Daniel Mack fordert gesetzliche Klarnamenpflicht für soziale Netzwerke

Mit dem Slogan: “Vermummung macht im Netz genauso wenig Sinn wie auf der Straße“ tritt Daniel Mack, Kommunikationsberater und Politiker bei Bündnis 90/Die Grünen, in einem Interview bei jetzt.de für eine Klarnamenpflicht in sozielen Netzwerken ein. Seine Forderung besteht in einer gesetzlichen Pflicht, sich für soziale Netzwerke, wie Facebook, Twitter, Instagram & Co, mit Klarnamen und Personalausweis zu registrieren. Er meint: “Die anonymen Shitstorms und Hassmails schaden unserer Demokratie.”

Auch sein diesbezüglicher Tweet bei Twitter “Wird Zeit für eine gesetzliche Klarnamenpflicht auf Facebook, Twitter, Instagram und Co. Wer sich durch das Postident-Verfahren legitimiert, ist dabei. Wer nicht, bleibt draußen. Easy.” hat zu heftigen Diskussionen geführt. Die Kommentare reichten von Zustimmung über Kritik, wie diese: “Wer das fordert, der will als nächstes, dass alle Menschen gechippt, generalüberwacht und analysiert werden. Das Internet war von Anfang an ein Ort der Begegnung, des Austauschs, der geteilten Informationen. Aber auch ein Ort, an dem Mobbingopfer, Menschen mit speziellen Interessen und psychisch Kranke, Gleichgesinnte finden konnten. Das Internet ist Lebensraum und ein Symbol von Freiheit in einer immer enger werdenden Welt.” Manchem bietet gerade die Anonymität einen wirksamen Schutz vor politischer Hetze, Trollen oder Stalking.

Allerdings konkretisiert Daniel Mack seine Forderung bei Wired dahingehend, dass er keine Pflicht zur Verwendung von Klarnamen will: “Nutzerinnen könnten sich verifizieren lassen und dennoch unter einem Pseudonym, also „nach außen“ anonym agieren, ihre echten Daten wären allein für Streitfälle hinterlegt.”

Sie sollten jedoch verpflichtend bei der Registrierung gefordert werden und die Voraussetzung bilden für eine aktive Nutzung bei Social Networks: “Ob der Klarname wirklich sichtbar sein soll, muss jeder Nutzer am Ende für sich selbst entscheiden können. Betreiber von Plattformen wie Facebook, Twitter und Instagram sollten ihn jedoch – gesetzlich vorgeschrieben – kennen müssen. Er sollte Teil einer Mehr-Faktor-Authentifizierung sein, die neben E-Mail, Name, Telefonnummer, auch beispielsweise ein Foto des Personalausweises voraussetzt. Haben Ermittlungsbehörden hinreichende Gründe, sind diese Daten von Plattformen auf richterliche Anordnung herauszugeben. Nur mit klaren Regeln und Kontrollen können wir an den Punkt kommen, die Digitalisierung zur Stärkung unserer Demokratie zu nutzen. Ansonsten tritt das Gegenteil ein.”

 

Glen Carrie

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26 Kommentare

  1. Duro sagt:

    Ich finde die Idee ok,dass würden so manchen “KEYBOARD”-möchtegern das Maul stopfen…Menschen die denken Sie können alles von sich geben und alles sagen was ihnen so in der kram passt und sich keine Sorgen machen müssen dafür zu Rechenschaft gezogen zu werden würde diese Idee das MAUL Stopfen und um das gehts doch!……oder etwa nicht?.Würde jemand mit richtigen Namen posten würde er es sich doppel überlegen ob er jetzt jemanden beleidigen tut,denn jetzt währe er greifbar!……Es ist schon klar das die Rechten das nicht wollen denn wo denn sonst könnten Sie dann ihren Hass weiter verbreiten??

  2. ImTheOneWhoKnocks sagt:

    Erst mal: Who the fuck is Daniel Mack? Aus welchem Loch ist der denn gekrochen? 2. Der ist von den Grünen. Erwartet da wirklich jemand sinnvolle Vorschläge von der Partei? 3. Das ist völliger Humbug. Wird nur dazu führen, dass die sozialen Netzwerke noch weniger Leute nutzen. Einfach, weil jetzt doch mal einige aufwachen und nach Cambride Analytica nicht beliebig ihre Daten verkaufen wollen. Außerdem hat der Typ den Sinn einer 2-Faktor-Authentifizierung nicht verstanden…

  3. Torion sagt:

    KYC für Staat und Wirtschaft. Im Hintergrund wird schön geprofiled. Nach aussen für die dummen Schafe alles “pseudonym” und natürlich datenschutzkonform.

    Hassmailer posten übrigens immer öfter unter Klarnamen. Parteikollegin Kühnert wird das bestätigen können.
    Man sollte besser die Probleme in diesem Land an den Wurzeln packen anstatt den Versuch zu unternehmen, über eine Identifikationspflicht unliebsame Meinungen zu reduzieren: Mit einem Deckel auf dem Topf kocht die Suppe erst so richtig hoch.

  4. Libertad1999 sagt:

    Super Idee, dann haben endlich die politisch korrekten gleich die Adresse zum Anzünden des Autos wenn jemand unliebsame Meinungen postet…

  5. Anonymous sagt:

    Toll, dann gibt es für die Hacker alle relevanten Daten an einem Ort.
    Identitätsdiebstahl 2.0 wird möglich.
    Datenreichtum ist jetzt schon ein Dauerproblem.

  6. Noah McNamee sagt:

    Schon wieder 6 Monate Wiedervorlage um? Alle halbe Jahr dieselbe Forderung, mit denselben Begründungen, zuletzt von Julian King, EU-Kommissar für die Sicherheitsunion. Unterm Strich kommt das Gleiche raus, Nachteile, Chilling Effects, ect, überwiegen evtl. Vorteilen. Da sind aktuelle Treibjagden noch gar nicht mit drin.
    Bis zum nächsten Mal, wahrscheinlich im Frühjahr dann.

  7. Genista sagt:

    Who the fuck is Mack? ;-D

  8. Peter261286 sagt:

    Wenn es so gemacht wird wie von Herrn Mack gefordert, also das man seine realen Daten angeben muss, diese aber für andere Nutzer nicht sichtbar sind (außer man möchte es so) würde Ich das unterstützen, allerdings wäre das Risiko das diese Daten missbraucht wären sehr hoch denn falls es findige Hacker schaffen sollten diese Daten zu stehlen, indem Fall ein Foto vom Personalausweis, wären Wir am Arsch… Der Gedanke ist gut, an der Umsetzung wird es wohl scheitern.

  9. Anonymous sagt:

    Ich finde auch das man sich bei Facebook und Twitter nur mit Identifizierung anmelden dürfte. Dann würde das wenigstens niemand mehr nutzen und sein ganzes Leben ins Internet stellen. der Dreck würde endlich aussterben und man hätte wieder viel mehr Zeit für die wichtigen Dinge im Leben. Es würden weniger Smartphone Zombies durch die Gegend laufen. Dort bekommt man doch eh nur die Informationen die man bekommen soll. Es sollte wieder ein DIDW erscheinen auf dem man ohne Zensur und mit wirklicher freier Meinung sachlich über jedes Thema sprechen kann.

  10. Abdullah sagt:

    Schon die Faschisten haben andere unliebsame Meinungen unterdrückt……die Grünen folgen ihnen im Geiste!

  11. Sabrina sagt:

    Mack…wer?
    Ein Nobody stellt Forderungen!

    Ab in die Tonne mit den Ideen und dem Typen :)

  12. Ich halt sagt:

    Ich fordere das alle Grünen in den Knast kommen. ….wenn ich so einen Blödsinn lese, die sind doch alle nicht mehr ganz bei Verstand….

    • Man kann ja wohl nicht alle Parteimitglieder über einen Kamm scheren, oder?

      • dasichnichtlache sagt:

        Bei der AFD schon – alles Nazis!

        Wir leben in einer Diktatur mit dem schönem Kleid “Demokratie”.

        ;-)

        • Dann sind bei den Linken nur Marxisten, bei den Grünen nur Vegetarier, bei der FDP nur Geschäftsführer etc. pp. – merkst Du, was grad falsch bei deinem Denken läuft?

          • t. rossnaw sagt:

            und was genau hat so ein Schwachfug (das ich nicht…) auch nur ansatzweise mit “denken” zu tun? Das erreicht doch nicht mal den Level von dämlich.

            • Ich bin einfach gegen Verallgemeinerungen. Die sind nämlich nie korrekt. Es gibt immer eine gewisse Tendenz. Aber es betrifft nie alle Mitglieder egal welcher Partei in gleichem Maße.

              • nobody sagt:

                Da hast Du sicherlich recht, aber andererseits eignen sich gerade Parteien zum Verallgemeinern. Das sind nämlich freiwilligige Zusammenschlüsse, die Mitglieder teilen also in der Regel deutlich mehr Gemeinsamkeiten miteinander als der Durchschnitt der Bevölkerung.

                Natürlich gibt es überall und immer Ausnahmen. Das ständig zu betonen macht aber praktisch alle Aussagen über Zusammenhänge schwierig. Am besten Du denkst dir bei jeder Pauschalisierung einfach ein “sicher gibt es Ausnahmen, aber das gilt für die Mehrheit” dazu.
                Damit ist die Aussage dann immer noch recht leicht überprüfbar, aber man endet am Ende nicht bei der Hypertrivialisierung weil man bei den Grünen bspw als gemeinsamen kleinsten Nenner nur die Parteimitgliedschaft feststellen kann. Denn natürlich gibt es bei praktisch jedem Thema innerparteilich verschiedene Meinungen, auch wenn eine davon eine winzige Minderheitsmeinung ist.

    • drabanden sagt:

      so wie du, “Ich halt”?
      bist nicht in der Pos. iwas zu fordern. ist die Folge, wenn man grad mal Hort als Abschluss geschafft hat (+ das so grad noch)…
      => klappe! forever. besser ist das.

      • Okay, genug Kindergarten. Streitet Euch woanders, danke!

      • Anonymous sagt:

        Man kann allerdings differenzieren, zwischen Neoliberaler Agenda (Sozialabbau, Privatiersierungen) und Wohlfahrtsstaat.

        Bis auf die Linke wollen leider alle im Bundestag vertretene Parteien, für 90% der Bevölkerung, nichts gutes.

        Klientelpolitik und Wahlkampfgetöne wo es nur geht.

        Aufgrund der antideutschen Tendenzen in der Linken, ist jene für mich ebenfalls keine Alternative.

        Die Grünen sind schon lang nicht mehr grün :)

        • nobody sagt:

          Schneiden wir doch alle Parteien noch mal in der Mitte durch. Mit einer Realo-Linken beispielsweise könnte ich durchaus was anfangen. Mit einer rechtskonservativen AFD, die ihren extremistischen Flügel abtrennt, auch. Gut, die würden sich dann wohl praktisch mit dem konservativen Teil der Union überdecken, während die Merkel-Hälfte und der rechte Teil der SPD sich gemeinsam auf der Mitte breit machen.

          Aber am Ende wäre mit kleineren Parteien sicher viel erreicht. Allein schon, um die Korruption schwer zu machen. Wenn Du nur eine Spitzenkraft kaufen musst, ist das viel günstiger, einfacher und weniger riskant als wenn Du die Spitzen von 5 oder 6 Parteien kaufen musst.

  13. Besserwisser sagt:

    Autsch, was ein mancher “Big Mac” in den Raum stellt, ist wieder so eine unausgegorene Suppe, die von ihm nicht
    durchdacht ist…, und halt nur von ahnungslosen Wichtigtuern kommen kann, der die “Materie” nicht ansatzweise kennen.

    Dann wieder die “Einschränkung”, die echten Namen wären nur im “Streitfall” relevant…, Fake-Namen wäre trotzdem
    somit erlaubt… / WIDERSPRUCH / EINSPRUCH / PAPIERKORB!

    Jeder halbwegs versierte IT-Profi könnte trotzdem seine Personalien verschleiern. Dann würden die Leute
    möglicherweise anfangen, z.B. von ihren Geschwistern, Bekannten oder von denen Sie Geburtsdaten/Anschrift haben und einfach auf dessen “Real-Namen” ein Konto eröffnen. Würde wenig Sinn machen bei einem Facebook Konto, aber
    bei anderen “Dienstleistungen” wäre es denkbar.

    Außerdem müsste eine “Online” Prüfung, sogar vielleicht mit Ortsangabe samt Überprüfung stattfinden. Will nicht ausschließen, das das irgendwann kommt, aber nicht in den nächsten 5 Jahren.

    Die wirklichen “Trolle / Hetzer / Clowns” werden immer einen Weg finden, einigermaßen “anonym” zu bleiben…

    Ist lediglich die Meinung eines unbescholtenen Bürgers eurer Stadt. Mann, hab’ Hunger auf einen richtigen
    leckeren Big Mac !

    • nobody sagt:

      Ich denke, das ist durchaus durchdacht. Man darf das nur nicht als Äußerung eines Politikers sehen, sondern als Äußerung eines Kommunikationsberaters. Für bestimmte Kundenkreise aus der Medienwirtschaft ist das ein wichtiges Thema. Die haben allerdings keinerlei Interesse an individueller Freiheit, denn damit ist weder die Meinungshoheit zu halten noch Geld zu machen.

      Gerade bei den Grünen habe ich erlebt, dass die aktiven sich etwa in drei gleich große Gruppen teilen lassen: Fundis, Realos und Opportunisten. Die letztgenannten sind dabei, weil die Parteimitgliedschaft und der damit einhergehende Zugang zu bestimmten Organisationen und Kreisen ihrer Karriere nützt. Ein Architekt kommt so in den Bau-Ausschuß seiner Gemeinde, ein Kommunikationsberater kriegt so mal ein Interview bei jetzt.de, ein Anwalt sitzt in Gremien und lernt da neue Kunden kennen.

      • Ja, ich denke auch, dass man mitbedenken muss, dass der Gute jetzt gar kein Landtagsabgeordneter mehr für die Grünen ist, sondern nur noch PR für bestimmte Kreise als Kommunikationsberater macht. ;-(

        • nobody sagt:

          Die Übergänge sind dabei ja auch fließend.
          Die Drehtür dreht sich, dann geht’s vom Amt in die Wirtschaft und später als Branchenexperte wieder in Amt und Würden.

          Leider sind solche unkritischen Gefälligkeitsinterviews eher die Regel als die Ausnahme. Beleuchten von möglichen Interessenkonflikten? Nachbohren an den kontroversen Teilen? Hinterfragen von behaupteten Fakten und Belege einfordern? Fehlanzeige. Dafür braucht’s dann allerdings auch weder jetzt.de noch das Format des Interviews, das kann derjenige dann auch einfach twittern.

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