Drachenlord: 2.500 EUR Zwangsgeld, Ersatzzwangshaft angedroht

Anfang des Monats wurde das Schreiben von der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) zugestellt, den Drachenlord ausgerechnet in einem You Now Stream live vorgelesen hat. Die BLM fordert weitere 2.500 Euro, die sich zum ersten Zwangsgeld von 1.000 Euro addieren. Bei Nichtzahlung droht eine Ersatzzwangshaft.


Drachenlord: Big Trouble in Little Altschauerberg

Rainer Winkler aka Drachenlord befindet sich zunehmend in Schwierigkeiten. Die Forderung der BLM hat sich auf insgesamt 3.500 EUR erhöht. Dies berichtet die Webseite Drachenchronik am 01. Oktober mit Hinweis auf seinen Livestream bei You Now. Doch genau derartige Livestreams mit mehr als 500 Zuschauern sollte Winkler ja unterlassen. Er besitzt noch immer keine gültige Rundfunkzulassung für derartige Sendungen.

In einem anderen Video erzählte er, er habe mit Mitarbeitern der BLM telefoniert, um mit ihnen zu verhandeln. Seit der Verhängung des Verbots soll Drachenlord über 180 Mal rechtswidrige Live-Streams ausgestrahlt haben. Von daher musste die bayerische Landesmedienanstalt jetzt erneut handeln. Wenn er weiterhin zahlungsunfähig sein sollte, droht eine sogenannte Ersatzzwangshaft. Die Ersatzzwangshaft beträgt laut dem Verwaltungsvollstreckungsgesetz mindestens einen Tag und maximal zwei Wochen.

Die BLM hat die FAQ im Fall Drachenlord noch nicht aktualisiert:

Hater pilgern noch immer zu seinem Haus

Nicht nur aus Deutschland, auch aus der Schweiz kommen die Pilger, um ihn am Gartenzaun zur Weißglut zu bringen. Kürzlich wurden von der Polizei mehrere Touristen aus der Schweiz kontrolliert, wie NordBayern.de berichtet. Einem 32-jährigen Schweizer legt die Polizei zur Last, mit roter Farbe ein Graffiti auf der Straße aufgesprüht zu haben. Zudem führte er ein Messer mit sich. Ein anderer Hater habe ein Bengalisches Feuer gezündet, um es dann in eine trockene Wiese zu werfen. Überflüge von privaten Drohnen oder Feuerwerkskörper, die in seinen Garten geworfen werden, sind für den 30-Jährigen schon zum traurigen Alltag geworden.

Drachenlord Drache offiziell

Offene Briefe an Angela Merkel & Co.

Wie man uns vor mehr als zwei Wochen mitteilte, wurden in der Causa Drache „Offene Briefe“ an Angela Merkel und andere führende Regierungsmitglieder geschrieben. Sie bitten die Politiker um ihre Unterstützung und wollten über die Zustände in Mittelfranken aufklären. Diese Aktion ist aber so legal wie aussichtslos.

Polizei braucht Unterstützung

In Altschauerberg im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim will einfach keine Ruhe einkehren. Schon längst musste sich die örtliche Polizei Verstärkung aus dem nahegelegenen Erlangen holen. An das Einfahrtverbot am Ortseingang halten sich die Drachenlord-Touristen nur in den seltensten Fällen. Zudem sind täglich neue Neugierige vor Ort.

Doch Herr Winkler ist auch Teil des Problems. Wie wir erfahren haben, unterhält er einen Bewegungsmelder, der beim Auftauchen von Personen vor dem Grundstück seiner Mutter anschlägt. Würde der Drache gar nicht erst herauskommen, wäre der Spaß der Angereisten schnell vorüber. In dem Fall müssten sich die Hater durch Rufe bemerkbar machen. In der Nacht hätte die Polizei somit etwas gegen die Pöbler in der Hand wegen nächtlicher Ruhestörung. Momentan ist es aber meistens der Drachenlord selbst, den seine 40 Nachbarn in dem kleinen Dorf hören können. Wer sich die interessante Dokumentation (Video unten) anschaut, sieht, wie genervt einige Nachbarn schon vor drei Jahren waren. Doch der Tanz ist noch lange nicht vorüber…

Mit Vollgas gegen die Wand

Wir haben uns am Sonntag mit einem Insider getroffen. Dieser geht davon aus, dass sich der Drachenlord schon in wenigen Wochen in Haft befinden wird. Entweder es liegt am BLM, an der fehlenden Einhaltung der Bewährungsauflagen oder daran, weil Herr W. einfach seine Emotionen nicht unter Kontrolle bringen kann. Von den Einnahmen von You Now, YouTube und den erhaltenen Spenden wird er die Forderung der Landesmedienanstalt sowieso nicht begleichen können. Ob er sich jetzt nach Eingang des neuen Schreibens an das Sendeverbot halten wird, ist aber trotz des erhöhten Zwangsgeldes zweifelhaft. Unser Insider glaubt, Winkler rase mit seinem Verhalten mit Vollgas gegen eine immer näher kommende Wand, an der er zerschmettern wird.

Tarnkappe.info

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.

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