Nachbuch-Skript
Nachbuch-Skript
Bildquelle: ChatGPT

Nachbuch-Skript von Aldi Talk gekillt

Aldi Talk macht die Nutzung von OTP Pflicht. Mit dieser Änderung funktioniert das Nachbuch-Skript nicht mehr, was sicher so gewollt ist.

Unlimited on Demand“ von Aldi Talk war leider nie eine echte Flatrate. Es war eine Zwangsroutine, bei der man, sobald das Volumen aufgebraucht war, gezwungen war, die App zu öffnen und ein manuelles Auffüllen des Volumens zu veranlassen. Genau deswegen konnte man das, als es neu war, perfekt mit einem Nachbuch-Skript automatisieren. Es ist ansonsten eine lästige, sich ewig wiederholende Prozedur, die man dafür jedes Mal durchführen muss. Login, Nachbuchung, fertig. Mit dem Skript wurde daraus eine „Semi-Unlimited“-Flat für wirklich wenig Geld.

Das Nachbuch-Skript ist außer Gefecht

Seit gestern ist das Skript zumindest bei mir nicht mehr zum Nachbuchen geeignet. Klar, es loggt sich weiterhin ein und fragt das Volumen auch weiterhin ab. Doch das automatische Nachbuchen kann das Skript nicht mehr. Aldi Talk hat uns nach vielen Experimenten, wie sie das automatisierte Verfahren einschränken können, diese Möglichkeit gleich ganz genommen.

Aldi Talk führte den OTP-Codezwang ein

Bei diesem Vorgang erscheint jetzt, nachdem man auf den „Nachbuchen“-Button geklickt hat, die Aufforderung zur Eingabe eines OTP-Einmalcodes. Diesen Code erhalten die Nutzer per SMS. Ohne Eingabe des Codes schaltet Aldi Talk kein neues Volumen frei. Und damit ist das Nachbuch-Skript in der Form, wie es gedacht war, erledigt. Es kann klicken, prüfen, triggern, das war es auch schon. Der Hersteller hat dafür gesorgt, dass man den Code nicht automatisch übertragen lassen kann. Damit ist das Skript leider inzwischen auch Geschichte, auch wenn es eine wirklich schöne war.

Aus Anbietersicht eine saubere Lösung

Die Skript-Nummer war ohnehin schon ein Dauerthema bei uns. Mal ging die Methode, mal ging sie nicht. Doch jetzt hat Aldi Talk endgültig einen Riegel vorgeschoben. Sogar Lidl funktionierte eine Zeitlang per Skript, dann auch wieder nicht. Dann war der Entwickler des ersten Skripts verschollen. Im Anschluss entstand eine neue Gruppe samt Entwickler, die das Ganze fortgesetzt haben.

Bei Lidl Connect funktionierte das anfangs auch super mit einem ähnlich aufgebauten Skript. Zumindest die ersten zwei bis drei Monate, bis dieses auch nicht mehr lief und mangels Weiterentwicklung einfach nicht mehr nutzbar war.

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BlueStacks, Klicker-Apps, altes Android als Lösung?

Wie gesagt, bei Aldi Talk geht nichts mehr. Eigentlich sollte es bei LIDL Connect noch möglich sein, sich das Nachbuchen zu automatisieren. Sei es auf einem alten Android-Smartphone oder in einem Android-Emulator, den man auf einem Server, PC oder Ähnlichem laufen lässt und bei dem das Klick-Skript die Prozedur in kurzen Abständen durchläuft, um niemals in die Drosselung von Lidl/Vodafone zu geraten.

Die Bewegung antrainieren in der App, sowie im Idealfall auch die manuelle Eingabe der Benutzerdaten und dann dem Programm eingeben, wo sich der Refill Button befindet, wo es den Vorgang bestätigen muss. Danach sollte es zuverlässig seinen Job beim Vodafone Reseller Lidl machen. Da Aldi jetzt diesen rabiaten Schritt gegangen ist, ist es auch gut möglich, dass Lidl in Kürze auch mit der OTP-Code-Abfrage nachziehen wird. Damit würde man uns die letzte aktuell verbleibende Automatisierungsfunktion entziehen. Dagegen kann man derzeit nichts unternehmen.

Fazit

Leider ist diese Möglichkeit bei Aldi Talk vorerst beendet. Es gibt keine momentan erkennbare Möglichkeit, wie man den 2FA-Code übergeben kann, da man in der App gezwungen ist, den Code Ziffer für Ziffer nacheinander einzugeben. Wenn überhaupt würde sich derzeit nur noch Lidl mit einer Auto-Klicker-App lohnen, die es aber gerade nicht gibt…

Oder man greift trotz seiner ganzen Einschränkungen zu dem aktuellen Unlimited-Tarif von Freenet FUNK mit 50 Mbit/s für 20 €. Ja, das ist das Doppelte. Nicht jede oder jeder wird dazu bereit sein, so viel für die gleiche Leistung zu bezahlen. Den Tarif kann man aber monatlich kündigen. Das ist immer noch ein akzeptabler Preis für eine Alternative im selben Netz ohne den ganzen lästigen (weil manuellen) Nachbuchquatsch, den uns Aldi Talk & Co. aufzwingen will.