Julian Assange zu 50 Wochen Gefängnis verurteilt

Wegen der Verletzung seiner Kautionsauflagen wurde Wikileaks-Mitgründer Julian Assange schuldig gesprochen. Er wurde zu 50 Wochen Freiheitsentzug verurteilt, weil er 2012 aus Angst vor einer Auslieferung in die USA in die ecuadorianische Botschaft geflohen war.

Wie heute bekannt wurde, hat man Julian Assange wegen der Verletzung seiner Kautionsauflagen verurteilt. Er suchte 2012 Zuflucht in der Botschaft Ecuadors, weil er damit seine Auslieferung nach Schweden und später in die USA verhindern wollte.


In einem Brief, der dem Gericht vorgelesen wurde, schreib Assange, er habe sich damals „im Kampf gegen schwierige Umstände“ befunden. Auch entschuldigte sich Assange in dem Brief bei allen Personen, die der Meinung sind, er habe sie nicht respektiert. „Ich habe getan, was ich damals für das Beste oder vielleicht das Einzige hielt, was ich hätte tun können„, schrieb er.

Wie wahrscheinlich ist eine Auslieferung in die USA?

Noch bis zum Ende seiner Haft in Großbritannien muss man dort entscheiden, ob es zu einer Auslieferung in die USA kommen wird. Es geht um die Vorwürfe, Assange habe mit der früheren US-Geheimdienstanalystin Chelsea Manning vereinbart, dass diese geheime Datenbanken herunterladen soll, um diese später bei der Enthüllungsplattform Wikileaks ungekürzt online zu stellen. Alleine für diese Straftat könnte man ihn in den USA zu einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren verurteilen.

Hintergrund: Mitarbeitern der britischen Polizei wurde es am 11. April 2019 erlaubt, Julian Assange aus der Londoner Botschaft zu entfernen. Wenige Tage zuvor hatte Ecuador sein Asyl kurzfristig zurückgezogen. Er saß seitdem in Untersuchungshaft. In den Jahren 2015 und 2017 wurden die schwedischen Vergewaltigungsvorwürfe fallen gelassen, bzw. sie sind verfallen.

Tarnkappe.info

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.

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