Nach der Schließung von LuL.to: Selbstpublisher erstatten Strafanzeige gegen die Nutzer

Article by · 12. Juli 2017 ·

Nachdem am 21. Juni 2017 die Domain www.LuL.to durch das CyberCrimeCompetenceCenter (SN4C) des LKA Sachsen gesperrt und die Seite somit für immer von Netz genommen wurde, kamen erstmals bemerkenswerte Details ans Licht der Öffentlichkeit. Besonders erwähnenswert dabei war die unglaubliche Zahl deren Nutzer, denn die Plattform soll nicht weniger als 30.000 Kunden gehabt haben. Auch der dort angebotene Content war beachtlich. Die Ermittler des SN4C konnten im Rahmen von Durchsuchungen insgesamt über 11 Terabyte an Daten sichern. Es wurden auf der illegalen Plattform u.a. 160.000 deutschsprachige E-Books und 28.000 Hörbücher gegen Centbeträge zum Download angeboten, darunter zahlreiche Neuerscheinungen und aktuelle Titel der Spiegel Bestseller-Liste.

So sahen sich aber auch die Autoren mit der für sie schockierenden Tatsache konfrontiert, dass ihre Leser wohl Geld übrig haben für die Bücher ihrer Wahl, nur auf ihre Konten, obwohl es ja von ihnen geschrieben wurde, es ihrem Geist entsprungen ist und es ihnen auch zustehen würde, ist es offenbar nicht geflossen. Nein, es füllte die Taschen der drei gefassten, illegalen Betreiber, die dafür nun mit angemessenen Haftstrafen rechnen müssen.

Nun ist – besonders hier bei uns in den Kommentaren auf der Tarnkappe – viel diskutiert worden über die Unrechmäßigkeit des Erwerbs der Bücher durch die Nutzer von LuL.to. Die Autoren gaben bekannt, dass die Verkaufszahlen ihrer Neuerscheinungen erheblich eingebrochen sind, sobald ein Titel auf illegalen Seiten erschien. Auch gibt es eine Studie von Andreas Kaspar von Counterfights, die diese Aussage mit Zahlen belegt. Bei den Selbstpublishern würde demnach der Anteil der Verluste durch Piraterie bei 30% liegen. Zudem geht dieser Rückgang der Verkaufszahlen einher mit einem Einbruch im Salesrank bei Amazon, der sich ebenfalls ungünstig auf weitere erhoffte Verkäufe und erwartete Gewinne auswirkt.

Die Reaktionen der Nutzer darauf gingen über pures Unverständnis für die Situation der Autoren über Forderungen nach Senkung der E-Bookpreise, die für sie kaum nachvollziehbar hoch wären, fielen doch für die E-Books nicht die gleichen Kosten an, wie für die Druckexemplare. Dennoch sind kaum Preisnachlässe in E-Books für den Endverbraucher spürbar. Auch gab es wohl dort Kunden, denen die offensichtliche Illegalität der Seite nicht wirklich bewusst war. Mit ihren deutlich unter den Verkaufszahlen der Autoren liegenden Preisen, hätten sie wohl aufmerksam werden müssen, auch die FAQ der Seite hätten sie nicht gelesen. So trifft entsprechend ebenso in diesem Fall zu: Unwissenheit schützt bekanntlich vor Strafe nicht. Andere Nutzer waren dankbar, dass sie so günstigen Lesestoff dort erhielten, den sie sich sonst nie hätten leisten können, weil sie über nur geringes Einkommen verfügten. Auch, dass der DRM-Schutz auf manchen Geräten ein Lesen der Bücher verhindert – alles das waren keine Argumente, die die Autoren gelten lassen wollten, als einen Grund, der illegales Downloaden rechtfertigen würde. Zudem ist eine Entschuldigung der Nutzer von LuL.to an die Autoren ausgeblieben.

Die Empörung der Autoren ist daraufhin direkt greifbar gewesen. Auch hat eine Antwort der Selbstpublisher nicht lange auf sich warten lassen: Die entgangenen Gewinne sollen nun in ihre eigenen Taschen zurückfließen. Ihre erste Reaktion bestand also darin, sich zu organisieren, beratend zusammenzuschließen und aufzurufen zu einem weitgehend einheitlichen Handeln. Dabei soll ihre Botschaft überdeutlich bei den Nutzern von LuL.to, die doch zugleich auch ihre Leser sind, ankommen: Sie haben die Absicht, jede nachweisbar begangene Urheberrechtsverletzung zu ahnden. Für die Nutzer, die unvorsichtigerweise weder VPN benutzt, noch ihre Gutscheine bar im Laden gezahlt haben oder auch jene, die sich leichtsinnigerweise dort mit einer realen E-Mailadresse registriert haben, dürfte der Einkauf bei LuL.to nun richtig teuer werden, sobald man sie dort identifiziert hat.

In realen Zahlen ausgedrückt heißt das nun konkret: Es haben sich bisher sechsunddreißig Selbstpublisher, die mit insgesamt 636 Titel auf LuL.to präsent waren, zusammengefunden und sie haben Strafanzeige gegen die Nutzer erstattet, die nachweisbar ihre Werke auf LuL.to erworben und heruntergeladen haben. Nach einer entsprechenden Veröffentlichung einer Pressemitteilung auf der Seite des Rechtsanwalts Tilman Winterling haben sich die Autoren zudem bei diesem fachkundige, juristische Beratung geholt.

Auf dem Blog der freien Autorin und Journalistin Myra Çakan wird ausgeführt, was für die Autoren in etwa zu erwarten wäre:

“Bei 15 Romance-Autoren, die ja recht fleißige Arbeiter sind, kann man vermutlich von mindestens 10 Veröffentlichungen pro Autor ausgehen. Das könnte dann z.B. so aussehen: Schadenersatz 375 € plus Abmahnkosten 2.250 €. Bedenkt man, dass die meisten Self-Publisher, die in diesem Genre schreiben, ihre Romane zum Verkaufsstart für mehrere Tage oder sogar Wochen für 99 Cent anbieten, hätte man die kompletten E-Books für 148,50 legal erwerben könnten.”

Nach aktueller Rechtslage, konkret einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes zum Thema Streaming, das aber auch hier seine Anwendung findet, haben User demnach durchaus damit zu rechnen, dass sie für mindestens 5 Jahre strafrechtlich für ihre Käufe bei LuL.to und dem Herunterladen der Bücher belangt werden können. Abgesehen von einer etwaigen Strafverfolgung durch die Staatsanwaltschaft kann folglich jeder Nutzer, dem der Kauf bei LuL.to nachgewiesen werden kann, vom betroffenen Autor in die Haftung genommen werden. Diese Maßnahmen sollen eine abschreckende Wirkung haben und künftig die Lust auf Piratenangebote an preisgünstigen oder kostenlosen Büchern gründlich versalzen.

Update: 13.07.2017

Ich habe mich wegen der folgenden Aussage von Rechtsanwalt Tilman Winterling:

“Bei den einzelnen Nutzern werden wir jeden Fall ansehen und individuell entscheiden.

an ihn persönlich gewandt und wollte von ihm gerne nähere Angaben zu dieser doch sehr allgemein gehaltenen Information bekommen. Soweit das für ihn vertretbar war, denn tatsächlich möchte er sich aufgrund des laufenden Verfahrens da nicht so gerne in die Karten schauen lassen, führt er in seiner Antwort aus, dass sie: “verschiedene Parameter berücksichtigen, wozu dann z.B. auch die Schwere und Häufigkeit der Rechtsverletzungen gehören.” Auf meine Vermutung hin, dass nur solvente Nutzer von LuL.to abgemahnt und somit bestraft werden könnten, meine Herr Winterling: “Es käme “nicht (nur) auf die Solvenz an, diese ist ja „von außen“ auch nicht immer einzuschätzen.”[…] “„Bestrafen“ tun wir sowieso nicht, denn hier geht es um zivilrechtliche Ansprüche, die nur auf den Ausgleich des Schadens gerichtet sind. Die strafrechtlichen Ermittlungen und eine etwaig hieran anschließende Verfolgung haben mit unserem zivilrechtlichen Vorgehen nur am Rande zu tun, diese liegen erstmal in den Händen der Staatsanwaltschaft.”

Bildquelle: Ramdlon, thx! (CC0 Public Domain)

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156 Comments

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    Ochnö

    Welches Deliktes haben sich Downloader schuldig gemacht? Sie hätten wissen müssen, dass das nicht erlaubt ist? Seit wann ist das denn verboten? Weiß das jemand von denen, die das betonen? In der Schweiz ist es meines Wissens immer noch erlaubt. In Deutschland erst seit ca. 2 Jahren nicht mehr? Oder? Das ändert sich alles sehr schnell. Und es ist doch offenkundig, dass erhebliche Rechtsunsicherheit besteht. Braucht man ein zweites juristisches Staatsexamen, um auf der richtigen Seit zu sein?
    Woher wissen die hier so freudig-forsch nach maximaler Strafe rufenden, gänzlich unbekannten Autoren, wie das rechtlich derzeit genau aussieht? Unwissenheit schützt vor Strafe nicht tönten hier einige „Selfpublisher“, kalt wie eine Staatsanwaltschaft autoritären Zuschnitts und offenkundig mit zusätzlich emotionalen Rachegelüsten.
    Und das noch dazu entgegen den eigenen Interessen: Empathie ist grundlegend für Literatur – in welcher Art auch immer. Wer will schon ein Buch kaufen und lesen von unbekannten Schriftsteller(innen), die sich derart biestig gebärden, ohne Sinn und Verstand? Die Namen, die bisher gefallen sind, sind wirklich gänzlich unbekannt. Und weit mehr als die „Raubkopierer“ sorgen sie selber gerade dafür, dass das auch so bleiben wird, kurz wahrgenommen als unangenehme Schreihälse, deren Namen man schnell und gern wieder vergisst, bevor man ihn sich merken konnte.

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    Katzenstreu

    https://www.heise.de/tp/features/Sieg-ohne-Wert-gegen-die-Schattenbibliotheken-3782827.html
    Interessant ist im hiesigen Kontext vor allem der letzte Absatz.
    Da steht das die Wissenschaftsverlage wohl ernsthaft darüber nachdenken, eine eigene Seite wie die illegale Konkurrenz aufzubauen. Nur mal nicht mit so lausigen Preisen von null Euro :-).

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    Romeo

    @Stilleleserin

    Interessanter Beitrag. Aber mach Dir keine Sorgen! Leute bereuen nie Dinge, die sie im Leben getan haben wenn sie auf dem Sterbebett liegen. Sie bereuen nur was sie nicht getan haben.

    Ich bin stolz darauf bei LOL gewesen zu sein, war mein schönstes eBook Erlebnis bislang! Habe viele neue Autoren entdeckt! Nur kranke Menschen sehen das als etwas negatives an. Dieter Bohlen hat sich nie über geklaute Musik beschwert, nur der Thomas Anders hat Leute abgemahnt weil er ein Egoman ist und negativ denkt und immer nur der kleine Bohlenjunge war, große Autoren sind immer Freigeister und freuen sich wenn möglichst viele ihre Bücher lesen und sie Menschen Kraft, Ideen oder Spannung schenken.

    Aber jetzt wo LOL weg ist hat halt jeder erfolglose Kleinautor mal einen Sündenbock für sein eigenes Versagen, ich weiss zufällig dass die meisten eBooks bei LOL 0x gekauft wurden. Die 37 klagenden Verlierer gehören vermutlich dazu ich hoffe die Liste der Namen ist bald komplett.

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      Stilleleserin

      Wie schon erwähnt, es ist passiert, ich kann es nicht Rückgängig machen und wollte mich dafür aufrichtig entschuldigen.
      Ich kann wirklich die Enttäuschung der Autoren nachvollziehen, aber der Hass der hier verbreitet wird kann einem wirklich Angst machen.
      Klar, wäre ich einer dieser Autoren, kann ich nicht leugnen dass ich auch tierisch Sauer wäre. Aber das Leben hat mir gezeigt, dass manche Dinge es einfach nicht Wert sind dagegen anzukämpfen, nicht weil sie keine schlechte Handlungen waren aber weil man sich am Ende nur selbst Schaden zufügt.
      Ich kann hier nicht für die Autoren sprechen was sie tun oder lassen sollten, dazu habe gerade ich nicht das Recht.
      Aber wenn ich in dieser Situation wäre, würde ich diese zu meinem Zweck ausnutzen und diese für mich zum Vorteil machen. Genau jetzt wäre die Möglichkeit als SP-Autor auf sich aufmerksam zu machen, allerdings nicht auf die Art, auf die es jeder beim ersten Gedanken machen würde (Abmahnungen).
      Wie schon im meinem letzten Beitrag erwähnt, bringt das Zurückschlagen mit harten Mitteln meistens nichts. Jetzt heißt es, mach das beste daraus und zeig dass du es besser kannst!!!

      Angenommen die 36 (oder 37?) Autoren würden damit werben, ihre Bücher (bzw. vielleicht ein oder zwei), für welche die LuL Nutzer bezahlt haben, für ein oder zwei Wochen kostenlos anzubieten, einfach weil sie es können. Der, der es bei LuL heruntergeladen hat und es für gut befunden hat, könnte sich jetzt in den A**** beißen ;)

      Dadurch hätte man mehrere Vorteile:
      – Ich kann zeigen, dass derartiges Vergehen, welches betrieben wurde, auch mich als SP-Autor nicht Ruinieren kann. Nein, allein durch LuL ist es mir gelungen, die Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen und diese zu meinem Vorteil zu machen.
      – Ich ernte Respekt von meinen Fans, Lesern (auch zukünftigen) und von den LuL Usern.
      – Ich habe nun die Möglichkeit, meine neuen Leser an mich zu binden und sie dazu zu bringen weitere Bücher von mir zu kaufen. (Alleine wenn ich von solcher Aktion erfahren würde und nicht einmal im Leben von lul gehört hätte, würde es mich reizen, einen Blick in die Bücher solcher Autoren zu werfen).
      – Man erlangt Aufmerksamkeit, aber nicht durch Strafen sondern überlegtes und weitsichtiges Verhalten.

      Natürlich ist es ein Risiko, aber damit kann man eigentlich nichts verlieren. Und in der heutigen Zeit weiß man, dass man nur weiterkommt, wenn man die Menschen von sich überzeugt, nicht anhand von Strafen und viel Geld, sondern mit Ehrgeiz, Außergewöhnlichkeit und Ehrlichkeit.
      Glaubt mir kämpfen kostet Kraft, welche ihr in so viele Möglichkeiten stecken könntet. Jeder will nun aus dieser Situation seinen Vorteil ziehen und in diesem Fall sind es keine anderen als die Abmahnanwälte.

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        Das-tut-weh

        Liebe Stilleserin,

        in einer der Autoren-Antworten hat sich eine Kollegin bereits dazu geäußert. Selbst ihre dauerhaft kostenlosen Bücher, mit denen sie auf andere aufmerksam macht, wurden bei LUL und anderen Piraten-Portalen angeboten. Was ja schon d … ist (nein, Lars, ich benutz das böse Wort nicht mehr :-).

        Auch sonst schöpfen wir sehr viele Möglichkeiten aus, unter anderem mit Sonderaktionen, Preisausschreiben und vielem mehr. Wir tun das kontinuierlich und nicht jetzt in einem “huch-wie-greifen-wir-jetzt-die grauen-Schäfchen”-Verfahren.

        Solcherlei Aktionen (auch kostenlose Angebote) haben in der Vergangenheit die Piraten nicht abgehalten unsere Bücher für lau anzubieten und einen Großteil der Dowonloader auch nicht. Sonst wären VK-Einbrüche von mindestens 30% (das haben wir zusammen mit Herrn Kaspar von Counterfights ermittelt) nicht zustande gekommen. Fakt ist (leider), dass es ein weitverbreiteter Sport ist, alles für lau abzugreifen, selbst wenn unsere Bücher zur Einführung für 99 Cent angeboten werden.

        Das wurde schon zigmal wiederholt. Und wir erleben es ständig.

        Wir wissen, was es heißt zu kämpfen. Wir sitzen an der Front, sind Autoren, sind Verleger, sind Social-Marketing-Experten, sind Presseleute in eigener Sache und Kaufleute dazu. Das ist ein Fulltime Job, sieben Tage in der Woche, oft auch noch bis tief in die Nacht. Wie viel Kraft das kostet? Wenn man dabei ständig auch noch bestohlen wird?

        Ehrlichkeit? Ehrgeiz? Außergewöhnlich sein und sich abgrenzen und eigene Nischen schaffen? Wir wissen wie es geht. Aber wissen das auch die Leutchen, die sich in die Tasche lügen, und meinen, wir sollen doch mal großzügig sein und froh sein, dass unsere “unwerten Werke” überhaupt Leser finden?

        Risiko? Wir gehen ständig auf Risiko, indem wir alles vorfinanzieren um unseren redlichen! Lesern Stoff zu bieten, der sich mit den Werken der großen Verlage messen kann.

        Kann er auch, wir haben viele wunderbare und ehrliche Leser, aber leider auch die Schmarotzer, die jedes unserer neuen Bücher ausstoppen, indem sie es illegal verbreiten und laden. Lesen Sie mal alles quer, es wurde hier immer wieder erneut aufgeklärt

        Also, redet euch hier bitte nicht raus, indem ihr uns als dämlich (das böse Wort, Lars, aber diesmal auf uns bezogen) darstellt. Wir sind weder dämlich, noch naiv und garantiert keine Autoren, die jedem Leser/Dieb hinterherhecheln müssen. Ich will NICHT, dass Diebe sich an meinen Büchern bereichern, ich will nicht, dass sie sie lesen, ich will sie auch nicht als scheinheilige “hach-ich-bibber-schon-deinem-nächsten-Buch-entgegen”-Poster auf meinen Social-Media-Präsenzen.

        Jetzt wirklich zum letzten Mal von mir: ich werde mir jeden ermittelten Täter ganz genau ansehen, bevor eine Abmahnung rausgeht. Nicht nachdenken, werde ich bei “Buchspendern”, die sich auch noch einen Vorteil mit meinem geistigen Eigentum verschafft haben. So, jetzt langt es mir hier aber wirklich … schönen Sonntag!

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          Romeo

          Die 30% sind aber völliger Quatsch. Vermutlich gäbe es alleine schon 200% mehr eBook Verkäufe ohne euer nerviges DRM.

          Ansonsten wiederholst du ja hier nur ständig die selben falschen floskeln. Kennst du erfolgreiche Autoren oder Musiker die sich über Piraterie aufregen? Nein, weil es sie nicht gibt. Die erfolgreichen Autoren und Musiker sind immer kundenorientiert nicht Kundenhasser wie Du. Und ja, auch ein Lul.to Mitglied ist ein potentieller Kunde für jeden Autoren, zusätzlich zu den vielen viralen und Marketing-Effekten die selbst ein Pirat euch an Vorteilen einbringt.

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            Jerry Garcia

            …stimmt so nicht, Metallica und Phil Collins haben User von PTP Netzen verklagt .Die SPs haben meist noch nicht mal hartes DRM. Wenn die Gierhälse von LUL mit der Veröffentlichung von Neuerscheinungen 2-3 Monate gewartet hätten wäre allen gedient gewesen. Ich meine mich zu erinnern, daß es früher von Piraten so eine Art Schonfrist für die Verlage gab. Vielleicht sollten sie sich mal darauf zurück besinnen..

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            Michael

            @Jerry Garcia: Weißt du was mich an der ganzen “Szene” am meisten aufregt? Dass es doch überhaupt mit dem Vorgehen der Musikindustrie angefangen hat richtig kriminell und unlustig zu werden (ja, Geld wurde mit Schwarzkopien schon davor verdient aber nicht in dem Ausmaß wie heute). Als es mit all den P2P Plattformen wie eDonkey usw. angefangen hat, hat die Musikindustrie die Nutzer massenhaft abgemahnt und verklagt. In den USA teilweise mit unglaublich hohen Summen, 6 oder gar 7stellig also völlig irrsinnig.
            Und was ist dann passiert? Dann haben findige Geschäftsleute eine Marktlücke ausgenutzt und die One Click Hoster und andere Modelle entwickelt (Streaming) mit denen sie u.a. mit Premiumdiensten, Werbung, Abofallen und anderen unseriösen Praktiken richtig viel Geld verdient haben. Die Contentindustrie (meiner Meinung nach vor allem die Musikindustrie) hat also selbstverschuldet die heutige Situation miterschaffen.

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        Romeo

        Hast Du mal das Buch gelesen “Sorge Dich nicht, lebe!”? Es gibt da glaube ich auch etwas gute zu von Paul Watzlawick.

        Die erfolglosen Autoren hier freuen sich mal auf jemanden draufhauen zu können um vom eigenen Versagen ablenken zu können, selbst erfolgreiche Autoren wurden früher oftmals 30x, 40x oder häufiger von Verlagen abgelehnt. Patrick Süsskind, selbst Rowling wollte erst keiner veröffentlichen.

        Heute denkt jeder, der die Word-Autokorrektur verwenden kann er ist ein Autor. Jeder kann sein Werk bei Amazon veröffentlichen. Wenn es dann keiner lesen will haut man halt auf die bösen Leser drauf, die nur gute Bücher ohne DRM oder sonstigen Mist haben wollen. Das hat schon in der Musikindustrie in über 20 Jahren nicht funktioniert, warum sollte es heute funktionieren? Du wirst keine Abmahnung bekommen. Diese “Autoren” wurden ja nichtmal bei LUL gelesen.

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          Stilleleserin

          Habe die Printversion tatsächlich in meinem Bücherregal stehen :-)
          Auch wenn ich noch nicht ganz durch kam, kann ich es wirklich jedem ans Herz legen.

          @Das-tut-weh
          Es war nicht meine Absicht Sie oder Ihre Kollegen als “dämlich” zu bezeichnen, dass war so nicht gemeint von meiner Seite aus, deswegen lasse ich das Thema sein.

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      Strick

      Danke mir ging es genau so. Einmal im Leben Bücher kaufen, soviel man wollte. Habe auch Bücher bei Amazon gekauft. Aber ehrlich wie oft habe ich mich auf eine Fortsetzung gefreut und €20 bezahlt und war Mist. Cody mcfayde bestes Beispiel. Oder Linda Castillo tolle Thriller und dann werden Bücher verlegt, die vorher abgelehnt worden
      Habe auf das neue Buch von Elly griffige gewartet, das kostet als ebook 16,99 für 384 Seiten. Das ist Abzocke am Leser. Als gebunden Fassung ist da nichts gegen einzuwenden. Aber für einen Download?
      Natürlich war das anscheinend nicht korrekt, aber ich habe gedacht, das ist wie mit gebrauchten Bücher, die habe verschenkt und zum Basar gegeben.ausserdem dachte ich das wäre eine Partner Seite von Amazon. Alle Informationen gingen mit Amazon Nummer und Gutschein. War da wirklich sehr doof. Mir tut das auch sehr leid aber ich habe in meinen 55 Jahren des Lesens schon soviel bezahlt, das ich mir verzeihe.
      Sollte ich eine Abmahnung bekommen bin ich ruiniert und Mal sehen was dann kommt. Habe ich mir was kriminelles gemacht.
      So schlimm wie das ist, aber so ein Aufschrei erschallt nicht, wenn sich absolut böse Menschen im Internet rumtreiben z.b. pädophile. Und das tragisch und eine Katastrophe.

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      Ich finde es gut, dass gegen diese Diebe geistigen Eigentums vorgegangen wird. Als Autor habe ich auch schon entecken müssen, dass ebooks von mir auf illegalen Plattformen erschienen.
      Der Verlag, bei meine Bücher erscheinen, ging mit Abmahnungen und Anzeigen dagegen vor. Und das ist richtig so.

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    Heike N

    Dank Tante Google wurde eine Zeit lang bei jeder Suche nach einerm Buch (Rezession) LuL genannt.
    Jeder der über ein wenig Intelligenz verfügt, Augen im Kopf hat und des lesens mächtig ist konnte auf den ersten Blick feststellen dass lul Betrug und Abzocke der übelsten Sorte war.. Wenn ich das mit meinem halben Jahnhundert auf dem Buckel feststellen konnte,..
    Sicher gibt/gab es Menschen mit geringen I-Net Wissen die das nicht erkennen konnten. Diese gehören jedoch sicher nicht zu der Gattung Jäger und Sammler die diese Betrüger brauchten um ihre Geschäfte am laufen zu halten

    Zitat: “Wer liest schon das Kleingedruckte?” – Diejenigen die lesen können. Alle Anderen unterschreiben das im kleingedruckten stehende Bestellung über ein 10-Jahres-Abo zum Super-Sonderpreis von 575,-€ pro Monat.

    Ob ich lese – ja sowohl ebooks als auch gedruckte Bücher – durchschnittlich 3 Bücher/Woche (ca 2000 Seiten) Wer so viel liest lernte vor langer Zeit wie man diese Sucht günstig im Zaum hält:
    Stadt- und Gemeindebücherei Jahresbeitrag (je 365 Tage) für beide zusammen 15€ incl dem Zugang zur Onleihe 2er Bundesländer (Günstiger als irgend ein OCH). Bücher oder eBooks, die ich wirklich haben möchte (best. Sammlungen) kaufe ich bei meinem Buchhändler vor Ort.. Im Gegensatz zu Amazon sind Empfehlungen nicht an anderen Kunden ausgerichtet und vor allem veranstaltet die Buchhandlung alle 2 – 3 Monate eine Autorenlesung. (z.B. Markus Heitz bevor er erfolgreich wurde….)

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    Der Jurist

    Wenn man Post vom Staatsanwalt oder Anwalt in Sachen LUL bekommt, dann sollte man sich auf jeden Fall wehren!

    Das Hauptargument sollte dabei sein, dass man LUL nicht als illegales Angebot erkennen konnte.

    Wenn man zum Beispiel nach der Checkliste der renommierten Seite “irights.info” (siehe Seite “Wie erkenne ich rechtswidrige Angebote im Internet?” – https://irights.info/artikel/wie-erkenne-ich-rechtswidrige-angebote-im-internet/22725 ) vorgeht, dann treffen bei LUL fast alle Indizien für ein illegales Angebot NICHT zu. Nur fehlendes Impressum und to-Domain sind zu wenig, dass ein Normalbürger LUL als illegales Angebot erkennen konnte. Die professionelle Ausgestaltung, Logo ähnlich einer Corporate Identiy, Logo in allen Buchdownloads, die Bezahlung, die vielen Komfortoptionen wie Vorschau, die Adventskalender-Goodies, usw. sprachen eindeutig für ein eher legales Angebot. Die niedrigen Preise gibt es auch auf anderen Plattformen. Und wer liest die FAQ? Ich nicht. Man auch kann nicht erwarten, dass ein Kunde alle Webseiten eines Angebotes von Anfang bis Ende studiert.

    Wenn man mal als Vergleich den “OnlineTVRecoder” heranzieht (der wohl legal ist, da er immer noch leibt und lebt, und der sogar von der Stiftung Warentest besprochen wurde), dann sieht man dort ein Impressum von den Seychellen, man bezahlt über eine andere Domain (we-love-tv.com mit einem Impressum in der VR China) und die Webseite sieht nicht sonderlich professionell aus.

    Ist nun der OnlineTVRecoder legaler als LUL? Wer will das einschätzen?

    § 53 Urheberrechtsgesetz verbietet einen Download von Inhalten aus „offensichtlich rechtswidrigen“ Vorlagen. Dass dies bei LUL der Fall war (und beim OnlineVideoRecorder nicht), war bzw. ist für einen durchschnittlichen Nutzer nicht erkennbar.

    Der Passus “offensichtlich rechtwidrig” ist zudem derartig ungenau, dass LUL-“Kunden” sich auf jeden Fall wehren sollten.

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      branys

      Das sehe ich auch so. Und ich bin auch überzeugt davon, dass ein Teil der Lul Nutzer wirklich nicht wusste, dass es illegal ist. Das Angebot tauchte ja auch ganz normal in Google auf – was Verlage, Autoren usw. hätten sperren lassen können relativ einfach direkt bei Google.

      Es wird aber dann auch an den Richtern liegen, das kann ja keiner vorhersagen wie die entscheiden.

      Aber erstmal müssen wir ja sehn, ob überhaupt die Kunden ermittelt werden können.

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        Das-tut-weh

        brany … bitte nicht schon wieder falsche Infos verbreiten. LUL-Angebote konnten nirgendwo von uns gesperrt werden! Wir wussten davon, hatten aber im Gegensatz zu den anderen Portalen keine Möglichkeit, das Angebot löschen zu lassen, die Angebote zu eleminieren. Da das Angebot nicht löschbar war, war auch die Antwort auf Suchanfragen via Google nicht weg zu bekommen. Das sind ja keine statischen Links, sondern dynamisch erzeugte, je nach Abfrage. Wer also listig und gezielt nach speziellen LUL-Angeboten suchte, hat gefunden.

        Hat man hingegen schlicht einen Titel und einen Autor gesucht, erschien auch immer die legale Plattform, spätestens dann müsste ein ganz und gar argloser und ahnungsloser User gestutzt haben. Und das ist nicht nur den Richtern bekannt, das wusste auch vor Monaten schon jede Kripostelle, bei der Strafanazeigen gestellt wurden.

        Nein, niemand kann voraussehen, wie das hier ausgeht. Das stimmt allerdings.

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          Romeo

          Das ist aber nicht ganz richtig. Es ist schon seit mindestens 1-2 Jahren so, dass Google Seiten (Domains) komplett löscht. Die findet man dann nur noch über Duckduckgo und andere Suchmaschinen. Aber 90% kommen ja über Google (oder mehr) also von daher hätte das sicherlich schon sehr viel gebracht.

          Auch wenn eine Seite/ein Anbieter DMCA Entfernungen ignoriert folgen Konsequenzen. Da haben die Verlage/Autoren dann wohl geschlafen?

          Hier ein Artikel aus 2012(!)… http://www.taz.de/!5091180/

          “Die deutschen Gerichtsbeschlüsse zielten auf mehr als 1.300 Links in Suchergebnissen (…) Google kam 80 Prozent der richterlichen Anordnungen nach.”

          @Tarnkappe warum haben die Verlage und Autoren hier so lange geschlafen? War man vielleicht insgeheim dankbar über lul, dass es endlich mal eine funktionierende eBook-Platform gab? :D

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            Quatsch!!

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            Romeo

            Biederst Du Dich bei den unzufriedenen Autoren an….? Ich habe einen Link gegeben. Also kein Quatsch!

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            Nein, das nicht. Aber ich kann verstehen, dass die sauer sind. Ich war auch wenig begeistert als ich sah, dass LuL.to unser E-Book für 15 Cent angeboten hat. http://tarnkappe.info/lul-to-beklaut-die-tarnkappe-spiegelbests-e-book-fuer-15-cent-im-angebot/

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            abcdefg

            Lars, Du bist sauer, weil Lysander Dein Buch für 15 Cent verkauft hat?

            Er tut genau das gleiche, was Spiegelbest seinerzeit auf Ebookspender per Flatrate getan hat: aus der Arbeit anderer Profit gezogen und sich dazu noch über sie öffentlich lustig gemacht. Bloß hat SB halt kein Buch verkauft, in das DU Arbeit gesteckt hast.

            Dennoch hast Du während dessen aktiver Zeit Spiegelbest hier als Hauptkommentator eine Bühne geboten. Spiegelbest ist nicht besser als Lysander.

            Wie paßt das Alles zusammen?

            Wenn der schöngeistige Herr OberLuL eines Tages aus dem Knast kommt, darf der dann auch hier auf der TK mitbloggen wie der gute SB?

            Oder sind bloß die Piraten böse und hier unwillkommen, die DEINEN Kram verscherbeln, aber die, die anderer Leute Arbeit verscherbeln, sind hier hochwillkommen?

            Bin ich der einzige hier, dem dieser Umstand zu denken gibt: Lysander = böse, Spiegelbest = gut?

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            Ich hatte ja auch damit gerechnet, dass unser E-Book früher oder später als Schwarzkopie für einen Appel & ein Ei verscherbelt wird. Und nein, Lysander und SB haben beide das geistige Eigentum Dritter benutzt, um damit Geld zu generieren. Nur ist Spiegelbest (SB) damals halt recht schnell aus TorBoox raus. Nach eigener Aussage, weil ihm die Sache zu monetär wurde. Die wahren Hintergründe habe ich nie erfahren, das werden wir sowieso nicht. Grundsätzlich gibt es aber keinen erheblichen Unterschied zwischen Lysander und SB. Nur war mir SB halt aus E-Mails sehr sympathisch. Wenn ich mir ansehe, was Lysander z.B. bei ngB.to verzapt hat, das war das genaue Gegenteil: https://ngb.to/search.php?searchid=4390882

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            abcdefg

            Einer von uns steht gewaltig aufm Schlauch, glaube ich ^^.

            Daß SB aus TorBoox raus war, glaube ich. Seine Version davon eher nicht. Wohl eher ein Rausschmiß durch die beiden anderen Technikadmins, die ihn nicht mehr gebraucht haben.

            Ist aber nach wie vor keine schlüßige Erklärung von Dir, warum der hier sein eigenes Forum bewerben durfte. Weil: ebookspender war keine reine Tauschbörse, sondern genauso kommerziell wie TorBoox oder LuL. Kunden von ebookspender mußten zahlen. Genau wie bei LuL. Bezahltmodell war anders, aber das wars auch schon.

            Du hast hier also einen Abzocker während seiner aktiven Phase schreiben lassem, bloß weil er so ein knuffiges kleines Kerlchen war? Echt jetzt?

            N.S. Der Link funktioniert nicht. Muss man wohl registriert sein.

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            Ich habe mit SB hier einen Kriminellen schreiben lassen, ja. Das alleine war aber nicht illegal. Dafür habe ich dann im Dezember 2014 die Durchsuchung kassiert. War ja auch abzusehen. Welches “Geschäftsmodell” nun weniger kriminell ist, wo es die schwarzkopierten E-Books im Spender-Forum nur gegen Bezahlung gegeben haben soll (ich war nicht involviert), das sollen die Gerichte entscheiden.

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          Michael

          @das-tut-weh
          Woran liegt es dann, dass viele Forenbörsen keine Treffer mehr bei Google erzeugen? Ganz nachvollziehen kann ich das nicht. Also klar, auf lul selbst konnte man nichts löschen lassen, aber Google kann man meines Wissens nach schon zwingen, Links zu illegalen Angeboten aus ihrem Index zu sperren, oder nicht?

          Was mich übrigens wundert: Seit wirklich vielen Jahren sind Seiten wie Serienjunkies. Movie Blog, DDL usw. aktiv. Woran liegt das?

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      Strick

      Danke mir ging es genau so. Einmal im Leben Bücher kaufen, soviel man wollte. Habe auch Bücher bei Amazon gekauft. Aber ehrlich wie oft habe ich mich auf eine Fortsetzung gefreut und €20 bezahlt und war Mist. Cody mcfayde bestes Beispiel. Oder Linda Castillo tolle Thriller und dann werden Bücher verlegt, die vorher abgelehnt worden
      Habe auf das neue Buch von Elly griffige gewartet, das kostet als ebook 16,99 für 384 Seiten. Das ist Abzocke am Leser. Als gebunden Fassung ist da nichts gegen einzuwenden. Aber für einen Download?
      Natürlich war das anscheinend nicht korrekt, aber ich habe gedacht, das ist wie mit gebrauchten Bücher, die habe verschenkt und zum Basar gegeben.ausserdem dachte ich das wäre eine Partner Seite von Amazon. Alle Informationen gingen mit Amazon Nummer und Gutschein. War da wirklich sehr doof. Mir tut das auch sehr leid aber ich habe in meinen 55 Jahren des Lesens schon soviel bezahlt, das ich mir verzeihe.
      Sollte ich eine Abmahnung bekommen bin ich ruiniert und Mal sehen was dann kommt. Habe ich mir was kriminelles gemacht.
      So schlimm wie das ist, aber so ein Aufschrei erschallt nicht, wenn sich absolut böse Menschen im Internet rumtreiben z.b. pädophile. Und das tragisch und eine Katastrophe.

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    Also, ich lese ja auch mit. Ich finde den Ton zeitweilen unangemessen unter uns allen. Egal, ob ihr wieder auf mich losgeht- ich muss es loswerden.

    Bei Beleidigungen handle ich nach Schema F- eine Kommentatorin hat nun Probleme mit der realen Welt. Spinnerte Geschichten verbreiten, da stehe ich nicht drauf. Das regelt die Justiz ab jetzt mit ihr in aller Härte.

    Es sind Daten von lul durchgesickert, durch oder von wem auch immer.

    Von erfolglosen Indy- Autoren kann da keine Rede mehr sein. Oder Selfpublishern.
    Das sind Zahlen, da wird mir schlecht. Da wirkt das beschlagnahmte Geld bei den Lul-Jügern wie ein Trinkgeld.

    Fakt ist, Lysander war mit seinen Lul- Legasthenikern kein Pirat, sondern ein elender Schmarotzer, ein Parasit, an dem Eigentum Dritter.

    Schande über ihn, ab in den Knast, dafür gibt es Gerichte und Gefängnisse.
    Seine Leichtmatrosen kann er gleich mitnehmen. Er soll sich ins Knie f++++n. Es ist mir gleich.

    Ich müsste so wütend sein auf Lysander und seine Knechte wie nix anderes. Er hat sich als ich ausgegeben, um meine Bücher an den Mann zu bringen, das ist Fakt und erwiesen. Er hat öffentlich zu Straftaten gegen mich aufgerufen, mich als Hund tituliert, ich sollte öffentlich, ich zitiere” zu Tode” gefickt werden”, weil ich mich gegen ihn gestellt habe. Nicht einmal, sondern gleich ein gutes Dutzendmal.

    Ich bin körperlich fast daran zerbrochen. Das war auch seine Absicht. Wer zum Tod eines anderen Menschen aufruft, will ja sein Ziel erreichen.

    Wo waren da alle, die jetzt schreien, als ich gegen ihn alleine stand?

    Lysander ist ein armes, dummes, kriminelles Würstchen, dem ich im Gerichtssaal reichlich Taschentücher reiche.
    Der versteht nicht, was er angerichtet hat, der Clown.

    Stopp, das ist ein Rachefeldzug, weil wir Lysander nicht selbst kriegen.

    Ehrlich, ich könnte ihm auch den ganzen Tag auf die Fresse hauen. Das können die Beamten des LKA ruhig lesen, Fantasie ist noch keine Handlung und rufe dazu nicht auf, sondern im Gegenteil. Ich rufe zu Frieden auf, weil ich meine Ideale leben will, wie ich sie in meinen Büchern schildere.
    Mein Herz ist ohne Hass.

    Er bekommt seine Strafe und wird vom Gericht „Kiel geholt”, da seid sicher.
    Seine Kumpane genauso. Und wenn es das letzte ist, was ich mache, aber nun muss es gut sein.

    Weil wir die Tantiemen, die uns zustehen, von ihm nicht kriegen, geht es jetzt auf die Leser los.
    Da sage selbst ich: Nein!

    Weil das keine Lösung ist, sondern die Autoren müssen nachdenken (!!!!,) wie wir eine Lösung für uns finden.
    Dazu aufgerufen ist Manuel Bonik (!), weil er vollkommen vernünftig ist. Die wundervolle edoep..Die GVU und Ihr, ich, die Autoren.

    Ich beteilige mich nicht an Hexenjagd auf Leser, (die Jagd auf Lysander/ Lul.to hat mir Freude bereitet). , sondern an einer gerechten Teilhabe der Autoren an ihrem Werk, ohne Verleger, ohne amazon, die ich persönlich immer kritischer sehe, weil amazon ein Monopolist ist, der nur auf den eigenen Vorteil aus ist.

    Leute bitte, was bringen Abmahnungen außer Geld? Keiner, der schreibt, macht das aus alleinig Gründen der Finanzen, vielleicht auch.
    Zudem, ein Großteil der User hat die ” Geiz ist geil” Methode verinnerlicht, wir müssen nicht gegen Hartz 4 Empfänger vorgehen, sondern etwas gesellschaftlich ändern, wie Voltaire, Zola, Sommerset und Havel in ihren Tagen schrieben. Dazu haben wir diese Begabung, nicht um Gerichtssäle zu besuchen, Anwälte zu beschäftigen.

    Trotz allem, ich rufe dazu auf Lul von allen Schriftstellern, die geschädigt wurden, anzuzeigen, lasst eure Wut an ihm aus. Rechtsstaatlich, bitte! Lysander ist schuld an dem Chaos. Die anderen Raubkopierer müssen auch verschwinden, die sich am geistigen Eigentum Dritter bereichern
    Das soll der Anfang sein.
    Aber Lul ist nur der Auslöser für unsere Wut.
    Lysander ist einer derjenigen, den wir überleben, indem wir uns weiterentwickeln.

    Insofern können wir diesem Lul Gebilde noch dankbar sein, die Diskussion war überfällig.

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      Branys

      Was für Zahlen sind denn durchgesickert, oder ist das frei erfunden um Deine wilden Thesen zu stützen?

      Zu den Attacken zwischen Dir und Lysander kann ich nix sagen, da das für mich persönlich irrelevant und uninteressant ist, und ich denke die meisten auch hier gar nicht mal unbedingt wissen wer Du bist und auch nie ein Buch von Dir gelesen haben (ich glaube jemand sagte Du hast 2 Rezensionen im Schnitt auf Amazon? Also eher erfolgslos offenbar und vielleicht mit 2,50€ verlorenen Tantiemen durch lul).

      Aber was sollen denn die Attacken jetzt auf Lysander? Wenn man das so liest wird ja jeder nur denken zu einem Streit gehören immer 2. Da Du ja auch gut austeilst. Ausserdem, ist es denn überhaupt erwiesen,. dass einer der 3 Verhafteten Lysander ist? Weil auf lul hatte sich ja einiges geändert vor ca. 1 Jahr.

      Was ist eigentlich mit all den Leuten, die seitdem Lul weg ist jetzt wieder alte Bücherpakete runterladen, also jetzt nichtmal mehr die Neuerscheinungen lesen? Könnte da den Autoren nicht viel mehr Schaden mit entstehen als Nutzen? Wenn jetzt plötzlich 25.000 Leute nicht mehr in Diskussionsforen, in Amazon Rezensionen und im Freundeskreis über die neuen Bücher reden?

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        Katzenstreu

        Lysander war schon sehr fies zu der Frau.
        Nebenbei, ich habe jetzt mitbekommen warum Autorin A so einen Anfall bei meinen Beiträgen bekommen hat.
        Ich bin es gewöhnt, das es als Lob oder Zustimmung gilt, wen man sagt das lassen wir so.
        Auf dieversen Blogs und Autorenseiten, die ich jetzt mal Zwecks Recherche frequentiert habe, ist mir aufgefallen das da nicht bloß etwas sondern massiv freizügiger mit Lob und Zuwendung umgegangen wird.
        Liebe Autorin A ich wollte dich und Andere nicht ärgern.
        Allerdings sehe ich es immer noch so, das euer Markt einfach nicht zu funktionieren scheint.
        Gleichzeitig finde ich es aber auch nicht in Ordnung das sich einfach so bedient wird.
        Das ich 50 bis 80% nichtautorisierte Nutzung etwas happig finde, ist vielleicht etwas flapsig formuliert aber beinhaltet vom Wortsinn her das das eindeutig zu viel ist. Mit einen gewissen Schwund muss man in jeder Branche leben, das war jetzt ebenfalls nicht als Anmache gedacht sondern war als Feststellung gedacht heißt aber eben gerade nicht das solche Werte tolerabel sind.
        Alles in allen finde ich die Zahlen, die die andere Autorin nennt, eine Katastrophe da von solchen Geldern niemand leben kann. Ich sehe das als Selbstausbeutung, in dem Sinne finde ich meine Grundaussagen korrekt.
        Es erscheint mir bei allen von mir angeführten Punkten schwierig bis unmöglich die Situation nachhaltig zu verbessern.
        Die Aussage das ihr etwas zu stark von Amazon abhängig seit nehme ich ebenfalls nicht zurück, da es sich wohl so darstellt, das ihr alle extreme Probleme bekommt sollten die aus was für Gründen auch immer temporär oder dauerhaft nicht verfügbar sein.
        In diesem Sinne ein schönes Wochenende.

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      Takeshi Kovacz

      Also Marii, mir hat ja in den vergangenen Diskussionen nicht immer gefallen, was Du so geschrieben hat. Aber das war jetzt mal ein echt guter Beitrag. Die erste der schreibenden Zunft, die so etwas wie Augenmaß erkennen lässt. Bei vielen anderen Kollegen liest man nicht viel außer Schaum vorm Mund.

      BTW, die Zahlen von lul.to würden mich auch interessieren. Ich muss nämlich zugeben, bisher glaube ich noch, dass da von den SP einige aufgebauscht wird.

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        Takeshi
        Ich kann aber den Schaum auch nachvollziehen, nur das bringt nichts. Nein, die Zahlen, die kursieren, stimmen in etwa.

        Das passt zu meinen Verkäufen vor Lysander.

        Ich hatte ja alle Ebooks runtergenommen, deshalb ist auch fast nichts mehr bei amazon
        Ich war bei Buch.de mit einem Buch um Weihnachten 2012, auf Platz 4, das passt schon.

        Danke für Deinen Kommentar, hat mich echt gefreut.

        Auf die Beschimpfung dieses anderen Herrn gehe ich nicht mehr ein, weil diese substanzlos sind. Ich will auch nicht, dass mir wegen solcher Leute der Kragen platzt und die nächste Anzeige verleumdung, übler Nachrede, etc. rausgeht.
        Da muss jetzt mal Frieden einkehren.

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        branys

        Ich weiss nicht, was aufgebauscht sein könnte. Wir kennen ja nur die Zahl von 30.000 oder? Davon waren ja auch nicht alles aktive Nutzer. Sicher haben einige zum Adventskalender auch mehrere Accounts erstellt um mehr kostenloses Guthaben abzustauben.

        Ich könnte mir vorstellen, dass es vielleicht 15.000 Nutzer waren, die auch Guthaben aufgeladen haben. Die meisten eBooks und Magazine usw. kriegt man ja eh überall im Netz, d.h. es ist unrealistisch, dass viele bei Lul jetzt alles gekauft haben. Da waren sicher sehr viele, die vielleicht 5-10€ aufgeladen haben.

        Sicher gab es auch ein paar Power-User die einige 100€ aufgeladen haben. Insbesondere halt die Leute von lesen.to & Co :-)

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    Kanossa

    Ich möchte mich bei den Autoren entschuldigen!
    Die Kommentare hier gleichen einem Krieg,
    dabei geht es nicht um den Preis eines E-Books, sondern um das Prinzip, sich unerlaubt etwas

    genommen zu haben, gleich einem Diebstahl.
    Wenn man sich etwas nicht leisten kann, muss man darauf verzichten. Ganz klar, wer hier im Recht

    ist. Warum ich es dennoch getan hat, möchte ich später zurück kommen.

    Bezweifle ich doch, dass die echten “LuL Kunden” hier diese bitter bösen Kommentare hinterlassen.

    Nicht jeder liest Tarnkappe, selbst bin ich doch nur zufällig auf dieser Seite gelandet, wobei ich fast

    schon Zweifel hatte, ob dies hier legal ist. Zudem ist es eine Überwindung, hier eine Entschuldigung

    zu hinter lassen. schließlich ist es gut möglich, nach einem Schuldeingeständnis Post zu erhalten.

    Soviel habe ich jetzt schon verstanden, dass ich Spuren hinter lasse. Auch wenn ich mit dem einem

    gratis E-Book wohl nicht gerade so interessant bin. Guthaben habe ich nicht eingezahlt.

    Es tut mir sehr, sehr leid! Ich habe ein gratis E-Book bei Lul geladen. Dieses war auch bei Amazon zu

    diesem Zeitpunkt gratis. Leider ist es mir nicht möglich, mich bei der betreffenden Autorin zu

    entschuldigen, weil das E-Book nie auffindbar war. (Dateiname zu lang, Pfad nicht da, eine

    Fehlermeldung, ich habe nichts im Download Verzeichnis gehabt.) Mir fällt der Titel nicht mehr ein

    und ich kann ironischer Weise bei LUL nicht mehr nachsehen, von wem es war.

    Damals hat LUL geschrieben, dass die Autoren mit ihnen zusammen arbeiten würden, da sie

    praktisch kaum etwas von einem verkauften Buch bei Amazon erhalten würden. LUL würde ihnen

    Beträge zukommen lassen. Ganz ehrlich, es hörte sich legal an. Auch wenn sie schrieben, dass sie

    keine Autorennamen veröffentlichen dürften, wegen Amazon. Ich habe ihnen geglaubt und nirgends

    gelesen, dass es eine Lüge oder Unverschämtheit wäre, sowas zu behaupten.

    Später wurde dann nie mehr darüber berichtet. Irgendwann wurde ich dann selber unsicher, habe

    allerdings auch keine Bücher dort gekauft. Zweifel hin und her, aber auch wenn im Inneren ein Teil

    schreit, dass ist nicht korrekt, möchte man doch gerne so naiv sein und es glauben.

    Leider bin ich schon in der 2. Lebenshälfte und habe wenig Internet Kenntnisse. Mein Vorschlag wäre

    ein Spendentopf, mindestens 1 Euro, der nur an die geschädigten Autoren geht. Wo aber jeder

    spenden kann, ob er LUL Kunde war oder nicht! (Damit keiner Angst hat, er würde durch eine

    Spende seine Daten geben.) Im Prinzip, wie Firefox, der mir dann immer diese nette Dankes E-Mail

    schickt.
    Selber mache ich gerne den Anfang. Vielleicht käme dabei etwas Positives für die Autoren zustande.

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      Branys

      Spendest Du auch für die ganzen Songs, die Du im Radio gehört hast oder auf Kassette aufgenommen hast früher? Damit hast Du ja genauso die Songschreiber, Musiker, Texter, und alle anderen die viel Arbeit in die Songs gesteckt haben abgezockt & betrogen.

      Und was ist eigentlich mit den Kindern in der 3. Welt oder die grausame Massentierhaltung? Was tust du dagegen? Kaufst Du Fleisch im Supermarkt? Spendest Du Geld nach Afrika oder kaufst Du dir lieber ein neues Auto?

      Und wie sollen die 2 Millionen Autoren auf LUL an Deinen 1€ Spende kommen?

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        dominatrix666

        @Branys, Schätzelchen, du und all die anderen, die hier permanent eure alten Mixed-Tapes ins Feld führt, ihr habt doch schon längst dafür bezahlt.
        Das nennt sich Geräteabgabe. Mit jedem CD-Rohling, mit jeder Festplatte, mit jedem Speicher-Stick zahlt ihr. Tough Shit.

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        Kanossa

        Branys,

        früher, als ich Songs aufgenommen habe, war ich Schülerin! Musste mit der schlechten Qualität und der Radioansage mitten im Song leben. Heute bin ich in der Lage, mir einen Song zu kaufen, wenn er mir zu sagt.

        Und ja, ich spende! Ob an Firefox, UNICEF, oder Obdachlose in der Stadt, welche mir wirklich leidtun, da es mir in dem Fall besser geht. Alles nur Klecker Beträge, aber wenn jeder so handelt, summiert sich das Ganze.
        Anscheinend muss es aber immer Unruhestifter geben, statt ein Projekt zu unterstützen, direkt in
        die Offensive schlagen. Bei 30000 Usern von LUL, selbst wenn nur ein Viertel spendet, (ab 1 Euro, es wird wohl auch etliche User geben, die bereit sind 5 und mehr Euro zu zahlen), kommt für 36
        Autoren etwas zusammen. Vielleicht nicht viel, aber es zeigt den guten Willen und ganz wichtig, den Respekt!

        Darum geht es doch. Wenn ich eine rote Ampel übersehe und geblitzt werde, muss ich in den sauren Apfel beißen und bezahlen. Genauso muss ich verfahren, wenn ich ein Schreiben bekomme, aufgrund von LUL. Sollte aber jemand verletzt werden, weil ich die rote Ampel nicht beachtet habe, entschuldige ich mich auch bei der betreffenden Person, genauso sollte man bei den Autoren verfahren. Ich bleibe dabei, dass es ein Versuch wäre, diesen Spendentopf zu errichten. Hoffe, dass irgendwer diese Aktion unterstützt!

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          branys

          Das verstehe ich jetzt nicht. Also Du möchtest für die 36 Autoren spenden, die Dich/Lul-Nutzer verklagen/abmahnen möchten? Was ist mit den anderen 100.000 Autoren die bei Lul waren? Warum willst Du ausgerechnet den kleinen Wadenbeissern etwas spenden?

          Und ja, 99% der Kleinautoren können von Amazon vielleicht ihre monatliche Stromrechnung bezahlen. Bei Youtube haben viele Songs mehrere 100(!) Millionen Abrufe, da erreicht man halt die Masse. Leider wird heutzutage weniger gelesen, weil viele Leute einfach nicht mehr die Geduld haben, ein Buch zu lesen und lieber 457x am Tag auf ihr Handy tippen.

          Dazu das Überangebot an Autoren und Werken, da sollte man sich eigentlich über jeden Leser freuen. Über jeden Abruf. Egal ob auf Piratenseiten oder woanders, weil nichts auf der Welt ist schlimmer für einen Autor, wenn er ignoriert wird. 30.000 Lul-Nutzer haben auch Familienmitglieder, Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen, Facebook-Accounts… und wenn ihnen ein geklautes Buch gefällt erzählen sie davon, dadurch können leicht DEUTLICH MEHR wie 30.000 Leute von guten eBooks erfahren, wovon dann auch immer ein Teil diese “legal” kauft.

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      Das-tut-weh

      @Kanossa, angekommen.

      Danke für die Entschuldigung. Ich kann nur für mich sprechen. Sollte bei den ermittelten Downloadern jemand dabei sein, der nur ein Buch geladen hat, würde ich einer Abmahnung nicht zustimmen und unser Anwalt wird auch kaum dazu raten.

      Es geht uns viel mehr um eine Signalwirkung, als darum “Geld einzutreiben.”

      Anstelle eines Spendentopfs wären Stimmen wie Ihre viel wertvoller für uns. Verbreiten Sie, was Sie hier gepostet haben, das ist viel mehr wert. :-) Und kaufen Sie unsere eBooks in den offiziellen Stores. Sollte Ihr Wunschformat nicht verfügbar sein, schreiben Sie auch ruhig die Autoren einfach an, wir sind anfassbar und tauschen uns gerne auch helfend aus mit unseren Lesern.

      Wir versuchen alle seit Jahren unsere Leser freundlich aufzuklären, das fand ganz im Gegensatz zu dem, was hier behauptet wird, immer wieder statt. Nein. Lul.to hat auf äußerst perfide Weise gelogen und sich über uns Autoren lustig gemacht. Angeblich könne man mit ihnen über eine Beteiligung ihrer Einnahmen (mit unseren Büchern, die sie gestohlen haben) verhandeln. So stand es unter empörten Beschwerden einer Autorin. Es gab weder die Möglichkeit für uns, die Bücher auf den Seiten löschen zu lassen, noch weniger haben wir ihnen unsere Bücher zur Verbreitung überlassen. Das wäre auch gegen jede Buchpreisbindung, die gesetzlich geregelt ist, gewesen.

      Buchpreisbindung: Jedes Buch muss überall zum exakt gleichen Preis angeboten werden.

      Es gab auch keine Möglichkeit, sich zu verständigen. Speziell diese Plattform hat uns extrem geschadet!

      Noch einen schönen Tag für Sie!

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      Myra Çakan

      @Kanossa

      Ich hatte nicht vor hier weiter zu kommentieren, aber ihre Nachricht kann ich so nicht stehen lassen.

      Ich kann Ihnen so viel sagen: Für den Download eines kostenlosen e-Books – das, wie Sie schreiben, auch auf Amazon kostenlos war – wird Sie keiner der 36 Autoren belangen. Das verspreche ich Ihnen.
      Technisch wäre das auch nicht möglich, aber ich denke, das ist nicht das Thema. Es geht um den moralischen Aspekt.
      Die 36 Autoren sind kein gieriger Haufen, wie es hier gerne dargestellt wird. Ihnen entsteht durch e-Book-Piraterie ein realer Schaden. Und sie hoffen, dass sie durch diese Strafanzeige einige der Downloader zur Einsicht bringen zu können.
      Mit Worten hat das leider nicht geklappt. Das versuchen Autoren und andere Kreative schon seit vielen Jahren vergeblich und ernten nur Spott. Deshalb haben sich diese Autoren zusammengeschlossen und hoffen, so etwas zu bewirken. Schließlich geht es um die berufliches Existenz.

      Eine Spende, so gut sie auch gemeint ist, wird die Verluste nie leider nicht ausgleichen können. Ihr Angebot wissen die Autoren trotzdem zu schätzen, da bin ich mir sicher. Es ist eine schöne Geste. Danke, an dieser Stelle auch von mir.
      Es gibt so viele e-Book-Shops, es gibt die Onleihe der Öffentlichen Büchereien. Schauen Sie sich in Zukunft einfach dort nach Lesestoff um und haben Sie noch viel Freude mit unseren Geschichten.

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        Branys

        Das ist aber kompletter Unsinn, dass den Autoren ein Schaden entsteht. Wie willst Du diesen Schaden denn messen? Ist es zuviel verlangt mal über den bescheidenen Telerrand hinaus zu schauen? Es ist doch Fakt, dass 99% der Autoren nicht davon leben können.

        Wenn man jetzt auf seine eigene Zielgruppe losgeht, anstatt wie die Musikindustrie bessere Angebote zu schaffen und seine Märkte zu erweitern, dann ist das nur Ausdruck eurer falschen Einstellung zum Leben und zu den Menschen, und vermutlich auch ein Hauptgrund warum keiner eure Bücher lesen möchte, nichtmal wenn sie auf LUL sind.

        Die meisten kaufen doch eh nur die Books aus den Charts, wie soll man sonst auch über die Flut an euen eBooks einen Überblick haben? Aber eben dabei hat LUL ja mitgeholfen, nämlich indem es eBook-Leser (eure Zielgruppe!) mit neuen Inhalten versorgte, und wenn einer von euch mal das GLÜCK hatte auf LUL heruntergeladen zu werden, ist das ein Kunde gewesen, der sonst für euch verloren gewesen wäre, da er nie von euch erfährt, da der typische eBook-Warez Konsument wenn eine Platform weg ist auf andere Platformen ausweicht und nicht bei Amazon eingekauft.

        D.h. die Leute sind jetzt auf Boerse, auf lesen.to und anderen Seiten unterwegs und laden sich dort die alten Schinken runter. In dem nächsten Gespräch mit Freunden, Arbeitskollegen, bei Facebook Posts, wird jetzt in keinem Fall mehr euer Buch erwähnt werden, was auf die Masse gesehen zu erheblicher Mundpropaganda führt, und auch zu vielen LEGALEN Verkäufen.

        Von daher würde es einem der gesunde Menschenverstand anraten, dass man Leser hofiert und bessere Angebote bringt, anstatt mit Abmahnungen zu drohen, wen wollt ihr damit beeindrucken? Das scheint mir eher ein Ausdruck eurer Hilfslosigkeit und Erfolgslosigkeit zu sein, die aber nicht auf Piraten zurückzuführen ist sondern auf zu viele Autoren und Neu-Erscheinungen. Man kann euch nur wünschen, dass jetzt viele der LUL Kunden nicht auch noch anfangen die Freude am Schreiben zu entdecken und euch noch mehr potentielle Kunden wegfallen.

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    Stilleleserin

    Ich lese nun seit einiger Zeit die Blogeinträge und dazugehörige Kommentare auf dieser Seite bezüglich der Schließung von lul.
    Vorneweg, ja auch ich war einer von den über 30.000 Nutzern.
    Durch mein Umfeld wurde ich auf diese Seite aufmerksam gemacht. Da ich zum damaligen Zeitpunkt keinen Kindle sondern einen anderen eReader hatte und sich der Kauf von eBooks bei Amazon als hoffnungslos erwies, habe ich mich im Umfeld umgehört wo ich denn Bücher für mein Reader kaufen kann. Zu dem Zeitpunkt habe ich auch bei Thalia und Co. gekauft, wollte aber auch auf Bücher zugreifen die zwar bei Amazon verfügbar waren, aber welche ich nicht auf meinen Reader nutzen konnte.
    Dann wurde mir o.g. Seite empfohlen. Die Preise haben mich stutzig gemacht ja, aber ganz ehrlich, ich hatte bis vor zwei Wochen noch nie von irgendwelcher Buchpreisbindung gehört.
    Außerdem wurde mir gesagt dass das meiste Geld beim Bücherkauf eh an Amazon und Co. geht und gerade bei eBooks nur ein Bruchteil an die Autoren. Alleine die Möglichkeit mit Amazon zu zahlen gab mir keinen Grund diese Sache anzuzweifeln. Ein so großes Unternehmen würde, wenn es tatsächlich irgendwelche Illegalität gebe, so etwas niemals dulden.
    Nachdem ich vor zwei Wochen erfahren habe, dass die Seite beschlagnahmt wurde, ist mir das Herz in die Hose gerutscht. Ich habe zwar nie wirklich viel heruntergeladen aber das war für mich echt ein Schock.
    Jedenfalls kann ich die Autorenseite wirklich verstehen, das war echt mies und ich schäme mich nun wirklich dafür, deswegen war ich auch solange nur Mitleser hier.
    Nun habe mir auch vor einer Woche einen Kindle gekauft und ein Bücher Abo bei Amazon. Die Bücher welche ich noch auf meinem letzen Reader hatte, habe ich mir entweder bei Kindle Unlimited oder falls nicht vorhanden nochmals bei Amazon gekauft. Ehrlich, ich hatte ein sehr schlechtes Gewissen und bereue es wirklich sehr.

    Ich denke auch es gibt hier einige Mitleser die Tatsächlich nichts von der betrügerischen Handlung wussten, zumal diese Seite wirklich damit geworben hat, das man auch an die Autoren denke.

    Ich finde es einfach schade, dass nun von beiden Seiten mit solch einer Aggressivität vorgegangen wird. Manche Kommentare sind wirklich beleidigend und nützen im Endeffekt gar nichts. Würde der eine sich mal in den anderen hineinversetzen ganz ohne Vorurteile, könnte man vielleicht ein wenig Verständnis für die andere Seite aufbringen.

    Ob die Autoren hier mir nun glauben oder nicht, muss jeder für sich wissen, aber ich selbst habe aus meinen Fehler gelernt.

    Als ich nun gestern von den Abmahnung gelesen habe, war das erneut ein Schlag ins Gesicht.
    Ich bin der letzte Mensch der kein Verständnis für die Autoren hier aufbringen kann. Aber wieso muss man schlechte Handlungen von Menschen mit schlechten Handlungen bekämpfen? Und ich spreche nicht nur über illegales herunterladen. Wann es es jemanden etwas gebracht? Geschlagen werden und zurückschlagen, wo hört das ganze dann auf?
    Oder geschlagen werden und zeigen, dass der Schlag sinnlos war, einfach weil man besser weiß damit umzugehen, weil man sich nicht so schnell geschlagen gibt.

    Ich selbst kann das geschehene nicht Rückgängig machen, es ist passiert und ich bereue es zutiefst. Mir selbst war es ein Lehre.

    Ich hoffe inständig, dass es hier am Ende doch noch eine Möglichkeit gibt, dass beide Seiten aus dieser Sache rauskommen und am Ende wieder zusammenarbeiten, denn es handelt sich hier um nichts anderes als das, Autoren brauchen die Leser aber auch die Leser sollten der Wert der Autoren zu schätzen wissen und in Zukunft auch für die Arbeit bezahlen.

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    Alternative

    Einige konstruktive Beiträge gibt es ja bereits. Ich finde zB den Vorschlag einer eigenen Plattform für Selbstpublisher sehr interessant. Scheinbar haben sich ja über 30 Autoren zusammengetan um gegen potentielle Downloader vorzugehen.

    Da sollte man doch so kreativ sein und direkt versuchen dieses Bündnis für neue und alternative Publisihing Wege zu nutzen.

    30 Autoren die eine eigene Plattform gründen und ihre Werke dort anbieten würden schonmal für ein starkes Portfolio sorgen.

    Wenn nun jeder dieser Autoren seine bei Amazon veröffentlichten eBooks um einen Link oder gar eine Werbeseite zur eigenen Plattform erweitert werden auch die Leser aufmerksam darauf.

    Auf der Plattform selbst hebt man hervor warum der geneigte Leser doch bitte eher hier kaufen solle als bei Amazon. Mit Sicherheit geht eine solche Meldung via social Media, Blogs usw. recht schnell rum.

    Statt 30% an Amazon, fliessen jetzt vielleicht 5% Solidarbeitrag in die Plattform. Je nachdem wie groß sie wird und wie hoch die Kosten sind.

    Neue Autoren werden sich anschliessen.

    Auf jeden Fall sollte man Lehren aus dem Bust von Lul ziehen und daraus Konsequenzen ziehen.
    Ist natürlich die Frage ob das so gewollt ist von den SP. Vielleicht äussern sich dazu ja auch ein paar Autoren.

    Ein großer Nachteil den ich sehe ist die Buchpreisbindung. Gäbe es die nicht, könnten die SP beispielsweise ihre Bücher auf der eigenen Plattform um sagen wir mal 15% günstiger als bei Amazon anbieten. Sie hätten gegenüber der Käufer das gute Argument günstiger als der Wettbewerb zu sein und würden dennoch mehr daran verdienen als über Amazon.

    Meiner Meinung nach nützt die Buchpreisbindung ohnehin nur den großen und mittelgroßen Verlagen, nicht aber dem kleinen Schreiberling.

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      Jason Borowski

      Für einige Autoren sind die 30% die Amazon nimmt schlimmer als jeder Raubkopierer. Die sehen nicht, dass Amazon dafür auch eine Platform bietet, über welche geneigte Leser überhaupt erst auf deren eBooks aufmerksam werden. Genau wie Lul übrigens.

      Ich würde mich nicht wundern wenn jetzt bei vielen Kleinautoren die Verkäufe und Rezensionen massiv einbrechen wo Lul weg ist.

      Das Problem des Überangebots an eBooks würden auch neue Platformen nicht lösen.

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      K. Rea Tief

      So etwas gibt es längst. Nennt sich “Vanity Press” und die Art von Autor, die dort (auf eigene Kosten) veröffentlicht, verdient daran ebensowenig, wie wenn ihre Machwerke auf illegalen Seiten veröffentlicht werden. Nur kann man die Deppenfänger von den Vanity-Verlagen schlecht verklagen, also hofft die Gilde der talentlosen und kaum der Bildung eines fehlerfreien Satzes fähigen “Schriftsteller”, deren masslose Selbstüberschätzung man in so einigen Threads hier und anderswo bestaunen kann, was übrigens weit unterhaltsamer ist, als irgendeiner der Broterwerbstexte der betreffenden Belletricen, sich auf diese Weise ihr “verdientes” Entgeld zu erwerben. Wenn’s schon mit Ruhm und Anerkennung nicht klappt.

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      Tim Taler

      Angenommen, es gäbe eine SeflPublisher Plattform. wo die Autoren ihre Werke für sagen wir mal 20-199 Cent anbieten würden.

      Dann würden sich Raubkopien natürlich nicht mehr lohnen. Den Preis ist jeder bereit zu zahlen. Aber würde ich dort 3000 Bücher auf “Vorrat” kaufen? Nein, denn die Bücher gibt es dort auch morgen und in 10 Jahren noch zu dem Preis. Also kaufe ich wirklich nur, wenn ich etwas auch jetzt und unbedingt lesen will.

      Ich würde so eine Plattform begrüßen und da auch lieber kaufen, als auf zwielichtigen Seiten. Aber ob das den Kohl fett machen würde? Ich hab es schon paar Mal geschrieben, ich habe bald allein auf den verschiedenen Amazon Seiten an die 8000 legale E-Books in meiner Bibliothek, 95% davon haben nichts gekostet. Dazu komnmen weitere E-Books von anderen, legalen Webseiten. Selbst wenn ich alle unlauter geladenen E-Books löschen würde, blieben mir vermutlich an die 12.000 E-Books zum Lesen über. Wie hoch ist wohl die Wahrscheinlichkeit, dass ich jetzt viele weitere E-Books legal kaufen werde? Zumal ich mit readly und readfy noch zwei Lese Flatrates habe, deren Angebote mich auch so schon für Jahrzehnte auslasten könnten.

      Ich hatte auch kindle unlimited (de und us) aber habe dann bemerkt, ok, ich lese kein einziges Buch hier, warum soll ich dafür 10€ im Monat zahlen.

      Gäbe es eine echte E-Book Flatrate, in der wirklich auch die Mehrzahl der verfügbaren Titel enthalten wäre, würde ich auch so eine zu den diveresen anderen Flatrates dazubuchen, die ich schon habe.

      Der Königs-Weg, Priaterie ein für alle Mal zu unterbinden ist für mich – E-Books pro gelesener Seitenzahl zu bezahlen (bei einer sinnvollen Preisgestaltung sagen wir 1- 2 Cent bei Romanen, 2-5 Cent für Fachbücher).
      Da wäre ich sofort dabei und würde mir die ganze Sammelei sparen.

      Aber werde ich wohl auch so, beschränke mich halt auf die täglich 30 freien E-Books von Amazon.de.com.uk. Komme wie oben erwähnt bei readfy und readly eh schon nicht mehr hinerher. Dazu habe ich noch Einzelabos von Tageszeitungen und Magazinen, die ich auch alle zahle und meist nur kurz anlese.

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    Dietmar

    Jaja, mahnt ihr mal ab. Meine Rechtsschutz deckt das. Freue mich schon. 95% des Geschreibsels von Self-Publishern sind das Papier (respektive die Pixel) nicht wert, auf dem sie stehen. Wenn ihr nicht so verdammt gierig wärt (warum muss ein E-Book das gleiche kosten wie die Printvariante??? Das ist nichts als Abzocke! 50% der Print-Ausgabe wären angemessen!) dann würden die Leute auch nicht so viel piraten. Selbst schuld.

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      Lafitte

      Lieber Dietmar,

      hier ginge es, sollten Sie in dieser Angelegenheit juristisch belangt werden, um eine sogenannte Vorsatztat. Eine RSV, die derlei abdeckt, finden Sie auf dem ganzen Plenten nicht. Viel Glück.

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    Skill

    Schon interessant mal die Seite der Autoren zu lesen, ich kann diese echt Nachvollziehen.
    Meiner Meinung nach sollten sich mal beide Seiten zusammensetzen und eine Platzform schaffen, die für alle Fair ist. Das Problem dabei ist das keiner die andere “Seite” versteht. Klar können die Autoren keine Bücher für 12 Cent verkaufen, da die Fixen kosten einfach dadurch nicht gedeckt werden.
    Die Selfpublisher sollten sich zusammensetzen und eine eigene Plattform gründen soetwas wie Amazon, nur das die Einnahmen zu 90% An die Autoren gehen und zu 10% an die Platzform. Ich weiß nicht ob das Rechtlich machbar ist, dafür kenne ich mich im Buchbereich zu wenig aus. Aber dadurch könnten die Preise gedrückt werden und die Autoren hätten auch etwas davon :)

    Ich bin schon im Halbschlaf also entschuldige ich mich über meine Rechtschreibung und Zeichensetzung ;D

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    senfdazugeben

    Mit grossem Interesse verfolge ich seit der Schliessung von L&L was nun konkret passieren soll/ wird. Ich kann versehen das Autoren sich hintergangen fühlen, bei den veröffentlichen Zahlen würd ich auch denken: “Shitt da ist mir eine Tange Geld entgangen”. Aber wie sicher können die Autoren sein, dass die gesaugten Bücher auch tatsächlich über legale Wege gesaugt geworden wären. Etv wurden die Autoren ja erst durch das einte oder andern Buch auf den Verfasser aufmerksam, ansonsten wären sie in der unzähligen Masse an Anbieter untergegangen.
    Wie gesagt ich dann deren Frust verstehen, aber es ist keine Garantie das die Verbraucher anderswo sich wirklich ihre Bücher geholt hätten. Ich finde die Preise der E Books eine Frechheit. Klar das Buch wurde geschrieben, und mit viel Liebe bis zur Veröffentlichung begleitet. Das dies Honoriert sein soll ist ja ok aber für ein E Book 4-8 Euro zu bezahlen ist dann schon Abriss. Wird ein Buch 15 000x gekauft bei einem Preis von 4 €, setzt dabei der Autor mit 1 BUCH! gut und gerne 60 000€ um. Davon gehen Ausgaben für Cover, Lektorat, Kommisonsgebühren und Werbung weg und auch wenn unterm Strich 40000 Euro bleiben ist das ein Verdienst. Das davon Miete, Steuern, Lebenskosten bezahlt werden müssen ist wohl klar. Aber sorry das müssen wir nicht Autoren auch. Und es gibt ja Autoren die schrieben mehr als 1 Buch im Jahr. Klar sind meine Zahlen etwas romgesponnen, aber es gibt ja Autoren die an der Armutsgrenze lebten und nun doch gutes Geld verdienen. Das vielleicht der einte oder andern Illegale Download zur Popularität mit getragen hat, verdängen wohl die Schreiberlinge. Und dann noch was, wo ist bei dieser ganzen Betrachtungsweise, der Unterschied von einer Bibliothek und der ganzen Geschichte hier. Sorry bei ersteren werden ein paar Exemplare der Bücher gekauft und dann an zig Hunderte von Lesern zur Verfügung gestellt. Sehen denn die Autoren da einen roten Heller????

    Wie gesagt bei allem Verständnis, aber nur weil ich vielleicht mal ein Buch irgendwo illegal runtergesaust habe heisst das noch lange nicht, dass ich es mir auf regulärem Preis erworben hätte. Bzw ich vielleicht erst durch den Illegalen Download auf dem Autor aufmerksam geworden bin und dann legal Bücher gekauft habe.

    Statt rum zu jammern wieviele “Millionen” euch entgangen sind, kümmert euch lieber darum dass ihr für eure Leser attraktiv bleibt so dass diese euch treu bleiben und weiterhin Bücher kaufen.

    Tut euch zusammen und baut so eine gut strukturierte Seite wie L&L auf, und zeigt den ganzen Illegalen Plattformen das was die können ihr auch könnt.

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      Michael

      Ich bin ja was das Urheberrecht angeht eher auf der Seite der Piratenpartei, aber das was du da schreibst ist teilweise Unsinn.
      Erstens geht von den 4-8 Euro noch was an die Vertriebs-Plattform ab, z.B. Amazon. Ich kenn mich im Büchermarkt nicht aus, aber auf anderen Plattformen zahlt man an die Plattform ca. 30%. Also bleiben von den 4 Euro noch 2,80 Euro übrig.
      Und dann musst du schon richtig bekannt sein, dass du 15.000 Werke verkaufen kannst. Das ist schon enorm viel. Aber gut, gehen wir mal von einem bekannten SP aus, der 15.000 Werke verkauft hat. Dann sind das 42.000 Euro Umsatz. Dann hast du aber als Autor noch ganz andere Kosten, z.B. weil du selbständig bzw. Freiberufler bist. Du musst Steuern, Versicherungen, Marketing, usw. zahlen und wenn du Romane schreibst, dann musst du vielleicht auch mal zur Recherche in ein anderes Land fahren und dort dir die Sachen anschauen über die du schreibst (und sowas ist kein Urlaub).

      Bei einem Jahresgewinn von ca. 40000 Euro bleiben dir im Monat maximal 2.000 Euro netto. Das ist in Ordnung, davon kann man ganz gut leben. Aber man muss jetzt Autoren die ungefähr auch so verdienen jetzt nicht “vorwerfen”, dass sie damit reich werden.

      Deinen letzten Gedankengang finde ich allerdings interessant. Eine Plattform wie lul von SP für SP und natürlich ihre Kunden: Ohne großartige Kosten für die SP (vll 1-2% Provision für den rein technischen Betrieb) und mit echten Vorteilen für die Kunden (DRM frei usw.). Wird aber nicht passieren, zu groß das Risiko (immerhin müsste man erstmal einen 5stelligen Betrag NUR für die Technik investieren).

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        senfdazugeben

        wie geschrieben ich hab mit zahlen rumgesponnen. aber es ist fakt dass auch neu autoren, vorallem im erotik roman bereich, schnell an die 10 000 grenze gekommen sind, dies wurde mehrheitlich von den autoren selber auf ihren plattformen veröffentlicht. nicht wenige von ihnen schreiben 2-4 bücher im jahr. das mach ein gutes einkommen. seit ihnen gegönnt….
        viele autoren habe ich erst über L&L wahrgenommen, bin ursprünglich wegen eines audiobook auf der seite gelandet und war vom angebot und aufbau der seine enorm beeindruckt. sollten SP eine solcher seite in betracht ziehen und moderate preise praktizieren bin ich sofort dabei. ich geb mein geld lieber den verfasser als irgendwelchen zwischenhändler. und dass sich auch mit kleinen betragen umsatz generieren kann haben wohl nun glaub alle begriffen…

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          Ichbins

          Ernsthaft?

          10.000 Romane (eBooks) im Jahr, bei nem …Erotik-Roman?!

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    Benway

    Zitat:

    “Die Romane schreiben sich von selbst. ”

    Das tun sie tatsächlich.

    https://www.google.se/amp/s/www.digitaltrends.com/cool-tech/japanese-ai-writes-novel-passes-first-round-nationanl-literary-prize/amp/

    Lustig wie sich die sog “Autoren” im Selbstverlag hier aufblasen, als wenn jeder von ihnen die Blechtrommel 2 gedichtet hat. Leute, ihr seid “Veröffentlicher” (to publish) und die Qualität eurer Werke wird bald durch die AI erreicht bzw. übertroffen werden. Da werdet ihr euch nach dieser Zeit zurück sehnen, in der sich überhaupt jemand für eure ähhh Texte interessiert hat.

    Stichwort: Aufmerksamskeitökonomie

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    ManWithHat

    Ich halte den ausgerufenen Betrag aus dem Beispiel für nicht haltbar. Gibts nicht ohnehin eine Deckelung was Abmahnungen und den damit verbundenen Rattenschwanz betrifft?
    Bei wieviel liegt der Streitwert? Was kosten die Werke eines Indieautoren? Bei 2.99 – 4.99 € bin ich gespannt wie ein Anwalt obige Forderungen zerpflückt, noch dazu wo es hier einseitig zugeht, nicht wie beim Filesharing wo man auch gleichzeitig Verteiler ist. Die Frage legal oder illegal würde ich auch nicht so einfach abtun wie das hier gerne getan wird. Bei Amazon bieten Indieautoren ihre Werke oft zu Anfang umsonst oder stark ermässigt an.
    Wenn ich solche Praktiken von Amazon kenne, warum soll es dies anderweitig nicht geben?

    Als Betroffener würde ich definitiv zu meinem Anwalt gehen und den das beste raus holen lassen. Dürfte imernoch günstiger sein als irgendwelchen Forderungen blind nachzugeben.
    Mal ganz davon abgesehen, daß man in Rechtsfragen niemals eigenmächtig handeln sollte, sondern nur mit Unterstützung.

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      ManWithHat

      Anmerken möchte ich noch, daß es natürlich das gute Recht jedes Autoren ist seine Werke zu schützen und wenn er geschädigt wird, gegen die Schädiger vorzugehen,
      Natürlich kann und darf nicht alles umsonst sein, egal ob Hobbyschreiberling oder hauptberuflicher Autor.

      Welche Ausmasse das annimmt muss dann jeder mit sich selbst ausmachen.

      Ehrlich gesagt habe ich mich kaum mit Selfpublishern beschäftigt. Ich wüsste gar nicht wen es da alles gibt und wo ich darüber informieren kann wer gerade welchen Hit in den Pipeline hat.

      Vor Jahren war vielleicht Raimon Weber so jemand. Einige Bücher habe ich mir über Amazon gekauft, so zB “Wir waren Helden” und “Wozu wir fähig waren”. Obwohl der ja auch als Autor für Hörspiele tätig war. Also passt er auch nicht so recht in die Schiene.

      Sorry, ich kenne echt keinen.

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      Takeshi Kovacz

      Ich denke, die Abmahnkosten beziehen sich auf den Fall, dass ein Nutzer 15 Autoren “geschädigt” hat, 15 * 150 = 2250. Dazu Schadenersatz für 15 * 10 Bücher à 2,50 = 375. Zu zumindest verstehe ich das.

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    Noch.ein.Autor

    Ich verfolge diese Diskussionen jetzt seit Tagen und zwar mit dem Hintergedanken, etwas mehr über die Piratenszene zu erfahren.

    Anders als ich gehofft hatte, bestätigt sich ein Vorurteil. Leider gibt es so gut wie kein Argument, das anerkannt wird, um mit dem illegalen Downloaden aufzuhören. Keins! Einige Kollegen und ich, wir reden uns den Mund fusslig, erklären immer wieder Alternativen, versuchen so etwas wie ein Unrechtbewusstsein zu finden, wenigstens einen Hauch Einsicht, dass es falsch ist, geistiges Eigentum zu stehen. Dass es tolle Alternativen gibt.

    Nichts!

    Außer ein paar eingeschleusten angeblichen “Auch-Autoren”, die sich auf die Brust trommeln und euch in den Hintern krabbeln, keine neuen Erkenntnisse.

    Schade!

    Und das war nix, was mich davon abgebracht hat, den angedachten Weg bis zu Ende zu gehen. Prävention? Aufklärung? Das interessiert euch doch überhaupt nicht. Alternativen, günstige Leihen? Günstige eBook-Preise, alles nix. Dann kommt ihr nur damit, dass ihr eh nur Bestseller lest. Usw.

    Ich bin hier raus, danke für die Recherche-Ergebnisse. Ich weiß jetzt, dass es wichtig ist, einer von den 36 Autoren zu sein.

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      Sarah F.

      Ich lese hier auch mit, seit dem Bust von lul.to. Vielleicht ist es ja so, dass hier eher diejenigen posten, die ihre bisherige Strategie meinen verteidigen zu müssen bzw. die aus Prinzip illegal downloaden. Ich war auch Nutzer von lul, und ich gehörte zu den Usern, die tatsächlich sich gar keinen Kopf gemacht hatten, ob das Portal Grauzone war oder schon darüber hinaus. Ich habe deshalb auch nicht mit krimineller Energie die Amazon Gutscheine an der Tanke gekauft.

      Bei mir war es so, dass mir eine Arbeitskollegin Lul empfohlen hat. Da hab ich mir irgendwie erst recht keine weiteren Gedanken gemacht. Hinzu kam, dass ich dann eine richtige Sammelwut entwickelt hatte und wie im Rausch war. Als die Seite dann vom Netz ging war das für mich wie so eine kalte Dusche, die mich wieder klar bei Kopf werden ließ.

      Dabei habe ich sogar eine Skoobe-Flatrate! Und bin in der Onleihe Mitglied!

      Lange Rede, kurzer Sinn: Ich kann gar nicht so recht erklären, was in mich gefahren war.

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        Ichbins

        Eben das was wohl bei 4/5 aller lul-User der Fall war: man hat die Seite für Legal gehalten und leider wird nun, anstatt die User aufzuklären, lieber eine Jagd gemacht. Wie man aber, nur zu gut bei “Sarah F.” sieht, sind eben viele User ahnungslos gewesen und selbst Opfer der Seite!

        Nur müsste eben da aufgeklärt werden, wo es auch genug mitbekommen. Eben in Tageszeitungen und Co. Man hat nichts davon, wenn es in zich Foren steht, aber 60% der User nicht in diesen Foren zu finden sind. Und ganz ehrlich? Auf großen Seiten oder in großen Foren habe ich bis heute nichts dazu gelesen und wie erwähnt: einige Verlage reagieren nicht auf gemeldete Links. Und viele wissen das ja gar nicht, sondern denken noch “logisch”: “Wäre die Seite illegal, wäre sie ja nicht seit X Jahren online”

        Man sollte endlich eine große Aufklärungskampange starten, die JEDER mitbekommt. Klar kostet das Geld, aber wenn sich dadurch jedes eBook um nur 5% besser verkauft … wäre das am Ende ein Gewinn!

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      EinMitleser

      @Noch.ein.Autor
      Warum haben dann Angebote wie Netflix, Spotify usw. einen so großen Erfolg, wenn die Leute deiner Meinung gar nicht so interessiert an der legalen Nutzung sind?
      Ganz ehrlich: Hätte man mich vor 10 Jahren gefragt ob die Piraten (auch ich war einer) von Musik, Spielen und Filmen irgendwann doch dafür zahlen würden, hätte ich nur gelacht. Aber inzwischen gebe ich ca. 40 Euro für diverse Content-Flatrates aus, kaufe massig Spiele bei Steam-Sales (mehr als ich wegspielen kann), habe mehrere Zeitschriften-Abos (wobei dank dem Ende von Textart eines weggefallen ist), kaufe Bücher und E-Books entweder direkt beim Verlag/Autor und oder im lokalen Buchhandel (was Bücher angeht meide ich Amazon). Gehe ca. alle 3 Monate ins Kino (würde öfter wenn öfter gute Filme kommen würden) und ca. 2-3x im Jahr auf Konzerte. Die Content Industrie verdient also gutes Geld an mir.

      Hätte sie mich damals direkt auf Schadensersatz bis zum finanzielle Ende verklagt, bezweifle ich, dass die Situation heute so wäre. Ja, es war dumm und unfair von mir gegenüber den Contenterstellern, dafür gibt es keine Entschuldung, nur Erklärungen: Zum einen hatte ich damals als Schüler und Student kaum Geld und es hat einfach jeder gemacht. Dadurch dank das Unrechtsbewusstsein ziemlich schnell. Dann wird man auch sehr schnell zum Sammler.. ich hatte damals so viel Zeug auf der Festplatte, einfach nur aus Sammelwut.. dabei hab ich das alles gar nicht konsumiert. Das macht es nicht besser, ja. Aber irgendwann wird man auch älter und reifer, lernt sowohl die Arbeit anderer Menschen schätzen und hat dann auch die Augen für die legalen Angebote (wobei die Zeit vor Netflix und Co. echt nicht so gut war für Verbraucher). Ich schäme mich auch dafür und erzähle das nicht im Bekanntenkreis rum, dass ich früher ein Vielsauger war, nur hier in der (scheinbaren) Anonymität ;-)

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      Hirnie

      Sehr witzig! Sind Dir offenbar zu intelligente Argumente der Gegenseite. Wer will hier also nicht dazu lernen? Du!

      Ich habe schon die Top20 Spiegel gelqden, Belletristik und Fachbuch. Und keins hat mir zugesagt. Keins habe ich fertig gelesen weil die Bücher sich als langweilig herausstellten. Warum sollte ich dafür bezahlen?

      Dann würde ich vielleicht 3 eBooks im Jahr kaufen. Wie willst Du von meinen 3€ ein erfolgreicher Autor werden?

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    Jason Borowski

    Selbst wenn die Zahl stimmt, dass kleine Autoren 30% Umsatzeinbussen haben durch Raubkopien, so heisst es nicht, dass durch diese 30% Schwarzleser nur Nachteile entstehen.

    Es bedeutet mehr Aufmerksamkeit für den Autor, mehr Rezensionen seiner Bücher, mehr Empfehlungen an Freunde, mehr PR. Das wirken vielerlei Kräfte und es ist schon mehrfach bewiesen worden, dass gute Werke von so etwas profitieren, oder sogar den Durchbruch schaffen. Paul Coelho stellt seine Bücher ja auch frei zur Verfügung. Das sollte natürlich jedem Autor selbst überlassen sein.

    Aber ich verstehe immer nicht diese Bornierheit. Einigen Autoren scheint es lieber zu sein, dass niemand sich je für sie interessiert als wenn ein paar Leute ihre Bücher schwarzlesen.

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      Noch.ein.Autor

      @Jason Borowski.

      Die einzige Aussage, die ich unterschreibe: “das sollte jedem Autor überlassen werden.”

      Richtig, will ich meine Bücher kostenlos bestimmten Lesern zur Verfügung stellen, tue ich das freiwillig. Zum Beispiel in Form von Leserunden oder Preisausschreiben. So geht PR!

      Das Zauberwort heißt freiwillig!
      Nicht “Tür auf, klaut mal schön.”

      So nötig hat es keiner von uns, glaubs mir ;-)

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        Jason Borowski

        Das meinte ich mit Bornierheit, wobei ich das gar nicht negativ meine. Damals haben wir Musik aus dem Radio auf Cassetten aufgenommen. Später haben wir vielleicht, nachdem wir uns einen Song “illegal” 100x angehört haben auch die Konzerte besucht oder CDs gekauft. Was ist so schlimm daran?

        Haben die Künstler von damals sich darüber aufgeregt?…..

        Man muss halt auch mit dem Zeitgeist, der Realität, den Tatsachen gehen. Die Spiegel Bestseller werden vermutlich immer irgendwo verfügbar sein zum illegalen Download. Deine Bücher dann jetzt vielleicht nicht mehr. Was hast Du davon? Wenn die Leute, die sich eh nix kaufen wollen aufgrund von DRM oder anderen Gründen, Deine Bücher jetzt gar nicht mehr lesen?

        Warum fokussierst Du dich nicht lieber darauf, Deine Bücher besser zu verkaufen? Besser zu vermarkten? Beispielsweise verkaufe ich ein eigenes Ratgeber-eBook auf einer eigenen Webseite für um die 30€. Nicht für 3€ bei Amazon sondern für 30€ und ich bekomme davon alles (abzüglich Paypal Gebühr). Siehst Du den Unterschied?

        Gleiches kann man auch als “Mitglieds-Seite” oder Abo anbieten und das wird auch schon oft und sehr erfolgreich gemacht. Was bringt einem Autor die Jagd auf ein paar Schwarzleser, wenn er durch kreative Bemühungen ein Vielfaches verdienen kann? :)

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      Michael

      Von Aufmerksamkeit und Rezensionen kann aber niemand seine Miete bezahlen. Ich verstehe den Ärger der Autoren schon.
      Aber auf der anderen Seite halte ich es für wenig zielführend, wenn illegale Leser systematisch in den finanziellen Ruin getrieben werden. Wem nützt das? (außer den Anwälten). Aber ja, das ist den geschädigten Autoren wahrscheinlich eher egal, nach dem Motto “selbst schuld” (was ja auch richtig ist).

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        Noch.ein.Autor

        Hoppala …

        hat es die Uploader und Downloader je interessiert, dass sie etliche Autoren bestohlen haben? Einige von uns so heftig, dass sie nicht mehr hochkamen mit neuen Veröffnetlichungen, weil sie direkt auf den Piratenprtalen verbreitet wurden.

        Nein, uns ist das nicht egal. Wir machen das auch nicht, weil es uns Spaß macht. Aber ich sehe keine andere Möglichkeit der Abschreckung. Mir ist auch klar, dass es nicht alle abschrecken wird, aber einige ganz sicher, und es wird endlich öffentlich, dass die “armen Schlucker, die ja nur lesen wollen” dann doch mal dran sind.

        Ohne Downloader, keine Piraterie! Der Anreiz dürfte zumindest kleiner werden.

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          Jason Borowski

          Ich denke, wie ich es eben schon in der anderen Antwort an Dich geschrieben habe, dass die meisten Schwarzleser jetzt eher andere Bücher lesen werden, eben die, die immernoch schwarz verfügbar sind. Aber Du hast sicher Recht, dass einige der ex-LUL user jetzt eBooks bei Amazon kaufen.

          Schwer einzuschätzen wieviele das sind, könnten aber schon ein paar Tausend sein. Da es bei Amazon ja ich glaube Hunderttausende eBooks gibt, sehe ich persönlich jetzt keinen starken Aufschwung für legale eBook Verkäufe. Ausser jeder kauft jetzt 100 eBooks diesen Monat.

          Mich stört Dein Begriff “Abschreckung”. Wirtschaft floriert, Unternehmer wachsen wenn sie bessere Produkte bringen. Klar, wenn jemand absolut vernarrt in die (fiktive) Serie “Mein One Night Stand enpuppte sich als amerikanischer Milliardenerbe und wir heirateten in Vegas” sind und unbedingt die Fortsetzung brauchen, werden die sich das sicherlich jetzt bei Amazon kaufen.

          Vielleicht hatte die Serie 30 Anhänger bei Lul.to , also dann jetzt 30*3€ .. Der Autor macht 90€ zusätzlich. Aber hat nicht mehr die anderen 29970 LUL Nutzer als eventuelle Leserschaft. Wo ist da jetzt genau der Vorteil? Denken da einige erfolglose Autoren so kurzfristig, dass es ihnen nur drum geht die monatliche Stromrechnung bezahlen zu können? Oder denkt man, dass jetzt alle 30.000 Lul Nutzer genau DEIN eBook bei amazon kaufen werden? Ich mein es gibt ja immernoch TBs von eBooks zum freien Download.

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    Katzenstreu

    Alle die hier Schnappatmung bekommen sollten mal den verlinkten Artikel durchlesen.
    Da klingt das alles erheblich differenzierter.
    Es entspricht ungefähr dem was andere und auch ich so vermutet haben.
    Der Anwalt sagt ausdrücklich das er jeden Einzelfall prüfen will.
    Vermutlich um zu vermeiden das seine Mandanten auf ihren Kosten sitzenbleiben.
    Das heisst, das da nicht unmassen Leute abgemahnt werden sonden nur die wo er sich sehr sicher ist das er seine Forderungen auch belegen kann und Solvenz vermutet wird.
    Die 150 Euro pro Abmahnung sind jetzt aus meiner Sicht nicht viel aber die Summe der Abmahnungen wird das Problem sein, da es eben viele Geschädigte gibt.
    Die sollten sich aber dann wirklich selber einen suchen.
    Das wurde allerdings alles hier schon angesprochen.

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    Interessiert ..

    Vorab: ich bin weder “Donwnloader”, noch “Uploader”, noch “Autor”.

    Die Diskussion finde ich allerdings in rechtlicher Hinsicht interessant.

    Vielleicht sollte deutlicher zwischen der strafrechtlichen Komponente “Anzeige” und der zivilrechtlichen Komponente “Abmahnung” unterschieden werden.

    Anzeigen kann erstmal jeder jeden wegem allem. Ob etwas (Verurteilung oder Strafbefehl) dabei rauskommt, bleibt regelmäßig abzuwarten (ein Strafverfahren wird in erster Linie, mit mehr oder weniger Enthusiasmus, von der zuständigen Staatsanwaltschaft betrieben).

    Eine (zivilrechtliche) Abmahnung hingegen wird vom Rechtsinhaber (hier: Autor) gegen den vorgeblichen Rechteverletzer (hier: Downloader) betrieben.

    Inwieweit eine Abmahnung gegen “Downloader” erfolgreich ist (vgl. die diversen bereits aufgeführten Argumente) wird sich zeigen.

    Ist sie aber nicht erfolgreich, bleibt der Abmahner aber auf den Kosten sitzen.

    Das mag im Einzelfall noch finanziell tragbar sein. Bei mehreren “erfolglosen” Abmahnungen können sich die Kosten aber ganz schön summieren (zumal nach der dritten Abmahnung wohl jede Rechtsschutzversicherung einen evtl. bestehenden Vertrag kündigen wird).

    Richtig spannend wird es, wenn sich ein evtl. ebenfalls rechtsschutzversicherter “Downloader” mit Händen und Füßen gegen die Abmahnung wehrt, das Verfahren streitig wird (d.h. vor Gericht geht) und er (zumindest teilweise) obsiegt.

    Der Abmahner hat dann die (anteiligen) Kosten zu tragen (der Verlierer zahlt). Das kann sich, vor allem wenn Gutachten erforderlich waren, richtig summieren. Passiert das mehrmals (es soll ja nicht nur ein “Downloader” angegriffen werden, sondern viele davon), kann m.E. die finanzielle Existenz des Abmahners bedroht sein (Große Verlage werden wohl eine entsprechend große “Kriegskasse” haben, Self-Publisher wohl eher weniger).

    Abmahnungen lohnen sich für den Abmahner in erster Linie dann, wenn eine große Zahl standardisierte Schreiben versandt werden und etliche der Abgemahnten die beigefügte Unterlassungserklärung ohne großen Wiederstand unterschrieben und die Abmahnkosten überweisen,

    Zieht aber jede Abmahnung einen zähen, teuren rechtlichen “Häuserkampf” mit dem (rechtsschutzversicherten) Abgemahnten und dessen Anwalt nach sich, dann lohnt sich der Spass m.E. für den Abmahnanwalt nicht mehr (zumal der Gesetzgeber mittlerweile diverse “Brandmauern” gegen übermotoviertes Abmahnen installiert hat).

    Gleiches gilt, in Variationen, noch mehr bei zivilrechtlichen Schadenersatzklagen.

    Daher m.E. :-) :

    – Ruhe bewahren, abwarten
    – ggf. (falls nervös) Rechtsschutz überprüfen / Rechtsschutz aufrüsten
    – falls Abmahnung/Klage kommt und Rechtsschutz besteht, sich möglichst massiv gegen die Abmahnungen/Klagen wehren (hierzu wird man allerdings als Laie wohl einen Anwalt benötigen, sonst kanns ins Auge gehen).

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      Takeshi Kovacz

      Allerdings sind Rechtsverstöße aus dem Bereich Urheberrecht für Privatpersonen bei den Rechtschutzversicherungen ausgeschlossen.

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        Interessiert

        Zumindest bei “neueren” Verträgen kann man meines Wissens mittlerweile auch im Bereich “Urheberrecht für Privatpersonen” zumindest die “Erstberatung” bei einer Abmahnung wegen Urheberrechtsverletzungen mit einschließen (teilweise wird die Vorformulierung des ersten Entgegnungsschreibens mit angeboten).

        Vielleicht gibt es auch schon Versicherungsprodukte die noch weitergehenden Schutz anbieten (müsste man mal recherchieren). Weiß ich aber nicht.

        In der Sache muss ich daher Takeshi (noch nochmaliger Überlegung) leider weitestgehend recht geben :-( … in nahezu allen Fällen dürfte der Deckungsschutz einer “normalen” Rechtsschutzversicherung Urheberrechtsfälle NICHT umfassen …

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    istmeiner

    2000 Euro Abmahngebühr? Hört sich für mich eher so an als versuchen da ein paar dem Literaturbetrieb doch eher unbekanntere Schreiber auf diese Art ihren Kontostand aufzubessern. Mein Rat, nehmt 50 Euro pro Nase und pokert nicht zu hoch. Es könnte sich sonst negativ auf eure zukünftigen Verkäufe auswirken. Man stelle sich vor das Einer der Robin Hoods aus der dunklen Ecke des Netzes sowas hier zu lesen bekommt. Der piratisiert euch dann in der Zukunft absichtlich nur wegen solcher 2000 Euro Abmahnungen. Soll alles schon vorgekommen sein. Gier ist gefährlich für ALLE Seiten.

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      Noch.ein.Autor

      Hübsche Drohgebärde ;-)

      Läuft aber ins Nichts. Weil die Intention der Autoren eine ganz andere ist. Nein, keiner von uns zielt darauf ab mit Abmahnungen den Kontostand aufzubessern. Wir gehen sogar im Zweifelsfall ein Risiko ein, da wir in Vorlage treten.

      Es spornt sehr an, wenn solche Drohungen kommen anstelle von Einsichtigkeit, eine harte Linie gegen Urheberechtsverletzungen vorzugehen. Ist also nicht besonders clever.

      Gier? Wenn wir nicht mehr beklaut werden wollen? Und deshalb die Chance nutzen, den Spieß umzudrehen?

      Halt, nicht mal das. Wir beklauen ja niemanden, sondern wehren uns nur im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten. Ob das hier bei den Hardlinern ankommt?

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        istmeiner

        Drohung? Keine Drohung! Nur nach Lage von Fakten geschrieben. Solche Sachen sind schon vorgekommen. Eine Abmahngebühr von 2000 Euro für ein Buch zu verlangen das vielleicht 10 Euro gekostet hat nenne ich aber durchaus Abzocke.

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          Michael

          @istmeiner: Es sind 150 Euro + Buchkosten, also vielleicht 170 Euro pro Buch. Wenn aber jemand 10 Bücher runtergeladen hat, sind es dann halt 1700 Euro.

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            Takeshi Kovacz

            Eher nicht. Wie der Abmahnanwalt, der in dem auch verlinkten Beitrag befragt wurde, vorrechnet, gibt es je Rechteinhaber eine Abmahnung. Schadenersatz dann natürlich pro Titel.

            http://ebook-tipps.blogspot.de/2017/07/self-publisher-wollen-schadenersatz-was.html

            Die hier kursierenden Abmahngebühren in Höhe von 2000 EUR beruhen meiner Meinung nach auf dem Missverständnis, dass der für mehrere Rechteinhaber anfallende Betrag als Kosten pro EINZELNER Abmahnung interpretiert wurden.

            Immerhin sind die Kosten pro Abmahnung bei einem Gegenstandswert von 1000 EUR auf ca. 150,00 gedeckelt. Dem wurde zwar von einer der “Autorinnen” hier widersprochen, diese blieb eine Quelle jedoch schuldig. Richtig ist allerdings, dass diese Deckelung regelmäßig durch “angepasste” Schadensersatzforderungen ausgehebelt wird. Im Filesharing geschieht das durch fiktive Lizenzkosten für die VERBREITUNG von Material. Diese Verbreitung fällt hier ja aus, somit sind wohl die Buchpreise als Schadenersatz anzusetzen.

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        frank

        Diese Vorgehensweise ist sowohl imagetechnisch als auch finanziell nicht clever.

        Gehen wir fiktiv von mir als normalen Selfpublisher (bin keiner) aus und nehmen an, dass 1% der Kunden von lul.to ein Werk von mir kopiert hätten.

        Von diesen 300 Kunden bleiben durch Ermittlungen nun von mir aus 10 hängen, denen mein Anwalt auf die Finger haut.

        Die haben jetzt was gelernt und werden abgesehen vom Lerneffekt keine Kunden mehr von mir werden.
        Die anderen hunderttausend Piraten im deutschsprachigen Raum bekommen davon nichts mit oder es interessiert sie nicht oder, oder.

        Finanziell plus minus Null, nur mein Blutdruck ist etwas gesunken, nach dem er im Kampf mit den Anwälten, Richtern, der Öffentlichkeit wie hier im Forum, den Piraten vorher wochen, wenn nicht monatelang überhöht war.

        Dazu kommt, dass ich im Forum angefeindet wurde und mich dadurch anonymisieren “musste”

        Jetzt meine kostenlose Imagekampagne für geschädigte Indieautoren:

        lul.to ist kaputt *juhu”
        Im Blog von Tarnkappe ist die Diskussionshölle los, dazu sieht das in einschlägigen Buchforen und Facebookgruppen ebenso aus.
        Das sind tausende potentielle, vom kopierten ebook abgeschnittene Kunden, die ich jetzt mal auf mich aufmerksam mache (Webseite hab ich ja schon lange).
        Ich erstelle ein Youtube Video, wo ich als Indie Autor über die Schließung von lul.to von einem Bekannten oder dem Betreiber eines Blogs befragt werde.

        Herangehensweise auch bei Artikeln, die ich in die verschiedenen Diskussionen einbringe:
        Ja, mich freut natürlich, dass die Plattform nicht mehr existiert.
        Ab da an bin ich nur positiv und freundlich, betone dass die Plattform für viele Leser gesorgt hat, die mich nicht kannten, die so die Chance hatten mich zu lesen.
        Ich verweise auf meine Webseite weil doch bestimmt viele Leser nun wissen wollen, wie meine Stories weitergehen und sie dort auf dem Laufenden gehalten werden.
        Wer unter dem Stichwort LUL eine email an mich schreibt, kann auch ohne auf LUL regiestriert gewesen zu sein ein ebook seiner Wahl aus meinem Sortiment kostenlos lesen.
        Wer möchte kann auch 10 ebooks zum Preis von 5 erwerben.

        Ich erwarte durch meine fröhliche, aufgeschlossene, konstruktiv positive Auftrittsweise im Gegensatz zu den negativ auftretenden Autoren medial positiv wahrgenommen zu werden und vielleicht auch bei grösseren Webseiten einen Auftritt/Interview zu landen.

        Klicks auf meiner Homepage im Bereich hohe 4stellig bzw 5 stellige Zahlen sind zu erwarten.
        Die Webseite ist so optimiert, diese auf meine Facebockseite zu leiten, emailadressen einzusammeln und mit möglichst vielen potentiellen Lesern in Kontakt zu kommen.

        Dafür verwende ich die Geldmittel, die andere vorweg in die Priratenjagd an die Anwälte und Onlindetekteien überweisen.

        Im Gegensatz zu 10 erwischten Piraten erwarte ich über 200 neue Leser meiner Werke, die mir auch in Zukuft treu sind.
        Mein Image ist positiv wahrgenommen, ich konnte duch meine positive Art überall mit meinem Klarnamen auftreten, der sich bei vielen Lesern von Blogs auch ohne auf meine Seite zu klicken im Gedächtnis festgesetzt hat, und vielleicht beim nächsten Stöbern im Amazon ebook Bereich ein Wiedererkennen auslöst.

        So geht aus meiner Sicht Internet!

        Kein einziger Autor hier hat die kostenfreie Plattform, sich und seine Werke tausenden Lesern dieser Posts und Kommentare, hier vorszustellen wahrgenommen.
        Backlinks, Imageaufbau, Klickzahlen, kostenlose Werbung, alles wäre flächendeckend mit dem richtigen Auftritt geduldet und verschenkt worden.
        Naja, ihr habts wahrscheinlich nicht nötig, soll der Kunde sich halt bemühen eure Bücher selber zu finden. Aber bloss nicht bei lul.to, die sich im übrigen genau des oben beschriebenen Werbemechanismus bedient haben, was auch der Grund war, dass eure Werke 30.000 potentiellen Kunden dort so hervoragend präsentiert wurden.

        Bei einer großen Imageagentur hätte euch dieser Text hier im übrigen locker 1000 Euro gekostet…

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          Michael

          Du arbeitest nicht zufällig im Online Marketing? :D

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    Talysin

    Und die Moral von der Geschicht – Lad dir keinen Schmodder nicht!

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    KalleSauermann

    Als Schreiber wissenschaftlicher Veröffentlichungen weiß ich sehr wohl, welcher Aufwand und welches Herzblut in solchen Arbeiten stecken. Daher kann ich auch durchaus den Ärger motivierter Autorinnen und Autoren über Piratenplattformen verstehen. Ich begrüße es demzufolge sehr, dass diesem Anbieter nunmehr der Garaus gemacht wurde. Weitere müssen folgen. Dies sind für mich ganz besonders in diesem Fall die eigentlichen Täter, denen die entsprechenden Folgen ohne Einschränkung zur Last gelegt werden müssen.
    Hinsichtlich der Nutzerinnen und Nutzer möchte ich vor einer überzogenen Verfolgung im Sinne einer Jagd warnen. Einerseits wäre ich wesentlich beruhigter, wenn die CyberCrime-Verfolgungsbehörden ihre Motivation und Ressourcen in deutlich wichtigere Maßnahmen stecken würden (z.B. Darknetermittlungen in den dunkelsten Abgründen menschlichen Verhaltens). Andererseits bin ich überzeugt davon, dass viele Nutzerinnen und Nutzer von lul.to bereits jetzt durch die bekanntgewordene Schließung und damit verbundene Diskussionen “auf heißen Kohlen sitzen” und demzufolge automatisch einer erzieherischen Maßnahme unterzogen werden. Desweiteren halte ich diesen speziellen Fall für kritisch, da es vermutlich viele Käuferinnen und Käufer geben wird, die nicht aus kriminellen, sondern eher naiven und vielleicht auch dummen Beweggründen gehandelt haben. Dies zum Teil auch in der ebenfalls naiven Annahme eines nicht illegalen Erwerbes. Natürlich schützt dies nicht vor Strafe. Aber eine Kriminalisierung oder überzogene monetäre Bestrafung würde meiner Ansicht nach hier den Rahmen sprengen und auch den Maßstabsvergleich zu anderen Delikten zu arg strapazieren. Vielmehr sollte hier eine Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit mit der Darstellung möglicher Folgen ausreichen und bei den Anbietern der volle Arm des Gesetzes zuschlagen.

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      einervon36

      “erzieherischen Maßnahme” müssen weh tun, sonst wirken sie nicht. Das sieht man doch deutlich an den zynischen Kommentaren. Von Unrechtsbewusstsein keine Spur.

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    Foxkovsky

    Ist doch auch alles wieder so unsinnig. Zunächst zahlen auch viele Downloader für die OneClickHoster. Also ist es nicht sooo besonders, dass hier Geld ausgegeben wurde.

    Ich habe bei lul auch gezielt Bücher gesucht, die ich schon in Papierform hatte, da hab ich dann die alten Schinken weggewiorfen. Gleiches galt für Zeitschriften, auf die ich zumindest unbeschränkten Zugriff habe (via. readly bspw.) Andere Bücher habe ich aus reiner Sammelwut geladen und nie wieder angesehen. Einige, wenige habe ich gelesen, und davon nicht wenige nachträglich bei Amazon gekauft, weil sie gut waren und ich dem Autor dafür sein Geld geben wollte.
    Bücher, die bei amazon 99 Cent kosten habe ich dann eh lieber direkt bei amazon gekauft. Andere dann auf leanpub oder o’reilly, wenn es um Fachliteratur ging. Manchmal habe ich diese Bücher erst auf illegalen Plattformen gefunden, fand sie gut und hab dann nachträglich die aktuelle Version mit Updates gekauft.

    Würde ich jetzt auch nur ein Buch mehr kaufen als zuvor? Nein. Ich zahle eine Video-Flat, eine Musik-Flat, eine Zeitschriften-Flat, hier und da ein Digi-Abo für ne Tageszeitung. Kindle Unlimitted hatte ich eine Zeitlang, aber da ich die meisten Bücher dort eh nicht lese, reicht mir jetzt die Prime-Reading-Flat und sonst benutze ich seit Jahren Readfy. Bei 99% der Bücher war der Grund des Downloads: kostet ja fast nichts, und vielleicht will ich es irgendwann mal ansehen. Ein eBook für 10€ kaufen unter dem Vorsatz – wer weiß, vielleicht mal in 3 Jahren lesen – würde ich nie.

    Vor dem ganzen digital Downloadkrams habe ich viele Bücher als Mängelexemplare für 1€ gekauft. Das ist auch für die meisten eBooks meine Schmerzgrenze. Ansonsten habe ich aber auch bei Amazon an die 5000 eBooks legal “erworben” meist halt irgendwelche 0-500 Cent Angebote. Vermutlich sind da auch schon die meisten lul Bücher mit drin.

    Ich finde für eBooks taugt das Flat-Modell nicht richtig, entweder so, wie jetzt beim Prime-Reading als Paket mit anderen Sachen oder – Buch kostenlos und dann wird nach Erreichen einer bestimmten Seitenzahl abgrechnet, wenn der Preis in einem vertretbaren Rahmen bleibt.

    Am Ende gebe ich pro Jahr vermutlich mehr für Bücher und Zeitungen/schriften aus, als der Durchschnitt. Aber naja, wenn ich erwischt werde ist das halt so. Geht das Geld halt nicht mehr in legale Angebote, kann man ja fast alles monatlich kündigen.

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      KalleSauermann

      Eine sehr präzise und aufrichtige Beschreibung der Motivation zur lul.to-Nutzung, die vermutlich auf einen Großteil der ominösen 30.000 zutreffen und sich lediglich in Mengen unterscheiden wird.

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      eine Leserin

      Ganz genau so ist es auch bei mir!
      Gute Bücher kaufe ich liebend gern, aber es gibt einfach so viele, die sich irgendwie ganz gut anlassen und die ich dann überhaupt nicht mag. Dafür möchte ich einfach nicht so viel Geld ausgeben.
      Wenn ich einen Autor und sein Werk schätze, zahle ich natürlich dafür, das ist für mich selbstverständlich.

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        einervon36 says

        @eine Leserin
        Das ist auch meine Devise. Damit kann man richtig gut Geld sparen.
        Schmeckt mir das Essen im Restaurant nicht, zahle ich nicht dafür. Da ist es auch völlig latte, ob es sich um einen Dreisternekoch handelt. Sein Pech, wenn er meinen Geschmack nicht getroffen hat.
        Gefällt mir der Haarschnitt nicht, den mir der Friseur gemacht, warum dafür zahlen?
        Die Brötchen vom Bäcker an der Ecke waren früher besser, ich hol mir die zwar immer noch, weil der nächste Bäcker drei Straßen weiter ist, aber ich zahle dem natürlich nicht dafür. Der kann doch froh sein, wenn überhaupt jemand seine Brötchen haben will.

        E-Book-Pirat: Aber das ist doch ein Unterschied. Digitale Inhalte sind doch was völlig anderes als Brötchen.

        Stimmt. E-Books sind nur digitale Güter. Deshalb steckt überhaupt keine Arbeitsleistung drin. Die Romane schreiben sich von selbst. Besonders die von schlechten Autoren – also den Autoren, deren Bücher einem nicht gefallen und für die man dann natürlich nichts bezahlt.

        Bei schlechten Büchern ist das auch so, dass die Lektoren und Cover-Designer ehrenamtlich arbeiten, weil sie Mitleid mit dem Autor haben.
        Und genau dieser Autor sitzt jetzt zitternd vor Angst vor seinem PC, weil er weiß, jetzt werden ihm sogar die Leser wegbrechen, die noch nie für seine Bücher bezahlt haben und es auch niemals vor hatten.
        Das ist eine Tragödie!

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          eine Leserin

          Wenn ich Essen gehen möchte und das Essen schmeckt grausam, lasse ich es tatsächlich zurückgehen. Und auch beim Friseur zahle ich sicher nicht den vollen Betrag, wenn er mir etwas Furchtbares auf der Rübe verpasst.
          Es geht mir auch nicht um “schlechte” Bücher sondern um Bücher, die nicht zu mir passen. Ich kaufe auch keine Schuhe, im denen ich mir Blasen laufe. Wenn ich die bestelle, retourniere ich sie. Bei Ebooks geht das eben nicht, deshalb war lul eine gute Möglichkeit für mich.
          Ich habe nie behauptet, da stecke keine Arbeitsleistung drin, ich weiss, dass es viel Arbeit ist. Für mich ist aber eben nicht die Entscheidung “kaufe ich bei ebook.de oder bei lul?” Sondern kaufe ich überhaupt oder nicht. Ich denke nicht, dass durch mich persönlich viel Schaden entstanden ist, sollte es doch so sein, tut es mir leid.
          Allerdings hat lul für mich eher zu mehr regulären Buchkäufen geführt als vorher.

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            Noch.ein.Autor

            @Leserin … was mich jetzt etwas verblüfft ist zweierlei.

            1. gibt es auf den meisten Plattformen satte Leseproben jedes eBooks. Da kann man sich durchaus einen unverbindlichen Eindruck verschaffen, ob ein Buch den Preis von drei bis neun oder mehr Euro wert ist oder nicht.

            2. bekamen die Autoren exakt 0 Euro, nämlich nichts dafür, wenn du sie dir bei Lul.to besorgt hast. Das ist kein Kauf, sondern eine Urheberechtsverletzung. Man kann also hier kaum von “regulären Buchkäufen” sprechen.

            Damit bist du keine Kunden von uns, die einem von uns verloren geht. Warum sollen wir das weiter dulden? Ganz ehrlich, ich will nicht, dass Diebe sich ein paar schöne Stunden mit meinen Buchhelden machen.

            Oder habe ich das jetzt falsch verstanden? Kann ja sein? Wolltest du sagen, du hast nur angetestet bei Lul?

            Wenn das wirklich so war, teste doch künftig einfach ganz legal an, was als satte Leseprobe kostenlos und offiziell freigegeben ist. Dafür musst du nicht kriminell werden, das lohnt nicht. Und herzlich willkommen als legale Leserin, bei wem auch immer von uns.

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            Takeshi Kovacz

            Was viele vielleicht nicht wissen: bei Amazon kann man Ebooks auch zurückgeben. Auf die schnelle hab ich allerdings die Fristen nicht parat. Da Amazon bekannterweise bei “notorischen Rücksendern” auch schon mal Konten schließt, sollte man das aber auch nicht übertreiben.

            Pikanterweise dürfte diese Möglichkeit auch von diversen Piraten genutzt werden/worden sein.

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            eine Leserin

            @Takeshi, das wusste ich gar nicht, weisst Du, ab wann man “notorischer Rücksender” ist? Ich bin da immer ein bisschen paranoid…
            Ich hae Amazon ohnehin bisher eigentlich gemieden, in letzter Zeit jedoch festgestellt, dass es da tatsächlich manchmal recht ausführliche Leseproben gibt, die man unproblematisch auch auf einem Reader lesen kann.

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            Takeshi Kovacz

            Ich weiß nicht, wie lange Amazon sich häufige Rücksendungen gefallen läßt. Ich weiß das auch nur vom Hörensagen aus diversen Foren (heise.de etc.), wenn man dort mal wieder Amazon am Wickel hat.

          • comment-avatar

            AmazonKunde

            @Takeshi Kovacz: Irgendwann sendet dir Amazon dann diese Email:

            “Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserem Angebot. In den letzten Monaten haben Sie jedoch eine außergewöhnlich hohe Anzahl der bestellten Artikel wieder an uns zurückgesendet. Unserer Erfahrung nach kann eine hohe Anzahl an Rücksendungen darauf hindeuten, dass Kunden mit ihrem Einkaufserlebnis unzufrieden sind. Sollten wir dazu beitragen können, Ihr Einkaufserlebnis zu verbessern, können Sie uns direkt auf diese E-Mail antworten – wir freuen uns über Ihr Feedback.”

            Das ist Amazon’s ganz subtile Art und Weise, dich darauf hinzuweisen, dass du die vielen Rücksendungen besser sein lassen solltest!

            Wenn nicht – irgendwann kommt dann die Amazon-Kontensperre auf Lebenszeit …..

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            Takeshi Kovacz

            Jetzt hast Du im Grund nur wiederholt, was ich selbst bereits gesagt habe… Das liest sich, als würdest Du mir eben diese Vorgehensweise unterstellen. Das weise ich vorsorglich zurück.

            Vielmehr ging es mir darum, darauf hinzuweisen, dass man bei Amazon auf diese Weise ein Buch antesten und bei Nichtgefallen zurückgeben kann. Natürlich – wie gesagt – immer im Sinne von “Fair Use”.

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            eine Leserin

            Ja, genau so meine ich das mit dem Antesten.
            Das mit den Leseproben im Netz ist ja schon ok, aber “satt” ist da meistens das falsche Wort dafür leider. Oft ist es nur das Vorwort und fünf Seiten, und das muss ich dann meist auch am Rechner lesen. Ich blättere einfach sehr gern das Buch mal durch :/
            Ich werde das in Zukunft natürlich anders handhaben (zumal mir nicht bewusst war, dass bei lul die Autoren gar nichts abbekommen, auf der Seite war vermerkt, ein Teil des Geldes ginge als Spende an die Autoren)
            Arbeit verdient Lohn, das ist mir bewusst. Selfpublisher habe ich meines Wissens nach auch gar nicht geladen bei lul, weil bei denen die Preisgestaltung für mich meist sehr fair scheint und die Mühe, die sie in die Ebooks investiert haben merkbar ist. Aber bei den großen Verlagen steht es dann schon zur Debatte, ob Formatierung, Bildeinbindung, Fußnoten und Silbentrennung etc im Ebook so gut sind, dass ich es dem fast gleichpreisigen “echten” Buch vorziehen würde.
            Regulär gekauft heißt für mich nicht bei lul geladen sondern im Buchgeschäft erworben. Und das sind die Bücher, die ich tatsächlich mit Freuden lese und mit denen ich mir schöne Stunden mache :)

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    blurredmind

    Meines Erachten nach sind die Strafanzeigen hier vergebene Liebesmüh. Ein Großteil der User wird nicht zu identifizieren sein und fraglich ist dann, ob die identifizierten User eines der Bücher der Self-Publisher heruntergeladen haben. Die einzigen Nutznießer dieser Angelegenheit werden die Anwälte sein.
    Weiterhin ist mir schleierhaft, wie sich die ungewöhnlich hohen Abmahnkosten berechnen, die Summe scheint mir etwas aus der Luft gegriffen.

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      Michael

      Hat wohl mehrere Gründe:
      – Der Aufwand die User zu ermitteln. Und wenn ein RA nen Stundensatz von 150,00 Euro hat, kommen da schnell 10 Stunden zusammen.
      – Wenn ein User von 10 verschiedenen Autoren runtergeladen hat, kosten 10 Abmahnungen 1500 Euro (10x 150)

      Ich glaube es werden sehr viele User zu identifizieren sein. Manche werden einfach ihre Spam-Adresse benutzen (z.B. meinespamadresse@gmx.de) und darüber dann identifizierbar sein (wenn sie nicht sogar ihre echte E-Mail benutzt haben). Einfach den nächsten Login protokollieren.

      Dann werden auch sehr wenige User einen VPN benutzen, wir reden ja nicht von gewieften Uploadern, die genau wissen was sie tun und wie sie nur schwer entdeckt werden können. D.h. viele waren mit ihrer echten IP auf der Seite, über die dann zumindest der Anschlussinhaber ermittelt werden kann. Wobei es dann vermutlich schwierig wird, wenn mehrere Personen den Anschluss nutzen.

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        keindownloader

        Es wird bei der Ermittlung des Anschlussinhabers einer IP-Adresse schon deshalb schwierig, da diese Daten vom SP nach einer Woche gelöscht werden (müssen). Da bleibt eigentlich nur noch der Juni 2017. Alle Anmeldungen davor werden sich wohl kaum rückverfolgen lassen. Die Email-Adresse wird also der primäre Hebel sein. Allerdings konnte bei der lul-Anmeldung eine beliebige echte oder falsche Email-Adresse angegeben werden. Wie soll also eindeutig bewiesen werden, dass der wahre Inhaber einer Email-Adresse wirklich hinter dem lul-Konto steckt? Ein derartiger Anscheinsbeweis könnte wohl relativ leicht erschüttert werden. So einfach, wie sich manche Autoren die Bestrafung der 30.000 Downloader vorstellen, wird es wohl nicht werden, Vor allem, wenn diese sich vehement wehren.

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          Autorin A

          Autoren sind es gewöhnt, dass es nicht einfach wird. Es werden auch nicht “alle 30 000” wie hier immer wiederholt wird, erwischt werden. Aber viele davon.
          Versucht doch selbst mal, ein bisschen realistisch zu bleiben.

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            blurredmind

            Versuch du doch auch mal, realistisch zu bleiben. Kennst du die Aktenlage bei der ermittelnden Staatsanwaltschaft? Niemand außer den Behörden weiß im Moment, welche Daten den Ermittlern vorliegen. Niemand hat hier eine Glaskugel und somit sind Aussagen darüber, wie viele der User erwischt werden, reine Spekulation.
            Ich denke allerdings, dass es unwahrscheinlich ist, dass es so viele User geben wird, wie du annimmst, die sowohl über IP oder E-Mail eindeutig identifiziert werden können und dazu auch noch Werke der strafanzeigenden Autoren heruntergeladen haben. Selbst bei 300 Usern wären das nur 1% der gesamten Nutzer.

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            Aber echt jetzt

            @blurredmind

            Zerstöre nicht die Träume der Autoren, die hier dargestellte Euphorie ist förmlich spürbar.

            Fakt ist: wie Du richtig sagst, weiss keiner genau welche Daten tatsächlich vorliegen, ob überhaupt IP-Adressen geloggt wurden. Falls doch, dann müssen diese eindeutig zuordenbar sein, was relativ schwierig ist, da die Daten nur 7 Tage vorgehalten werden vom Provider. Wir reden hier also über den Zeitraum vom 14.Juni – 21. Juni.

            Schwer vorstellbar, dass nun alle 30.000 Nutzer jeden Tag wirklich was runtergeladen haben, es muss also alles passen: der Name des Nutzers muss ermittelbar sein, er muss nachweislich alleine den Anschluss kontrollieren, der Download muss zweifelsfrei bewiesen werden und es muss auch ein Werk des klagenden Autors sein.

            Gut möglich, dass die Autoren eine Handvoll Unbedarfte am Kragen kriegen und der Anwalt ein Exempel statuieren will und auch wird, aber hier von einer abschreckenden Wirkung zu reden, wo 99,8% der User unbehelligt davon kommen, ist ins Reich der Geschichten zuzuordnen.

            Um das nicht falsch verstanden zu wissen: ich finde es persönlich nicht ok, wenn SPs raubkopiert werden, die meisten Sachen bewegen sich in einem Preissegment von unter 4€, teilweise sogar deutlich darunter. Wer das lesen will, soll sich das eben kaufen, qualitativ mag ich sowieso nix dazu sagen, ich hab noch keinen einzigen SP gelesen.

            Wenn ich allerdings sehe, was manche Verlage veranstalten um den Preis eines HC hoch anzusetzen, dann kann ich die Downloaderei durchaus nachvollziehen, mein liebstes Beispiel hier ist Dan Browns letztes Buch “Inferno”: wurde angepriesen mit irgendwas über 500 Seiten für gar nicht schlanke 26€, habs auch sofort vorbestellt und wurde auch pünktlich geliefert…aber dann: Brown schreibt immer kurze Kapitel, ist ein gutes und beliebtes Mittel für Pageturner, der Verlag hat größere Schrift als normal genommen und zwischen jedes Kapitel eine weisse Seite eingefügt, bei über 100 Kapiteln ist also ein Fünftel des Buches weg. Wer sich das Geld abspart, ist zu Recht verärgert und wird sich dreimal überlegen, ob er solche Aktionen weiterhin unterstützt….soll aber immer noch keine Rechtfertigung für eine Straftat sein.

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            BlauAuge

            Ich lese hier nach einer Woche mal nach und frage mich schon, ob Verstand inzwischen Mangelware ist.

            “Fakt ist: wie Du richtig sagst, weiss keiner genau welche Daten tatsächlich vorliegen, ob überhaupt IP-Adressen geloggt wurden. Falls doch, dann müssen diese eindeutig zuordenbar sein, was relativ schwierig ist, da die Daten nur 7 Tage vorgehalten werden vom Provider. Wir reden hier also über den Zeitraum vom 14.Juni – 21. Juni.”

            Bist Du sicher, daß Du weißt, wovon Du redest? Wobei hier offensichtlich viele User Deinen Wissensstand teilen, wenn ich mir die Postings so nachlese quer durch die Threads.

            Vielleicht hättest Du hier (oder anderswo, in dessen Blog) doch mal einige Postings eines hier großflächig gelöschten users gelesen zum Thema ‘Ablauf eines Busts’ (Namen erwähne ich nicht, sonst springt mir Lars mit dem nackten Hintern ins Gesicht. Muß ich nicht haben. Nicht mal im Internet.).

            Ich habe den Eindruck, hier stellen sich die Leute einen Bust dergestalt vor, daß es den Ermittlern gelingt, zu einem Zeitpunkt X die Datenbank der Piraten zu knacken und alle zu diesem Zeitpunkt darauf befindlichen Daten einmalig abzugreifen. Und wie stellt Ihr Euch das ‘Knacken’ vor? Hackermäßig? Echt jetzt?

            Sofern die DE Ermittler nicht dämlicher sind als die in anderen Ländern (wovon ich echt nicht ausgehe), sieht es wohl eher so aus, daß die sich mit einem entsprechenden Gerichtbeschluß an den Hoster der Datenbank wenden, egal wo der sitzt, und die Ermittler über Wochen (oder Monate in schweren Fällen) das Treiben der User dort beobachten und dokumentieren, bis sie genügend Informationen abgegriffen haben, die sie realen Personen zuordnen können, und sie das Ding erst dann vom Netz nehmen.

            Sagt einem eigentlich schon der gesunde Menschenverstand, daß es nicht so ablaufen kann mit der Beschaffung der Realdaten bloß über die 7-Tage Vorhaltefrist beim deutschen Provider.

            Nehmt mal Euer ziemlich hirnrissiges Szenario und spielt gedanklich danach den realen Ablauf durch und fragt Euch, wie realistisch Eure Annahmen sind: Ermittler ‘hacken’ hackermäßig die LuL Datenbank, haben Zugriff auf 30.000 Userdaten, werten diese aus innerhalb von 5 Minuten und beantragen dann innerhalb von einer Viertelstunde für jene tausende User, die kein VPN benutzt haben, bei deren Providern die Realdaten der letzten 7 Tage. Aha. Und bei denen, die VPN benutzt haben, dauerts dann bei der Abfrage der tausenden von Daten bei einem Dutzend VPN Betreiber im hinteren Asiens, provinziellen Russland und sonstwo wohl 30 Minuten. Oder so.

            Mann Mann Mann Mann Mann.

            Gut, im zitierten Blog werden die Vorgehensweisen in einem anderen Land mit anderen rechtlichen Grundlagen geschildert, aber anders als hier mit entschärften Dokumenten belegt (geschwärzt an mancher Stelle, aus Datenschutzgründen und zum eigenen Schutz), und der Blogger ist nicht bei der Polente, sondern bei einem ISP an entsprechender Stelle. Allerdings haben im dortigen Rechtssystem die Provider bzw. ihre entsprechenden Mitarbeiter halt gesetzlich garantierte Befugnisse wie Zugriff auf Steuerdaten, Einwohnermeldedaten, Kreditkartenabrechnungen, TK Daten von anderen Providern und sogar Bankdaten (unter Vorlage eines Gerichtsbeschlußes), die in ihrer Gesamtheit fast so weit gehen wie hierzulande die Befugnisse der Polizei.

            Aber solche Sachen wie der Zeitaufwand bei mehreren tausend Abfragen usw. sind einfach eine Naturkonstante und in allen Rechtssystemen so gültig wie die Logik an sich. Genauso wie der Fakt, daß offenbar alle Datenbankhoster und VPN Betreiber mehr oder weniger freiwillig sofort Kopien und Zugriff geben auf Anfrage mit Gerichtsbeschluß, egal in welchem Land sie hocken und was sie ihren Kunden versprechen. Weil: ein Kunde, hinter dem die Ermittler her sind, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ohnehin nicht mehr lange Kunde. Es lohnt sich also nicht, den Ermittlern die Zusammenarbeit zu verweigern wegen der paar Kröten jeden Monat. Da macht man lieber gut Wetter, weil man nie weiß, ob man nicht in der Zukunft selber davon profitiert. Lest Euch mal die (entschärften) Antwortmails eines VPN Betreibers an den Blogger auf eine entsprechende Anfrage seiner Firma durch, und Ihr verliert den Glauben an jeden VPN.

            Ihr verliert aber auch einige Illusionen darüber, wie solche Ermittlungen vor sich gehen. Hat wenig Hackerromantik und wenig Mystisches. Ist offenbar sehr viel präzise Arbeit, ist viel Logik, ist sehr viel juristisches, ist viel Kombinatorik, ist viel Beobachtung, ist offensichtlich viel Erfahrung, ist aber auch einiges Bauchgefühl und ein Händchen für Zusammenhänge, die auf den ersten Blick nicht erkennbar sind, ist gelegentlich sehr unkonventionelles Vorgehen (in seinem Land rechtlich erlaubt und in seiner Firma geduldet, nach Absprache) und streckenweise sehr viel schräger Humor (also, soweit es diesen speziellen Blogger betrifft).

            Und bevor jetzt jemand fragt: nein, ich kann den Blog nicht verlinken, Lars hats verboten. Hinweis: Der user hat unter dem Nick, den er hier benutzt hat, einen Account bei Disqus mit über 12k postings und über 20k upvotes. Der Blog selbst läuft unter einem anderen Nick, den er mal kurzzeitig im NGB benutzt hat. Hinweis: “kein logischer Fehlschluß”. Und nein, ich will hier keine Werbung für den Blog machen, der ohnehin ein Bezahlt-Blog ist (auf englisch und französisch) mit entsprechender Freischaltung only und wo sich die 4 Betreiber vorenthalten, User anzunehmen oder abzuweisen. Die Blogger hosten auf eigenem Server, die Einnahmen gehen ausnahmslos an Tierheime, die Zahlungen werden monatlich veröffentlicht mit Einnahmen per Usernick und Abgabe an die Heime). Mit einer etwas tieferen als der üblichen Google-Suche findet man dennoch den öffentlichen Teil des Blogs bei Suche unter diesen Parametern und kann die Betreiber per email kontaktieren.

            Und ja, ich sage “er”. Vielleicht aber auch “sie”.

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            Aber echt jetzt

            @Blauauge

            Wirklich….ich habe schon eine ganze Menge Blödsinn gelesen, wenn es um absolute Checker in Sachen Busts/Schliessungen/U-Haft/whatever geht. Aber Du setzt hier allem wirklich die Krone auf, ich hab das für die Ewigkeit mal kopiert und archiviert…Danke dafür, es gibt Kreise die werden vor Lachen nicht in den Schlaf kommen.

            Glaubst Du wirklich allen Ernstes, dass es die Intension der Behörden ist, die 30k User auszuforschen? Ihr Ziel waren die Betreiber (wie immer in solchen Fällen) und das haben sie erreicht, das Thema ist durch.

            Alles, was jetzt kommt, sind neue Ermittlungen, weil es nämlich eine Anzeige gibt von den 36 Autoren, wäre es anders, dann hätten die Anwälte schon längst die Briefe geschrieben und verschickt (logisch, oder?) Die haben als einzige ein Interesse daran, dass das schnell geht: es geht um IHR Geld, da ist nix mit “die armen Autoren”, die verdienen ihre Kohle damit…übrigens als einzige in dem Spiel.

            Deine Geschichten aus dem VPN-Kabinett will ich nicht mal negieren, es gibt gute und schlechte…man erkennt sie leicht: schlechte sind kostenlos, haben kaum Support, keine eigenen Server und mit 2 Handgriffen sieht man selbst seine eigene IP. Gute sind selten und kosten Geld….sehr gute sogar relativ viel, die gibt es auch schon sehr lange am Markt und man kann suchen wo man will….nirgends findet man etwas von heraus gegebenen Daten.

            “Ich habe den Eindruck, hier stellen sich die Leute einen Bust dergestalt vor, daß es den Ermittlern gelingt, zu einem Zeitpunkt X die Datenbank der Piraten zu knacken und alle zu diesem Zeitpunkt darauf befindlichen Daten einmalig abzugreifen. Und wie stellt Ihr Euch das ‚Knacken‘ vor? Hackermäßig? Echt jetzt?”

            Ich weiss sehr genau, wie so etwas funktioniert und ich kann sogar sinnerfassend lesen, zB. steht in meinem Post keine Silbe von “Hacker” oder “Knacken”. Wenn Du etwas zur rechtlichen Situaion eines Beklagten sagen willst, dann ergib Dich nicht in Tagträumereien, wenn es so einfach wäre, wie Du es gerne hättest, dann wüssten es auch alle….weil die Foren nämlich VOLL wären mit Verurteilten.

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          Katzenstreu

          Der realistischste Ansatz ist es alle rauszusuchen welche diese Gutscheine direkt über ihr Amazonkonto und im Laden mit Kreditkarte gekauft haben.
          Ersteres dürfte sehr schnell gehen zweiteres dauert etwas länger.
          So super viele werden das nicht sein.
          Hat man dann noch eine valide Emailadresse um so besser. Eine Email alleine bringt vermutlich nichts.
          Jetzt kommt allerdings erst der interessante Teil, da die Betroffenen versuchen werden sich rauszureden.
          Ich bin schon der Meinung, das die meisten Betroffenen schon die Seite genutzt haben werden.
          Nur, es dürfte nicht in jedem Fall möglich sein das auch zu belegen.
          Neben dem hier schon erwähnten verschenkten Gutscheinen fallen mir aus dem Stand drei Varianten ein die da erfolgreich sein könnten.
          Nur die Idee zu sagen, beweisen sie mir mal das ich nicht wissen konnte das die Seite illegal war, ist saublöde.
          War man wirklich der Meinung sollte man eventuell auf Unzurechnungsfähigkeit plädieren. :-)
          Die Betroffenen sollen ruhig selber mal nachdenken was da so möglich ist, da ich zwar mit dem jetzigen Urheberrecht aus grundsätzlichen Gründen und mit einigen Aussagen der Autoren nicht konform gehe aber auch nichts für notorische Schnorrer übrig habe.
          Bei der ganzen, bisher nur angedrohten, Abmahnerei sehe ich ein nicht unerhebliches Risiko für die Autoren, das sie in erster Linie dualuse Nutzer erwischen, welche mal kaufen und mal schwarzkopieren. Das heißt das das unter Umständen kurzfristig schon was bringt auf lange Sicht aber ein Schuss ins eigene Knie wird und grundsätzlich ist Abmahnerei generell nicht reputationsfördernd. Das die das Recht dazu haben steht aber fest.
          Bei der Diskussion über die Preise sollte man mal darüber nachdenken, das auch sonst jede Menge überteuerter Mist gekauft wird. Warum also sollen die ihr Zeug billiger machen?
          Läuft das Buch gut gibt es keinen Grund mit dem Preis runterzugehen, läuft es schlecht erst recht nicht da die Fixkosten für die Erstellung rein müssen. Kaufen muss es ja keiner. Grundsätzlich muss man natürlich auch einfach damit leben können, das nicht jeder Konsument für die genutzte Ware zahlt. Das Problem haben eigentlich so ziemlich alle die etwas verkaufen.
          Ich hatte in einem anderen Beitrag davon geschrieben das die illegal Downloadenden ein recht großer Markt sind.
          Ersetzen wir mal Markt durch Reichweite und ich sehe ein recht großes unerschlossenes Potenzial nach der Aussage von Autorin A zu ihren Steigerungsraten nach Abschaltung von lul.to. Zumindest für die Autoren welche ihr Handwerk versehen.
          Zugegebenermaßen wohl recht schwer zu erschließen.
          An die Ehrlichkeit und das Mitgefühl zu appellieren bringt nichts. Niedrige Preise bringt nichts. Verfolgung bringt auch nichts da die Kosten in keinem Verhältnis zum Ertrag stehen. Gute Schriftsteller gibt es wie Sand am Meer, eine künstliche Verknappung funktioniert also auch nicht. Leser wachsen nicht auf Bäumen und werden auch nicht reicher. Totale Kontrolle des Internets im Stil der Stasi oder der Chinesen wollen vermutlich auch die Autoren nicht. Flatrate Angebote könnten funktionieren aber alles was es da so gibt ist unausgegoren. Ein Autorenvergütungsdurchsetzungsgesetz von Heiko Maas wäre wie jedes seiner Gesetze entweder ein Placebo oder grundgesetzwidrig und würde wie jedes maassche Gesetz nichts bringen. :-)
          Blöde Situation. Eventuell muss man einfach mit einem gewissen Schwund leben, wobei ich zwischen 50 bis 80 Prozent schon recht happig finde. Übermäßiges Mitgefühl habe ich allerdings auch nicht, da wie bei jeder Berufswahl, eben der des Autors so seine Höhen und Tiefen hat. Kann man ja vor ergreifen desselben darüber nachdenken.
          Fallen mir eigentlich nur Fördertöpfe ein. Da so ziemlich jeder Mist gefördert wird warum nicht auch dieser Bereich.
          Eventuell wäre eine Emanzipation von Amazon noch zu überdenken, da die sich ihren Service, der im wesentlichen nur darin besteht das die da ihre Bücher hochladen können und Amazon automatisch von Kundenkonten abbucht, fürstlich bezahlen lassen. Die Autoren müssen ja alle Kosten, die so anfallen um das Buch zu erstellen, selber bezahlen. Ist aus meiner Sicht ein Modell, was man als digitale Leibeigenschaft bezeichnen kann.

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            blurredmind

            “Der realistischste Ansatz ist es alle rauszusuchen welche diese Gutscheine direkt über ihr Amazonkonto und im Laden mit Kreditkarte gekauft haben.
            Ersteres dürfte sehr schnell gehen zweiteres dauert etwas länger.”

            Nein, beides ersteres wird sehr lange dauern und extrem kostenintensiv sein, zweiteres schier unmöglich. Amazon gibt nämlich nicht einfach so die Daten ihrer Gutscheinkäufer heraus. Dafür müssen die deutschen Behörden schon vor ein amerikanisches Gericht ziehen mit geringer Aussicht auf Erfolg. Du kannst dir sicher vorstellen, dass das in Anbetracht der Nutzerzahlen ein fast unmöglich zu stemmendes Unterfangen ist.
            Hinzu kommt, dass noch gar nicht feststeht, ob den Ermittlern die Zahlungsdaten der Nutzer eindeutig vorliegen.

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            Verfasser

            Das geht angeblich schon, siehe hier:

            http://tarnkappe.info/lul-to-wie-wurden-die-betreiber-erwischt/

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            Katzenstreu

            Quatsch, wie jede Firma kooperiert Amazon mit Ermittlungsbehörden. Schon aus Eigeninteresse, es gibt ja auch jede Menge Betrugsfälle bei Amazon.
            Hier könnte das noch schneller gehen, da die ansonsten ihre Autoren vergrätzen.
            Technisch müssen vermutlich nur die Gutscheincodes von einer Datenbank in eine andere eingelesen und abgeglichen werden.
            Die Betreiber von lul.to scheinen sowas wie eine Buchführung betrieben zu haben, ansonsten hätten die nicht die Guthabenkonten ihrer Kunden mit unterschiedlichen Buchpreisen belasten können. Die Frage ist eigentlich nur, ob auch die Titel vermerkt wurden, die über die Nutzerkonten runtergeladen wurden.
            Genau genommen selten dumm, da jetzt sowohl ihre Einnahmen wie auch der Schaden bis auf den Cent genau berechnet werden können.
            Ist also eher nichts, mit ich sitze das alles ab und mach mir später ein schönes Leben mit meinen 100 Bitcoins.
            Zu den Kreditkarten und das wäre unmöglich, Aktion Himmel da wo Millionen Karten ausgewertet wurden und nichts rausgekommen ist.
            Es ist also kein Problem an die Kartendaten zu kommen.

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            Takeshi Kovacz

            “Die Frage ist eigentlich nur, ob auch die Titel vermerkt wurden, die über die Nutzerkonten runtergeladen wurden.”

            Jein. Es wurde gespeichert, was gekauft wurde, also, welche Downloadlinks mittels Zahlung freigeschaltet wurden. Denn nichts anderes war ein “Kauf” zunächst erst einmal.

            Wie bereits mehrfach angemerkt. Es war bei lul.to nicht so, dass nach einem Download das Konto belastet wurde und somit eine unmittelbare Verknüpfung KaufDownload bestand. Nach einem Kauf war man berechtigt, den Titel, 0, 1 oder n mal herunterzuladen, mehr zunächst nicht.

            Ein nachgewiesener Kauf ist nicht geichzusetzen mit einem nachgewiesenen Download, bis die entsprechende IP-Adresse vorliegt.

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            Katzenstreu

            Kann sein. Allerdings wichtet im Fall des Falles ein Richter die Beweislage und hat da einen gewissen Interpretationsspielraum.
            Was mir vorhin eingefallen ist, wir haben seit neusten die Onlinedurchsuchung.
            Das kombiniert mit dem üblichen schweren Bandenkriminalität könnte ganz neue Möglichkeiten der Beweiserhebung nach sich ziehen.
            Amazon hat mit dem löschen von 1984 bewiesen, das die wohl auch ohne Einwilligung der Kunden Zugriff auf das Lesegerät hat. Da ist es eigentlich kein größeres Problem, mit einem entsprechenden richterlichen Beschluss mal auf die Endgeräte der identifizierten Amazonkunden zu schauen was da so drauf ist.
            Eventuell sammelt Amazon aber schon seit langem einfach alles, was so auf die Geräte aufgespielt wird und erfasst so auch Dateien die nicht von denen stammen. Das wäre noch einfacher.
            So könnte man die potenzielle Beweislücke schließen. Für sowas ist das Gesetz ja auch gedacht.
            Findet sich da nichts, kann mit einem Firmwareupdate ein Forensiktool installiert werden, welches nach Resten von gelöschten Dateien schaut. Letzteres ist eher unwahrscheinlich, da so ein Tool sicher nicht vorrätig ist.
            Ersteres kann ich mir ganz gut vorstellen.
            Schützen könnten sich die potenziell Betroffenen eigentlich nur indem sie das Lesegerät nur offline verwenden.

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            Takeshi Kovacz

            “Eventuell sammelt Amazon aber schon seit langem einfach alles, was so auf die Geräte aufgespielt wird und erfasst so auch Dateien die nicht von denen stammen.”

            Tatsächlich. Wenn man z.B. ein Amazon-fremdes Ebook per Email an seinen Reader schickt, landet es in der Amazon-Cloud. Das sieht man dann unter “Meine Inhalte und Geräte”. Amazon-eigene ja sowieso.

            Wer also Dateien fragwürdiger Herkunft dort hat, sollte da hin und wieder mal aufräumen – oder den Dateitransfer per USB-Kabel vornehmen.

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            eine Leserin

            Ist die Onlinedurchsuchung nicht nur für schwerkriminelle Tätigkeiten gedacht? Also Terrorismus, Waffenhandel und solche Dinge? Ich bin mir nicht sicher, inwiefern dann durch den gerühmten Staatstrojaner ermittelte Daten in diesem Fall erhebbar wären.
            Das mit Amazon klingt gruselig, gibt es denn irgendwo eine AGB, die aussagt, welche Daten vom Amazon erhoben werden?

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            Takeshi Kovacz

            Ich kann mir kaum vorstellen, dass einen richterlichen Beschluß für die Suche nach Ebooks mittels TKÜ/Staatstrojaner geben wird.

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            Katzenstreu

            Also erstmal ich zumindest spekuliere hier nur und kombiniere das mit Halbwissen.
            Das im großen und ganzen einfach zum Spaß, was aber manche igendwie nicht ganz zu verstehen scheinen.
            Lars hatte wohl das Glück Bestandteil einer TKÜ bei einer anderen Ebookseite zu sein und dort wurde wohl irgendwas von Bandenkriminalität als Begründung angegeben. Das kann er aber bestimmt besser erklären, wenn er will.
            Ich denke, das so eine Begründung dann auch bei diesem Fall ausreichend wäre.
            So kann sich jeder mal Gedanken machen, wie die schöne neue Überwachungwelt eben auch den Normalbürger tangiert. Eventuell sollten die Leute eben doch zur Wahl gehen und eine Grundrechte schützende Partei wählen.
            Zu dem anderen Teil kann ich nichts weiter beitragen, da ich da bloß das zusammengefasst habe was so bekannt ist.
            Eigene Tests kann ich da nicht machen, da ich weder eine Ebookreader besitze noch bei Amazon angemeldet bin.

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            @Katzenstreu: Ich habe bei LuL.to nie etwas gekauft und ich habe auch bisher weder etwas von Waldorf/Frommer noch von der Staatsanwaltschaft gehört. Der Besuch der Seite alleine stellt zudem keine illegale Handlung dar.

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            Katzenstreu

            @Lars
            Das habe ich so auch nicht geschrieben und gemeint.
            Gemeint war folgendes:
            http://tarnkappe.info/e-book-razzia-staatsanwaltschaft-teilt-telekommunikationsueberwachung-mit

            Ansonsten, ist man schon mal dabei an Amazon die Forderung heranzutragen das man die Namen hinter den Gutscheinen will, ist es kein erheblicher Mehraufwand noch einen Zweizeiler dazuzuschreiben das man auch gerne die Clouddaten und wenn möglich einen aktuellen Stand des Ereaders hätte.
            Eine TKÜ halte ich auch für unwahrscheinlich, das war schlecht formuliert.

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            HBB

            “Es ist also kein Problem an die Kartendaten zu kommen.” — Liebe(r) Katzenstreu, träum schön weiter. Wenn man die Amazon-Gutscheine bar bezahlt hat, ist da gar nichts zu ermitteln. Und in allen anderen Fällen wurde der Gutscheincode halt weiter verschenkt. Das ist schließlich nicht verboten. Und das “Bezahlen” per Code ist noch kein Download. Ist die Weitergabe eines Gutscheincodes von einem User an LUL bereits eine Straftat? Fragen über Fragen. Das wird alles sehr spannend. Und das kann über mehrere Instanzen gehen.

            Außerdem: das ganze LUL-Portal war doch total professionell aufgemacht – es gab bei LUL im Advent sogar einen Adventskalender mit täglichen Goodies. Welcher Durchschnitts-Internet-User denkt da an eine illegale Seite?? Fast jedes E-book von LUL hatte am Ende eine Seite mit LUL-Logo! All das kann man nicht einfach ignorieren – im Gegensatz zu vielen anderen Piratenseiten war LUL ähnlich professionell wie Amazon aufgemacht – teilwese sogar besser. Es gab Buch-Beurteilungen, Wunschliste, eigene Listen, Online-Reader, Buch-Vorschau, usw. – da kann schon argumentieren, dass man der Meinung war, dass LUL nicht den Anschein einer illegalen Seite machte.

            Und noch was: Wenn Amazon so toll mit den Ermittlungsbehörden kooperiert hätte – wie du schreibst -, dann wäre LUL bestimmt viel schneller aufgeflogen oder gestorben. Selbst Paysafecard hat den Zahlungsweg gestoppt; nur Amazon wollte anscheinend nicht.

            Anstatt die paar dummen Downloader zu belangen, sollten sich die Autoren lieber an die LUL-Betreiber und an Amazon halten und diese zivilrechtlich belangen…

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            Katzenstreu

            Gähn, lies die Beiträge von TK und meine anderen dann verstehst du was ich meine.
            Ansonsten ist es recht amüsant, das ich inzwischen von Autoren und Downloadern oder deren Sympathisanten angegangen werde.
            Irgendwie scheine ich ein anderes Deutsch als der Rest zu verwenden.

            An meiner eher freihändigen Verwendung von Interpunktion und Groß- Kleinschreibung kann es eigentlich nicht liegen.

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            blurredmind

            Amazon kooperiert eben nicht mit den Behörden. Amazon hat ein größeres Interesse daran, seine Kunden nicht zu verprellen und sperrt sich in der Herausgabe von sensiblen Daten. Im Falle des Spiegelbest-Takedowns konnten sogar User, die Bücher dort hochgeladen haben, nicht mithilfe der Amazon-Gutscheine identifiziert werden, weil Amazon nicht mit den Behörden ohne Weiteres kooperiert. Dafür muss erst über ein US-Gericht gegangen werden. Und dieser Aufwand wird nur betrieben, wenn der Kosten-Nutzen-Faktor stimmt.

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            Takeshi Kovacz

            Gibt’s dazu irgendwelche Quellen?

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            Ichbins

            Wäre zumindest logisch, denn ein Konzern wie Amazon wird einen “kleinen eBook-Autor” bestenfalls als Mückenschiss ansehen.

            Man liest ja leider immer wieder, wie Amazon die Autoren ausnimmt und sogar vorschreibt, wie hoch der EK maximal in % sein darf. Wer sich nicht dran hält, wird bei Amazon halt nicht gelistet und dort nicht verkauft. Ob das so stimmt, keine Ahnung, aber es ist immer wieder zu lesen. Sollte es aber stimmen, wird Amazon niemals Daten rausgeben. Und ein US-Konzern wird sich niemals daran stören, wenn Deutsche User was zu meckern haben, solange diese nicht munter zahlen.

            Wobei die frage eh ist: wie lange speichert Amazon die Gutscheine? Klar, bis zur Einlösung muss es ja getan werden, aber was wenn die Codes direkt nach einem “Code anerkannt” dann gelöscht werden? Immerhin wurde er erfolgreich ins Kundenkonto übertragen und es besteht kein Grund mehr, dass der Code dann noch dem Käufer zuordnarbar ist …

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            Fakt ist, dass Amazon die Daten von deutschen E-Book-Schwarzkopierern bereits nachweislich preisgegeben hat, das haben wir Schwarz auf Weiß. Es spielt dabei überhaupt keine Rolle, ob von der Urheberrechtsverletzung etc. ein einzelner Autor oder der Verlag betroffen ist. Die deutsche Behörde muss so oder so das Rechtshilfeersuchen beantragen.

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            Takeshi Kovacz

            Ein einmal eingelöster Gutscheincode darf eigentlich niemals gelöscht werden, sonst könnt man ihn ein zweites mal einlösen.

          • comment-avatar

            Ichbins

            @Takeshi:

            eben nicht. Wenn er gelöscht wird, wird das System ihn ja nicht mehr finden, also kann man ihn auch nicht erneut einlösen. Amazon wird ja kaum auf Dauer alle Codes aufheben.

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            hasi schreibt

            Ich würde ja nicht damit rechnen, dass die Gutscheincodes gelöscht wurden. Amazon liebt Daten über alles. Das Kerngeschäft dieses Konzerns ist Cloud Hosting. :-D

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            Takeshi Kovacz

            @ichbins

            Ich gehe mal davon aus, gültige Gutscheincodes werden über einen Algorhythmus erzeugt und dabei wird sichergestellt, das der erzeugte Code einmalig ist. Auf der Gegenseite wird bei der Einlösung geprüft, ob der Code gültig ist. Der Betrag ist dann im entschlüsselten Code enthalten. Wenn der Code direkt gelöscht wird, könnte ich den selben Gutschein zweimal einlösen.

            Gut, dass ist natürlich nur eine denkbare technische Umsetzung, zugegeben. Wir wissen es nicht.

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            Autorin A

            Katzenstreu, manchmal frage ich mich … ach nein, auf dieser Seite hier frage ich mich gar nichts mehr. Ich gehe mal davon aus, du bist arbeitslos und ohne Ausbildung, denn sonst hättest du nicht in den Raum gestellt, dass man sich bevor man einen Beruf ergreift, damit abfinden soll, dass 50-80% vom Geld durch andere abgezogen wird. So ein Argument kann nur von jemandem kommen, der noch nie für sein Geld den Arsch gehoben hat.
            Und nein, der Kommantar tut mir nicht leid.

            Merkt hier mal einer, dass hier JEDES Argument der Welt recht ist, um Diebstahl zu rechtfertigen. Jedes?
            Bin arm, bin dumm, bin Student, bin in Taka Tuka Land, bin zu blöd, ein Ebook zurückzugeben …

            Autor doof – Beruf doof – bezahlen doof
            Hier sind Menschen unterwegs, die wie Kleinkinder die Verantwortung für ihre Klauerei jedem in die Schuhe schieben wollen, nur nicht sich selbst. Jeder ist schuld – außer Dieb hier.

            Von Amazon weggehen – na klar! Nichts besser als das … wo Amazon uns Autoren noch die beste Plattform bietet, für euch Leser – ähhhh sorry, Diebe – die Möglichkeit bereithält, die Bücher 14 Tage lang bei voller Erstattung zurückzugeben, wo das böse Amazon bis 70% Marge zahlt und das monatlich, zuverlässig. Plus Bonuszahlungen bei Erfolgen.

            Klar, da bin ich sofort weg. Leute, ihr habt hier zum großen Teil einfach so gar keine Ahnung. WIR kennen uns da aus. Ihr nicht, also sagt uns nicht, was da falsch läuft. Hört auf zu klauen, hört einfach auf!

            ALS ERWACHSENER MENSCH MUSS MAN IN DER LAGE SEIN, EINE ENTSCHEIDUNG ZU TREFFEN UND VERDAMMT NOCH MAL DAZU ZU STEHEN!!

            Wir leben in einem Land, wo man bei jedem Furz und Nichtgefallen den Geschäftsführer kommen lässt. Mein Gott, dann HAT man halt mal ein Buch gekauft, das einem nicht gefällt. Na und? Dann hat man falsch entschieden und trägt es mit Fassung. Oder gibts zurück bei Amazon. Rennt ihr nach dem Kino auch zur Kasse “Jauuuul ich hab mir den Film gaaaaaanz anders vorgestellt *schluchz*”.
            Ja heul doch. Eure Entscheidungen müssen nicht andere ausbaden.

            Irgendwo hier hat einer gesagt, falscher Schnitt bei Friseur, Geld zurück usw. Ein Buch, das EUCH nicht gefällt, ist kein Fehler von anderen, dafür steht euch keine Entschädigung zu.

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            Katzenstreu

            Stirnrunzel
            Hast Du dir eigentlich meinen Beitrag komplett durchgelesen?
            Und ja, ich denke das ihr in einem ungesunden Abhängigkeitsverhältnis zu Amazon steht.

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    blurredmind

    Von mir aus können die Autoren so viele Strafanzeigen stellen, wie sie möchten. Die Aussichten, die User zu identifizieren erscheinen mir zu gering, als dass sich das in irgendeiner Weise finanziell für die Selfpublisher lohnt.

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      nocheinervon36 says

      @blurredmind
      warum gleich so materialistisch denken? Uns geht es nicht um Schadensersatz. Uns geht es um Nachhaltigkeit.
      Wenn ein paar Nutzer für die Nachhaltigkeit etwas bezahlen müssen, ist das als eine Art Solidarbeitrag für die Gemeinde der Downloader zu sehen. Ist also für eine gute Sache, ne.

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    Myra Çakan

    Dieses Zitat stammt nicht von Herrn Rechtsanwalt Winterling sondern von mir. Es wurde deutlich von den Interviewantworten abgesetzt, denen einen Initial vorangestellt wurde und die außerdem “kursiv” gesetzt sind.

    „Bei 15 Romance-Autoren, die ja recht fleißige Arbeiter sind, kann man vermutlich von mindestens 10 Veröffentlichungen pro Autor ausgehen. Das könnte dann z.B. so aussehen: Schadenersatz 375 € plus Abmahnkosten 2.250 €.“ Weiterhin gab er zu bedenken, dass „die meisten Self-Publisher, die in diesem Genre schreiben, ihre Romane zum Verkaufsstart für mehrere Tage oder sogar Wochen für 99 Cent anbieten. [Man] hätte die kompletten E-Books für 148,50 legal erwerben könnten.“

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      Sebastian

      Mensch, hab gerade aufgeräumt und ein Buch aus dem Jahre 2001 von Ihnen gefunden. Was steht hinten auf dem Cover “Diese Frau schreibt Trends”. Danke für die tollen Geschichten, und noch viele weitere die da kommen.

      Nicht alle die hier sich hier äußern, sind Buch Piraten.

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        @Sebastian,
        vielen Dank. Das müsste Downtown Blues sein.
        Ich bekomme immer wieder Nachrichten von Fans, die nach weiteren Geschichten fragen.

        Da meine Romane aber seit 2002 piratiert werden (Hörbücher und Hörspiele natürlich genauso), schreibe ich keine Science Fiction mehr.
        Mein letzter Roman ist 2011 erschienen und so wie es aussieht, wird es tatsächlich mein letzter sein.

        Als Vollzeit-Autorin kann ich mir so ein “Hobby” leider nicht leisten. Und ehrlich gesagt will ich es auch nicht.

        Ich möchte kurz ausführen, warum das so ist: Die Verlage zahlen kaum noch Vorschuss. Das bedeutet für Autoren, dass sie frühestens sechs Monate nach Veröffentlichung Geld für ihre Arbeit sehen.
        Viel es sowieso nicht. Hier wird ja lustig mit Zahlen um sich geworfen. Üblich sind zwischen 5- und 8% vom Netto-Verkaufspreis bei Taschenbüchern.
        Bei eBooks sieht es etwas besser mit den Tantiemen aus, habe ich mir sagen lassen. Aber da die meisten Verlage die eBooks viel zu teuer anbieten, werden sie natürlich auch nicht so oft gekauft. Insofern verdienen auch hier die Autoren nicht besonders viel.
        Landen die Titel dann auf den illegalen Seiten, was natürlich unweigerlich passiert, verdient der Autor noch weniger.
        Autoren, die wenig verdienen, sprich verkaufen, bekommen keinen neuen Buchvertrag. Das ist eine ganz einfache Kosten-Nutzen-Rechnung.

        Und hier mal ein paar realistischere Zahlen, wie das unterm Strich aussieht.

        Dieses Zitat stammt aus der Rhein-Main-Zeitung und die Daten wurden von KSK übernommen:
        “Die Statistik zeigt, dass Musikerinnen und Musiker besonders schlecht bezahlt werden. Sie kommen im Schnitt auf 14 000 Euro, die Frauen sogar auf weniger als 12 000 Euro – also nicht einmal 1000 Euro im Monat.
        Schauspielerinnen und Schauspieler müssen sich mit durchschnittlich 14 800 Euro begnügen. Maler und andere bildende Künstler geben ein Einkommen von knapp 16 800 Euro an. Am besten kommen noch Autoren weg. Sie verfügen über gut 20 000 Euro Jahreseinkommen..”

        Ergänzend hierzu: Mit Autoren sind nicht nur Roman-Autoren gemeint. Journalisten und Drehbuchautoren werden z. B. auch dazu gezählt.
        Warum Musiker so schlecht verdienen, muss man, denke ich nicht weiter erklären. Und das es sich bei den genannten Summen, um das Einkommen vor Steuern handelt, wohl auch nicht.
        Erwähnt werden sollten auch die 30% Verdienstausfall, die durch eBook-Piraterie entsteht. Die Zahl wurde schon öfter genannt und stammt Andreas Kaspar von Counterfights, den ich vor einigen Monaten für meinen Blog interviewt habe.

        Ich biete meine eBooks nicht zum Schleuderpreis an. Sie kosten ungefähr 60% von dem, was die Verlagsbücher gekostet haben, bzw. kosten, meinen ersten Roman gibt es noch als TB. Wie es sich gezeigt hat, hat der Preis überhaupt keinen Einfluss darauf, ob ein Buch piratiert wird oder nicht. Er dient nur als fadenscheinige Rechtfertigung – wie alle Argumente, die ich mir seit über 15 Jahren anhören “durfte” und die hier gebetsmühlenartig verbreitet werden.

        Meine eBooks sind übrigens im Self Publishing erschienen, da ich Nebenrechte behalten hatte und damit haben sie dann schon mal das Prädikat “wertlos” erhalten, ich hier lesen konnte.
        Das stört mich allerdings nicht besonders. Ich halte es da mit der deutschen Eiche und dem Hund. ;-) Und mehr habe ich dazu nicht zu sagen.

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          Danke für die Einblicke und die ehrlichen Reaktionen, Frau Çakan.

          Manche Leute wollen für Digitales tatsächlich nichts bezahlen, da könnte man den Preis pro E-Book auch auf 20 Cent herunterschrauben, das würde nichts nützen. Da halten dann auch gerne Aussagen wie “die böse Content-Industrie”, die koksen nur etc. her, damit man das vor sich selbst rechtfertigen kann. Oder solche Ausreden, wie “das machen doch alle, warum ich nicht auch?”. Es gibt aber auch viele Konsumenten, die gerne bezahlen würden. Nur eben nicht die extrem hohen Preise, die für E-Books von den Verlagen verlangt werden. Der Preisunterschied zwischen den gedruckten und digitalen Werken ist einfach viel zu gering. Und daran kann oder will kein Verlag etwas ändern. Es wundert mich nicht, dass E-Books beim Umsatz nur etwas über 5% ausmachen in Deutschland. Das hat auch der Börsenverein so bekannt gegeben: http://tarnkappe.info/e-book-markt-stagniert-weiterhin/ Womit will man das rechtfertigen, bitte? Druckkosten bei E-Books? Kosten für Transport oder Lagerung ? Alles nicht vorhanden.

          Manche älteren SF-Werke sind leider auch überhaupt nicht als E-Book verfügbar. Das ist mir selbst kürzlich passiert. Ich musste “Alles bleibt anders” von Siegfried Langer gebraucht kaufen, damit ich es überhaupt im Urlaub lesen konnte. http://siegfriedlanger.mcbs.de/index.php?id=13&type=1

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            Jerry Garcia

            Das gibt es als Scan und ist über das alte Torboox Archiv greifbar. ; )

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            Mag sein, Jerry. Aber ich wollte es K-A-U-F-E-N. Got the point?

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      Antonia

      Für das Versehen bitte ich um Entschuldigung, ich habe das tatsächlich missverstanden und noch als Antwort von Herrn Rechtsanwalt Winterling, nur eben hervorgehoben, angesehen, sorry also. Und lieben Dank an Lars für die Korrektur.

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    Ichbins

    “Abmahnkosten 2.250€” – was für KOSTEN? Sorry, aber WUCHER ist WUCHER. Die KOSTEN die der Anwalt fürs TIPPEN EINES BRIEFES verlangt 2250€? 1 Cent Papier, x Cent Porto, 10Cent der Umschlag, 2 Cent Druckerkosten, … also großzügig gerechnet 1 € an UNKOSTEN. Zudem wurden Abmahnungen ja auch knapp 150€ BEGRENZT!

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      Autorin A

      @Ichbins: ein bisschen Strafe muss sein. Deshalb wohl der Wucher. Und die “Nebenkosten” von Anwälten sind eben hoch.
      Warum warten wir nicht mal alle die Auswertungen ab, anstatt schon vorher zu sagen, was sich lohnt?

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        Autorin A

        Am allerliebsten sind mir ja die Downloader, die bei lul.to für meine kostenfreien, im Netz frei verfügbaren Titel gezahlt haben. Romane, die in allen Shops als Geschenk an die Leser dauerhaft für 0,00 Euro zu haben sind, waren auf lul.to kostenpflichtig. Sollte da jemand festgestellt werden bei den Ermittlungen, der die geladen hat auf lul, dann mahne ich die arme Sau nicht ab. Der ist mit seiner Dummheit schon genug bestraft. *lach* schönen Abend noch.

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    Kunstsoldat

    Um vielleicht schon mal ein bisschen Luft rauszunehmen, bevor hier jemand kommt der meint die Autoren wollen “Blut sehen”, hier noch ein wichtiger Satz von Herrn Winterling:

    “aber eine Klage gegen die Betreiber selbst ist höchstwahrscheinlich. Bei den einzelnen Nutzern werden wir jeden Fall ansehen und individuell entscheiden.”

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      Siggi

      “Blut sehen” vielleicht nicht, aber sie sollten sich gut überlegen ob wirklich auch die Kunden belangt werden sollen. Wer würde denn einen Autor lesen von dem man verklagt wurde? Man hat da ja wohl die Hoffnung die Leser würden ihren “Stoff” jetzt wieder kaufen.

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        Noch.ein.Autor

        Gegenfrage, lieber Siggi, glaubst du ernsthaft, dass sich Downloader künftig besinnen und uns keinen weiteren Schaden zufügen, indem sie unsere Bücher illegal herunterladen, wenn es niemals schmerzhafte Konsequenzen hat?

        Im Grunde, haben wir keine echte Wahl. Entweder gibt es in Fällen, in denen wir die Downloader identifizieren können, Konsequenzen für diese. Oder alles wird uns weiter einen Großteil unserer Einnahmen kosten.

        Es gibt längst Flatrates, es gibt genug günstige eBooks und ständig Sonderaktionen, dennoch werden wir beklaut, dass es richtig, richtig wehtut.

        Eine Kollegin hat es in einem anderen Beitrag geschildert. Unsere Bücher müssen am Start die Umsätze einfahren, mit denen wir die Kosten wieder reinholen und überleben bis zur nächsten Veröffentlichung. Tun sie das nicht, weil sie wenige Stunden nach VE auf Piratenportalen immer wieder hochgeladen werden, fallen sie sofort ins Bodenlose. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen, wenn wir nicht endlich mal aufzeigen, dass Urheberechtsverletzungen sehr teuer werden können für jeden.

        Wir sind nicht so naiv zu glauben, dass wir Piraterie komplett aushebeln können, aber vielleicht können wir einen großen Teil von Lesern, die nicht schon komplett übergewechselt sind auf die illegale Schiene, überzeugen, dass sich Diebstahl nicht auszahlt!

        Darum geht es uns.

        Die Strafanzeige ist ein erster konkreter Schritt. Inwieweit wir abmahnen, hängt von jedem ermittelbaren Einzelfall ab. Aber keinen abmahnen, wäre ein Freibrief, so weiterzumachen.

        Das wiederum ist keine Option!

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          KalleSauermann

          Ja, ich verstehe Ihren Ärger und wiederhole, dass ich großen Respekt vor Ihrer Arbeit und der anderen Autorinnen und Autoren habe. Umso mehr begrüße ich Ihre Bereitschaft, nach Einzelfällen vorzugehen und individualisiert zu bewerten. Haben Sie aber bitte auch Vertrauen in die Einsichtsfähigkeit von Menschen, ohne erst das Instrument der Strafe anwenden zu müssen. Auch wenn dies nicht für alle gilt, glaube ich schon, dass dieser lul.to-Fall ein großes Potenzial für Prävention und strategische Neuausrichtung dieses Sektors bietet. Dieses wird aber bislang außerhalb entsprechender Spezialforen nicht genutzt. Die Möglichkeit ist aber auch in einem laufenden Strafverfahren durchaus gegeben. Ich wünsche mir zwar keine politisch übertriebene Diskussion a la G20, aber zumindest eine breitere Veröffentlichung und Thematisierung für die Allgemeinheit. Hierin sollte investiert werden, und nicht in die versteckte Kriminalisierung und überzogene monetäre Bestrafung (nichts anderes ist eine Abmahnung) der Nutzerinnen und Nutzer. Dies hat nie zu einem gesellschaftlichen Wandel und Umdenken, sondern eigentlich immer nur zur Verschärfung geführt. Also, … alter Grundsatz: Prävention vor Repression!

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            Takeshi Kovacz

            Sehr erfrischend, ausnahmsweise einmal gemäßigte und konstruktive Beiträge von Autorenseite zu lesen, wenn auch in diesem Fall nicht von einem unmittelbar Betroffenen.

            Ich sehe das ähnlich: hier ist jetzt eine Gelegenheit, das Geschäftsmodell Ebook zu überdenken. Auch wenn einem Vergleiche mit der Musikindustrie hier immer wieder als “nicht vergleichbar” um die Ohren gehauen werden: auch hier hat die Piraterie schlußendlich zu neuen Modellen geführt.

            Bei aller berechtigten Wut und Ärger der Autoren, die Verhältnismäßigkeit sollte doch gewahrt bleiben. Durch die angedrohte “Abmahnwelle” werden sich keine nachhaltigen Einkünfte generieren lassen. Gut möglich, dass sich viele ganz vom Ebook abwenden.

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            Ichbins

            Werden auch genug. Immerhin muss jeder der Anzeige erstattet, spätestens dann seine Identität offen legen, wenn die Anzeige getippt wird! Dann weiß auch der Angezeigte wer es war. Und davon werden dann genug verbreiten, wer ihn da angezeigt hat. Kann der Beklagte sogar seine Unschuld nachweisen …umso schlimmer für den Kläger,

            Klar kann ich die Autoren (als Autor!) verstehen, dennoch sollte man immer bedenken das lul dummerweise recht seriös wirkte. Ich denke mal, dass die Sache am Ende mehr Schaden als Nutzen bringt, für die Autoren. Darum klage ich auch NICHT mit.

            Und ich stimme “KalleSauermann” zu … Aufklärung wäre besser als Verfolgung.

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            Autorin A

            Du siehst ja, wie man hier als Autor tagelang rackern und argumentieren muss, damit mal ein Hauch von Einsicht aufkommt. Es ist ja nicht so, dass wir nicht umfangreiche Aufklärungen, Artikel und Aktionen auf Facebook hätten. Namhafte Autoren haben darüber gebloggt, es interessiert die Downloader nicht. Man kann mit Aufklärung nichts erreichen, sonst hätten wir in den letzten Jahren was erreicht.
            Eine Kollegin von mir hat eine Cousine, die klaut Ebooks. Ist Beamtin, hat tausende Ebooks auf Datenträgern und verbreitet diese. Sie ist nicht mal bereit, für ihre eigene Cousine, die Autorin, damit aufzuhören. Ist ihr egal. Und am Geld – Lehrergehalt – kanns nicht liegen.

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            frank

            Nur mal so zum Nachdenken.
            Ich hoffe keiner der Autoren hier benutzt einen Adblocker!

            Solltet ihr das namlich tun beklaut ihr den Blogbetreiber seiner Werbeinnahmen, die den Großteil des Geschäftsmodells ausmachen.

            Betrifft eigentlich alle veröffentliche Webseiten im journalistischen Bereich.

            Nun ist das Ausblenden von Werbung natürlich nicht strafbar aber es zeigt, wie schnell einem die finanziellen Einnahmen eines anderen Geschäfttreibenden auf einmal egal sein können, wenn man selber sich einen Vorteil erhofft.

            Zum Selfpublishing:
            Das Intenet hat das Modell des Selfpublishing erst möglich gemacht, ansonsten würden 99% der SP nicht gelesen werden (egal ob gegen Geld oder kostenlos)
            Nun komm dieses Internet aber eben auch mit einigen Krankheiten. Damit muss man konstruktiv umgehen.

            Macht ne tolle Webseite, Lest eure Werke selber als Audiobooks ein und verteilt diese an registrierte Stammkunden.
            Bindet Käufer.

            Die Herangehensweise: ich habe ein Buch bei Amazon veröffentlicht, ich bin kurz davor auf einer Stufe mit Dan Brown zu sein, nur leider beklauen mich alle bei lul.to… ist etwas kurz gegriffen.
            Wer erfolgreich ist, für den sind die Pirsten wie Mücken im Strandurlaub.
            Lästig aber ungefährlich.

            Wer glaubt, dass Piraten ihn als SP so schädigen, dass das Geschäftsmodell Autor in Gefahr ist, die machen sich was vor und wären auch ohne Piraten nicht erfolgreich.
            Der Grund, sie bauen sich keine Stammleserschaft auf.
            Stammleser sind Fans und Fans gewinnt man durch Kontakt und Vertrauen, ganz besonders als independent Internet Autor.

            Die Stunden, die sich geärgert, mit Anwälten verhandelt, mit Gerichten herumgeschlagen wird sind hundert mal besser in kostenlosen Lesungen in der örtlichen Bibliothek, Gemeindezentren oder Krankenhäusern, dem Erstellen von Youtube-Werbevideos angelegt.

            Wer sich einen regelmäßigen Leserstamm von 5000 Fans erarbeitet hat, den kümmen 100 Piraten nicht!

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            Ist was dran, Adblocker haben hier nämlich etwa 45-50% aller Besucher an, obwohl es hier wenig Werbung gibt (derzeit nur von Google). Ihr bösen Diebe, werft die Purschen zu Poden! (frei nach Monty Python: https://www.youtube.com/watch?v=fWpANSpqtEk)

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            Das-tut-weh

            Sorry, Frank …

            … du hast sowas von “keine Ahnung”, dass es schon wehtut.

            Oder hast du hastig nachgesehen, wie die Erfolgreichen von uns Leser binden? Und dann hast du ein bissel was dazugedichtet. Ich hab keinen Bock dir zu erklären, wie d***** 50% deiner Vorschläge sind.

            Ich greif nur eine heraus: “Kostenlose Vorlesungen in öffentlichen Büchereien ;-)” Nee, ist klar, da kommen massenweise Käufer, auch wenn unsere Bücher da niemals ausgelegt werden oder ausgeliehen werden können. Hat irgendwas mit Zielgruppe zu tun, aber ich will dich nicht überfordern. (Kostenlose Vorlesungen?, aha!)

            Ihr solltet getrost davon ausgehen, dass hier auf Autorenseite ein paar erfolgreiche Autoren/Geschäftsleute/Marketingleute sitzen, die das Business sehr genau kennen und wissen, wie und wo man Leser gewinnt und bindet. Auch bei den Selfpublishern ;-) Insbesondere bei den 36 vom Anwalt vertretenen. Einige sind auch Hybriden, die auch in Verlagen veröffentlichen.

            Und ich sag dir noch was, 5000 Fans sind nicht besonders viele. Es braucht einige mehr, um die Verluste durch illegale Aktivitäten wie einen lästigen Mückenstich abzutun! 30% von angenommenen 50.000 (fiktiv) sind nicht wenige! Und selbst die reichen nicht aus, um dieses Drittel lässig wegzustecken.

            Als Rechtfertigung dafür, dass du und andere sich weiter unseren Stoff kostenlos saugen können, ist das Argument allerdings erbärmlich!

            Aber nehmen wir mal deinen Vergleich mit den Fliegen. Der ist sogar recht gut. Kompliment! Ich benutz mal einige andere Pseudonyme: Schmeißfliegen, Sauger, Zecken. Je mehr es gibt, desto schädlicher sind sie.

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            Keine Beleidigungen, den nächsten Kommentar in dem Stil lösche ich einfach.

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            abcdefg

            Wo ist dieser Kommentar beleidigend? Weil der user Das-tut-weh dem user Frank dessen Unkenntnis der Materie sehr sanft um die Ohren wedelt?

            Du läßt hier zuhauf unhaltsame Unterstellungen und Verleumdungen stehen gegen Leute, die mit Realnamen auftreten, aber bei einer Replik vollkommen korrekten Inhaltes drohst Du schon wieder Zensur an?

            Und wenn Du das besagte Posting schon so daneben findest, warum schaltest Du es dann überhaupt erst frei? Ich verstehe Deine Logik nicht: erst Beleidigungen freischalten, dann darüber lamentieren und drohen.

            Ich bin übrigens nicht identisch mit dem user Das-tut-weh, ich versuche lediglich, irgendeinen Sinn und Verstand in Deiner Handlungsweise zu erkennen.

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            Es wurden von mir mehrere Worte durch *** ersetzt. Stimmt, danach war der Kommentar tatsächlich nicht mehr beleidigend.

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            Der echte Doctor Benway

            Träum weiter von einem rein kommerziell nutzbaren Internet! Es ist ja nicht so daß mich dein Kram interssieren würde, und für Warez bezahl ich natürlich auch nicht, aber wenn man ausschließlich in einem Medium veröffentlicht das schon seit seiner Geburt dafür bekannt ist Daten kostenlos auszutauschen und dann rumjammert daß man beklaut wird hat man das Netz nicht kapiert. Sauger und Seiten zum Saugen wirds IMMER geben. LuL war natürlich besonders frech und sie haben den Bust verdient, aber jetzt mimimimi zumachen und nachzutreten ist kontraproduktiv. Spätestens nach den Abmahnungen werden eure Namen bekannt werden und dann kommt mit Sicherheit ein Shitstorm der nicht gut für eure Reputation ist.

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            Liebe Frau Çakan: Ich mache mir keine Sorgen wegen meiner Reputation, sondern eher wegen ihrer, ehrlich gesagt. Erinnern Sie sich bitte daran: Mit dem aggressiven und in meinen Augen sogar arroganten Verhalten mir gegenüber haben Sie schon ab der zweiten E-Mail angefangen. Wenn Sie es bei dieser Stimmung entgegen meiner E-Mails, die die Sache abkühlen sollten, bewenden wollen, bitte. Kann man so machen, sollte man aber nicht. Das habe ich in meiner Nachricht ja auch schon ausgeführt.

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            Takeshi Kovacz

            Und dann wundern sich diese Autoren über den Tonfall hier…

            Schmeißfliegen und Zecken ist ein Jargon, den ich eigentlich aus einer ganz anderen Ecke kenne… fehlt jetzt nur noch eine launige Metapher über die Ausmerzung von Ungeziefer. Schwach!

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            Das-tut-weh

            @Takeshi …

            User Frank hat uns Autoren Tipps gegeben, wie wir die Verluste durch Piraten kompensieren sollen. Das ist nicht “nett”, das ist einfach nur zynisch. So als würde der Einbrecher Tipps hinterlassen, wie man die geklaute Ware, durch Mehrarbeit ersetzen könne. (bitte keine Belehrungen, dass das nicht übertragbar sei, es ist übertragbar. Es fühlt sich so an und es ist unterm Strich auch rechnerisch genau so)

            Zitat: “Die Herangehensweise: ich habe ein Buch bei Amazon veröffentlicht, ich bin kurz davor auf einer Stufe mit Dan Brown zu sein, nur leider beklauen mich alle bei lul.to… ist etwas kurz gegriffen.
            Wer erfolgreich ist, für den sind die Pirsten wie Mücken im Strandurlaub.
            Lästig aber ungefährlich.” Zitatende

            Darauf und auf die von Piraten selbst benutzte Floskel “saugen” bezog sich meine weitergedachte Metapher, die traurigerweise eins zu eins mit der Wirklichkeit übereinstimmt. Je mehr “Sauger”, desto gefährlicher bis lebensbedrohlich sind Piratenaktivitäten.

            Seltsamerweise dürfen hier Autoren in Folge beleidigt, als Looser und unfähig herabgesetzt werden. Jeder Dieb* glaubt unser Geschäft besser zu kennen als wir selbst und darf “von oben” herab pöpeln, dass es zum Himmel schreit. Benutzt aber einer von uns auch nur im Ansatz ähnliche Worte, gibts was auf die Finger.

            *Ich weiß nicht, ob User Frank mich beklaut hat, aber seine Postings zeigen mir, dass er Null Respekt – und vermutlich – auch keinen Cent übrig hat für meine/unsere angeblich so miesen Werke. Seltsam ist, dass er das in den Raum raushaut, ohne überhaupt zu wissen, welche Bücher wir veröffentlichen. Sonderlich sachlich oder gar respektvoll ist das nicht!

            Zu Lars nur eins, Lieber Lars, ich nehme es dir nicht mal krumm, dass du hier zensierst, aber dann doch bitte auf beiden Seiten. Danke schön.

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            Ihr könnt ja gar nicht wissen, was an E-Mails noch im Hintergrund läuft. Ich bin sogar darum gebeten worden, Beiträge bestimmter Personen komplett zu zensieren, was ich abgelehnt habe. Auch sollte man sich in Kommentaren als reale Person darüber im Klaren sein, dass man sich im Internet in einem Kriegsschauplatz (voller Trolle) befindet. Da ist es (für mich) nicht verwunderlich, wenn man bei einem derart emotionalen Thema schnell angegriffen wird. Dass man Trolle nicht füttern sondern mit fehlender Aufmerksamkeit austrocken sollte, weiß ich, aber manche Autoren leider nicht.

            Keine Sorge, ich bemühe mich um so viel Meinungsfreiheit und Ausgeglichenheit, wie möglich. Da ich auch nur ein Mensch bin, liege ich auch schon mal daneben.


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