Popcorn Time läuft bald auf dem Apple TV

Article by · 30. Juli 2014 ·

popcorn time
Manche nennen das Projekt das “Netflix der Piraten”. Die Macher von Popcorn Time haben die baldige Unterstützung von Apple TV und eine eigene App für alle verfügbaren iOS Geräte angekündigt. Der Siegeszug der Software ist kaum aufzuhalten. Weitere Abmahnungen drohen! Wer nicht prüfen kann, ob tatsächlich ein VPN für die Streams benutzt wird, sollte die Finger davon lassen!

Für Anfänger sieht der Dienst wie eine Streaming Webseite aus. In Wahrheit wird hier ein regulärer BitTorrent-Transfer vollzogen, der jederzeit Abmahnungen nach sich ziehen kann. Die ursprünglichen Entwickler haben vor mehreren Monaten den Quellcode ihrer Software veröffentlicht. Das führte nach dem vorzeitigen Aus dazu, dass weitere Ableger aufgetaucht sind. Die jetzigen Betreiber haben vorgesorgt, die neue Domain kann nicht mehr von Dritten übernommen werden.

Nachdem kürzlich die Software TorrenTV eingeführt wurde, setzt nun auch Popcorn Time auf eine Übertragung der Filme via AirPlay. Diese werden von einem Computer auf das Apple TV und zuletzt auf den heimischen Fernseher übertragen. Den Kollegen von TorrentFreak teilte man mit, die Windows Version sei bereits fertig. Die Version für Linux und Mac OS X soll schon bald folgen. Das Ziel der Entwickler ist es, das Programm für so viele Geräte wie möglich anzubieten.

Wer über ein iPhone oder iPad verfügt, das einem Jailbreak unterzogen wurde, kann schon bald die App für iOS-Devices installieren. Im offiziellen App Store von Apple wird das Programm natürlich nicht erscheinen. Apple untersagt die Distribution jeglicher BitTorrent-Apps. Schon im August sollen alle gejailbreakten iDevices mit der Popcorn Time App versorgt werden.

akte abmahnungWer Show Box, Movie Box, Popcorn Time, TorrenTV oder Cuevana.tv nutzt, geht grundsätzlich ein großes Risiko ein. Es gibt innerhalb von Popcorn Time keine Anzeige oder Kontrolle, ob die übertragenen Daten tatsächlich über eine Umleitung (VPN) laufen, um Abmahnungen zu entgehen. Die Filme werden unabhängig vom unterstützten Gerät über P2P-Transfers hoch- und heruntergeladen. Der bequeme Filmgenuß kann somit höchst unangenehme Folgen haben. In der Vergangenheit wurden schon unzählige Abmahnungen von der Münchner Kanzlei Waldorf Frommer ausgesprochen.


Video: Die Risiken der Benutzung von Popcorn Time.

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5 Comments

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    Mark

    Was soll das heißen: “Finger weg von P2P”? P2P ist kein Problem, wenn man nciht gerade Straftaten begehen möchte. Man bekommt hier ständig den Eindruck, dass Empfehlungen zum Rechtsbruch ausgesprochen werden… Das ist also die Art von “Blogindustrie”, die sich mit Pseudo-Insider-Interviews den Anstrich der Seriösität verpassen möchte.

    Zum Inhalt noch zwei Sachen:

    1. Keine OSX- oder iOS-App benötigt eine individuelle Implementierung einer bestimmten Funktionalität, um auf dem Apple TV zu laufen. Der ganze Artikel macht also wenig Sinn, verstärkt aber den Eindruck, dass hier nach Art von hetig.co mit reißerischen Schlagzeilen Unsinn verbreitet wird.

    2.Bezeichnend, dass hier ein Pseudo-Experte um Rechtsrat gefragt wird. Die Kanzlei WBS hat sich bislang kaum mit Fachwissen sondern allenfalls durch aufdringliches Marketing hervorgetan. Sie ist als eine Art Rattenfänger einer der Hauptprofiteure der sog. Abmahnindustrie…

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      Die Aussage “Finger weg von P2P” geschah sicherlich gut erkennbar in Zusammenhang mit dem Streaming von Filmen.

      Das P2P auch ausserhalb solchen Tätigkeiten Verwendung findet ist mir durchaus klar. Ein sehr gutes Beispiel ist z.B. BtSync oder halt BitTorrent mit Legal Dateien. (Aber sind wie mal ehrlich: Ausser Linux Images findet man bei BitTorrent ja wirklich nahezu nichts)

      Was Mac OS X anbelangt kommt mir das auch ein wenig spanisch vor. Hat Apple nicht mal Werbung gemacht das man den ganzen Desktop per AirPlay Streamen kann? Demnach ist der Artikel von @Lars Sobiraj wirklich ein wenig sinnlos.

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    Angeblich haben die einen VPN geschaltet, stimmt. Aber wer weiß denn, wie lange das aufrecht erhalten wird. Bei der Masse an Trafic würde ich das als Anbieter nicht wirklich lange umsonst tun. Und dann? Dann hagelt es wieder Abmahnungen. Wie weißertieger2 schreibt, Finger weg von P2P !

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    Ralle

    Also besser Finger weg jetzt oder alles halb so wild?

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      Von P2P würde ich diesbezüglich eigentlich immer abraten. Es ist zu einfach deine Identität (IP-Adresse) herauszufinden. In Popcorn Time soll jedoch angeblich ein VPN Service eingebaut sein der den Traffic über ein anderes Land leitet und Anonymisiert.

      Ob dies tatsächlich so ist, ist fraglich. Man müsste sich also am besten zusätzlich nochmals mit einem eigenen VPN schützen. Zieht aber vermutlich Performance Probleme mit sich.

      Trotzdem bleibt: Illegal ist Illegal. Auf eigene Gefahr.


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