Der Sharehoster Mega bietet seit Kurzem die Option versteckte Dateien an, um diese vor den Augen der anderen Tauschpartner zu verbergen.
Vor ein paar Wochen führte der populäre Sharehoster Mega, den ursprünglich Kim Dotcom gründete, eine neue Option ein. Um bei gemeinsam genutzten Ordnern heikle Dateien und Verzeichnisse vor den Augen der Arbeitskollegen, Freunde oder Familie zu verbergen, kann man sie nun verbergen.
Verborgene Inhalte sollen die Privatsphäre schützen
Die verborgenen Inhalte bleiben bei Mega an ihrem ursprünglichen Ort, dafür müssen sie nicht verschoben werden. Man kann sie bei Bedarf auch wieder sichtbar machen. Wer will, kann die Ordner oder Dateien auch weiterhin anzeigen lassen, allerdings dann unscharf, um die Privatsphäre des Nutzers zu wahren. Man behält also die volle Kontrolle. Natürlich werden auch verborgene Inhalte auf das gemietete Speichervolumen angerechnet. Wer sichtbare Dateien in einen unsichtbaren Ordner verschiebt, macht sie automatisch ebenfalls unsichtbar. Das gleiche gilt für den umgekehrten Fall. Diese Funktion steht bei der Nutzung der App als auch bei der Web-Version zur Verfügung.
Mega mit einem Alleinstellungsmerkmal
Von den typischen Szene-Hostern ist Mega der einzige, der dieses Feature anbietet. Doch für Warez-Foren wäre die Nutzung sowieso nur von Nachteil. Der Uploader will ja, dass die hochgeladenen Inhalte von Dritten heruntergeladen werden, statt ihnen den Zugriff zu verweigern. Reguläre Online-Speicherdienste mit Fokus auf die Privatsphäre ihrer Nutzer wie beispielsweise Interxt, Proton Drive oder Sync.com bieten zwar eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung an, wodurch alle Inhalte erst nach Eingabe der gültigen Zugangsdaten sichtbar werden. Doch ein zusätzliches Feature zum Verstecken von Files oder Ordnern ist dort bis jetzt nicht vorgesehen.
Ein wenig zur Geschichte dieses Sharehosters
Ein Jahr nach der Megaupload-Razzia ging der Nachfolger Mega am 19. Januar 2013 online. Man sieht sich selbst als Cloud- und File-Hosting-Service mit starkem Fokus auf Datenschutz und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.
Im Sommer 2015 verlor der deutsche Unternehmer Kim Schmitz, besser bekannt als Kim Dotcom, überraschend die Kontrolle über Mega. Ein chinesischer Geschäftsmann hatte unbemerkt die Anteilsmehrheit am Unternehmen erworben, woraufhin dieser die Kontrolle über den Sharehoster erlangte. Dotcom gab anschießend öffentlich bekannt, sein Dienst sei seitdem angeblich nicht mehr sicher. Trotzdem setzen bis heute diverse Webwarez-Portale diesen Sharehoster ein, um ihre Dateien dort zu deponieren.


















