Avatar - Der Herr der Elemente
Avatar - Der Herr der Elemente
Bildquelle: Parmanand Jagnandan, Lizenz

Avatar – Der Herr der Elemente vorzeitig geleaked

Unbekannte veröffentlichten kürzlich den neuen Spielfilm Avatar - Der Herr der Elemente sechs Monate vor dem geplanten Filmstart.

Im Internet hat die illegale Verbreitung von „Avatar – Der Herr der Elemente“ für viel Frust bei den Fans gesorgt. Erste Hinweise zeigten sich kurze Zeit nach Auftauchen des Mitschnitts bei den Foren 4chan, Reddit und in den sozialen Netzwerken. Die tatsächliche Quelle des Materials ist noch ungeklärt. Es gibt Gerüchte über einen Hack von Nickelodeon. Jemand anderes behauptete bei X, man habe ihm den Aang-Film angeblich aus Versehen per E-Mail verfügbar gemacht.

Film ist schon überall illegal verfügbar

Wie dem auch sei. Schon seit mehreren Tagen ist die qualitativ hochwertige Fassung des Aang-Streifens auf allen einschlägig bekannten Filesharing- und Streaming-Portalen verfügbar. Zudem verbreiteten Fans einzelne Clips und eigene bearbeitete Versionen des Films. Für Paramount Pictures ist dies das Schlimmste, was ihnen hätte passieren können. Sie hatten im Vorfeld den Starttermin mehrfach verschoben.

Die ebenfalls geleakten Dokumente verraten, dass der Aang-Film eigentlich erst am 9. Oktober 2026 herauskommen sollte. Das Filmstudio hatte vorher angekündigt, den eigenen Streaming-Dienst Paramount+ zu unterstützen, weswegen man den Film dort exklusiv vermarkten will. Auf den von den Fans seit Jahren ersehnten Kinostart werden sie wohl umsonst warten. Die Fortsetzung werden sie sich wohl auf dem heimischen Fernsehgerät oder Monitor anschauen müssen. Jetzt wird spekuliert, ob Paramount die Ausstrahlung nicht vorziehen wird, um auf den Daten-Gau zu reagieren. Damit könnte man versuchen, zumindest die Produktionskosten wieder einzuspielen.

Avatar – Der Herr der Elemente vorzeitig geleaked: Schauspieler reagieren auf den Leak

Henry Thurlow, einer der Macher des Films reagierte bei X auf den Leak. Man sollte die strategische Entscheidung, den Film nicht im Kino zu zeigen nicht als „Rechtfertigung“ nutzen, um ihn illegal zu verbreiten. Manche hätten den Film im Internet „wie Süßigkeiten verteilt„, schreibt Thurlow. Dies sei extrem respektlos gegenüber all der harten Arbeit, die die Künstlerinnen und Künstler in das Werk gesteckt haben. Viele arbeiten vor allem für den Moment des Filmstarts im Kino. Ihnen das zu nehmen, sei „der Gipfel von Respektlosigkeit und Verachtung.

Die Kollegen von Digital fernsehen warnen davor, den Leak in den sozialen Netzwerken öffentlich zu bewerben. Offenbar gehen die Juristen von Paramount Pictures bereits offensiv gegen die Inhaber der Accounts vor, die das urheberrechtlich geschützte Material in Umlauf bringen. Außerdem sollen gleich mehrere Versionen von Aang im Netz zirkulieren, die jeweils eine gefährliche Malware enthalten.

Wenn das Studio das in sie gesetzte Vertrauen nicht gänzlich verspielen will, müsste man „Avatar – Der Herr der Elemente“ jetzt erst recht zeitnah im Kino starten lassen. Eine derartige Strategieänderung von Paramount haben auch gleich mehrere Schauspieler öffentlich angeregt, die im Film mitspielen. Ob es so kommen wird, ist aber eher fraglich.

Korrektur: Die verlinkten NFOs von JellyfinPlex waren die ersten drei Episoden der gleichnamigen Fernsehserie. Das betrifft nicht den Kinofilm. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

Lars Sobiraj

Über

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Früher brachte Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert. In seiner Freizeit geht er am liebsten mit seinem Hund spazieren.