Netflix kommt und wird durchfallen

Article by · 22. Juli 2014 ·

daumenkino netflix
Viele Deutsche haben auf die Einführung des Video-on-Demand-Anbieters von TV-Serien und Blockbustern gewartet. Offenbar vergeblich, weil die Fehler der Musikindustrie wiederholt werden sollen.

Netflix begann 1997 in den USA als reines Videoverleihunternehmen. Innerhalb von zehn Jahren verschickte man eine Milliarde DVDs innerhalb der USA. Bereits im Jahr 1999 wurde dort ein Flatrate-Modell für Film und Fernsehproduktionen eingeführt. In den Vereinigten Staaten werden derzeit 48 Millionen Abonnenten gezählt. Damit ist Netflix einflussreicher und größer, als jede TV-Station des Landes.

Die Freude über den neuen Anbieter wird sich leider in engen Grenzen halten. Ähnlich wie bei den deutschen Anbietern Amazon Prime Instant Video, T-Entertain, Maxdome und Watchever wird das Filmangebot von Netflix Deutschland sehr lückenhaft sein. Beispielsweise hat sich Sky die Rechte an der Erstausstrahlung von “House of Cards” gesichert, um nur eine Ausnahme zu nennen. Wirklich das komplette Portfolio ist nur bei der illegalen Konkurrenz verfügbar. Wer auf einen der legalen Streaming-Dienste zurückgreift, wird sich nicht alles anschauen können.

Netflix: Geschichte wiederholt sich?

Es sind eher die Fehler, die erneut begangen werden. Wir erinnern uns: Zehn Jahre nach Einführung der weltweit ersten Filesharing-Tauschbörse Napster wurden im Jahr 2009 die Musiklabels von den branchenfremden Unternehmen Apple und Amazon überholt. Leider halten die Filmstudios weiterhin an der Verwertungskette (Kinofilm – Blu-ray/DVD/Video im Verleih und im Verkauf – Fernsehrechte für Pay-TV und Free-TV) und den unüberschaubaren Ausstrahlungsrechten fest, die je nach Land total unterschiedlich ausfallen. Von daher ist zu befürchten, dass irgendwann wieder ein fremdes Unternehmen auftauchen muss, um der Branche zu zeigen, wie es geht.

Wer mithalten will, muss sich mit Kinox.to, The Pirate Bay, Usenext & Co. messen. Nur wenn das legale Angebot genauso umfangreich wie das illegale ist, wird man sich durchsetzen können. Müssen die Zuschauer große Lücken hinnehmen und auf ihre Lieblingsserie verzichten, kann es nicht gelingen. Das gilt für Amazon genauso wie für Watchever, Maxdome, T-Entertain oder halt ab September für Netflix.

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17 Comments

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    Mark

    Die vermeintlichen “Fehler” der Musikindustrie mit der offensichtlichen Problematik, eine ausgewogenes, lukratives und dennoch bezahlbares Geschäftsmodell aufzubauen/auszubauen, zu vermengen ist beispielhaft für die sehr stark vereinfachte Sichtweise der unzähligen “Experten”, die sich zu diesen Themen gerne oft und lautstark zu Wort melden. Erstaunlicherweise hat von diesen Schlaumeiern jedoch niemand irgendeine Expertise in einem relevanten Bereich oder auch nur eine annähernd umsetzbare Idee. Das kommt letztlich immer ein bisschen rüber wie bei einem als Musikkritiker gescheiterten Hobbymucker.

    Ein Dienst der alles anbietet wäre schlicht zu teuer, insofern ist der Vergleich mit den illegalen Diensten sehr naiv. Die “Umsonst-Kultur”- gewöhnten Internet-“Verbraucher” wollen dann doch lieber weiterschmarotzen….

    Dienste im Musikbereich wie Spotify etc. haben sich mittlerweile ja angeblich etabliert – das dabei die Inhalteerzeuger zu wenig verdienen wird sich mittelfristig jedoch auch dort bemerkbar machen…

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      Vanity

      “Die “Umsonst-Kultur”- gewöhnten Internet-”Verbraucher” wollen dann doch lieber weiterschmarotzen….”

      Das ist ja mal völliger Bullshit und Propaganda der Industrie – Filesharer zahlen sogar mehr als der durchschnittliche Verbraucher, und helfen der Industrie, wie verschiedene Studien in der Vergangenheit gezeigt haben, aber es ist ja einfacher, blind herumzubashen, als sich zu informieren.

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        Mark

        Diese Behauptung ist “völliger Bullshit” – unfundiertes Herumlamentieren und verweisen auf irgendwelche Studien inklusive.

        Für Dich simplifiziere ich gerne Mal den Schaverhalt und stelle Dir folgende Frage: Wieso hat sich der Absatzmarkt für Mainstreammusik aus Nordamerika und West-Europa in den vergangenen Jahren um ein Vielfaches vergrößert, aber der Umsatz der Industrie, die mit diesen Produkten handelt ist in Teilen stagniert oder gar rapide gesunken?

        Da kann jede noch so gut manipulierte Studie die offensichtliche Erklärung nicht verschleiern. Im Übrigen hilft es, die Studien in der Gesamtschau, die dahinterstehenden Interessen und vor Allem deren Validität zu prüfen, bevor man derartigen Unsinn erzählt. “Aber es ist ja einfacher, blind herumzubashen, als sich zu informieren.” Aua.

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      Apple und Amazon haben es geschafft, die Musikindustrie nicht. Es lag nicht daran, weil es sehr umfangreich und aufwendig war, möglichst alle Musikstücke online anzubieten. Die Musikbranche ist aber daran gescheitert, weil ihre Versuche nicht ernsthaft genug waren. Lange Zeit glaubte man, das Internet bleibe eine kleine und eher unbedeutende Spielwiese. Nachdem die Dotcom-Blase plazte, fühlte man sich dadurch nur noch bestätigt.

      Der Vergleich zwischen legalen und illegalen Anbietern ist schon deswegen korrekt, weil die Leute bei mangelnden Alternativen halt erneut zum Graubereich wandern werden. Wer sich nicht nach den Bedürfnissen der Konsumenten richtet, schickt sie zu Kinox.to & Co.

      Bei Spotify, YouTube etc. kommt bei den Urhebern viel zu wenig an, keine Frage. Das ist schon jetzt offensichtlich und wird sich für die Musikbranche noch negativ in den Umsatzzahlen bemerkbar machen.

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        Mark

        Auch hier ist die Betrachtungsweise viel zu einfach bzw. einfach viel zu falsch. Wer oder was ist denn die “Musikindustrie”? Jeder selbsternannte Internetexperte schwafelt etwas von den verpassten Chancen und den gescheiterten Geschäftsmodellen “der Musikindustrie”. Natürlich stellt sich der musikaffine Laie die Frage, warum sich nicht alle Plattenlabels zusammengetan haben, um Musik online zu verkaufen.

        Haben sie aber nicht. Hätten sie (wer nochmal genau?) vielleicht tun können, ob sie das überhaupt wollten. Man darf es aus guten Gründen bezweifeln. Haben sie vorher das Endverbrauchergeschäft geführt? Nein. Mussten sie das tun, um ihr bisheriges Geschäft weiterführen zu können? Nein. Hat man geglaubt, dass Internet sei kein geeigneter Vertriebsweg für Musik? Nein. Haben die Händler es verschlafen, einen geeigneten Internetvertriebsweg aufzubauen? Offensichtlich.

        Zu dem Vergleich mit den illegalen Angeboten (die keineswegs im Graubereich, sondern eindeutig im “Schwarzbereich” angesiedelt sind):

        Besteht die Gefahr, dass Leute sich illegaler Angebote bedienen, wenn sie nicht bereit sind für etwas den aufgerufenen Preis zu bezahlen? Ja. Muss man deshalb das eigene Geschäftsmodell an den “Geschäftsmodellen” Krimineller ausrichten? Ganz klares Nein.

        Bei Spotify und co kommt für jeden offensichtlich bei den Musikern und deren Labels zu wenig an. Das ist Vereinbarungssache. Wer mehr haben möchte, wird in Zukunft mehr einfordern oder Spotify wird erst weniger Musik und dann ein Problem bekommen. YouTube zahlt nicht an die Urheber, insofern ist es in der Aufstellung völlig fehl am Platz.

        Zusammengefasst: Ich erneuere meine Kritik, die Sachverhalte sind völlig verkürzt und teilweise falsch dargestellt. Aber so mag es offenbar die “Blogindustrie”. ;)

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          Mir ist es nicht entgangen, dass YouTube mit der GEMA und nicht Plattenlabels verhandelt hat. Trotzdem ändert das nichts an der Tatsache, dass bei den aktuellen Konditionen zu wenig bei den Urhebern ankommt.

          Muss man sich mit den illegalen Angeboten messen? Ich befürchte, das muss man. Man kann natürlich auch weiterhin den Willen der Konsumenten ignorieren und hoffen, dass sich die Welt (warum auch immer) plötzlich anders herum dreht, Wasser den Bach hinauf fließt oder etwas in der Art.

          Es haben in der Vergangenheit einige Labels versucht Musik online zu verkaufen. Ich empfehle dazu das Buch “Kinder, der Tod ist gar nicht so schlimm” von Tim Renner. Von der Polemik abgesehen wird dort in vielen Beispielen beschrieben, dass sich einzelne Labels daran versucht haben. Allerdings nicht konsequent genug. Entweder die Preise waren zu hoch, es gab eine DRM-Verschlüsselung oder andere Hürden, die den Erfolg behindert haben.

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            Mark

            Youtube prozessiert mit der Gema, natürlich wird dann entsprechend verhandelt. Im Moment zahlt Youtube Nichts an die Gema, also auch nichts an die von der Gema vertretenen Urheber.

            Nein, man muss sich nicht mit illegalen Angeboten messen. Abseits der virtuellen Realität muss man das auch nicht. Auf dem Markt setzen sich diejenigen durch, die das beste Angebot machen. Das niemand das beste Angebot machen möchet ist eine absurde Unterstellung. Lässt sich aber ein Angebot, angelehnt an die illegalen Dienste schlicht und einfach nicht wirtschaftlich realisieren, dann muss niemand es machen. Das Problem ist nur, dass diese einfache Regel im Moment noch ausgehebelt werden kann, weil man Spielregeln, d.h. also geltendes Recht im Internet noch nicht konsequent durchsetzen kann. Nur deshalb kann es die illegalen Angebote in der jetzigen Form geben. Das wird sich ändern. Man muss also nicht hoffen, dass die Welt sich anders herum dreht und Wasser den Bach hinauf fließt – das tut es im Internet im übertragenen Sinn nämlich zur Zeit in Teilbereichen. Nach und nach werden nur die etablierten Regeln einer zivilisierten Gesellschaft auch im Internet durchgesetzt werden können und dann wird es die momentan noch ausufernden rechtsfreien Räume nicht mehr geben. Warum auch?

            Das Buch ist mir bekannt. Es mag ja sein, dass einige Plattenlabels das versucht haben. Sony hat auch mal einen netten Roboterhund auf den Markt gebracht. Wie ein Unternehmen sein Geschäft führt, bleibt noch immer dem Unternehmen selbst überlassen. Ob und warum ein Plattenlabel, das keine Erfahrung im Endkundengeschäft hat, plötzlich dort aktiv werden sollte, muss dementsprechend auch jedes Label selbst entscheiden. Wer meint, diesbezüglich Tipps abgeben zu dürfen, sollte ersteinmal selbst den Markt, seine Regeln oder evtl. auch nur ganz grundsätzlich die Grundregeln unternehmerischer Tätigkeit durchdringen und dann erfolgreich umsetzen.

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            n0ir

            hallo Mark,
            1,2 sachen zu den texten die du geschrieben gingen mir durch den kopf:

            es mag ja sein das in deinen aussagen auch ein fünckchen wahrheit steckt allerdings finde ich es naiv zu glauben das internet sei kein rechtsfreier raum.
            natürlich ist es das, ein ort purer anarchie.

            vollends kontrollieren wird man soetwas (zum glück) niemals und falls doch schafft man alternative netzwerke wie TOR oder darknet.

            das hat aber nichts damit zu tun das sich ein markt (egal ob legal oder illegal) immer an seinen käufern orientieren sollte (monople mal ausgenommen)

            und ein argument an den erfolgen von mainstream musik festzumachen halte ich auch für sehr veraltet gerade durch die vielfalt des internets wird man doch eher auf qualitative hochwertigere musik (medien) aufmerksam gemacht.
            den unabhängigen künstlern tut diese entwicklung jedenfalls sehr gut und viele von ihnen unterstützten sogar den graubereich mal abgesehen davon das gerade die künstler in der musik branche schon immer am meisten geld mit konzerten und nicht über die labels verdient haben.

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            Gerne kann die Filmindustrie die Fehler der Plattenlabels nachmachen. Es ist ihr Geld, nicht meines. Schade ist’s nur für die Künstler!

            Ich habe zudem nie behauptet, ich wäre der geeignete Manager. Ich sage nur, dass es nicht ausreicht, für eine verschärfte Bestrafung einzustehen. Wer mehr Werke verkaufen will, muss sich den Bedürfnissen der Konsumenten stellen. Das heißt bitte nicht, alles zu verschenken! Das heißt, ein ähnlich gutes Angebot wie die bösen schwarzen Piraten zu machen.

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            Volker Rieck

            Lars, ich habe es ja schon mal auf Facebook geschrieben.
            Du wirst es nicht erleben, dass ein Dienst wie Netflix für 7 Euro im Monat das Weltrepertoire an Filmen und TV Serien anbietet. Inkl. der neuesten Kinofilme.
            Jeder einigermaßen klardenkende Mensch wird drauf kommen, warum das nie passieren wird.
            Wir haben jetzt schon absurd niedrige Preise, weil es unregulierte Distribution gibt. Und zwar sowohl bei Amazon Prime, Watchever oder auch Spotify.
            Diese Angebote haben den entscheidenen Nachteil, dass sie die Beteiligten an dem Umsätzen teilhaben lassen. Sie konkurrieren also mit einem vermeintlich Gratisangebot. Dass es keines ist, das wissen wir.
            Im Internet wird immer bezahlt. Ihr Service wird also optisch immer teuer aussehen.

            Einen großen und wichtigen Punkt hast Du allerdings vergessen: Das ist die Bedienfreundlichekeit. Watchever kann ich von der Couch aus über Apple TV bedienen. Wer also keine Lust hat in irgendwelchen Foren zu suchen, dann erst herunterzuladen oder mit Werbung und Trojanern auf Streamingportalen vollgebombt zu werden, da ist potenieller Kunde für ein legales Streamingangebot.
            Ich habe Watchever nach einem Jahr wieder abbestellt.
            Grund: da ich im Februar noch Amazon Prime Kunde geworden bin, reicht mir ein Streaming Dienst. Ich kann die 10.000 oder mehr Filme ohnehin nie sehen.

            Mit Benutzerfreundlichkeit werden die legalen Portale also auch punkten.

            Im Übrigen hätte sich das gesamte Thema bei einem etwas anderen Haftungsregime ohnehin erledigt. Diese Dienste agieren im Graubereich, weil es möglich ist. Schließt man die Lücke, dann wird sich das Thema sehr schnell erledigt haben.
            Einige Datacenter haben das schon erkannt und werfen bestimmte Kunden raus.
            Es rücken zwar Kandidaten nach, aber es ist nur eine Frage der Zeit bis dann auch mal ein Dienst wie Cloudflare o. ä. zur Verantwortung gezogen wird.

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    Tobe

    EIn für mich wichtiger Aspekt: Nur bei Watchever kann man herunterladen und offline gucken… Existenziell, wenn man sein iPad auf dem Weg zur Arbeit nutzen will. Das Angebot könnte natürlich besser (und aktueller!) sein, aber men findet schon genug Auswahl, um etwas brauchbares zu finden.

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      klaus

      Mit amazon Instant video kann ich viele Inhalte ebenso downloaden und offline gucken.

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    DMS

    Erinnert unerklärlicher Weise ein bisschen an Walmart – die damals angetreten waren, den deutschen Einzelhandel zu revolutionieren. Was gab das für einen Aufschrei in Deutschland (bzw. in der deutschen Presselandschaft). Hat nicht so ganz geklappt – Deutschland ist der am härtesten umkämpfte Markt der Welt – im Einzelhandel.

    Wie Vanity schon sagte: Netflix hat keine Pornos. Damit bricht schon mal ein wichtiges Standbein weg. Sie wiederholen die gleichen Fehler immer und immer wieder. :-( Sind die so blind?

    Einfache Frage: bekomme ich via Netflix die Serie “Game of Thrones” im englischsprachigen Original exakt zu dem Zeitpunkt, wo sie auch in den USA ausgestrahlt wird? Oder muß ich sie mir zeitversetzt Stunden später via One-Click-Hoster saugen?

    Wenn nicht, begrabt Netflix. Nächstes Thema, bitte.

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      Vanity

      Game of Thrones gibts nicht auf Netflix, nur auf der HBO-eigenen Streamseite HBO GO

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        Zu der ich mit einer deutschen IP keinen Zugang habe. Schon mal ausprobiert?

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          Vanity

          Eben, HBO kann man in Deutschland gar nicht empfangen, und auf HBO Go kann man eben nur zugreifen, wenn man HBO-Kunde ist – Zugriff auf den Stream gibts nur im Komplettpaket. Das deutsche Äquivalent ist Sky Go, aber da gibt es Game of Thrones auch nur auf Deutsch, nach der Ausstrahlung.

          Genau das ist ja das Problem: Manche TV-Sender lassen ihre Serien gar nicht erst auf Netflix, sondern setzen lieber auf andere Stream-Dienste, da braucht man schon wieder fünf verschiedene Subscriptions, um die Lieblingsserien schauen zu können, und in den nicht-USA ist die Sache ja noch mal komplizierter, da muss ich dann für einen Sky-Fernsehanschluss zahlen, um mir House of Cards auf Deutsch auf Sky Go streamen zu dürfen.

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    Vanity

    Netflix wäre doch selbst mit dem US-Katalog nicht in der Lage Torrent/DDL/Usenet zu übertreffen. In den USA kostet Netflix soweit ich weiß ca. 10 Dollar im Monat. Laut instantwatcher.com verfügt Netflix derzeit über 10537 Filme, aber Netflix hat ja auch das Problem, dass sie nur die Filme zeigen dürfen, an denen sie die Rechte haben.

    Im Gegensatz dazu zahle ich im Monat 11€ für meine Seedbox. Der größte (englischsprachige) private Tracker für Filme hat momentan 239,824 Torrents von insgesamt 104,096 verschiedenen Filmen, und das sind zum Großteil Mainstream-Filme. Das obskure Zeug, um das sich Netflix nicht schert, liegt zum Großteil auf zwei großen Nicht-Mainstream-Trackern, die jeweils über 100 000 Torrents haben. In Puncto Angebot kann Netflix da nicht mithalten, es wird nie mithalten können, da Filesharing nicht von der Idee getragen wird, dass möglichst viel Profit dabei rausspringt.

    Aber selbst bei den Filmen, die Netflix anbietet, werden sie doch von den Illegalen geschlagen: Ich kann mir leider von Netflix keine 1080p BluRay-Releases runterladen, die ich dann auf meiner Festplatte schauen kann, wann ich will, selbst wenn ich mal vergesse, für die Seedbox zu zahlen (die man genau genommen für Torrents nicht unbedingt braucht – ist halt eher ein Luxus, da man auch ohne sie gut filesharen kann).

    Mir ist klar, dass das vielleicht für viele Kunden nicht so wichtig ist – besonders der zweite Punkt ist für das kino.to-Publikum, auf das Netflix ja scharf ist, zweitrangig, aber vielleicht wird der ein oder andere neue Netflix-Kunde das Angebot auch als etwas eingeschränkt empfinden – spätestens bei einer Sache, die vielen Konsumenten sehr am Herzen liegt:

    Netflix hat keine Pornos


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