USA führend bei Schwarzkopien

 UK IP Crime Group
Von wegen offshore first. Laut einer aktuellen Studie der UK IP Crime Group befinden sich mit 30% die meisten Hoster mit Schwarzkopien in den USA. Ebenfalls für Piratenjäger und Rechteinhaber erreichbar sind die Anbieter aus Großbritannien (14%), Deutschland (6%), Niederlande (4%), Frankreich (3%) und Kanada (2%).

Damit hätte bei dem harten Copyright der USA kaum jemand gerechnet. Offenbar sind tatsächlich die meisten Piratenseiten noch immer dort beheimatet. Die teils staatliche britische Organisation UK IP Crime Group hat kürzlich ihren jährlichen Report vorgelegt. Vor einigen Monaten kam die International Intellectual Property Alliance (IIPA) zu einem völlig anderen Ergebnis. Demnach sollte Kanada die Heimat der meisten Verletzer von Urheberrechten darstellen. Möglicherweise liegt es daran, weil die IIPA in den USA beheimatet ist. Oder weil es eine Organisation ist, die zur MPAA (Filmwirtschaft) und RIAA (Plattenlabels) gehört?

Wie dem auch sei. Server außerhalb der USA oder Europa stellen für Rechteinhaber eine echte Herausforderung dar. Allerdings muss man sich dieser nur in vergleichsweise wenigen Fällen stellen. Nur rund 40% der rechtsverletzenden Webseiten werden in Ländern gehostet, wo der juristische Zugriff deutlich erschwert ist.

Der komplette Bericht der UK IP Crime Group ist hier als PDF verfügbar.

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.

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Ein Kommentar

  1. Öh, die Statistiker können kein Russisch? Dann ist die Statistik wohl purer Unfug.

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