Cannacompany.to, interview
Cannacompany.to, interview
Bildquelle: David Gabrić, thx!, Lizenz

CannaCompany.to im Interview: „Gras ist keine harte Droge“

Für die Macher von CannaCompany.to ist der Online-Shop "Neuland". Sie waren zwar zuvor schon online, aber nicht in diesem Bereich aktiv.

Auf CannaCompany.to kommt wahrscheinlich schon nächstes Jahr jede Menge Konkurrenz zu. Analysten rechnen damit, dass die Legalisierung bereits im Jahr 2024 umgesetzt werden könnte. Viele Unternehmer stehen in den Startlöchern, um von einer möglichen Freigabe zu profitieren.

Doch klar ist auch, dass es den Schwarzmarkt zweifellos weiterhin geben wird. So war es in der Vergangenheit auch in Nachbarländern wie den Niederlanden.

Die drei Hintermänner haben sich vor einigen Monaten dazu entschlossen, im Clearnet einen eigenen Online-Shop ausschließlich für weiche Drogen auf die Beine zu stellen. Wir haben diesen Monat bei uns im Forum einige Fragen gesammelt, um sie den Betreibern von CannaCompany.to zu stellen.

Tarnkappe.info: Wie seid ihr auf die Idee gekommen, ausgerechnet für Cannabis-Produkte einen illegalen Online-Shop aufzuziehen?

CannaCompany.to: Ein Teammitglied war selber sehr lange auf Cannazone aktiv. Und nachdem Cannazone down gegangen ist, wollten wir ehemaligen Nutzern die Möglichkeit geben auf einer gut strukturierten und sicheren Plattform einzukaufen und zu verkaufen.

Drei Personen organisieren alles rund um CannaCompany.to

Tarnkappe.info: Wie viele Personen stecken dahinter, was sind ihre Aufgaben?

CannaCompany.to: Aktuell sind wir zu dritt. Einer kümmert sich um das Coding, der andere um Marketing und die dritte Person sichert die Server.

Tarnkappe.info: Wie viele Stunden hat die Programmierung des Shops gedauert? Und wie viele Stunden für die Absicherung gegen eine mögliche Aufdeckung?

CannaCompany.to: Für die Programmierung von CannaCompany waren zuerst drei Monate eingeplant. Aber wie das so ist, kommen Probleme und neue Ideen. Aus drei Monaten wurden plötzlich fünf und anschließend zehn. Und es wird immer noch daran weiter gearbeitet.

Wir versuchen das Feedback der Kunden als auch der Vendoren (Händler) in den Prozess einfließen zu lassen. Für die Server haben wir etwa anderthalb Wochen gebraucht mit komplettem Setup und allen Tests.

cannacompany.to

Finale Version des Online-Shops ist noch weit entfernt

Tarnkappe.info: Okay, laufen die Arbeiten am Skript noch, oder ist das jetzt die finale Version?

CannaCompany.to: Das wird noch lange nicht die finale Version sein. Wir haben von null angefangen und uns gefragt, wie würden wir uns einen sicheren Marktplatz vorstellen? Und ja, vielleicht ist es mal an der Zeit, eine neue Plattform zu erschaffen, die sich von den anderen abhebt.

Wir wachsen mit unseren Kunden / Vendoren und einige haben gute Einfälle für Features gehabt, welche wir umgesetzt haben. Ein Beispiel war das News-System der Vendoren, was sich ein Nutzer gewünscht hat, damit er da die letzten Updates veröffentlichen konnte.

Fragen zur Durchführung von CannaCompany

Tarnkappe.info: Hofft ihr, dass die Strafe niedriger ausfällt, weil keine „harten“ Drogen angeboten werden?

CannaCompany.to: Um es kurz zu machen: nein! Bei unserer Entscheidung spielte das keine Rolle. Cannabis bei uns zum Verkauf anbieten zu lassen, ist grundsätzlich besser als harte Drogen. Doch man darf nicht vergessen, dass auch andere Drogen schädlich sind. Sogar solche, die man im Schnaps-Regal im Kaufhaus käuflich erwerben kann.

Der Bereich ist absolutes „Neuland“ für uns

Tarnkappe.info: Nur da verdient der Staat kräftig an der Steuer mit. Woher kommt eure Motivation und die große moralische Flexibilität? Wart ihr früher in dem Bereich schon einmal aktiv?

drugs kitchen

CannaCompany.to: „Moralische Flexibilität“ – Was ein schöner Ausdruck. Wir waren vorher in dem Bereich nicht aktiv. Es ist für uns „Neuland“.

Tarnkappe.info: Lohnt sich die Vermittlung von Cannabis überhaupt bei den vergleichsweise geringen Kaufbeträgen und somit einer niedrigen Provision, die ihr einstreichen könnt?

CannaCompany.to: In erster Linie geht es uns nicht um das Geld. Es geht uns darum eine Plattform zu bieten, wo Käufer und Verkäufer miteinander sicher traden (handeln) können.

Edibles sind so süß wie gefährlich

Tarnkappe.info: Warum das Angebot der THC angereicherten Süßigkeiten, der Edibles? Ist das aufgrund des süßen Geschmacks und harmlosen Aussehens nicht besonders gefährlich, wenn es um den Umgang mit dieser Droge geht?

CannaCompany.to: Viele verbinden Cannabis oder Joints rauchen als unangenehmen Konsum, da manche noch nicht mal eine Zigarette in Ihrem Leben geraucht haben. Edibles sind da angenehmer und aufgrund des harmlosen Aussehens verlockt es doch mehr Leute mal in den Genuss von THC zu kommen. Trotzdem muss man auf die Dosierung achten und es nicht essen, als wäre es Popcorn.

„Wir sehen Gras nicht als eine „harte“ Droge an …“

Tarnkappe.info: Auf keinen Fall, zumal sich die Wirkung bekanntlich langsam aber sehr lang anhaltend entfaltet. Das gestaltet den Konsum besonders tückisch.

Monero

Warum habt ihr eine Online-Präsenz sowohl im Clear- als auch im Tor-Netzwerk? Und warum habt ihr auf die Nutzung vom Clearnet (WWW) nicht komplett verzichtet? Nur wegen der Indizierung von Google?

Die findet doch auch bei den Untergrund-Foren wie CM oder CNW statt, wo man eigene Werbe-Threads eröffnen kann.

CannaCompany.to: Wir sehen Gras nicht als eine „harte“ Droge an und jeder sollte die Möglichkeit haben, sicher an diese zu gelangen. Viele kennen leider das Tor-Netzwerk nicht. Und damit wir eine höhere Reichweite erlangen, sind wir auch im Clearnet präsent.

Wir spielen aber auch schon mit dem Gedanken, ab einer bestimmten Reichweite nur noch bei Tor Präsenz zu zeigen.

Eigenes Streitschlichtungs-System im Angebot

Tarnkappe.info: Wie muss man sich euer Streitschlichtungs-System im Detail vorstellen?

CannaCompany.to: Du kaufst etwas und bezahlst. Das geht dann in unser Treuhandsystem. Sollte der Trade seitens des Händlers nicht innerhalb von drei Tagen angenommen werden, geht das Geld automatisch zurück an den Käufer.

Sollte der Trade angenommen werden, wird das Geld im Treuhand-Konto so lange verwahrt, bis der Käufer seine Ware bekommt. Nachdem der Käufer seine Ware erhalten hat, kann er das Geld freigeben und der Verkäufer erhält automatisch sein Geld.

Moderatoren schlichten Konflikte zwischen An- und Verkäufer

Sollte der Verkäufer falsche oder schlechte Ware erhalten, hat er die Möglichkeit einen Dispute (eine Anfechtung) zu eröffnen und ein Moderator wird dann dem Fall zugewiesen. Jeder bringt seine Beweise vor und dann entschiedet der Moderator, wem das Geld zusteht..

Tarnkappe.info: In dem Fall kommt es sehr auf die Fähigkeiten des Moderators an. Ihr habt ein eigenes Treuhandsystem (TH). Worin unterscheidet es sich von denen anderer Foren oder Darknet-Marktplätze?

CannaCompany.to: Wir haben uns bei der Entwicklung dazu entschieden nicht auf andere Marktplätze zu schauen, sodass wir unser eigenes System bauen und nicht angefangen haben, andere zu kopieren. Wir wollen etwas Besseres erschaffen und nicht den xten Klon einer Seite machen, die es schon 1.000 Mal gibt.

CannaCompany mit eigenem Treuhand-System

Tarnkappe.info: Okay. Und wie läuft das konkret mit dem TH-System ab?

CannaCompany.to: Unser komplettes System ist ein Top up System. Du zahlst Guthaben ein und hast es dann als BTC/XMR. Du hast so viel Guthaben, wie der aktuelle Wechselkurs ist.

Nachdem Du Balance (Guthaben) hast, kannst Du ein Produkt kaufen. Das Geld wird Dir dann abgezogen von Deiner Balance und „geparkt“. Nachdem der Trade abgeschlossen ist, bekommt es der Vendor dann gutgeschrieben. Anschließend kann er sich dann auszahlen lassen.

Betrug soll deutlich erschwert werden

Tarnkappe.info: Woher soll ich beispielsweise bei größeren Bestellungen wissen, dass ich nicht von euch abgezogen werde oder ihr gemeinsame Sache mit dem Vendoren macht, sofern sich der Betrag lohnt? Das ist ja anderswo schon häufig genug passiert!

CannaCompany.to: Wir haben viel Arbeit in die Plattform gesteckt. Wir wollen nicht so sein wie andere, sondern besser! Außerdem bieten wir keine Ware an, sondern nur eine Plattform. Wir haben eigene Projekte neben Cannacompany, wo wir genug Geld verdienen. Aus dem Grund werden wir jeden Vendor sperren, der versucht unsere Kunden zu verarschen!

Tarnkappe.info: Das bedeutet, ihr seid auf die Einnahmen nicht zwingend angewiesen. Das eigene Sicherheitssystem mit 2FA, PGP, zusätzlicher PIN etc. – das müsst ihr bitte genauer erklären. Was steckt im Detail dahinter? Was macht ihr anders als die Konkurrenz?

CannaCompany.to: Wie bei einem der vorherigen Fragen kann ich nur sagen, dass wir unser System selber geschrieben haben und nicht auf fertige Sachen gesetzt haben. Sollte es jemand anderes ebenfalls haben, so kann ich nur sagen, dass Ideen sich auch überkreuzen können. Man kann das Rad nicht jedes Mal neu erfinden.

Man kann es nur versuchen zu verbessern. Wir sind der Meinung, dass unsere Login-Sicherung gut geworden ist. Die erste (klassische) Hürde ist der Login und Username. Anschließend kommt der PIN. Der PIN dient dazu, dass man sein Benutzerkonto schnell und einfach löschen kann. Er dient aber auch zur Sicherung für den ersten Faktor, also das „Wissen“. Der zweite Faktor ist das „Haben“.

OpenPGP

Da haben wir uns für das OpenPGP-Verfahren entschieden. Dieses System ist für Vendoren Pflicht und normale Nutzer können es in den Einstellungen setzen und somit aktivieren.

Kein Schnellschuss, Quellcode von null auf selbst erstellt

Tarnkappe.info: Warum habt ihr das CMS für den Online-Shop selbst programmiert? Gibt es nicht genügend CMS-Lösungen, oder waren die für euch nicht gut genug?

CannaCompany.to: Uns war wichtig von Anfang an einen reinen Code zu haben und exakt zu wissen, was der Code macht. Bei fertigen Systemen haben andere den Quellcode geschrieben und wir wissen nicht, was der Code macht. Wir wollten nichts Schnelles und dann hopp: „Schaut mal unseren coolen Marketplace“.

Betreiber von CannaCompany.to handeln selber nicht

Tarnkappe.info: Weshalb verkauft ihr selbst keine Waren, sondern überlasst das ausschließlich externen Händlern?

CannaCompany.to: Weil wir uns nur auf eine Sache konzentrieren und keine Vorteilsnahme auf unserer eigenen Plattform wollen.

Tarnkappe.info: Wie intensiv nutzen eure Kunden bisher das hauseigene Feedback-System?

CannaCompany.to: Dazu haben wir keine Statistik, dennoch sieht man, dass Kunden Feedback hinterlassen.

Tarnkappe.info: Wird es auch die Möglichkeit geben, als Käufer einen Kommentar zu einem Verkäufer oder Produkt abzugeben? Das kann aus vielfältigen Gründen wichtig sein, diese müsste man dann natürlich auch moderieren, was sehr zeitintensiv wäre.

CannaCompany.to: Ja, man kann nach jedem Trade Feedback zu dem Produkt geben.

Fragen zur Sicherheit

Wie kann man Händler (Vendoren), die bei euch anbieten wollen, überhaupt effektiv überprüfen? Führt ihr Testbestellungen durch? Hört ihr euch in der Szene um? Wie zuverlässig sind solche Aussagen? Könnte sich die Qualität der Lieferungen nicht kurz- bis mittelfristig merklich verschlechtern oder der Händler versuchen, zu betrügen?

CannaCompany.to: Natürlich können wir nicht jeden Händler prüfen. Wir haben ein Levelsystem, anhand man „gute“ Vendoren erkennen kann und auch die Feedbacks sind wichtig.

Abgesehen davon bewerben sich viele Vendoren aus anderen Marketplaces und da werden selbstverständlich die Feedbacks überprüft. Wenn es bekannte Händler sind, lassen wir diese auch ohne Vendorgebühren ihre Ware anbieten.

CannaCompany.to will dauerhaft eine Nische bedienen

Tarnkappe.info: Wir arbeiten ja derzeit am Podcast mit Martin Frost. Mit welchen Mitteln wollt ihr verhindern, dass euch nicht das gleiche wie den Betreibern vom Wall Street Market passiert und man euch eines Tages überraschend hochnimmt?

CannaCompany.to: Wir bieten nicht das volle Drogen-Paket, sondern bleiben nur bei Gras. Damit haben wir eine kleinere Nischen-Zielgruppe, welche wir bedienen.

Tarnkappe.info: Stimmt, euer Portfolio ist deutlich kleiner. Haltet ihr euch für juristisch unangreifbar? Oder wohnt ihr schon im Ausland in einer Nation, die nicht an die EU ausliefert?

CannaCompany.to: Aus opsec Gründen kann darauf nicht geantwortet werden.

Tarnkappe.info: Wie wollt ihr verhindern, dass DHL oder andere Paketdienste die meisten eurer Pakete beim Durchleuchten aus dem Verkehr zieht?

CannaCompany.to: Wir verkaufen nicht, für den Versand sind alleine die Vendoren zuständig.

Der Umgang mit Kryptowährungen muss gelernt sein

monero
Verschlusssache Monero.

Tarnkappe.info: Somit haben die dann das Problem, verstehe. Warum ist die Bezahlung mit einer derart kritischen Kryptowährung wie dem Bitcoin erlaubt? Andere Märkte sind dazu übergegangen, nur noch sichere Coins wie den Monero für Transfers zu genehmigen.

CannaCompany.to: In erster Linie ist Bitcoin am weitesten verbreitet… Abgesehen davon muss man dazu sagen, dass es viele Wege gibt diese anonym einzukaufen und zu verkaufen. Wer sich mit der Materie ein wenig beschäftigt, wird schnell einen Weg finden, diese anonym zu nutzen

Tarnkappe.info: Welche Bitcoin-Tumbler haltet ihr für sicher und weshalb? Welche Gebühren fallen bei kleineren Mengen an gemixten Bitcoins an?

CannaCompany.to: Wir geben euch mal eine kompetente Quelle zum Thema sichere Krypto-Mixer an die Hand, auch wenn sie in Englisch ist: https://bitcointalk.org/index.php?topic=2827109.0

Tarnkappe.info: Danke! Tja, so etwas in der Art sagte Martin Frost auch beim Podcast. Viele Interessenten nutzen weiterhin ausschließlich den BTC, datenschutzfreundliche Coins wie der Monero sind die absolute Ausnahme. Frost schätzt, damals hätte man auf über 90% der Kunden verzichten müssen, wenn man den Monero verpflichtend im Wall Street Market eingeführt hätte.

Auch Händler decken sich vereinzelt dort ein

Die meisten Kunden werden ja wohl nur für den Eigenbedarf kaufen, oder decken sich auch vermehrt Straßendealer bei euch ein?

CannaCompany.to: Wir haben auch Bestellungen, wo das kein Eigenbedarf mehr ist. Wir führen keine Statistik welche Mengen gekauft werden, dennoch schauen wir auch in die Trades rein.

Tarnkappe.info: Welchen Krypto-Handelsplatz könnt ihr Kunden empfehlen, die sich ein Guthaben für ihr Monero-Wallet kaufen wollen?

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Wichtig: ein guter BTC-Mixer!

CannaCompany.to: Generell empfehlen wir keine Plattform, um Monero (XMR) zu kaufen. Wir empfehlen BTC privat von jemand aus dem Bitcointreff zu kaufen und diese per Exodus dann in XMR zu exchangen (wechseln).

Tarnkappe.info: Habt ihr keine moralischen Bedenken aufgrund der Tatsache, weil bei euch im Online-Shop nur „weiche“ Drogen angeboten werden?

CannaCompany.to: Wie Lars in seinem Startposting schon anmerkte: Alkohol ist eine genau so schlimme Droge. Wieso wird Alkohol eigentlich akzeptiert, aber Gras nicht?

Wann kommt die Cannabis-Legalisierung in Deutschland?

Tarnkappe.info: Glaubt ihr, der Verkauf von Cannabis wird in Deutschland legalisiert?

CannaCompany.to: Wir hoffen es. Jeder sollte selber entscheiden, was man raucht oder isst. Da ist die Drogenpolitik in Portugal viel weiter.

Tarnkappe.info: Wenn eine Legalisierung kommt, welche Auswirkungen wird dies auf den Online-Handel haben? Und welche Folgen hat dies für euch?

CannaCompany.to: Wir denken nicht, dass die Legalisierung irgendwelche Einflüsse auf unseren Marktplatz nimmt, da die Drogen, die frei erhältlich sein werden auch teuer sein werden und dann nur in einem bestimmten Umfang gekauft werden dürfen. Abgesehen davon beschränken wir uns nicht auf Deutschland, sondern auf die ganze Welt – ausgenommen von den USA und Russland.

In den Niederlanden bebt der Schwarzmarkt mit Cannabis ja auch, obwohl es dort legal ist.

Tarnkappe.info: Das stimmt! Was haltet ihr überhaupt davon, dass der Staat darüber entscheidet, was legal ist und was nicht? Andere Suchtmittel sind hierzulande auch erlaubt, weswegen sie besteuert werden.

CannaCompany.to: Dann sollte auch mal eine Zuckersteuer gegen Diabetes kommen. Würde der Staat es legalisieren und besteuern, würden viele Einnahmen dazukommen. Der Schwarzmarkt für Gras floriert und an das Zeug kommt man leicht heran. Wieso es nicht entkriminalisieren und dafür die Steuern kassieren?

CannaCompany.to
Foto (Ausschnitt) von davide rasuga, thx!

Fragen zur Zukunft von CannaCompany.to

Tarnkappe.info: Wollt ihr später auch andere Produkte als Cannabis verkaufen?

CannaCompany.to: Nein, aktuell wollen wir nur Gras-Produkte anbieten.

Tarnkappe.info: Kommt noch für Nutzer von Smartphones ein responsive Webdesign, was sich an der Größe des Displays orientiert?

CannaCompany.to: In der ersten Version gab es Probleme für die mobilen Nutzer, weshalb es viele Beschwerden gab. Wir haben auf die Beschwerden gehört und im letzten Update auch den mobilen Usern die Möglichkeit gegeben unsere Plattform zu nutzen.

Tarnkappe.info: Wie lange wollt ihr den Online-Shop aufrecht erhalten? Ist das Ganze auf lange Zeit auseglegt?

CannaCompany.to: Aktuell arbeiten wir an Updates und neuen Features. Die Plattform ist für eine lange Lebensspanne ausgelegt.

In 15 Jahren wollen wir nur noch das Leben genießen …

Tarnkappe.info: Okay. Und was macht ihr in 10 oder 15 Jahren? Womit verdient ihr dann euer Geld?

CannaCompany.to: Verdienen? Hoffentlich werden wir auf der Veranda mit Freunden kiffen und das Leben genießen.

Tarnkappe.info: Tja, da werden wir wohl leider nicht daneben sitzen. Wie dem auch sei. Vielen Dank für die vielen interessanten Antworten!

Hinweis zum Interview

Auch der Konsum weicher Drogen verstößt bei kleinen Mengen gegen das Betäubungsmittelgesetz und kann neben gesundheitlichen Risiken auch empfindliche strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Da die Legalisierung in Deutschland noch nicht rechtskräftig ist, ist der Kauf der Produkte bei CannaCompany.to verboten und geschieht grundsätzlich auf eigene Gefahr.

Tarnkappe.info

Lars Sobiraj

Über

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem brachte Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.