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Bildquelle: lalesh aldarwish, thx!, Lizenz

ASAP Darknet-Marktplatz schließt seine Tore

Einer der einst aktivsten Darknet-Marktplätze, ASAP, wird in weniger als zwei Wochen von der Bildfläche verschwunden sein.

Der Admin von ASAP teilte seinen Nutzern am 12. Juli mit, dass man den Online-Handelsplatz innerhalb der nächsten 14 Tage schließen wird. Es ist nicht mehr möglich, dort irgendwelche Bestellungen aufzugeben.

Jegliche Streitigkeiten zwischen Händlern und Käufern sollen dementsprechend zeitnah geschlichtet und die ausstehenden Guthaben ausgezahlt werden. Schon im Sommer des Vorjahres zählte man über 1.000 Vendoren (Online-Händler), die dort aktiv waren. Damit war ASAP einer der größten illegalen Anbieter.

ASAP: Hintergründe des Ausstiegs sind nicht bekannt

Die Gründe für den Ausstieg sind nicht bekannt. Allerdings findet man im Netz Aussagen zahlreicher Besucher, die sich anhaltend darüber beschweren, dass ASAP häufig offline war. Wie uns Martin Frost in unserem Podcast erzählt hat, sind DDoS-Attacken und Erpressungsversuche in diesem Bereich üblich.

ASAP
Mitteilung des Admins über den Abschied von ASAP.

Entweder versuchen Konkurrenten anderen Online-Shops zu schaden oder aber jemand versucht einen Anbieter zu erpressen und zeigt den Betreibern zuvor, wie effektiv er die Seite lahmlegen kann.

ASAP war im Tor-Netzwerk vor allen Dingen ein Marktplatz für das Angebot der verschiedensten Drogen. Doch dort wurden auch Hormonpräparate, Anleitungen für Online-Betrug aller Art, Premium-NSFW-Videos von Onlyfans, kostenpflichtige VPN-Zugänge*, illegal erlangte Kreditkartendetails und vieles mehr zum Kauf angeboten. Die Bezahlung lief wahlweise per Bitcoin oder Monero.

Tarnkappe.info

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Lars Sobiraj

Über

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem brachte Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.