USB Killer: 10 Jahre Gefängnis für Nutzung

Ein indischer Student wurde wegen der exzessiven Nutzung von einem USB Killer in North Carolina zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Er hat damit Computer im Gesamtwert von 58.471 US-Dollar kaputt gemacht.

Der Student nutzte dafür einen USB-Stick, mit dem man die Geräte in Sekundenbruchteilen mit einem Stromschlag zerstören kann. Steckt man den USB Killer ohne den schützenden Adapter ein, gibt es kein zurück mehr. Vishwanath Akuthota wird nach seiner Freilassung im August 2029 für drei Jahre beaufsichtigt und muss zudem eine Geldstrafe in Höhe von 250.000 US-Dollar bezahlen. Auch die zerstörte Hardware muss er dem College ersetzen.

Grund der massiven Zerstörungswut weiterhin unklar

Vishwanath Akuthota wurde am 22. Februar in North Carolina verhaftet, weil er überall auf seinem Campus den „USB Killer“ in 66 Geräten eingesetzt hat. Die Hochschule von Saint Rose, New York, büßte durch die Aktionen des Mannes Hardware im Wert von fast 59.000 US-Dollar ein. Der 27-Jährige hat sich bei seinem Vorhaben sogar selbst gefilmt. Er steckte den USB-Stick mit den Worten ein: „Ich werde diesen Typen um die Ecke bringen.

Akuthota ist indischer Staatsbürger, der sich mittels eines Visums in den USA aufhält. Er erwarb vor zwei Jahren in Saint Rose einen Master-Abschluss in Business. Nach Medienangaben ist er auch Informatiker und wollte in den USA selbstständig tätig werden. In der Anklageschrift wird allerdings kein Motiv erwähnt. Auch die Redaktion der Lokalzeitung timesunion weiß nicht, wie es zu dieser enormen Zerstörungswut kommen konnte.

USB Killer so preiswert wie gefährlich

Der USB Killer ist hierzulande im Versand ab ca. 80 Euro erhältlich, sofern es sich um Qualitätsware handelt. Es gibt auch Adapter für Lightning-, USB-C und micro-USB-Anschlüsse. Die nachgemachten USB Killer sind ungleich preiswerter. Die Klone, die zumeist aus China stammen, halten aber laut einem Teilnehmer unseres Forums bei weitem nicht, was sie versprechen.

Tarnkappe.info


Nicht nachmachen! Video: Klein und gemein: ein USB Killer im Einsatz.

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Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.

Kommentare

    1. TRIGGER schreibt:

      Ob der Student Informatik studiert hat, ober so schlau ist wie “Stück Weißbrot”,
      ist eigentlich bei dieser Straftat unerheblich. Denn ein jeder der diesen Killer Stick,
      bitte nicht mit einem herkömmlichen USB-Stick verwechseln, powert in kurzen
      Intervallen geballte Strompower auf die USB Leitung, so das sehr oft das Mainboard
      bei “hops” geht. (Da schmoren wirklich Bauteile ab, ist gar nicht mal so ungefährlich).

      Wer den “unbemerkt” einsetzt, kann sehr hohen Schaden auf Dauer verursachen.
      Ist kein Kunststück, Stick rein und überraschtes Gesicht machen, wenn der
      Totalausfall eintritt…

      Wenn der “Kerl” das mir machen würde, ich würde den sonstwo hintreten,
      und den Stick würde ich konfiszieren oder wie nennt man das. (Einbehalten).
      So eine Ratte, den würde ich nebenbei zeigen wie ein
      “Elektroteaser” funktioniert. :wink:

      PS. Ähhmm “Elektroteaser” - Der kommt beim Video im folgenden Beitrag zum Einsatz…
      https://tarnkappe-forum.info/t/pennys-ostergeschenk-fuer-alle/1465

      Nennt es “Zufall” ich nenn ES “Magic”

    2. VIP schreibt:

      Jenseits des Stromstöße versendenden USB-Sticks “USB Kill” gibt es eine kleine Software mit Namen “usbkill”, die hardware-seitig nichts zerstört - allerdings software-seitig etwas zu bieten hat, was von großem Nutzen für Betroffene sein kann !!

      usbkill

      Nicht unbedingt, weil Sie ein Online-Krimineller sind, der sich in Server einhackt, Malware schreibt oder eine illegale Website wie Silk Road betreibt. Genauso könnten Sie ein politischer Aktivist, ein Journalist oder Whistleblower sein.

      Ganz gleich aus welchem Grund, Sie haben vielleicht ein berechtigtes Interesse daran, zu verhindern, dass Strafverfolgungsbehörden oder Ihre Gegner Ihren Computer beschlagnahmen und Ihre Aktivitäten nachverfolgen.

      Vielleicht sind Sie deshalb auf der Suche nach einem Verfahren, das es Ihnen erlaubt, Ihren Computer schnell auszuschalten und so zu verhindern, dass Dritte an Ihre privaten Informationen gelangen.

      Der Code mit dem Namen USBKill wurde speziell entwickelt, um durch ein schnelles Abschalten des Computers eine forensische Analyse zu verhindern.

      „USBKill überwacht die USB-Ports eines Computers und veranlasst bei jeder Veränderung ein Not-Aus des Computers. Sobald also ein USB-Laufwerk angeschlossen oder entfernt wird, stürzt ein Computer (auf dem usbkill ausgeführt wird) sofort ab.“

      Natürlich reicht ein einfaches Abschalten des Computers nicht aus, um einen gut ausgebildeten Ermittler davon abzuhalten, Ihre Arbeit darauf nachzuverfolgen. Darum müssen Sie natürlich auch sicherstellen, dass Ihre Festplatte verschlüsselt wurde oder darauf achten, dass alle Aktivitäten, die geheim bleiben sollen, auf einer virtuellen Maschine stattfinden, die sich beim Neustart des Computers auf eine sichere und nicht belastende Version aktualisiert.

      Und trotzdem könnte sich ein Verfahren wie USBKill als äußerst lästig für Computer-Polizisten erweisen, die üblicherweise nach einer Razzia in der Wohnung des Verdächtigen einen so genannten USB-Mouse-Jiggler einsetzen, um zu verhindern, dass PCs oder Macs in den Ruhemodus wechseln oder einen passwortgeschützten Bildschirmschoner aktivieren, um Informationen darüber sammeln zu können, was aktuell auf dem Computer oder im Arbeitsspeicher ausgeführt wird.

      Mitlerweile gibt es von dem Originalprogramm, welches auf Github etabliert ist, mehr als 418 Forks !!! In diesen “Kopien” des Programms befinden sich mitunter Erweiterungen zu der ehemaligen Funktion…
      Zum Beispiel solche nützlichen Funktionen, wie ein Überschreiben des RAMs und das endgültige Löschen von Ordnern / Dateien vor dem eingeleiteten Absturz etc.

      Orig. Software und Forks:

      https://github.com/hephaest0s/usbkill

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