Weibo untersagt Werbung für Krypto-Themen

Das soziale Netzwerk Sina Weibo zeigt seit der Verschärfung der Regulierung von ICOs in China keine Banner mehr für Krypto-Themen an. Die chinesische Suchmaschine Baidu untersagt derartige Werbeanzeigen schon seit 2016. Auf Anfrage gaben die Betreiber bekannt, dass sich daran wohl nichts mehr ändern wird.

Wie die South China Morning Post berichtet, gibt es bis auf weiteres wenig Hoffnung, dass in China wieder für Kryptowährungen oder die Emission neuer ICOs online geworben werden darf. Die Chinesische Zentralbank (PBOC) hat im September 2017 das Crowdfunding mittels ICO verboten. Nach offizieller Aussage seien in China bis dahin etwa 90 Prozent aller neuen ICOs ausgegeben worden, um die Anleger um ihr Geld zu bringen. Nur etwa 10 % aller ICOs waren seriöser Natur. Seit August 2016 werden bei Suchanfragen bei Baidu zum Thema Bitcoin, ICOs, Kryptowährungen & Co. keine Banner mehr für diese Themenbereiche angezeigt.

Auf Anfrage der South China Morning Post gab die Geschäftsführung des Microblogging-Dienstes Weibo bekannt, dass man in ihrem sozialen Netzwerk derzeit keine Werbung mehr für Krypto-Themen erlaubt. Im ersten Quartal letzten Jahres gab es dort nach eigenen Angaben 340 Millionen registrierte Benutzer. Täglich veröffentlichen etwa 154 Millionen Menschen eigene Beiträge. Alle westlich orientierten Plattformen wie Facebook, Google Plus, Instagram, Twitter etc. werden in China zensiert und können aufgrund der staatlichen Firewall nicht besucht werden.

Auf der Nachrichtenseite Sina Finance wird berichtet, dass chinesische Behörden seit Anfang dieses Jahres ihre Anstrengungen zur Überwachung und Kontrolle virtueller Währungen intensiviert haben. So wurden landesweit umfassende „Säuberungs- und Berichtigungsaktivitäten“ gestartet. Die Banken sollen alle Kontobewegungen effektiver überprüfen, um sicherzustellen, dass in China keine virtuellen Währungen mehr gekauft werden können. Zudem sollen Anleger durch Aufklärung, weitere Netzsperren und Verbote aktiv dran gehindert werden, Kryptowährungen auf ausländischen Online-Plattformen zu handeln. Alle ergriffenen Maßnahmen sollen nach offizieller Aussage der Verhinderung jeglicher „Marktmanipulationen“, der „Geldwäsche“ und „anderen potenziellen Risiken“ dienen.

Quelle Beitragsbild, thx! (CC0 1.0)

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.

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