schon lange nicht mehr auf den boersen rum. aber die zensur war an arroganz schon nicht mehr zu übertreffen! egal welcher mod – du durftest quasi nie anderer meinung sein.
            habe da so gut wie nichts geschrieben, dennoch kriegte man ja so einiges mit.

          • comment-avatar

            Sorry, ich war nie Feind von Lüdegast. Die Idee mit dem Archiv geht auf ihn zurück. Nur haben wir uns auf Epubs beschränkt. Lüdegast fing viel früher an zu sammeln, da waren auch PDFs dabei.

            Feinde hab ich nur hier ;) Und die Zahl ist äußerst überschaubar. Wie auch die Qualität :D

  • comment-avatar

    spinnewib

    Alles Lüge was Lysander erzählt. Seit ebbokspender vom Netz ist, gibt es bei lul.to nur alten Käse. Kein Buch neuer als 08.12.2014.

    • comment-avatar

      Lars Sobiraj

      Okay. Und wie oft gab es sonst Updates?

      • comment-avatar

        spinnewib

        Immer wenn ebookspender neue Sachen eingestellt hat. Ca. 30 Sekunden später war es bei lul.to dann online

  • comment-avatar

    russlandbuecher

    Die Leiche ist noch nicht kalt, schon kommen die Leichenfledderer und die Fliegen….Zitat Lul „wir bauen unsere Belletristik aus“ ich rate mal, vor allem Krimis….Ansonsten sind sie wirklich ganz arme von Spiegelbest unterdrückte Wesen! Ich vermute mal, Spiegelbest ist niemals auch nur in die Nähe der Umsätze von lul gekommen! In der Politik gibt es ein Spruch „willst du wissen wer es war, frage wem es nutzt“! Wer hat etwas davon, dass es ebookspender zurzeit nicht gibt? Genau!

    • comment-avatar

      Esther

      Hier bewegen sich ja ein paar Schätzchen.

      Da wird mit Zähnen und Klauen, mit wechselseitigen Unterstellungen und persönlichen Beleidigungen um Anteile auf dem Schwarzmarkt gekämpft wie im bösesten Kapitalistenklischee.

      Langsam bin ich doch leicht entsetzt.

      Esther

      • comment-avatar

        Thomas Elbel

        Wir Künstler sind schon seit Jahren mehr als nur leicht entsetzt.

        • comment-avatar

          Esther

          Piraterie ist auch keine Dauerlösung :-)

          Aber solange die Dinge in der heutigen Form geregelt sind – also Ebookpreise knapp unter dem Preis des Printbooks, ein hinderlicher und faktisch funktionsloser Kopierschutz, keine annehmbare Onleihe …….. ändert sich daran wenig.

          Wir können gerne die moraltheologischen Aspekte diskutieren und die Verwerflichkeit der Piraterie proklamieren – ersetzen wird sie erst ein brauchbares legales Angebot. Das zumindest hat im Musikbereich bereits geklappt.

          Esther

          • comment-avatar

            Thomas Elbel

            Piraterie ist überhaupt keine Lösung für irgendwas und war es auch noch nie.
            Zum Thema eBookPreise knapp unter dem Printbook eine Frage:
            Hast Du schon mal einen Verlag um die Kalkulation in diesem Feld gebeten? Oder vermutest Du einfach nur wild in der Gegend herum, dass das überteuert ist? Pro-Tipp: Die Kalkulation hängt hier nicht nur an den reinen Herstellungs- und Materialkosten, sondern wegen der Fixkosten (Overhead, Marketing etc.) auch an der Stückzahl und die ist halt mitunter gering. Wie Lars schon anderer Stelle korrekt bemerkte, im Verlagsgeschäft subventioniert oft ein Bestseller 10 weniger erfolgreiche. Kann man natürlich unterwandern, so ein Modell, darf sich dann aber nicht wundern, wenn das Angebot auf Dauer schrumpft.
            Zum Thema Kopierschutz auch eine Frage:

            Hast Du Dir hier schon mal die Henne-Ei-Frage gestellt? Ich schon. Und ich komme zu folgendem Ergebnis. Bücher werden nicht wegen DRM piratiert, sondern die Verleger haben DRM eingeführt, weil schon zuvor Bücher piratiert wurden. Ansonsten wäre DRM wohl auch ökonomisch völlig sinnlos.

            Zum Thema legales Angebot noch eine Frage:

            Wie soll sich bitte ein legales Angebot erfolgreich installieren, wenn es parallel dazu überall 0-Euro-Konkurrenz gibt? Stell Dir vor, Du wärst Bäckerin, möchtest mit einer morgendlichen Brötchenflatrate experimentieren und nebenan verschenkt einer das, was er die nachts geklaut hat. Wieviele Chancen hätte Dein Angebot dann.
            Aber klar, solche Debatten muss man dann immer gleich als „moraltheologisch“ abwerten. Die nervigen Künstler halt wieder. Immer wollen die für ihre Arbeit bezahlt werden. Kleinliche Krämerseelen, die.
            Ich hoffe wirklich, dass Du Deine Kinder „moraltheologisch“ etwas hochwertiger erziehst, als Du hier selber unterwegs bist.

          • comment-avatar

            dale-gribble

            Ich kann deine Frustration verstehen, in puncto Kopierschutz wurde das Rad teilweise aber mMn etwas überdreht. Man muss sich fragen, was ein Kopierschutz nutzt, der nach kürzester Zeit simpel entfernt werden kann, ehrliche Nutzer aber an allen Ecken und Enden gängelt. Wenn Computerspiele nur noch mit Onlinezwang zu spielen sind und dann noch Serverüberlastung hinzukommt kann einem sowas den Spaß vermießen, speziell da in Deutschland viele Gebiete noch sehr schlecht ans Internet angeschlossen sind. Wenn dann kurze Zeit später eine gecrackte Version zum Download angeboten wird bei der sämtliche Gängelung umgangen wird fragt man sich schon manchmal wozu man noch so viel Geld auf den Tisch legen soll.

          • comment-avatar

            Tschirp tschirp

            Da geb Ich dir auch recht. auch wenn es nicht an mich gerichtet war. gerade was ea mit origin geschaffen hat geht zu weit und auch Adobes drm Maßnahmen gehen zu weit in meinen Augen. weil wenn ein Konzern den persönlichen PC Scannen kann zählt für mich schon lange nimmer ich habe nichts zu verbergen. den Konzern geht das einfach nichts an.

            Zukunft von den aktuellen Formaten haben hiezr nur die soft Methoden in meinen Augen.

            erinnert sonst zu sehr an Premiere vor etlichen Jahren wo in der Hz Abonnenten aus der Bundesligapartie flogen weil der jeweiligen geändert wurde und die baumarktfraktion sich ins Fäustchen lachen könnte war auch so ein Unding!

            Und führte zu meiner Kündigung damals

          • comment-avatar

            Thomas Elbel

            Bin ich völlig bei Dir. DRM ist die falsche Lösung für das richtige Problem. Aber es würde in der Kohlenstoffwelt auch niemand die in Einzelfällen auch durchaus lästigen Diebstahlssicherungen der Händler quasi zur Provokation zum Diebstahl umdeklarieren.

          • comment-avatar

            Tschirp tschirp

            sehr schöne Zusammenfassung

            gerade der Bereich mit Kosten ein Buch zu erstellen verstehen viele nicht. was sehr bedauerlich ist.

            btw dadurch dass ebooks noch immer als elektronische Medien gelten kriegt der Staat davon statt 7 Prozent ganze 19 Prozent

            D. H. Das ebook ist indirekt nochmals 12 Prozent billiger als das print Exemplar

            jetzt werden viele wieder sagen aber aber aber, allerdings ist das nun mal ein Fakt und ob ihr es glaubt oder nicht gerade Druckereien im Ausland machen de Buchpreis auch nimmer fett die großen Kosten entstehen vorher!

          • comment-avatar

            Thomas Elbel

            Yep. Stimmt. Da hast Du recht. Den erhöhten Mehrwertsteuersatz muss man Leuten wie Esther dick aufs Brot schmieren. Sollen Sie doch dagegen mal anrennen. Aber … hupps … da wäre es mit ein bisschen piratisieren natürlich nicht getan.

          • comment-avatar

            ak

            Ja nun mal Butter bei die Fische:Weil schon wieder an der Steuer rumgeredet wird.

            Bei einem Bruttopreis von 10.-€ und Mwst 19% ergibt sich ein Nettopreis von (gerundet) 8,40 €
            Bei einem Bruttopreis von 10.-€ und Mwst 7% ergibt sich ein Nettopreis von (gerundet) 9,35 €.
            Und jetzt bitte von den „Wissenden“ eine Erklärung wie man mit 0,95 € Druckkosten, Logistik, Auslieferung und Lagerkosten für zB. 100.000 Bücher (95.000 €) für den ganzen deutschsprachigen Raum abdeckt.

            Weil ja immer der hohe Steuersatz als Preisgrund für E-Books hergenommen wird.

          • comment-avatar

            Tschirp tschirp

            Also wenn du schon auf Gscheiderla machst dann bitte richtig.

            Das ist eine reine milchmädchenrechnug was du da anstellst.
            1. Ebooks sind neben deinen 95 Cent auch noch so ca 2 Euro (Nagel mich nicht auf den Cent fest) billiger als ihre gedruckten Pendants. Aber darum soll es jetzt primär nicht gehen

            2. Einfach lächerlich es so einzeln aufzustellen, da es immer von der Auflage abhängig ist und das nur einer von Dutzend Faktoren ist (genau wie die MwSt nur einer von etlichen Faktoren ist)
            Daneben ist u. A zu unterscheiden :Ist es ein Vertrag mit Amazon, thalia, reisehandelsvertrag der kleinen Buchhandlung mit ihrem Verlagsvertreter oder über den komissionär /zwischenbuchhandel. Überall gelten andere Rabatte

            4. Werden die MwSt kosten nirgends als Der Grund hergenommen sondern als einer vom Vielen Gründen

          • comment-avatar

            ak

            Na dann scrolle doch mal einen Beitrag höher zu Thomas Elbel. Wer ist jetzt der Gscheite? Die Arbeit an enem E-Book soll ja pro Stück die Selbe sein laut Kalkulation wie an an einem Print-Book. Und da bleibt eben nicht mehr übrig als in meiner Rechnung. Oder wollen sich die Verlage mit den E-Book´s ne goldene Nase verdienen?
            Wenn du bessere Argumente als ich hast, bitte her damit. Ich lasse mich von Fakten überzeugen, aber nicht nicht von so blöden Scheinargumenten.
            Und nein ich arbeite nicht für die deutsche Finanz. Bin ein Ösi und auch nicht bei unserer Finanz angestellt.

          • comment-avatar

            Thomas Elbel

            Also, noch mal.
            Wenn das TB 9,99 Brutto kostet, dann kostet das eBook z.B. typischerweise 8,99 brutto. Und jetzt kannst Du nochmal rechnen. Danke.

          • comment-avatar

            ak

            Na dann bist du auf 1,79 € pro Buch.

            Und wo ist da drin eine Antwort auf meine Fragen?

          • comment-avatar

            Thomas Elbel

            Was sollen denn diese 1,79 sein? Jedenfalls nicht die Netto-GAP zwischen den beiden Büchern in meinem Beispiel. Denn die liegt eher bei 2 Euro.

          • comment-avatar

            ak

            Die 1,79 sind die Differenz der Nettopreise aus deinem Beispiel 9,99 Print und 8.99 Ebook.

            Bruttoladenpreis14,90 Euro

            Nettoladenpreis13,93 Euro

            Buchhandelsrabatt und Vertriebskosten./. 8,36 Euro [1]

            Autorenhonorar./. 1,25 Euro

            Lektorat und Korrektorat./. 0,24 Euro

            Umschlaggestaltung und Satz./. 0,31 Euro

            Buchdruck und CD-Produktion./. 1,98 Euro [2]

            Werbung./. 0,20 Euro

            —————————————————————————-

            Saldo1,59 Euro

            Habe dein Beispiel aus dem Link oben mal „Raubkopiert“.

            Und jetzt erkläre mir bitte wo bei einem E-Book die Posten Buchhandelsrabatt und Vertriebskosten./. 8,36 Euro und Buchdruck und CD-Produktion./. 1,98 Euro anfallen.

            Die machen zusammen ja gleich 10,34 € vor der Steuer aus. Wo geht das Geld bei einem E-Book hin?

          • comment-avatar

            Thomas Elbel

            Kann es sein, dass Du von falschen MWSt-Sätzen ausgehst?

          • comment-avatar

            ak

            Der Steuersatz ist doch egal, wenn man wie in deinem Beispiel vom Nettopreis ausgeht.
            Rechne die einzelnen Posten zusammen dann kommst du auf den Nettopreis.

          • comment-avatar

            Thomas Elbel

            Und natürlich fallen bei einem eBook Handelsrabatt und Vertriebskosten an. Warum auch nicht???

          • comment-avatar

            ak

            Du kannst mir Werbung und alles andere aus Auge drücken inklusive Rabatte für z.B. Amazon und andere, aber keine „Vertriebskosten“. Wo gibt es denn noch einen Verlag ohne Internet? Das kannst du nicht auf ein Buch anrechnen.

          • comment-avatar

            Thomas Elbel

            Wir können uns jetzt lange über Vertriebskosten unterhalten. Wenn Du den Begriff bei Wikipedia nachschlägst wirst Du entdecken, dass er durch die Existenz des „Internet“ nicht einfach wegfällt, so z.B. die Provisionen der Verlagsvertreter.
            Das ist aber ohnehin müßig, denn der absolute Löwenanteil des Postens von 8,36 aus dem Beispiel ist der Handelsrabatt und hättest Du den verlinkten Text bis zu Ende gelesen, d.h. incl. Fußnote, wüsstest Du, dass der Handelsrabatt in der Regel bei 50% des Nettopreises liegt.
            Wenn man dies und den besagten Mehrwertsteuereffekt und den geringen Anteil von eBooks am Gesamtverkauf einberechnet, merkt man dass das bisschen Druck- und Lieferkostenersparnis lange nicht ausreicht, um den Verlagen zu unterstellen, dass sie bei den eBooks auf Kosten der Kunden so richtig ordentlich zulangen würden, was ja genau das Argument ist, was hier andauernd in die Debatte geworfen wird.

          • comment-avatar

            ak

            Ich glaub ich gehe jetzt mal sammeln, dass du dir einen Taschenrechner kaufen kannst.
            1.) Ich habe den Artikel bis zu Ende gelesen.
            2.) Du hast dir anscheinend dein eigenes Beispiel nicht angesehen.
            8,36 € sind schon mehr als 50% von den 13,93 € Netto aus deinem Beispiel.
            3.) Dann schreibt doch in eure Rechenbeispiele von mir aus „Vertreterprovision“.
            Vertriebskosten sind für mich: Lagerkosten, Versand- und Transportkosten zu den Händlern usw.
            Die Letzteren fallen bei einem E-Book nicht an. Oder willst du das jetzt auch noch „umtaufen“?

          • comment-avatar

            Thomas Elbel

            Natürlich sind die 8,36 nicht genau 50% aber verdammt nah dran und die 50% sind auch nur Branchendurchschnitt.
            Und es geht nicht darum, was Du unter Vertriebskosten verstehst, oder was ich darunter verstehe, sondern, was gemeinhin darunter verstanden wird, und das ist eben mehr als das, was Du darunter verstehst.
            Nochmal: Herstellung und Vertrieb von eBooks ist nicht viel billiger als der von Papier, da Druck und Logistik (ist jetzt mein Begriff für das was Du mit Vertriebskosten meinst) nur vergleichsweise geringe Posten der Gesamtkalkulation sind. Wenn man dann die ohnehin leicht geringeren Preise und die höhere Mehrwertsteuer bei eBooks miteinrechnet, kann keine Rede mehr davon sein, dass eBooks „eigentlich“ dramatisch billiger sein könnten und müssten, vor allem bei einem Marktanteil von weit unter 20% und den entsprechend geringen Skaleneffekten.
            So, jetzt reichts aber auch.

          • comment-avatar

            ak

            Es geht aber schon darum, was man unter Vertriebskosten versteht.
            Weil wenn du Kosten die bei einem E-Book nicht anfallen trotzdem reinrechnest als entstehende Kosten, dann grenzt das an Betrug.
            Deine ca. 2.- € billiger beim Nettopreis eines E-Books sind gerade mal die Druckkosten in deinem Beispiel.
            Und wie hoch Lager und Logistik in deinem Beispiel berechnet sind steht da ja nirgends.
            Übrigens:
            Ich habe noch keinen LKW ohne Fahrer und viel Diesel im Tank gesehen. Du vielleicht?
            Weil beide und der Lagerplatz wollen auch Geld.
            Also wo werden dann diese Kosten versteckt?
            Diese Dinge nerven bei der Preisdiskussion am meisten.
            Wenn man mal nachfragt, kommt mit viel Glück die Mehrwertsteuer-Keule und „du verstehst ja sowieso nichts“.

          • comment-avatar

            Thomas Elbel

            Au backe. Ich werd hier noch irre.
            Aaaaaaaaaalso, wenn in obigem Bsp. der Bruttoladenpreis 14,90 und damit der Nettoverkaufspreis (*0,93) = 13,85 sind, dann beträgt der Händlerrabatt (Barsortiment + Einzelhandel) bei unterstellten, weil marktüblichen 50% also 6,90. Oben ist die Summe von Handelsrabatt und Vertriebskosten mit 8,36 angegeben. Also liegen die Vertriebskosten in dem Beispiel bei ca. 1,46. Wie gesagt ist das ein bisschen mehr, als nur Dein LKW-Fahrer etc., sondern eben auch die Handelsvertreterprovision. Also fällt das bei eBooks nicht mal komplett weg.
            Mein Gott, ist es denn so schwer?
            Jetzt such Dir irgendwo bei Amazon ein Papierbuch in dieser Preiskategorie (ca. 15 Euro) und schau mal wieviel das eBook kostet. Die Differenz wird mit Sicherheit etwas deutlicher sein, als bei meinem 9,99 Beispiel (z.B. hier: http://www.amazon.de/gp/product/3596030668/ref=pd_lpo_sbs_dp_ss_2?pf_rd_p=556245207&pf_rd_s=lpo-top-stripe&pf_rd_t=201&pf_rd_i=3813504948&pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_r=10C4QY43RT2CZZ13PJGB ; Papier: 15, eBook 13). Und dann rechne mal schön mit MWSt Unterschied und 50% Handelsrabatt auf Nettopreis und den anderen Posten von oben, die auf die eBookAusgabe genauso anfallen , abzüglich Druck und den auslieferungsbedingten Teil der Vertriebskosten und Du wirst zu dem von mir prognostizierten Ergebnis kommen. Nämlich niemand zockt hier Leser ab.

          • comment-avatar

            Thomas Elbel

            Hier übrigens mal ein Kalkulationsbeispiel: https://www.voland-quist.de/verlagsblog/buchkalkulation-was-verdienen-autor-und-verlag-an-buchern/

          • comment-avatar

            Julia Färber

            Piraterie – danke für die Vermeidung des unsäglichen Begriffs Raubkopierei –
            ist tatsächlich nur eine Lösung im Rahmen eines Konflikts über menschliche Grundrechte und -bedürfnisse, aber ganz bestimmt nicht in diesem Fall.

            Die vom Konsumenten erwartete Preisdifferenz zwischen Print- und digitaler Ausgabe kann man nicht so einfach unter den Tisch kehren.

            Anscheinend gibt es erhöhten Erklärungsbedarf, warum ein „Abfallprodukt“, der Postscript genauso teuer sein soll wie das Endprodukt.
            Der 0815-Kunde scheint nicht zu verstehen, warum etwas, das schon produziert ist, keine Materialkosten und deutlich geringere Logistikkosten hat trotzdem genauso teuer sein soll.
            Davon abgesehen möchte ein Thomas Elbel-Kunde mit seinem Kauf vielleicht nicht gezwungen werden Rudi Wischnewski zu subventionieren.
            Da sind die Verlage gefragt, eine konsensfähige Position zu finden und diese auch zu vermitteln. Zwangsläufig wird sich dadurch die Verlagslandschaft und -geschäft wandeln.

            ***dies ist aber kein Grund irgendwelchen Verbrechern Geld für Dinge an denen sie keine Rechte haben in den Rachen zu werden***

            Ein anderer Aspekt sind die Preisunterschiede zwischen dem deutschen und dem angelsächsischen Markt. Die Buchpreisbindung ist ein Relikt einer national ausgerichteten Marktpolitik.
            Ich habe nie wirklich verstanden warum ich für US-Tradepaperbacks in der Regel nur einen Bruchteil des deutschen Preises zahlen mußte, wohlgemerkt inklusive taxes and shipping.
            Okay, okay – die Papierqualität war schon manchmal grenzwertig, dafür gab es aber meist drei Bücher in einem Band bzw. der deutsche Verlag hatte das amerikanische Orginal in drei Teile getrennt. In digitaler Form ist so etwas einfach nicht mehr nachvollziehbar.
            Bei der Fachliteratur existieren heute bereits Gräben in der Preisgestaltung. Routledge, Springer und Co. haben ihre e-Titel in den letzten Jahren 1kontinuierlich billiger gemacht. Als Student oder Schüler hat man heutzutage praktisch fast die gesamte Fachliteratur zum Nulltariff.
            Hier wird sich auch in Deutschland etwas bewegen müssen.

            ***dies ist aber kein Grund irgendwelchen Verbrechern Geld für Dinge an denen sie keine Rechte haben in den Rachen zu werden***

            DRM haben die Kollegen aus der Industrie eingeführt, weil Ihnen aufgefallen ist, daß digitale Werke, die ein Herr Elbel rechtens erworben hat, von diesem erstens beliebig verfältigt werden könnten und zweitens von diesem einfach an andere Personen weitergebene (verliehen) werden könnten.
            Mal wieder das alte Problem für die Verlage. Ein verkauftes Buch (Print) kann theoretisch von beliebig vielen Menschen gelesen werden kann und niemand sie daran hindern wird (außer vielleicht in Nordkorea).
            Gott sei dank, ist die Durchschnittsanzahl an Leser eines Exemplares in Regel deutlich kleiner. Dennoch wird das eingepreist und macht die Kalkulation noch etwas intransparenter.
            An DRM ist aber erst mal nichts auszusetzen. Ich ignoriere einfach mal die unschönen technischen Problemchen. Aber damit ist ja noch nicht Schluß.
            Der Herr Elbel hat sich nun ein ebook gekauft, diese gelesen und auch genossen und möchte es seiner Busenfreundin Anke ausleihen – mööp, geht nicht, es sein denn er verleiht sein Lesegerät.
            Genau an dieser Stelle fragt sich dann der Gute, warum er für etwas den gleichen Preis zahlt, das billiger in den Produktionsstückkosten ist, das keine Materialkosten hat und dessen Logistikkosten er zur Hälfte bereits monatlich bei der Telekom bezahlt und dann nicht einmal so verfahren kann, wie er möchte.
            Diese Frage führt wieder nach oben.

            ***dies ist aber kein Grund irgendwelchen Verbrechern Geld für Dinge an denen sie keine Rechte haben in den Rachen zu werden***

            Zugegeben, ich konzentriere mich ausschließlich auf die Konsumentensicht und vernachlässige die technischen Aspekte, das Thema Marketing und die Erwartungshaltung der Autoren.

            Die Frage mit der Gratis-Milch will ich mal so beantworten: Die Mehrheit der Menschen wollen selbst für ihre Leistung bezahlt werden und halten sich unbewußt an die Goldene Regel. Sie weichen nur dann von diesem Verhalten ab, wenn sie eine ungerechtfertigte (subjektiv) Diskrepanz in der Angebotsgestaltung wahrnehmen.

            Meine Schlüsse in Stichpunkten:
            wenn Wiederverwertung eingepreist wird, dann kein DRM
            wenn DRM dann transparente Kosten und konsequente Beachtung der Wandlung des Konsumverhaltens zu JIT & OT (just in time und on time – ich will das wie, wann, wo und warum bestimmen wenn ich ein Werk genießen möchte).

            Das Thema Märchensteuer ist mehr ein Thema für den Handel als für die Verlage, etwas was sich natürlich ändern kann.

          • comment-avatar

            Esther

            Danke für diesen hervorragenden Beitrag

          • comment-avatar

            Thomas Elbel

            Replik ist schon online, geschätzte Clacqueuse. ;-)

          • comment-avatar

            Thomas Elbel

            Lieber Herr Wittkewitz,

            ad 1. Verstehe ich die Aufregung um den Begriff Raubkopie nicht. Marketingaktion der Contentmafia? Im Ernst? Guckstu hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Raubdruck Die Verkoppelung des Wortes Raub mit der widerrechtlichen Aneignung ist also viel, viel älter als die moderne Debatte über das Urheberrecht. Übrigens: schon mal nachvollzogen, woher das Wort Plagiat kommt? Guckstu hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Plagiat#Geschichte Aha. Also Seelenraub. Und mit Verlaub: nu kommse mir noch einmal mit dieser Empörung über den Begriff der Raubkopie. Nichts als geschicktes Marketing für Piratenpositionen ist das, genauso wie „Contentmafia“.
            ad 2. Die Konsumentenerwartung kann man nicht unter den Tisch kehren? Was ist denn das für ein Argument? Wenn man es genau betrachtet, erwarten Konsumenten auch, dass ihre Jeans von minderjährigen Orientalen in Sweatshops ohne Atemschutz gesandstrahlt werden. „Guilty pleasure“ ist ein schöner englischer Begriff für so was. Ich wünsche mir jedenfalls eine Gesellschaft, in der die Konsumentenseite ebenfalls Verantwortung für ihre Forderungen übernimmt. Und nicht alles, was die Konsumenten (TM) wollen ist edel, hilfreich und gut.
            ad 3. Das mit dem Abfallprodukt haben sie gesagt. Aber haben sie es auch überprüft, geschweige denn belegt? Der Kunde versteht so vieles nicht. Der Kunde versteht im Zweifelsfall auch nicht, warum Schweinefleisch ohne Antibiotikaverwendung und nach tiergerechter Produktion etwas teurer ist. Aber ich muss als Produzent auch nicht für jeden noch so dusseligen Irrtum der Kunden Verständnis haben. Man darf sich als Kunde auch ruhig mal schlau machen und dann merkt man eben, dass eBooks alles andere als ein „Abfallprodukt“ der normalen Buchproduktion sind, sondern eigene Herstellungskosten bewirken, die auch erst mal eingespielt werden müssen.So einfach wie „Schubs die Druckdatei in ePups“ ist es jedenfalls bestimmt nicht. Und der Handel steckt sich immer 50% ein (und Amazon ja auch gerne noch ein bisschen mehr), egal in welchem Format ein Buch verkauft wird. Als ich ein Papierbuch bei Amazon PoD veröffentlich habe, haben die sogar gleich 90% des Nettopreises behalten.
            ad 4. Quersubventionierung. Auch hier wieder: Auf der einen Seite hat der Kunde also Ihrer geschätzten Meinung nach etwas gegen Quersubventionierung auf der anderen Seite will der Kunde aber um Gottes willen nicht, dass nun gerade seine hochsubventionierte Nischensparte Zombiejugendliebesroman den Streichgelüsten der VerlagsBWLer zum Opfer fällt. Notabene: Die Wünsche des Kunden sind mitunter recht widersprüchlich und als Leitschnur für kaufmännisch-künstlerische Entscheidungen nur bedingt geeignet.
            ad 5. Wer heutzutage in NYC durch Barnes&Noble spaziert und dann den angelsächsischen Buchmarkt allen Ernstes als Vorbild nennt, muss wohl eine Schweißerbrille aufgesetzt haben. Bücher werden dort langsam zum Nischenprodukt neben der ganzen Conveniencescheiße. Genaugenommen sehen Buchläden da drüben genau aus wie Amazon. Bücher haben eine Nebenrolle und im Regal stehen sowieso nur noch Bestseller. Außerdem ist es einigermaßen unfair den deutschen Verlagen einen Markt als Beispiel zu empfehlen, der gemessen an aktiven Lesern 10mal so groß ist und daher ganz andere Skaleneffekte verzeichnen kann. Ein Buch das sich hierzulande 5000mal verkauft und daher knapp vorm Regalblei rangiert, verkauft sich in der englischsprachigen Welt eben 50.000mal und wäre damit hierzulande bereits ein Megabestseller. Da kann man natürlich völlig anders kalkulieren. Wenn wir hierzulande die Buchpreisbindung stürzen, wird folgendes passieren: Die großen Verlage werden zuerst die ganzen Nischentitel aus dem Regal nehmen. Adieu Zombiejugendliebesroman. Wenn es dich noch gibt, dann wahrscheinlich nur noch für die 30 Euro pro Buch, die Du ohne Quersubventionierung eigentlich kosten müsstest. Als nächstes werden die Mittel für Debüttanten knallhart zusammengestrichen. Warum irgendwelche Risiken eingehen, wenn man auch einfach wieder den vierten Schätzing vor den Kassen stapeln kann. Die kleinen Indie-Verlage, die schon heute am Rande des Nervenzusammenbruchs kalkulieren, machen dicht. Die größeren Häuser werden von den noch größeren angelsächsischen Häusern gekauft, soweit noch nicht geschehen. Amazon macht den ohnehin schon krächzenden Handel und auch gleich noch die Barsortimenter restlos platt. Irgendwann kauft man dann den hundertdrölfzigsten Schätzing für 59cent an der Supermarktkasse zwischen Kaugummi und Eis am Stiel. Alle dann noch Beteiligten zahlen ihre Steuern lieber auf den Cayman-Islands, statt hierzulande. Weg mit der Buchpreisbindung. Halleluja.
            Ad 6. Es wundert mich das jetzt gerade Springer, Elsevier und Co. als leuchtende Beispiele angeführt werden. Sonst werden die in der „offene Wissenschaftsdebatte“ eher so als Gottseibeiuns des Brutalopaywalls angeführt. Ich finde die sehr teuer. Onlineangebote gibt es aber auch bei deutschen Wissenschaftsverlagen längst. Viele Unis haben Kooperationen und bieten ihren Studenten die größeren Fachzeitschriften kostenlos online zum Download per VPN nach Hause an. Kann zwar alles noch besser werden, aber auch hier: Der Kunde darf auch ruhig mal ein bisschen Geduld haben. Die Wissenschaftsverlagswelt ist ohnehin Birne und nicht Apfel.
            Ad 7. Richtig. Die Verlage preisen die Privatkopie in gewissem Sinne schon immer mit ein. Aber wir sind uns doch alle einig, dass die Digitalisierung hier ein Gamechanger war. Früher konnte ich mein Papierbuch immer nur an eine Person gleichzeitig verleihen, jetzt an die ganze Welt. Ist doch klar, dass die Verlage da Fracksausen bekommen. Wie schon andernorts gesagt: DRM ist die falsche Lösung für das richtige Problem. Aber es gäbe überhaupt kein DRM, wenn die Leute mit der Lizenz die sie da erhalten haben (wie Johnny Häusler so trefflich sagte: „Wir haben nie Musik gekauft, nur den Zugang dazu.“), verantwortungsvoll umgehen würden. Der Großteil macht das auch, außer Leuten wie Esther, die versuchen, mir
            Piraterie als so eine Art legitimen Akt zivilen Ungehorsams zu
            verkaufen. Die Frage ist also, ob man die besagte Freundin Anke noch zu seinem inneren Zirkel rechnen kann. Denn genau das meint das Wort Privatkopie. Der BGH hat das schon in den 70er Jahren, also lange vor Digitalisierung klargestellt. Dann können es aber eben nicht, meine 550 Facebookfreunde sein. Denn wenn das wirklich legal wäre, dann hätten die Verlage in der Tat ein Riesenproblem. Natürlich könnte man hier auch ganz andere Wege finden. Hat der SciFiSchriftsteller Andreas Eschbach mal in einer Kurzgeschichte verarbeitet: Private Lesesalons, wo das Lesevergnügen für horrende Einzelbeträge an reiche Säcke exklusiv verkauft und anschließend vernichtet wird. Oder folgendes Modell: Der Verlag bietet das Buch für einen monströsen Festbetrag zum Freikauf an. Eine Menge Leute schließt sich zusammen, kauft und verschenkt anschließend. Sozusagen reverses Crowdfunding. Alles machbar. Aber wünschenswert? Und als Argument in einer Debatte um Piraterie berechtigt?
            ad 8. Subjektivität ist in der Tat das Zauberwort. Otto Normalverbraucher zahlt ohne Klage alle drei Jahre fast tausend Mücken für ein völlig überteuertes Stück Technikschrott namens Smartphone, aber wenn er dann für 9 Mücken für das Buch löhnen soll, das er darauf lesen will, dann empfindet er sich als subjektiv zu arm dafür. Also mit der Subjektivität ist das eben so eine Sache. Hans Dietrich Genscher hätte gesagt: „Im subjektiven Sinne ist Subjektivität die Objektivität des Einzelnen.“
            ad 9. Genau das ist das Problem. Die Wiederverwertung ist eben nur bis zu einem gewissen Grad eingepreist. Ist doch eigentlich eine simple Rechnung: 100 Mio Deutschsprachige in dieser Galaxis. Das ist der theoretische Markt. Verleiht jeder sein Buch an eine weitere Person halbiert er sich und so weiter. Das ist die Formel nach der Verlage kalkulieren müssen. Das Problem ist, dass das Verleihverhalten mit Digitalisierung und illegalen Tauschbörsen eben gewaltig ins Rutschen gekommen udn die Kalkulation daher verdammt schwierig ist.
            ad 10. JIT und OT. Worte aus der Unternehmensberatungsbullshitbingohölle. Aber seis drum, manchmal rede ich auch mit ChicagoSchoolJüngern, wenn es unbedingt sein muss. Wo genau ist denn da heute das Problem? Mein Kindle hat sogar Netz, wo ich mit meinem Handy nicht telefonieren kann. Der neue Zombiejugendliebesroman am Strand von Timbukfuckingtu? Kein Problem.
            ad 11. Die Bemerkung zur Mehrwertsteuer verstehe ich nicht. Die ist nunmal Bestandteil des Gesamtpreises und beeinflusst daher die Preisbildung. Ist doch simpel. Nehmen se sich ein beliebiges Großverlagsbuch, vergleichen se Papier- und E-Ausgabe im Preis einmal brutto und einmal netto und bumms … tut sich ein viel größeres Loch auf. Danke deutscher Gesetzgeber. Warum rennt keine Esther gegen so was an?
            ad 12: Schluss

          • comment-avatar

            Tschirp tschirp

            Ich plagiiere an dieser Stelle einfach mal frech Esthers Kommentar…
            Danke für diesen hervorragenden Beitrag

            mehr kann ich gerade nicht anmerken.

          • comment-avatar

            Julia Färber

            Warum werden soviele Nebelkerzen geworfen?

            ad ad 1.
            Nebelkerze, über Begrifflichkeiten zu schwadronieren, steht nicht auf meiner Tagesordnung.
            ad ad 2.
            Die Konsumentenerwartung ist ja auch keine Argument sondern ein Faktor.
            Ob man daraus dann gleich ein moralische Debatte über die Etablierung und Erhaltung von Produktionsstandards machen muß? Ich meine eher nein, paßt auch nicht zum Thema ebooks.
            Abgesehen davon spielt es doch keine Rolle, ob die Beweggründe der Nachfrageseite edel sind. Da Angebot und Nachfrage sich beeinflußen würde es ohnehin schwer werden hier des Pudels Kern zu treffen.
            Für die konkrete Diskussion über die Vermarktung von digitalen Inhalte sehe ich das Verhältnis aber klar so: Nachfrage bestimmt das Angebot.
            ad ad 3.
            Die Umwandlung eines Postscript in lesebaren, formatierten Text ist technisch überhaupt keine Thema, sofern man sich an die WYSIWYG Vorbedindungen hält. Alles weitere ist Feintuning, das sich mit den entsprechen Software-Lösungen bewerkstelligen läßt. Einige Verlage haben sich darauf wegen ihres Geschäftsmodells darauf sogar spezialisiert (Hinweis: Ablösung Loseblattsammlung).
            Daraus jetzt irgendwelche separate Kosten abzuleiten ist tatsächlich hanebüchen. Selbst wenn noch separate Softwarelösungen gebaut bzw. lizensiert werden müßten, spielen diese Kosten heruntergebrochen auf die Stückzahl keine Rolle, vor allem im Vergleich zu den Handelsspannen etc..
            Der Ausflug mit dem Schweinfleisch ist wohl eher ein Eigentor, den gerade hier wird doch dem Kunden suggeriert, daß Bio und Öko jegliche Premium-Preise rechtfertigt. Abgesehen davon: Nebelkerze.
            Danach sollten wir richtig verwirrt werden oder warum wurde alles Mögliche durcheinander gewürfelt?
            Wenn ich dem Börsenverein (http://www.boersenverein.de/de/293148) glauben darf, kann ich die Kosten in drei Kategorien einteilen: Honorare & Rechte, Herstellung und Marketing und Logistik.
            Über Honorare und Rechte habe zumindest ich nicht gesprochen und das dürfte die meisten Konsumenten sowieso nicht interessieren. Ich gehe davon aus, daß die Lektoratskosten hier auch enthalten sind.
            Kommen wir zu den Herstellungskosten, über die ich geschrieben habe. Das sind Lithografie, Satz, Papier, Druck und Bindung. Bleiben noch die Marketing und Logistikkosten, die zugegebener Maßen etwas pauschal behandelt habe.
            Die einzigen zusätzlichen Kosten die eine Verwendung des Postscript verursacht, wäre eventuelle zusätzliche Rechtekosten, wenn ein Autor hier ein für ihn günstigen Vertrag abschliessen konnte und die Vorhaltung der digitalen Version, also Storage.
            Beides hat aber wenig mit den Herstellungskosten zu tun.
            Der Verweis auf den Handel und seine Spannen ist berechtigt, aber für den Konsumenten eher doch nebensächlich, denn wir sprechen doch ohnehin nur vom Endpreis (also bereits inklusive Mehrwertsteuer, deswegen spielt diese meines Erachtens in der Ursprungsfrage keine Rolle).
            ad ad 4.
            Ich habe lediglich darauf hingewiesen, daß jeder Konsument wahrscheinlich befremdlich reagieren würde, wenn auf Büchern des einen Autors A à la Wohlfahrtsbriefmarken Preis X + Y zur Förderung von Autor B, C, D stehen würde. Das Verlage so agieren ist vollkommen in Ordnung, nur ist es kein stichhaltiges Argument, um die Preisgleichheit von Print und Digital zu vertreten.
            ad 5.
            Wer geht den zu Barnes & Noble? Und in wieweit hat das Ambiente in denen Bücher vermarktet und vertrieben werden etwas mit der Preisgestaltung zu tun? Da werfen Sie jetzt aber wirklich nun auch noch Südfrüchte mit den Äpfeln durcheinander.
            Der Größenunterschied trifft natürlich zu, erklärt aber nicht wirklich die frapanten Preisunterschiede: Beispiel Deutscher Preis (3 Bände) € 32,70 egal ob Print oder Digital, UK Preis (1 Band) € 8,80 Print und € 6,80 Digital – innerhalb der gleichen Verlagsgruppe.
            ad ad 5
            Abgesehen von der Überzeichnung, dem kultureller Untergang, wird genau das passieren. Aber genau das wollen wir doch. Ich habe kein Problem damit, wenn Amazon den Markt bereinigt.
            Es kann doch nicht darum gehen betriebswirtschaftlichen Tierschutz für Dinosaurier zu betreiben. Zu den Kumpeln haben wir ja auch gesagt, lernt mal um.
            Ob das Ganze die allgemeine Lebenqualität steigert ist eine vollkommen andere Sache. Der Rest ist pure Schwarzmalerei.
            Abgesehen davon, sind die deutschen Konzerne ganz vorne dabei, wenn es um die Spitzengruppe geht. Wo Unternehmen ihre Steuern zahlen, ist ihnen bereits heute weitgehend überlassen.
            ad ad 7
            Anke ist doch Deine Busenfreundin, woher soll ich das wissen, ob die zu Deinem engeren Preis gehört. Abgesehen davon, bitte nicht Privatkopie und Verleihen durcheinander mischen. Das ist in der digitalen Welt zwar oft das Gleiche, weil Kopieren genauso schnell funktioniert wie Verschieben, aber ich sprach explizit von Verleihen/Verschieben.
            ad ad 10
            War nur ein Verweis auf das, was da kommen wird. Heute reden wir über Piraten, Verbrecher, Tauschbörsen, Filehoster. Innerhalb der nächsten 5 Jahren werden sich die Storagekapazitäten, die auf dem freien Markt zur Verfügung stehen vervielfachen, weil die großen Server-Farmen aus dem Leasing laufen. Diese Kapazitäten werden das Thema Cloudstorage nochmals befeuern und dann wird es richtig lustig. Ich bin erst kürzlich über eine Cloud eines größeren deutschen Unternehmens gestolpert.
            Was dort alles an „Warez“ herumflog war schon imposant. Interessant fand ich aber vor allem, daß die interne Quellen nicht mehr die Kellerasseln der IT waren, sondern sich auch die Rechtsabteilungen und das Kontrolling fröhlich am Austausch zu beteiligen schienen. Wenn ich diesen Kontext nach oben skalieren, dann ist das nächste Feindbild der Such-Algorithmus, der es allen ermöglicht sich alles zur Gemüte zu führen. Alles von allem von allen für alle.
            Aus diesem Grund müßten heute die jeweiligen Stakeholder darüber nachdenken, wie sie eben „alle“ davon überzeugen sich im legalen Rahmen zu bewegen.
            Etwas widersprüchlich erst Amazon zu verdammen und dann Kindle anzuführen. Ja, geschloßene (Vermarktungs-)Systme sind eine Möglichkeit das Problem anzugehen, denn sie erfüllen bereits die meisten Service-Anforderungen der Konsumenten. Ob damit aber die Verlage und Autoren glücklich werden können, wurde aber gerade im Absatz zur Buchpreisbindung bezweifelt.

          • comment-avatar

            Esther

            Da steckt der übliche Denkfehler drin. Die Alternative ist nicht, dass die Leute deine Bücher kaufen, sondern dass sie sie leihen.

            Die wenigsten Leser kaufen jedes Buch, insbesondere junge Menschen, die für ihre Ausbildung Bücher lesen müssen sind auf Leihmöglichkeiten angewiesen.

            Die sind bisher mehr als bescheiden und das wäre wohl auch eher ein Projekt für die öffentlichen Bibliotheken.

            Was es im Augenblick gibt ist für Leute, die Bücher halbwegs zeitnah brauchen nicht akzeptabel, der Weg zur Unibibliothek ist für einen Azubi ein riesiger Aufwand. Wir leben sogar in einer Stadt mit Uni – von den Arbeitszeiten her, kann er die Bibliothek nur nutzen, wenn er sich für einen Weg ein Taxi nimmt.

            Diese Lücke füllen im Moment die Piraten. Es ist sicher kein Zufall, dass sich das gigantische Schwarzmarktangebot im Moment noch gar nicht auf die Umsätze im Buchhandel auswirkt.

            Man kann durchaus sagen, dass diese Nutzer eben auf Bücher zu verzichten haben, wenn die Verlage sie in ihrer Großmut nicht vielleicht doch den Bibliotheken zur Verfügung stellen. Das tun sie im Moment aber kaum und wenn dann so, dass sie monatelange Wartezeiten ergeben.

            Esther

          • comment-avatar

            Thomas Elbel

            Du hast vergessen LibGen zu sagen. Ich hole das hiermit für Dich nach.
            Sofern sich Deine Jungs meine Bücher bei legalen Angeboten leihen, habe ich damit überhaupt kein Problem, denn dafür gibt es Vergütungsmodelle. Ob die alle fair sind, ist eine andere Frage, aber das ist ausnahmsweise eher mein Problem als Deins.
            Ansonsten verstehe ich mal wieder nicht, wo das verdammte Problem ist. Was genau wollen Deine Jungs denn in der Unibibliothek? Belletristik? Die wird da schwer zu finden sein. Fachliteratur? Also, wenn sie die lesen, dann studieren sie wahrscheinlich und dann verstehe ich nicht, wieso sie nicht einfach zu Uni hinziehen, wie jeder normale Studi. Dann erübrigt sich das Taxigeld und sie haben – wie bereits gesagt – Zugriff auf ein Riesenreservoir an digitalisierten Fachzeitschriften und das sogar online von Zuhause per VPN. Hat heute jede Uni. Ich arme Sau musste früher wirklich noch für jedes in einer Hausarbeit zitierte Werk in die Bib, wo ich mich mit 50 Kommilitonen um 10 völlig zerrupfte Ausgaben kloppen konnte, die ich dann für teuer Geld kopieren musste. Heute bieten die Unis vor Ort schon die Möglichkeit einen größeren Teil der Bib in digitalisierter Form einzusehen und runterzuladen. Vielleicht sind Deine Jungs einfach nicht auf der Höhe der Möglichkeiten.
            Wenn wie du schreibst, deine Söhne gar nicht studieren, sondern Azubis sind, wozu brauchen sie dann die Fachliteratur an den Unis? Die geht dann völlig an ihrem Bedarf vorbei. In Unibibs findest du an Azubi-Literatur wahrscheinlich virtually zip. Warum auch? Der Bedarf an Fachliteratur dürfte im Rahmen einer Ausbildung auch deutlich geringer sein, als in einem Studium.
            Ich verstehe langsam wirklich nicht mehr worüber Du redest? Harry Potter? Eine Habilitationsschrift zur Quantenmechanik? Oder Elektrotechnik für Lehrlinge im zweiten Fachjahr? Natürlich wirst du all diese Bücher an ganz verschiedenen Orten finden. Sie richten sich ja auch an ein völlig unterschiedliches Publikum.
            Andererseits: Habe schon verstanden. Du willst die deutsche Allbibliothek, wo Du gegen 10 Euro Monats-Flat (5 Euro für Azubis und Rentner) jederzeitigen, sofortigen Zugriff auf jedes Buch, jeglicher Provenienz, in jeder Sprache und immer sofort ab Erscheinungsdatum hast und Spiel, und Spannung und Spaß und Schokolade.
            Also mal ehrlich, aber dass dabei dann die Produzentenseite am Ende irgendwie komplett auf der Strecke bleibt, müsste sogar dir klar sein, oder?

          • comment-avatar

            dale-gribble

            „Ich arme Sau musste früher wirklich noch für jedes in einer Hausarbeit
            zitierte Werk in die Bib, wo ich mich mit 50 Kommilitonen um 10 völlig
            zerrupfte Ausgaben kloppen konnte, die ich dann für teuer Geld kopieren
            musste“

            Kommt davon, wenn man Jura studiert ;-). Juristische Standardwerke mussten in meiner Uni-Bib an Ort und Stelle festgekettet werden, weil sie sonst irgendwo versteckt worden sind.

          • comment-avatar

            Thomas Elbel

            LOL
            Jaaaaaaa.
            Da lag dann der Medicus auf einmal im Keller zwischen einer völkerrechtlichen Dissertation über Kolonien auf dem Mars und einer Faksimile-Ausgabe des Hexenhammers.
            Danke für diese schöne Erinnerung an die guten alten Zeiten.
            Auch Göttingen?

          • comment-avatar

            dale-gribble

            neee, Konstanz.

          • comment-avatar

            Thomas Elbel

            Naja. Ubiquitäres Problem der modernen Massen-Uni wahrscheinlich. Schön auch die Leute, die dann zu Hausarbeitszeiten morgens erst mal die halbe Bib auf ihrem Tisch bunkerten, so nachdem Motto: „Vielleicht muss ich heute tatsächlich alle 15 Einzelbände des Müncher Kommentars zitieren.“

          • comment-avatar

            dale-gribble

            Ich selber bin kein Jurist, mich hat es eher angekotzt wenn die Juristen einen der (viel zu wenigen) Arbeitsplätze von morgens um 7 bis abends um 22 Uhr mit Bergen von Büchern und anderem Kram blockiert hatten, gefühlt aber 2/3 der Zeit irgendwo anders unterwegs waren. Juristen sind schon manchmal seeehr spezielle Leute.

          • comment-avatar

            Thomas Elbel

            Ja. Kommt mir bekannt vor. Wie gesagt. Morgens alles bunkern, dann ab in die Cafeteria. Abends noch ein bisschen schmökern, dann die Bücher an abwegigen Orten verstecken und am nächsten Morgen von vorn.
            Allerdings waren in Göttingen wir Juristen unter uns in eigener Bib im Juridicum, aber auch außerhalb unseres natürlichen Reservats immer gut erkennbar an Barbourjacke (Männchen) oder Rollkragenpulli mit Perlekettsche drüber (Weibchen).

          • comment-avatar

            Esther

            Noch einmal: Der persönliche Bedarf meiner Söhne steht hier ebensowenig zur Debatte wie mein persönliches Konsumverhalten.

            Das braucht dich nicht zu stören: Die Art von Fantasy, die du schreibst interessiert keinen von uns – ob sie nun billig oder teuer ist.

            Auf besonderen Wunsch habe ich grade mal bei Libgen nachgeschaut: Da findet sich aber kein Werk von Thomas Elbel, das scheint den Mindestansprüchen nicht zu genügen :-)

            Nutzerideal wäre natürlich eine öffentliche Bibliothek, die sofortigen Zugriff auf jeden Titel gewährt. Das ist natürlich utopisch. Aber wissenschaftliche Literatur und anspruchsvolle Belletristik finanziert sich schon heute nicht in erster Linie über Verkaufserlöse. Da wären durchaus auch andere Lösungen denkbar – etwa eine direkte Veröffentlichung im Netz. Das gibt es in Ansätzen bereits, ich bin gespannt wie es sich weiter entwickelt.

            Einen besonderen Grund Fantasyheftchen, Groschenromane und ähnliches für alle zugänglich zu machen sehe ich auch nicht. Da führen Stadtbüchereien schon heute eher selten.

            Esther

            Esther

          • comment-avatar

            Thomas Elbel

            Lustig. Irgendwann in diesen Diskussionen kommt immer zwangsläufig der Punkt, wo der Künstler zu hören bekommt:
            1. Finde ich Deine Kunst sowieso blöd
            2. Geshared wird sie da wo ich gerade geguckt habe auch nicht, was wahrscheinlich an 1. liegt
            Habe ich in solchen Debatten schon hundert mal gehört. Es muss dann wohl genau der Punkt in der Debatte erreicht sein, an dem der Gegenseite die Sachargumente ausgehen und dann lieber auf der persönlichen Ebene ausgetragen werden.
            Aber zu dem Argument, dass die illegale Konkurrenz auf die legalen Alternativen, die sie sich so sehnlich herbeiwünscht, überaus zerstörerisch wirkt, wie das nun mal mit Null-Euro-Wettbewerb so ist, dazu fällt der lieben Mutter Esther gar nichts ein.
            Übrigens: Wenn das Konsumverhalten Deiner Söhne oder Deins hier nicht zur Debatte stehen soll, warum stellst Du es dann verdammt noch eins zur Debatte?
            Und schließlich: Schön dass Du findest Fantasy und Groschenromane sollten nicht für alle zugänglich sein. Rate mal, was auf den von Dir so gelobten Sharingbörsen am fleißigsten gesharet wird.

        • comment-avatar

          VanityBackfires

          Wieso? Durch Filesharing können Werke viel weiter verbreitet werden, als es je der Fall war. Ist doch gut, oder? Besonders unabhängige Künstler können so viel bekannter werden.

          Oder gehts hier um fantasierte, hypothetische, unbewiesene (Pseudo-)Verluste von schnöder Kohle?

          Allerdings schließe ich mich dir mit dem Entsetzen auch ein Stück weit an – Portale wie lul.to sind Maden, die versuchen, mit der hehren Idee des Filesharings Profit zu machen, und sollten mit aller Härte bekämpft werden.

          • comment-avatar

            Thomas Elbel

            Das gute alte Marketingargument:

            ad 1. Gehe zum Bäcker, der die leckersten Brötchen der Stadt bäckt, klau sie, verschenk sie und rechtfertige dich dann öffentlich mit dem Argument, dass es dir ja nur darum ging, seinen Bekanntheitsgrad zu steigern. Lass Dich dann öffentlich auslachen.
            ad 2. Filthy Lucre (so der Titel der letzten Tour der Sex Pistols): Du glaubst also auch noch an das Märchen, dass Künstler nur für den Ruhm und nicht für Geld arbeiten? Dann guck doch noch mal in die Geschichtsbücher. Von Phidias über Bach, bis zu Picasso, haben alle Künstler immer beides gesucht Ruhm UND Geld. Letzteres halt manchmal mehr, manchmal weniger erfolgreich. Von Bekanntheit kann keiner leben und nein, auch nicht von Livekonzerten oder Fanshirtverkauf. Das Märchen von der brotlosen Kunst, oder l’art pour l’art ist eben ein solches. Außerdem, versuche du mal in einer kapitalistischen Gesellschaft unkapitalistisch zu leben. Kann nur böse enden. Wie schon Adorno sagte: „Es gibt kein richtiges Leben im Falschen.“
            ad 3. Der Werbeeffekt des Filesharings ist durch Studien widerlegt. Eine Studie der University of North Carolina eben hierzu erbrachte folgendes Ergebnis. Falls Filesharing überhaupt so etwas wie einen Werbeeffekt hat, nützt er nur Lady Gaga, aber nicht dem Garagenrocker um die Ecke. Ist also kappes. Und mal ehrlich. Wie realistisch ist die Erwartung, dass jemand der selber Sachen für lau saugt, dann seinen Freunden deren Kauf empfiehlt. ich habe gar nicht so viel Augenlid, wie ich jetzt mit dem Finger herunterziehen möchte.
            ad 4. Substitutionseffekt: Filesharing verursacht Schäden. Kann man ganz simpel belegen. Mache eine anonyme Umfrage. Stelle folgende zwei Fragen. a. Haben Sie schon mal Files geshared? b. Hätten Sie die Werke gekauft, wenn es keine Möglichkeit zum illegalen Erwerb gegeben hätte? Hat man genauso gemacht und kommt je nach Umfrage zu einer so genannten Ersatzrate von 10 – 20 %. Jetzt setz das mal in Relation zum weltweiten Filesharingvolumen und du kommst auf gigantische Summen. Und das ist nicht nur Kohle, die heimischen Verlagen und Künstlern entgeht, sondern dass sind auch Steuern, die dann halt in Tonga gezahlt werden (falls überhaupt) statt hier.


Leave a comment