Netflix nimmt verschärft Kampf gegen Raubkopien auf

Article by · 30. März 2017 ·

Eine härtere Gangart gegen Raubkopien schlägt der Streamingdienst Netflix nun ein, wenn es um deren illegale Verbreitung und Nutzung im Internet geht, berichtet das US-Magazin Torrentfreak.

Noch vor einigen Jahren war Netflix nicht sehr besorgt über Urheberrechtsverletzungen. Netflix zeigte sogar eine ziemlich entspannte Haltung, wenn es um Online-Piraterie ging. Netflix CEO Reed Hastings meinte, das schaffe Nachfrage. Der beste Weg, um Piraterie zu bekämpfen, sei es, selbst gute Optionen zu bieten.

Jedoch hat sich Netflix nun als Unternehmen gewandelt, nämlich weg von einer reinen Verteilerplattform hin zu einem bedeutenden Content-Produzenten. 2013 veröffentlichte das Unternehmen sein erstes eigenenständig produziertes Format, die Polit-Thriller-Serie House of Cards. Durch die Veröffentlichung ganzer Serienstaffeln hat Netflix das sogenannte “Binge Viewing” erst salonfähig gemacht.

Daher ist wohl die eher beiläufige Haltung, wenn es um Piraterie geht, nun vorbei. Derzeit handelt Netflix ähnlich wie die großen Hollywood-Studios, wenn es um die Bekämpfung von Urheberrechtsverletzungen geht. Bereits im vergangenen Jahr hat das Unternehmen damit begonnen, eine große Anzahl von Takedown-Requests wegen Links auf illegale Filmkopien an Google übermittelt.

Nun macht eine Stellenanzeige deutlich, wie intensiv das Unternehmen gegenwärtig gegen die illegale Nutzung von Inhalten vorgeht. Die Stellenanzeige zeigt sogar eine “ziemlich ausgereifte und vollständige Strategie” gegen Piraterie. So kann sich bei Netflix bewerben, wer dazu beitragen möchte, dass “Online-Piraterie zu einer gesellschaftlich nicht akzeptierten Randerscheinung” wird. Der potentielle Mitarbeiter soll dabei helfen, das Netz von Inhalten “betrügerischer Piratenseiten” zu befreien. Dazu verfügt das Unternehmen inzwischen über eine eigene Abteilung für globalen Urheberrechtsschutz. Sowohl interne, als auch externe Tools scannen das Internet auf illegal verbreitete Inhalte, die dann mit sogenannten Notice-and-Takedown-Meldungen entfernt werden.

Außerdem verlangt Netflix von seinem neuen Mitarbeiter eine detaillierte Beobachtung von Piraterie-Trends. Das bezieht sich auf Hosting-Plattformen und Linkdienste genauso wie auf soziale Medien, die Werbewirtschaft oder Domain-Registratoren. Anhand von Recherchen soll die Piraten-Community analysiert werden. Zudem soll gegen neue Piraterie-Modelle und deren Möglichkeiten, Raubkopien online zu sehen, die “illegale Streaminggeräte”, wie erweiterte Kodi-Boxen oder Smartphone-Apps genauso umfassen wie Popcorn Time”, vorgegangen werden. Als weitere Maßnahmen sind Analysen vorgesehen von Umgehungs- und Anonymisierungstools, wie VPN.

Bildquelle: blackbird14, thx! (CC0 Public Domain)

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2 Comments

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    Sigismund_Alzheimer

    Ganz ehrlich . . . ? ich mag diese Pay-per-view-streaming
    Serien einfach nicht.

    Punkt eins man soll Blind Pauschal einen Monatsbeitrag
    hinblättern für dutzende von serien die man nicht kennt,
    respektive die nicht meinem Geschmack/Genre entsprechen

    Punkt Zwei . . . Fortsetzung folgt . . Kotzt mich jedes mal an,
    daher habe ich es mir schon vor jahren abgewöhnt Irgendeine
    Serie, die irgendwo ausgestrahlt wurde anzusehen, wenn mir
    bei der ersten folge das konzept nicht gefällt, thema erledigt,
    wenn es mir gefällt, wird Blind Aufgezeichnet und Gesammelt
    bis eine Staffel Komplett ist . .

    Punkt drei, nur gucken, Nicht anfassen, Aufzeichnen/Kopieren
    für den Offline betrieb ist verboten und wird teilweise sogar
    schwerer geahndet als ein Bombenanschlag. ( Ironie Modus )
    Sind die nur Doof, oder die Kunden . . ?

    Gleichgültig, wie sehr sich viele Leute daran gewöhnt haben
    das sie fast überall und sogut wie jederzeit im 24 stunden am
    tag 365 tage ecetera alles abrufen können was sie Lesen,
    Hören oder sehen wollen Wenn ich dafür bezahlen soll, dann
    will ich es auch bei mir, auf meiner Festplatte in meinem
    Buchregal, CD/DVD regal stehen haben, BASTA.

    Ich sehe es nicht ein, das sich für ein Buch, einen Song oder
    einen Film drei, viermal bezahlen soll, bloss weil mir einfällt,
    och das haste mal vor jahren gelesen/gehört/gesehen, und
    nun möchte man es wieder . . . Bezahlen . . . ?

    Da interressiert es mich dann auch nicht ob die
    Urheber-Verwurstungs-Ganoven Laut empört, irgend etwas
    vom Ilegalen Content, b.z.w von Raubkopien murmeln
    Legal ? Ilegal ? Das ist mir doch sowas von Schei***egal !!!

    Womit wir zu Punkt Vier Kommen

    immer wieder höre ich die selbe erbärmliche Litanei, denn
    armen Künstler und Autoren würden durch Raubkopien die
    lebensgrundlage entzogen werden . . Schwachsinn, Autoren,
    egal ob sie nun Romane Drehbücher oder ähnliche Werke
    erstellen werden von den Verwertungsgessellschaften mit
    einmaligen Pauschalsummen abgespeist, im den seltesten
    Fällen schafft es ein Autor zusätzlich Prozente aus zu handeln,
    aber das wars dann auch gewesen.

    Musiker, Schauspieler, Schriftsteller gehen meistens leer aus

    Wer als künstler nicht verhungern will muss ständig neue
    werke produzieren, oder ganz normal arbeiten gehen !!!

    Fakt ist das die Verwertungsgessellschaften, für sich das Recht
    in anspruch nehmen über viele Jahrzehnte, bei Büchern sind das 70 jahre nach dem die Autoren bereits unter der Grasnarbe liegen, die Gewinne zu verjubeln . . .

    Als es noch kein Internet gab, keine CD/DVDs Mp3s und so weiter sind da die Verleger bankrott gegangen . . . ? Nein . . . !!!

    Ein Kino Film, hatte in 3-4 monaten seine Produktionskosten eingespielt eine LP stand 3-4 Wochen in den Charts nach 2-3 monaten verkauf in den Musikläden schrieb man schwarze zahlen, Bücher wurden gedruckt und nach einem halben jahr gab es für den Autor einen Fetten Scheck . .

    Aber Heute . . . . sieht sich die gesamte Branche merkgewürdigerweise vom allgegenwärtigen Schreckgespenst des Bösartigen Raub-Kopierer-Terroisten bedroht . .

    “Zu Hülfe wir verhungern . . ”

    Was fürn Schmarn . . .

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    Bananennektar

    Na dann finden die in den boersen ja zahlreiche potenzielle Mitarbeiter ;)
    Sooorry, aber als Student oder armer Sack halt…haste nicht mal so 12€ / Monat für EIN PAAR Serien. Amazon & Co bieten auch nice Sachen an, mkey?


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