Axel Voss spricht sich für YouTube-Verbot aus

Axel Voss (CDU), Verhandlungsführer des Europaparlaments sowie Initiator des neuen EU-Urheberrechts, deutet in einem Interview mit der Deutschen Welle an, im Zuge der Einführung des Artikel 13, auch gleich das Geschäftsmodell von YouTube in Frage zu stellen. Eine logische Schlussfolgerung wäre ein Ende der Google-Tochter.

Voss begründet seine Forderung hinsichtlich einer möglichen YouTube-Schließung damit, deren Daseinsberechtigung in Frage zu stellen. Er prangert das Geschäftsmodell an, das sich seiner Meinung nach auf urheberrechtlich geschützte Inhalte anderer gründen würde. Ein solches Geschäftsmodell zieht er in Zweifel. Er meint, es wäre angebracht, sobald Artikel 13 in Kraft getreten sei, YouTube vom Netz zu nehmen.


Wörtlich formuliert Voss es wie folgt: „They have created a business model with the property of other people – on copyright protected works. If the intention of the platform is to give people access to copyright protected works then we have to think about whether this kind of business should exist. The new legislation is improving the situation for the European creators industry.“

Technische Lösungen sind laut Axel Voss keine Uploadfilter?

youtube

Zudem bezieht Voss erneut Stellung zum Einsatz von Uploadfiltern. Hat er in der Vergangenheit noch darauf hingewiesen, dass Uploadfilter nicht in der neuen Richtlinie enthalten wären und: „keiner von uns Upload-Filter will“. So meint er hingegen im Interview: „Eine große Plattform wie Youtube“ müsse zwecks Umsetzung der neuen Gesetze „eine technische Lösung nutzen“. Mit anderen Worten, sie werden nicht darum herum kommen, Uploadfilter zur Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen einzusetzen, wenn sie den Upload von nicht lizenzierten Werken verhindern wollen.

 

Beitragsbild von Masaaki Komori, thx! (Unsplash Lizenz)

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