US-Sanktionen: Auch Entwickler auf GitHub sind betroffen

Ein Softwareentwickler aus der Krim ist nun auch von den Sanktionen der US-Regierung betroffen. GitHub schränkt die Funktionen der Plattform für Entwickler aus von US-Sanktionen betroffenen Ländern und Gebieten ein.

Der auf der Krim lebende Entwickler Anatoliy Kashkin musste diese Woche entsetzt feststellen, dass er GitHub nicht mehr wie gewohnt nutzen kann. Er kann keine privaten repositories mehr erstellen. Auch seine auf GitHub gehostete Website war zwischenzeitlich nicht mehr erreichbar. Kashkin entwickelt GameHub, ein Programm für Linux, das Spiele von Steam, GOG und Humble Bundle in ein einziges Interface vereint.


Nicht nur Entwickler aus der Krim sind betroffen

githubDie Krim ist seit der Krimkrise 2014 von Sanktionen durch die USA betroffen. Das zu Microsoft gehörende GitHub führt in seinen FAQs jedoch noch weitere Gebiete, in denen Entwickler betroffen sind. Darunter fallen neben der Krim noch Kuba, der Iran, Nordkorea und Syrien. Vor allem der Konflikt mit dem Iran rund um den Persischen Golf hatte sich in den letzten Wochen zugespitzt.

GitHub bietet zwar eine Möglichkeit gegen die Einschränkungen vorzugehen. Diese nützt Kashkin jedoch nichts. Gegenüber dem News-Portal zdnet sagte er:

Es ist einfach sinnlos. Mein Account ist als eingeschränkt eingestuft und um die Einstufung zu entfernen, müsste ich beweisen, dass ich nicht auf der Krim lebe. Ich bin aber ein russischer Bürger mit krimscher Registrierung. Ich bin physisch auf der Krim wohnhaft. Ich habe mein ganzes Leben auf der Krim gelebt.

Auf GitHub sprach Kashkin auch darüber, dass dieses Portal viele nützliche Funktionen hat. Viele Nutzer von Gamehub sind auch schon bei GitHub aktiv. Deswegen wäre ein Wechsel zu einer anderen Plattform für ihn und sein Projekt schwierig.

Anatoliy Kashkin ist kein Einzelfall

Kashkin ist auch nicht der einzige betroffene Entwickler. Beispielsweise der Iraner Hamed Saeedi ist seit dieser Woche auch betroffen. Saeedi kann seine Arbeit nicht wie gewohnt fortsetzen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiter entwickelt und ob viele Entwickler dazu gezwungen werden, auf andere Plattformen zu wechseln.

 

Beitragsbild darf_nichts_mehr_hochladen, thx! (Pixabay License)

 

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