Aonsoku wurde für Navidrome- und Subsonic-Server entwickelt. Wir erklären, warum so viele statt der Alternativen diesen Player nutzen.
Die Software Aonsoku ist ein an Spotify angelehnter Desktop-Player für den eigenen Navidrome-Musikserver. Navidrome verfügt zwar über ein Web-Interface. Doch Aonsoku bietet die bessere Oberfläche mit einer flüssigen Bedienung. Es ist zudem eine native Desktop-Software und bietet zusätzliche Features wie Lyrics und Podcasts.
Was ist Aonsoku?
Man kann Aonsoku als Player für die eigene Navidrome-Instanz unter Windows, Parrot OS oder bei vielen anderen Betriebssystemen nutzen. Die Dokumentation und die Quellcodes erhält man online dort. Navidrome läuft bei mir meistens im Hintergrund, womit man nervige Browser-Tabs im Vordergrund umgeht. Somit ist es ein Desktop-Client, den man bei Bedarf kurz nach vorne holt.
Aonsoku hat Victor Alves für Navidrome- und Subsonic-Server entwickelt. Navidrome führt den Client inzwischen auch selbst im Apps-Verzeichnis, wodurch Aonsoku einen Ritterschlag als vertrauenswürdiger und stabiler Client erhalten hat.
Bedienung über die Taskleiste möglich
Seit der vorherigen Version 0.10.2 kann man Aonsoku in die Taskleiste minimieren und mit „Player Controls” weiterlaufen lassen. Unter Windows geht das zum Glück endlich direkt über die Taskleiste. Fährt man mit der Maus auf das in der Taskleiste abgelegte Fenster, erscheinen die Media Controls. Das Skippen oder Pausieren ist dann möglich, ohne die Software wieder nach vorne zu holen. Vorher musste dafür jedes Mal das Fenster öffnen, was einfach nervig war und den Workflow gestört hat. Wer eine Tastatur mit Medientasten besitzt, wird Aonsoku lieben, denn sie werden ebenfalls unterstützt.
Deshalb nutze ich Aonsoku lieber als das Navidrome-Webinterface im Browser. Der Server und der Player laufen im Hintergrund. Wenn ein Track nicht passt, geht man kurz unten rechts rein und ist wieder raus.
Lyrics
Auch bei den Lyrics hat Aonsoku nachgelegt. Sync-Lyrics laufen inzwischen mit OpenSubsonic-kompatiblen Servern. Dazu gibt es natürlich auch eine eigene LRCLIB-URL und einen Cache für synchronisierte Texte. Wenn vom Server nichts kommt, zieht Aonsoku die Lyrics selbst aus dem Internet. Viele von euch werden das vielleicht nutzen wollen. Für andere ist es ein nettes Gimmick, was sie aber eigentlich nicht brauchen.
Linux und Docker
Unter Linux ist Aonsoku endlich auch auf Flathub verfügbar und somit mit wenigen Klicks auch unter Linux Mint installierbar. Inzwischen folgten auch arm64-Builds als AppImage und tar.gz. Die Entwicklung schreitet von Version zu Version gut voran. Deshalb gab es Fixes für Deployments im Unterordner sowie Nachbesserungen beim Audio-Player, der Quality-Badge und dem Fensterzustand unter den verschiedenen Linux-Derivaten.
Wer Aonsoku neben Navidrome fest in den eigenen Stack integrieren möchte, findet im Projekt außerdem die Umgebungsvariablen für die Server-URL, das versteckte Server-Feld und den Auto-Login. Das spart im Docker-Setup das wirklich störende Zusammenklicken. Viele bevorzugen aber einen nativ installierten Player und lehnen die Nutzung im Browser ab. Auch für mich kam die Bedienung innerhalb eines Browser nicht infrage.
Aonsoku: Now Playing und Scrobbling
Außerdem kam Now Playing hinzu. Aonsoku schickt die Info nun direkt beim Start eines Tracks. Gleichzeitig hat man einen Fehler bei den Scrobbles behoben, durch den Einträge zu früh gesendet wurden. Das ist besonders für Last.fm oder ListenBrainz wichtig.
Security
In Version 0.10.2 wurde eine XSS-Schwachstelle in der Sanitization behoben. Später kamen noch Updates bei Abhängigkeiten gegen bekannte Schwachstellen hinzu. Ich erwähne das, weil viele kleinere Projekte, wozu Aonsoku leider „noch“ zählt, oft genug viel zu wenig Wert auf Sicherheit legen. Auch wenn die Version natürlich schon älter ist, erwähne ich sie, damit ihr euch selbst einen Eindruck vom Projekt machen könnt. Daran sieht man, dass sich der Programmierer auch kritische Sicherheitslücken ernst nimmt und sich darum kümmert.
Windows: Warum sollte man Aonsoku für Navidrome nutzen?
Viele wünschen sich keine Browser-Variante, sondern eine dauerhafte Lösung für die eigene Bibliothek. Genauso wenig ist es empfehlenswert, den aufgeblähten Spotify-Player zu nutzen. Dieser loggt gefühlt mehr, als Microsoft es unter Windows je tun könnte. Und dies trotz SpotX & Co. Nein, ich möchte unter Windows einen Desktop-Player für meine mit Spotiflac gerippte Spotify-Bibliothek nutzen. Darum nutze ich Aonsoku für meine Navidrome-Instanz. Er ist unten rechts im System-Tray und auf der Taskleiste steuerbar, hat Lyrics und Scrobbling ist gefixt. So muss es sein und so läuft es aktuell super.
Navidrome läuft auf meinem Windows-Server. Bitte keine Diskussionen wieso, weshalb oder warum. Es ist bei dem Usecase, so wie es genutzt wird, die pragmatische und somit bessere Lösung.
Aonsoku – unser Fazit
Dies ist ein perfekter FOSS-Player für Navidrome, der stabil im Hintergrund seinen Dienst verrichtet. Wie man eine eigene Navidrome-Instanz für seine Musikbibliothek aufbaut, davon handelt ein anderer Artikel bei uns. Wir berichteten auch, dass die Paid-App Symfonium aus dem Play Store dafür die beste Wahl ist, um sich mit dem Android-Smartphone damit zu verbinden.
Wer den Programmierer Victor Alves ein wenig unterstützen und motivieren möchte, kann das hier bei Ko-Fi, GitHub oder bei Buy Me a Coffee tun.





















