Wie gefährlich ist LiveTV.sx ?

Article by · 10. Mai 2016 ·
Livetv.sx - Schuss und Tor? Foto: Agencia Brasil, thx! (CC BY 3.0 BR)

Livetv.sx: Bundesliga, Champions League & Co. für lau. Tor oder Eigentor? Foto: Agencia Brasil (CC BY 3.0 BR)

 

LiveTV.sx. Einer der weltweit führenden Sport-Streaming-Anbieter führt uns vor Augen, dass kostenlos eben nicht umsonst ist. Zwar werden zahlreiche Fußballspiele, Tennismatches und Autorennen für lau übertragen, dafür verbreitet die Webseite ohne Unterlass unzählige Viren, Trojaner und andere Schadsoftware. Last, but not least zocken die Betreiber sogar ihre eigenen Werbekunden mit Klick-Betrug ab.

Sascha Tietz, der Director Anti-Piracy & Content Security bei Sky, bringt seinen Standpunkt im Vice-Interview auf den Punkt. Er habe „ein großes Problem damit, beklaut zu werden“. Dagegen müsse man sich wehren. Die immensen Aufwendungen für die exklusiven Inhalte würden schließlich von den ehrlichen Kunden bezahlt. Im Vergleich zum Angebot aus dem Graubereich ist Sky tatsächlich teuer. Wer Zugriff auf alles haben möchte, muss beim Bezahlsender monatlich knapp 25 Euro investieren. Nach einem Jahr erhöht sich die Gebühr auf € 50,99 pro Monat. Tietz weiter: Sky werde es „nicht hinnehmen, dass sich Kriminelle auf unsere und die Kosten unserer Kunden bereichern“. Parasitäre Geschäftsmodelle seien für ihn „schwer zu ertragen“. Der Chef der Antipiracy-Abteilung empfindet ein derartiges Vorgehen wie einen „Schlag ins Gesicht“.

 

LiveTV.sx: Abzocke auf vielen Ebenen

 

basketball xtip livetv.sx screenshot

Im Fokus der Ermittlungen steht unter anderem die auf internationaler Basis agierende Streaming-Plattform LiveTV.sx, deren Betreiber der Russe Pawel Nikitin sein soll. In der Vergangenheit haben dort Browsergames-Hersteller wie Goodgame Studios, upjers, Gameforge, Aeria Games u.v.m. ihre Online-Werbung geschaltet. Das Who is Who der deutschsprachigen Browsergames-Produzenten und -Vermarkter war folglich vertreten.

Bis zu einem Artikel auf Welt Online wurden sogar Banner von Vodafone und Airbnb über das Google Werbenetzwerk an die deutschen Zuschauer ausgeliefert. Dabei haben die Betreiber auch die eigenen Werbe-Kunden übers Ohr gehauen. Nachweislich wurden so genannte Onclick-Ereignisse per Script ausgelöst, um in der Abrechnung darzulegen, dass angeblich massenhaft Werbe-Banner ausgeliefert wurden. Den Betrug betraf vor allem die Browsergame-Anbieter Aeria Games und die Goodgame Studios, die sich von ihrer Werbeschaltung eine höhere Reichweite versprochen haben. Doch statt mehr Spieler zu akquirieren, geben sie das Geld vergeblich aus, denn ihre Werbung kommt bei den Zuschauern niemals an.

 

XTiP will Untersuchungen anberaumen

screenshot_tischtennis_xtip_livetv.sxOmnipräsent auf den Seiten von LiveTV.tx ist beispielsweise das Firmenlogo des Frankfurter Sportwetten-Anbieters XTip. Vergangenen Montag antwortete uns der Marketing-Leiter des Unternehmens, Marcus Debus, auf unsere Anfrage:

It is the policy of the Gauselmann Group and its subsidiaries including XTiP not to cooperate with illegal streaming websites. XTiP books its online advertising through online media agencies.

Due to your request we will investigate whether some placements were made on illegal websites. If this is the case we will ask the agency to terminate these placements with immediate effect.”

Wir haben Herrn Debus postwendend per E-Mail einen aktuellen Screenshot geschickt. Dem Mann konnte bei seiner Online-Recherche schnell geholfen werden, zumal momentan bei fast jedem Stream die Werbung von XTiP angezeigt wird. Ob man als Auftraggeber von der millionenfachen Auslieferung der eigenen Banner auf diesem Portal so gar nichts mitbekommt – egal ob mit oder ohne Vermarkter -, das sollte lieber jeder Leser für sich selbst entscheiden, zumal die Gauselmann Gruppe auch durch massive Werbung der eigenen Casino-Plattform Stake7 auf LiveTV.sx auffällt. Bis zum Erscheinen des Welt-Artikels war BWin auf LiveTV.Sx omnipräsent, seitdem ist XTip eingesprungen. Das zeigt, wie flexibel die Streaming-Piraten und ihre Werbekunden sind.

Update vom 10.05.: Kürzlich erhielten wir eine weitere E-Mail von Herrn Debus:

Dear Mr. Sobiraj,
We gave our agency the order to terminate the involvement with immediate effect. This was confirmed.  Obviously the webmaster of this site has not removed the advertising yet. We push further that this will be done immediately.  We do not have direct access to the website webmaster bur we do our best that the advertising will be removed.

We thank you for highlighting this matter. We apologize that our advertising was placed on this website without our prior consent.”

 

Update vom 12.05.: Die Werbung von XTiP wurde entfernt, im Quelltext der Webseite steht sie allerdings noch drin.

 

Gigantische Reichweite: monatlich rund 32 Millionen Seitenzugriffe

Das riesige Interesse der Konzerne ist selbsterklärend: Auf den Servern von LiveTV.sx ist die Hölle los. Derzeit werden rund 32 Millionen Seitenzugriffe pro Monat gezählt. Das Investigativ-Team der Welt schätzt, im Vorjahr waren es ca. 70 Millionen Zuschauer mit einer deutschen IP-Adresse, die sich die Spiele am Computer statt am Fernseher angesehen haben, um sich die Kosten für das Sky-Abo zu sparen. Wer kann es den Firmen bei diesem Traffic-Aufkommen verdenken, dort um die Aufmerksamkeit der Sportfans buhlen zu wollen? Werbung für Sportwetten bietet sich geradezu an. Doch in Anbetracht der Masse an Zuschauern spielt die inhaltliche Ausrichtung der Webseite nur noch eine untergeordnete Rolle. Kein Wunder, wenn auch Vodafone, Airbnb & Co. angebissen haben (siehe Screenshot weiter unten).

Borussia Dortmund livetvs.sx screenshot stream

Signal von Sky abgefangen: der BVB live.

Die Macher verfügen über ein eigenes Werbe-Netzwerk, welches im Falle von erschöpften Budgets trotzdem Banner ausliefert, die Webseite soll ja nicht werbefrei aussehen. Insgesamt sind an der Vermarktung des Streaming-Riesen mindestens 20 Firmen beteiligt, so auch dubios erscheinende Branchengrößen wie Propellerads.com. Dem Vermarkter der Online-Werbung kommt hierbei eine besondere Rolle zu. Viele der Streams stammen vom Aliez Netwerk, die Subdomain ad.aliez.me leitet direkt zur Propellerads Webseite. Kritische Stimmen würden hinterfragen: Schafft sich der Vermarkter in dem Fall sein eigenes hoch frequentiertes Werbeumfeld, und liefert die illegalen Streams gleich mit aus?

Interessant sind für die Vermarkter vor allem die Spiele der englischen Liga. Ja, und natürlich Bundesliga, Champions League & Co. weil das Interesse der Zuschauer daran am größten ist. Analysen der Webseite zeigen auf, dass man auch nicht davor zurückschreckt, die Cookies von Fremdanbietern auszulesen. Die Einnahmen dürften gigantisch sein. Man nehme 350 Millionen Seitenzugriffe, ziehe die Adblocker-Nutzer ab und multipliziere diese mit einem Tausend-Kontakt-Preis (TKP) von mindestens fünf Euro. Das heißt, die Werbekunden zahlen dafür, dass ihr Logo und Slogan 1.000 Mal angezeigt wurde. Selbst wenn man bedenkt, dass ein TKP von fünf Euro extrem niedrig ist, kommt man auf horrende Summen, die man mit illegalen Sport-Streams verdienen kann. Auch der Schrankenwärter Google hat nachweislich bis März 2016 mit LiveTV.sx kooperiert und dort Werbung geschaltet. Offenbar war sich Google mal wieder nicht zu schade, mit eindeutig illegalen Inhalten Geld zu verdienen.

interaktivfabrik_livetv.sx_partner-seiten

Interaktivfabrik: studentische Aushilfe verantwortlich?

Zu unserer Überraschung entdeckten wir bei unseren Recherchen auf der Partner-Seite von LiveTV.sx einen Banner einer norddeutschen Online-Agentur. Die Interaktivfabrik GmbH bietet ihren Kunden Dienstleistungen im Bereich Webdesign, Social Media, Marketing, SEO, App-Entwicklung u. v. m. an. Der Einfachheit halber schickte uns der Mitarbeiter der Interaktivfabrik eine E-Mail, die ursprünglich für den Welt-Journalisten Lars-Marten Nagel gedacht war. Zitat:

Wir sind dieser Linkpartnerschaft nachgegangen und können uns diesen Link nur so erklären, dass einer unserer studentischen Aushilfen hier – ich gehe mal stark davon aus, aus Unwissenheit was diese Seite an Inhalten enthält – einen Link platziert hat als reine SEO Maßnahme.

Aus unserer Sicht ist klar ersichtlich, dass es sich bei diesem Partnerbereich um keinen richtigen Partnerbereich handelt (Wettanbieter und Interaktivfabrik? Das passt nicht!). Sie können sich sicher vorstellen, dass wir als deutsches Unternehmen mit Projekten in den verschiedensten Bereichen und mit den im Telefonat erwähnten Kunden, nicht mit illegalen Content im Netz identifiziert werden möchten und wir uns hier in aller Form von irgendeinem Kontakt zu dieser Plattform distanzieren.

Ich bin am Tag unseres Telefonats direkt auf die Seite Livetv.sx gegangen und habe versucht jemanden zu erreichen. Bis dato bekamen wir jedoch kein Feedback. Weder auf die Frage wie man auf uns kommt, noch auf die klare Aussage das diese Verlinkung per sofort zu entfernen ist.

Obwohl ich die Welt am Sonntag als Zeitung sehr zu schätzen weiss, weiss ich auch das man natürlich daran interessiert ist Verbindungen jeglicher Art herzustellen, die mit diesem Thema zusammen hängen.

Ich möchte hier nochmals erwähnen, dass die Firma Interaktivfabrik zu keiner Zeit einen Kontakt zu der Seite oder den Betreibern Livetv.sx hatte und haben wird und möchte Sie auch bitten den Namen unseres Unternehmens in keiner Form hiermit zu belasten.

Halten Sie uns gerne hierzu informiert. Sollten wir doch noch das Glück haben, dass wir eine Reaktion von LiveTv.sx auf unsere Anfrage hin den Link zu entfernen erhalten, dann halten wir Sie gerne informiert.”

 

Offensichtlich haben die Bemühungen der GmbH noch nicht gefruchtet, der Banner ist weiterhin auf der Partner-Seite zu sehen (siehe Screenshot oben).

hd video player livetv.sx screenshot

Alt aber effektiv: der Trick mit dem Player-Update

Über die beiden Ad-Netzwerke Matomy und AdK2.com werden den Sportfans so genannte Trick Buttons angezeigt. Den Besuchern wird damit vorgegaukelt, sie benötigen unbedingt ein „Update“ von Flash, Java, DirectX oder eines „Videoplayers“. Unter der Oberfläche der heruntergeladenen Software befindet sich alles mögliche, aber mit Sicherheit kein Player-Update. Der Trick ist uralt, funktioniert aber bei den Besuchermassen offenbar noch immer tadellos.

Das Publikum kann aber auch noch anders um ihr Geld bringen. Bis vor kurzem wurden am Ende der LiveTV.sx-Registrierung die Kreditkartendetails der Interessenten abgefragt. Davon haben die Betreiber in vielen Fällen wieder Abstand genommen. Das illegale Streaming-Portal unterhält sogar ein deutschsprachiges Forum, welches natürlich ebenfalls eine Registrierung voraussetzt.

 

15 verschiedene Schadsoftware-Programme in drei Minuten

Viren und Trojaner sind bei dieser Webseite keine Seltenheit. Die meisten Browser warnen seit Monaten vor einem Betreten der Seite. Im Testlauf schlug unsere Antiviren-Software binnen weniger Minuten gleich mehrfach an (siehe Screenshot oben). Unser anonymer Kontakt konnte in seiner Sandbox nach nur drei Minuten 15 verschiedene Arten von Schadsoftware zählen. Spyware, Adware und Greyware, also das Auslesen von Cookies Dritter, mitgezählt. Übrigens: Beim Test durch Vice wurden binnen einer Halbzeit (45 Minuten) über fünfzig verschiedene Schadsoftware-Varianten nachgewiesen.

Witzerweise werden auf LiveTV.sx auch legale Live-Mitschnitte angeboten, deren Ausstrahlung über YouTube, Livestream.com und andere legale Streaming-Plattformen abgewickelt wird. Diverse Tischtennis- oder Badminton-Meisterschaften u.v.m. werden kostenlos ins Internet übertragen, um die Popularität der jeweiligen Sportart zu erhöhen.

trojanisches pferd livetv.sx screenshot kaspersky

Warum tut die Deutsche Fußball Liga nichts?

phishing seite safari livetv.sx warnhinweis safariVerlierer der illegalen Aktivitäten sind nicht nur die Surfer, denen man zurecht vorhalten könnte, sie müssten die Infektion ihrer Geräte selbst verantworten. Bei Trojanern und Viren, die per Drive-by-Download verbreitet werden, hilft natürlich kein Adblocker. Wer die Gefahr einer Übernahme des eigenen PCs minimieren will, muss seinen Browser, alle Zusätze und sein Betriebssystem auf dem neuesten Stand halten. Oder aber man meidet Webseiten, vor denen die Firefox-, Chrome- und Safari-Nutzer gewarnt werden.

Doch es gibt noch mehr Gruppierungen, die aufgrund der Ausstrahlung der Piraten-Streams etwas verlieren. So etwa die Frankfurter DFL Deutsche Fußball Liga GmbH, die die Übertragungsrechte an Springer, ARD und Sky verkauft. Die Fußballvereine bekommen einen entsprechenden Anteil der Einnahmen, die die DFL darüber generiert. Bis 2016/2017 zahlt allein Sky für die Übertragungsrechte pro Saison durchschnittlich 486 Millionen Euro. Sollte es beim nächsten Bieterverfahren 2017/2018 gelingen, die Preise für die Lizenzen deutlich zu erhöhen, käme man näher an britische Verhältnisse. In Großbritannien fließt pro Fußballsaison erheblich mehr Geld über den Ladentisch. Die DFL will das Preisniveau so schnell es geht, auf das unseres Nachbarlandes anheben. Dem Bezahlsender dürfte dabei nicht gefallen, dass er massiv an Reichweite verliert, was mit geringeren Einnahmen einhergeht. Das wiederum führt dazu, dass man der DFL möglicherweise nicht mehr das zahlen kann, was sie beim nächsten Bieterverfahren verlangen. Auch der Springer-Konzern will seine Premium-Inhalte gegen Bezahlung anbieten, deren Begeisterung über die Konkurrenz aus dem Internet dürfte ähnlich gering ausfallen.

airbnb google werbung livetv.sx screenshotWenn sich trotz der schlechten Bildqualität und einer Verzögerung von mehreren Sekunden jährlich etwa 70 Millionen Zuschauer dazu entscheiden, auf einen illegalen Anbieter zu wechseln, wirkt sich dies auch auf die finanzielle Situation der Fußballvereine aus. Verlierer ist somit also nicht nur Sky oder die Deutsche Fußball Liga, sondern jeder einzelne Verein, dessen Spiele im Fernsehen übertragen werden sollen. Je mehr die DFL über die Senderechte erlöst, desto mehr kann sie an die Vereine ausschütten. An den LiveTV.sx-Zuschauern verdient niemand etwas, außer die Betreiber und ihre Partner. Auf unsere mehrfache Presseanfrage bei der DFL haben wir, wie auch die Kollegen der Welt, keine Antwort erhalten.

 

Wie funktioniert LiveTV.sx?

Dagegen angehen könnte man durchaus, wenn man es nur wirklich wollte. Hinter LiveTV.sx steht ein Load-Balancing-System bestehend aus Serverstandorten Litauen, Niederlande und Frankreich. Da es sich ausschließlich um EU-Mitgliedsstaaten handelt, wäre es möglich, die Host-Provider zu einer Kooperation zu bewegen, um die Seite abzuschalten.

flash player update livetv.sxLiveTV.sx stellt übrigens keine eigenen Streams zur Verfügung. Diese Aufgabe übernehmen z.B. Partner wie Aliez.me. Diese Partner nutzen in der Regel Rechenzentren in der EU. Es sind gute Bekannte aus anderen Bereichen der „unregulierter Distribution“, wie OVH aus Frankreich oder Nforce aus den Niederlanden, die den Stream-Anbietern unter die Arme greifen. Würde man die Server außerhalb der EU platzieren, hätte dies weitere Verzögerungen bei der Übertragung der Spiele zur Folge, was niemand will.

Die Domain hat übrigens angeblich ein Kasache registriert. Wer’s glaubt, wird selig. Tatsächlich steht hinter der Streaming-Plattform ein Team bestehend aus bis zu 20 Personen, die sich in verschiedenen Ländern aufhalten, aber sehr wahrscheinlich über Pawel Nikitin in Russland gesteuert werden. Die Original-Streams werden also abgefangen und über besagte Partner an verschiedene Datencenter geschickt, von wo aus diese an die Nutzer ausgeliefert werden. LiveTV.sx kuratiert diese Streams dann auf seiner Plattform und bombardiert die Besucher mit Werbung und Schadsoftware.

Bei kostenpflichtigen Übertragungen beläuft sich die Verzögerung auf etwa eine Minute. Für die Übertragung werden rund 20 unterschiedliche Streaming-Dienste in Anspruch genommen, darunter befinden sich auch Content-Delivery Networks. Mitunter sogar renommierte wie Akamai, die unter anderem für Facebook tätig sind, aber auch Cloudflare mischt kräftig mit.

 

Elfmeter, Schuss und Tor?

free live sport streams livetv.sx bannerDie Mitwirkenden müssen nicht nur das Signal übertragen, sie müssen auch bei Bedarf auf die Aktionen der Anti-Piracyfirmen reagieren, sollte man ihnen bei wichtigen Events den Saft abdrehen. Sascha Tietz sagte gegenüber Vice Sports, es sei „unwahrscheinlich cool“ den Stream abzuschalten just in dem Moment, wenn der Schütze zum Elfmeter anläuft. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Hase-und-Igel-Spiel weiter entwickelt. Ehrlich gesagt: Der Igel könnte auch eine Schnecke sein. Die würde der Hase trotzdem nicht bekommen, egal wie schnell er laufen kann.

Letztlich ist keine Werbung so gut nachvollziehbar wie Online Werbung. Die Ausreden der Werbenden und das Verweisen auf Affiliate Netzwerke ist zwar populär, aber genauso unehrlich. Niemand muss auf solchen Seiten werben, wenn er das nicht möchte. Werbende wie die angesprochenen Browsergames-Firmen nehmen es stillschweigend hin, dürfen sich aber nicht wundern, wenn sie dort dann auch noch betrogen werden.

Wenn sie es wirklich wollten, könnten die Rechteinhaber den Online-Piraten recht schnell den Hahn abdrehen. Um Verzögerungen bei der Übertragung zu vermeiden, befinden sich alle wichtigen Server in unmittelbarer Nähe der Zuschauer, und somit innerhalb der EU, womit sie juristisch angreifbar sind. Wenn für die Host-Provider eine Klage im Raum steht, werden sie die Online-Piraten ganz schnell abschütteln, oder aber sie müssen mit empfindlichen Geldstrafen rechnen. Noch größere Pausen bis zur Auslieferung der Streams wird kaum jemand hinnehmen wollen, selbst wenn dabei keine Kosten anfallen. Wenn in der Nachbarschaft der Jubel ausbricht, will jeder Sportfan live dabei sein, statt eine weitere Minute auf die Bilder zu warten.

 

Egal wie man es dreht und wendet: Bei der Popularität der Portale aus dem Graubereich und dem Bestreben der DFL nach höheren Abgaben, kann die illegale Konkurrenz aus dem Web nicht mehr lange ignoriert werden.

 

Video: Kann man für die Nutzung von LiveTV.sx bestraft oder abgemahnt werden?

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17 Comments

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    Test

    Kommt mein Kommi hier überhaupt? Test
    Test
    Test…

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    Pepo

    Also ich schaue schon seit Jahren auf der Seite und hatte bisher keinen einzigen Trojaner oder Viren. Nicht während dem Schauen und auch nicht danach. Mehrfach den Computer mit verschiedener Software geprüft. Keinerlei Probleme. Bis heute nicht.

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    Rick

    Was ist mit der Seite passiert? Es waren viele User dort, jeder hat über ein Match geschrieben und sich mit anderen unterhalten, jetzt alles wie tot.?

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      mary

      ist von vadafone gerichtlich gesperrt worden

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    Analyst

    Hey Lars,

    bei aller Liebe, aber dieser Artikel schießt diesmal vom Kontext her wirklich sehr weit über das Ziel hinaus. Der Artikel ist zwar sehr ausführlich, aber insgesamt doch ziemlich inhaltsleer.

    Was ich mich vor allem beim Lesen immer wieder gefragt habe:

    Willst du mit solchen Artikeln und “Recherchen” erreichen, dass der Website werbetechnisch der Saft abgedreht wird? Wenn ja warum? Vielleicht um deinem Sponsor aus Oesterreich eine neue Werbefläche zu ermöglichen? Bedenkst du auch, dass du mit deinen “Recherchen” gegebenenfalls gewisse Firmen an den Pranger stellst und in den Dreck ziehst? Wenn ja, warum willst du das?

    Irgendwie kam ich beim Lesen auch nicht umhin, mich nach dem Grund dieses Artikels zu fragen. Neidest du der Seite den Erfolg? Inklusive Werbepartnern? Für mich klang da oft der Tenor in Kleinkindmanier durch: “Der böse Russe bekommt so viel Geld und was bekomme ich?”

    Früher warst du mal konstruktiver und hast mehr darüber sinniert, warum diese Seite solch einen Erfolg hat? Läuft da eventuell – wie noch vor ein paar Jahren in der Musik- & Filmindustrie – einfach einiges grundlegend falsch? Du hast die Preise für Sky selbst zitiert. Hier – und ausschließlich hier – liegt der Hund begraben. Solange Sky – oder wer auch immer es in Zukunft sein wird – so extreme Summen für die Rechte zahlt und glaubt, seine dummen Kunden weiter auspressen zu können, wird eben irgendwann gegen die Wand fahren. Und das auch mit Recht. Das gilt natürlich für den gesamten Profifußball an sich. Ich bin großer Fußballfan, aber die Preise sind und bleiben eine gewaltige Frechheit – und da muss sich Sky nicht wundern, dass andere Wege gesucht werden, Fußball zu schauen. Und das ist völlig in Ordnung. Fußball ist ein Volkssport und kein Sport für Reiche.

    Zu guter Letzt will ich mal noch anmerken, dass nicht die Seite Viren & Co ausliefert, sondern die geframten Streaminganbieter. Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied – warum auch immer du den weggelassen hast.

    Insgesamt hoffe ich, dass du dich mal wieder auf das Richtige besinnst und nicht ständig irgendwelchen Beamten versuchst zu erklären, wie man am besten solchen Seiten ans Bein pisst. Das hat bereits damals mit dem “Verrat” von Sharehostern begonnen, die Paypal und andere Zahlungsmöglichkeiten einsetzten und nun bist du seit Monaten auf dem Werbefeldzug. Keine Ahnung, ob du dich damit profilieren willst oder der Welt zeigen willst, wie toll du dich auskennst. Ich kann dir nur eins sagen: Dem ist nicht so!

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      bosnigl

      anstatt hier ständig über den stil von herrn sobiraj zu meckern sollte besser über die den artikeln zugrunde liegenden themen diskutiert werden. alles andere ist überflüssig. wenn sie meinen, dass sie bessere artikel schreiben, wieso tun sie es dann nicht anstatt hier ständig zu lamentieren.

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        Warum sie das nicht tun? Na, ganz klar: Weil sie es wahrscheinlich nicht können oder keine Lust auf die viele Arbeit haben. Meckern ist ja auch sooo viel einfacher!

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          Analyst

          @Lars
          Was hat dich denn zu solch einer kindischen Antwort hingerissen?
          Glaube mir, ich könnte problemlos solche Artikel schreiben – vor allem mit reichlich mehr HIntergrundwissen. Ich brauche das aber nicht zur Selbstbeweihräucherung. Wenn das für dich viel Arbeit war, Adblocker & Anonymizer auszuwerten, per Whois abzufragen und 2-3 E-Mails zu schreiben, dann weiß ich auch nicht. Den Artikel schreibe ich dir an einem Abend inkl. Recherche – vorausgesetzt, man hat grundlegendes Allgemeinwissen über Fußball und deren Vermarktung.

          @bosnigl
          Zum Einen lamentiere ich hier nicht ständig sondern extrem selten., denn dafür gibt’s hier sonst mehr als genug Trolle. Zum Anderen darf ich persönlich wohl das kritisieren, was ich für richtig halte und wenn Lars hier immer weiter abbaut, muss das einfach mal gesagt werden. Ich “kenne” ihn schon weit über ein Jahrzehnt und glaube, dass ich das durchaus beurteilen kann.

          Im Übrigen habe ich mich inhaltlich zum Artikel geäußert. Natürlich nur zu mir relevanten Themen. Eventuell hast du es einfach nicht gelesen, weil du nach den ersten 5 Zeilen aufgehört hast zu lesen. Dass gewisse Unternehmen auf solchen Seite werben, ist nichts Neues und langweilt einfach nur. Wird es immer geben und das aufgrund der Anzahl der Werbekunden auch mit Recht. Alles andere wäre auch aus Unternehmersicht fahrlässig.

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      fpussy

      Irgendwie schon zu erwarten gewesen so ein Kommentar.
      Wirft dem Artikel Inhaltslosigkeit vor und bringt dann selber welche Inhalte?
      Keine. Greift welche Punkte heraus und entkräftet sie? Keine.

      Lars hat doch einfach mal beschrieben, wie sich solche Seiten finanzieren.
      Und das mit kriminellen Methoden.

      Und dem Analysten fällt nicht mehr als sich über die Preise von Sky zu beschweren.
      So so, die rechtfertigen also, dass da Schadsoftware verteilt wird? Interessant.
      Irgendwelche Zweifel an dem Geschäftsmodell der Plattform? Fehlanzeige.

      Aber richtig gut wird es, wenn behauptet wird, die Schadsoftware käme von den geframten Streams.
      Beweis durch Behauptung oder tatsächlich mal die Scripte der Seite untersucht?
      Die Behauptung ist nämlich falsch. Kann man einfach mal checken, wenn man sich die Scripte ansieht, sofern man das kann.

      Eine Sache hat der Analyst noch vergessen: Die Spieler sind überbezahlt, die Ablösesummen zu hoch.
      Wundert mich, dass das nicht auch noch gebracht hat.

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        Analyst

        @fpussy
        Eigentlich wollte ich dir gar nicht erst antworten, da mir dein Kommentar eigentlich zu blöd ist.

        1. Ich habe nirgends gesagt, dass der Artikel inhaltlich falsch ist. Warum sollte ich also irgendwelche Inhalte beisteuern bzw. entkräften? Mir ging es ausschließlich um die Art des Artikels und deren Kontext und Hintergrund. Also vor allem um die Frage: Warum schreibt man SOLCH einen Artikel über diese Seite?

        2. Kommt die “Schadsoftware” natürlich vom Frame. Allein der eingebettete Screenshot im Artikel zeigt es mehr als deutlich. Am Einfachsten zeigt sich das im Adblocker, wenn du dir die geblockten URLs und deren Ursprung anschaust. Davon abgesehen kann ich natürlich Quelltext lesen – sogar verstehen und auch schreiben. Krasser Scheiß sag ich dir.

        3. Kam das mit den Spielergehältern und Ablösesummen durchaus. Wenn auch komprimiert in einem Satz. Aber da ich vorausgesetzt habe, dass ich jemandem antworte, der sich mit dem Thema auskennt, habe ich das natürlich nicht blumisch aufgemalt, damit auch du es evntuell verstehst. Das tut mir leid.

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          Ewald

          Macht es eigentlich einen Unterschied, wer die Schadsoftware konkret ausliefert?
          Ist es irgendwie besser, wenn das über die Frames geschieht?
          Ich sehe da keinen Unterschied zumal einige Dinge über die Scripte der Seite kommen, nachweislich.

          Irgendwie scheint die Umkehrung des Täter Opfer Prinzip sehr beliebt zu sein.
          Nicht die Seite (oder Partner) sind schlecht, nein, Sky ist es. Und die Vereine und letztlich die Spieler. Die sind schlecht, böse und gemein, wollen alle viel zu viel Geld, treiben die Leute doch auf solche Seiten.

          Analyst, solche Begründungen liefern Leute, die vergewaltigen auch. Die Frau wollte es doch. Warum zieht sie auch so was aufreizendes an. Der Täter ist das Opfer. Das Oper der Täter.
          Genau wie hier. Echt schräg.

          Nochmal zum Mitschreiben: Das ist eine auf vielfältige Weise kriminelle Seite.

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    Ewald

    Wer ist mit Mafia gemeint? Die Rechteinhaber oder diejenigen, die die Nutzerrechner mit Schadsoftware versorgen?
    Ich glaube Herr Idiot, sie verwechseln da gerade etwas.
    Der Artikel beschreibt die russische Digitalmafia und deren Methoden.
    Die Seite ist übrigens in Russland nicht aufrufbar.
    Kann man im Weltartikel nachlesen. So viel zum Thema, woanders ist das alles erlaubt.

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    Meine eher lockere Einstellung zum Urheberrecht müsste ja schon aufgefallen sein. Aber wenn jeder Beteiligte schlicht und ergreifend abgezockt werden soll, hört der Spaß endgültig auf, das ist nicht mehr okay!!!

    Ist es denn wirklich in Ordnung, sich mit solch dreckigen Methoden zu bereichern? Nur weil Dritte auch Mist bauen, macht es den Mist der Betreiber dieses Streaming-Portals nicht besser.

    Mir war schon klar, dass ich mir keine Freunde mit diesem Artikel mache, das ist mir aber ehrlich gesagt egal.

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      Idiot

      Zuerst bist du dafür seriöse Werbepartner aus Deutschland dieser Seiten anzugreifen und zum absrpingen zu drängen. Anschließend wirfst du der Seite vor, dass sie keine seriöse Werbung hat und dies ein Beleg für Illegalität sei. Hier kommt deine ganze Verlogenheit zum Ausdruck.

      Die Seite würde bestimmt gerne seriösere Werbung schalten, wenn nicht Mafia-Anhänger bei Drohungen gegen Werbepartner behilflich wären.

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        Ewald

        Wo wirft der Artikel der Seite vor, dass da keine seriöse Werbung ist?

        Vielleicht mal den Artikel und die weiterführenden Links lesen und versuchen zu verstehen.
        Die AirBnB und Vodafone Werbung ist verschwunden, als die Welt recherchierte.

        Für den Idioten nochmal in Kurzform; die Seite finanziert sich mit Trick Button Werbung, mit Ad Stacking, mit Schadsoftware und sie zockt diejenigen ab, die dort werben (Knickbetrug).
        Seriöse Firmen werden schon aus Imagegründen dort nicht werben. Kann man auch im Welt Artikel nachlesen, Vodafone fand das nicht witzig.

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    Idiot

    Schon wieder ein von der Mafia bezahlter Artikel auf Tarnkappe?

    Der ganze Text strahlt auch wieder von Inkompetenz und dem Wunsch, dass diese bösen bösen Webseiten endlich vom Netz genommen werden. Wenn deine Freunde bei der Mafia nur endlich den Löschen-Knopf im Internet finden würden haha.

    5 Euro TPK für Sport Streams? Sogar mehr? uTorrent hat 7 Cent (USD) TPK und graue Webseiten oft noch weniger.
    Wieso nimmst du nicht gleich die 26 Dollar TKP von Vevo als Maßstab? Da es nur darum geht das Thema für deine Freunde bei der Mafia hoch zu schreiben, klingt 26$ TKP doch viel besser!!1!

    Du stehst in Kontakt mit Werbepartnern und erreichst es, dass Werbung gestoppt wird? Na hoffentlich bekommst dafür einen Bonus ausbezahlt. Für sowas müssen sich die Handlanger der Mafia oft wochenlang die Ohren Wund telefonieren – die Armen!
    Wer seid ihr denn bitte, anderen Firmen vorzuschreiben, wo sie zu werben haben und wo nicht? Sonst sei die Marke bzw. der Name der Firma beschädigt? Haha ja nee ist klar.
    Mafia 2.0 offline übersetzt: “Tolles Auto haben sie da. Ich rate ihnen, dass sie damit nicht mehr da vorne einkaufen. Wäre doch schade, wenn ihr Auto in Flammen steht.”
    Kaspar ist nicht der Einzige, der wegen Straftagen für die Mafia verurteilt gehört!

    Die Server stehen doch angeblich alle in der EU. Wieso hilft denn niemand beim abschalten? Deine Freunde wünschen sich also eine Anti-Streaming-Terror-Task-Force? Auf Steuerzahler-Kosten natürlich! Wie in England.
    Wir werden ja auch schon gezwungen GEZ zu zahlen, wovon sie auch Fußball kaufen und damit die Preise nach oben treiben. Da ist es doch nur logisch, dass wir nun auch gezwungen werden sollen eine Task-Force gegen andere Anbieter zu bezahlen. Und das GEZahlte Fußball soll am besten für uns auch noch illegal sein auf diesen Seiten. Haha Mafia wünscht sich was

    Achja wo steht denn Rapidgator? Außerhalb der EU sind eindeutig keine Übertragungen möglich!!!!!11
    Und es gibt P2P-Streaming – wobei da freuen sich die Abmahn-Profis der Mafia über das Geschäft..

    Die Seite ist illegal? Und wird wie du sagst aus Russland betrieben in vielen Sprachen.
    In dieser Aussage kommt die ganze Arroganz von dir und der Mafia zum Ausdruck. Ihr bestimmt was überall auf der Welt gefälligst illegal zu sein hat! Noch arroganter sind nur noch die Amerikaner, wenn sie mit ihren Soldaten “Demokratie bringen”.
    Schon gewusst dass im iranischen Staatsfernsehen Movies mit Watermark der Release-Crews gezeigt werden? Nicht die ganze Welt ist so blöd wie ihr und lässt sich seine Gesetze von der US-Industrie in Form von TTIP & Co schreiben.

    * Ich gehe davon aus mein Text wird sowieso wieder gelöscht, wie du damals auch teilweise Kommentare zu SO, Sparkasse und Volker R. alle gelöscht hast: http://tarnkappe.info/share-online-biz-verliert-sparkasse-aachen-fuer-einzahlungen/


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