Codex knackt Denuvo 6.0

Die neue Version von Segas Strategiespiel „Total War: Three Kingdoms“ wurde kürzlich trotz Denuvo 6.0 von Codex veröffentlicht. Dies ist die erste illegale Veröffentlichung seit Februar 2019, bei der Denuvo überlistet wurde.

Den Crackern der Release Group Codex ist es nun gelungen, Denuvo 6.0 in der aktuellen Version 1.1.0 des Windows Spiels „Total War: Three Kingdoms“ zu knacken. Anfang dieses Jahres kamen zahlreiche Games trotz dieses Kopierschutzes heraus, zwischenzeitlich ist es bei CPY & Co. aber sehr still geworden. Die Mitglieder waren offensichtlich mit anderen Dingen beschäftigt, als den Gamern neue Spieletitel für lau zu liefern. Von den zahlreichen anderen Nutznießern, die damit Geld verdienen, einmal ganz abgesehen.


Sega gehört allerdings im Gegensatz zu Bethesda oder anderen Publishern nicht zu den Unternehmen, die den Kopierschutz aus der Verkaufsversion entfernen. Selbst dann nicht, wenn der Crack schon Monate zuvor illegal in Umlauf gebracht wurde. Andere Hersteller haben zeitnah reagiert und Denuvo entfernt, was das Original kleiner und das Spiel in vielen Fällen schneller gestaltet hat.

Kostet Denuvo 6.0 die Publisher wirklich 150.000 Dollar?

Laut einem aktuellen Bericht soll die Implementierung von Denuvo derzeit etwa 150.000 US-Dollar kosten:

Katz-und-Maus-Spiel geht wieder los…

Denuvo 6.0Das Vorhaben scheint gelungen, obwohl der Crack nur wenige Tage in Anspruch nahm. Weder bei Crackwatch.com noch bei Xrel hagelte es bislang negative Kommentare. Nirgendwo ist zu lesen, dass bei den Testern das Game nicht laufen würde. Bisher ist unklar, worin Denuvo 6.0 überhaupt besteht und wie man die Cracker von ihrem Treiben abhalten wollte. Aber es steht zweifellos fest, dass Codex diesen Schutz vollumfänglich aushebeln konnte.

In der Folge muss sich das österreichische Unternehmen etwas Neues einfallen lassen – das Katz-und-Maus-Spiel nimmt in der Folge erneut seinen Anfang…

Tarnkappe.info

 

Bildquellen der beiden MEMEs Crackwatch, thx!

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.

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