Viel hat sich getan im Hintergrund. Die App Streamflix Reborn spielt Streams aus mehreren illegalen Quellen ab. Es gab und gibt viel zu tun.
Das ist keine Release-Party bei den Entwicklern. Es geht darum, alles auf den neuesten Stand zu bringen, damit die Android-App Streamflix Reborn weiterhin funktioniert. Heute ein Domainwechsel, morgen leere Playlists, übermorgen wieder die falsche Audiospur im Video. Wenn am Ende auch noch die Provider-Daten durcheinander sind, ist die Grenze erreicht, ab der man so eine App wieder genervt löscht. An dem Punkt befindet sich dauerhaft die ewige Patch- und Update-Orgie.
Die Streaming-Community zieht um, die App zieht hinterher
Seit Ende letzten Jahres ist die App wieder da. Derweil passieren viele Schritte für uns als User unsichtbar im Hintergrund. Sie sind aber trotzdem wichtig, damit Streamflix Reborn ihren Job machen kann. Streamingunity.so hat man als Quelle global auf Streamingunity.tv umgestellt. Das war nötig, da viele daran hängen und die Streams sonst ins Leere laufen würden.
Dazu kommt ein Umbau in der Verwaltung, der Fälle wie „Wieso ist hier alles in der Playlist leer?” minimiert. Die Streaming-Community verwaltet man intern getrennt: IT und EN bekommen eigene Instanzen, eigene API-URLs und passende Header. Das ist leider nötig, damit bei so einer Quelle nicht ständig durch eine Konfiguration alles kaputt gemacht werden kann.
Und weil selbst das noch nicht reicht, hat man noch tiefer in die Seitenlogik eingegriffen. Leere Sektionen und 404-Fehler werden abgefangen, indem die App jetzt Inertia-JSON aus Archivseiten ausliest, wo sonst „titles”, „movies” und „tv_shows” ins Leere laufen würden.
Tonspur daneben, App weg: der schnellste Weg ins Abseits
Streamflix Reborn sollte man nicht löschen, weil sie instabil wäre, sondern weil beispielsweise bei einer deutschen Serienfolge plötzlich italienischer Ton kommt. Das ist vielen schon passiert. V1.7.85 geht bei Vixcloud direkt an die m3u8-Manifeste und stellt die Audiospuren so um, damit die App nicht mehr den falschen Track abspielt. Es gibt keine neue Option und keinen Menüpunkt. Es ist einfach nur ein Audio-Bugfixing, wie es sein muss, aber das bedeutet halt viel Arbeit.
Bei manchen Nutzern konnte es zu Überschreibungen der von der App über verschiedene Anbieter hinweg gespeicherten Daten kommen. Das ist ärgerlich, da man dann nicht mehr weiß, ob die Listen, Anbieter und Serienfolgen bzw. Filme überhaupt noch in der Auswahl stimmen.
V1.7.85 trennt die Daten und setzt bei Bedarf den internen Speicher zurück, anstatt mit gemischten Daten weiterzuarbeiten.
Backups sollen für Streamflix Reborn wieder Backups sein
Beim Wiederherstellen von Backups hat die App bisher im Zweifel einfach alles überschrieben. Dabei waren dann Beschreibungen, Bewertungen und Banner in der App oft weg. Du hast dann zwar „wieder Daten“, aber trotzdem gehen erneut Informationen verloren.
Die aktuelle Version geht da sauberer vor. Beim Import werden die Daten nicht mehr überschrieben, sondern zusammengeführt, damit die Informationen nicht verloren gehen. Dazu kommt, dass man jetzt auch Staffel-Daten importieren und exportieren kann, also nicht nur den groben Rahmen. Einige Stolperfallen bei den Provider-Namen hat man entschärft, damit nicht schon ein Sonderzeichen ausreicht, um das nächste Chaos auszulösen.
Streamflix Reborn: Die kleinen Fixes bemerkt man nur, wenn sie fehlen
Es gibt auch diese typischen Stellen, die bei der Nutzung einfach nur „komisch“ sind. Ein „NetworkOnMainThread“-Problem wird behoben, indem die „Domain-Resolution-Logik“ dorthin verschoben wird, wo sie beim Navigieren nicht mehr den Absturz auslöst.
Und „Continue Watching“ wird bei Serien synchronisiert, damit die App nicht mehr fälschlicherweise anzeigt, dass noch etwas offen ist, obwohl die Watch-History längst abgeschlossen ist. So nähert sie sich den Apps der großen Anbieter immer mehr an.
Nebenbei läuft die übliche Anpassung natürlich weiter. Provider-URLs werden aktualisiert, etwa bei Altadefinizione01 und CB01. Das ist die Endlosschleife. Sie hört nicht auf, nur muss bei einem Anbieter immer wieder etwas neu angepasst werden.
Mit v1.7.85 rückt Streamflix Reborn ein Stück näher an das heran, was viele eigentlich wollen. Nicht „irgendein Stream irgendwo“, sondern ein Ablauf, der sich wie ein normaler Dienst anfühlt. Katalog, Staffeln, „Weiter schauen“ – alles an einer Stelle, ohne dass man sich ewig durch Hoster-Kram und Werbe-Müll klicken muss.
Und genau deshalb sind diese Fixes mehr als nur reine Fleißarbeit. Wenn Domains nicht mehr ins Leere laufen, wenn Listen nicht plötzlich leer sind, wenn die Tonspur stimmt und die App ihre Quellen sauber getrennt hält, dann wirkt das Ganze weniger wie Bastelware und mehr wie Netflix oder Prime, nur ohne Account-Zwang und ohne den üblichen Werbemüll. Der Haken bleibt derselbe wie immer. Es funktioniert, solange niemand von außen die Schrauben verdreht. Aber gerade sieht man, dass sie schnell genug nachziehen, damit es im Alltag keine Probleme gibt und man einfach nur genießen kann.
Die aktuelle Version der kostenlosen Android App gibt es als Download hier bei GitHub. Und wie gesagt, die App ist frei von Werbung, die eingebundenen Streams hingegen nicht. Sobald man sich damit kommerzielle Episoden oder Spielfilme anschaut, stellt die Nutzung eine Urheberrechtsverletzung dar.



















