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Bildquelle: Lars Sobiraj

15 illegale IPTV-Websites auf einen Schlag offline

Nach einer Meldung von BREIN gingen 15 IPTV-Websites offline. Sie waren beim gleichen Webhoster beheimatet, was ihnen zum Verhängnis wurde.

Die Antipiracy-Organisation BREIN hat letzte Woche dafür gesorgt, dass auf einen Schlag 15 Portale offline gingen, die man zur Bereitstellung illegaler IPTV-Dienste genutzt hat. Die Websites waren alle Kunden vom gleichen Hosting-Anbieter. Da BREIN diesen Hosting-Anbieter mehrfach als Quelle illegaler IPTV-Dienste entdeckt hatte, beschloss man, das Netzwerk genauer zu untersuchen. Dies führte sofort zu einer langen Liste illegaler IPTV-Websites. Nach der Analyse und Sammlung von Beweisen ging BREIN aktiv dagegen vor.

Die IPTV-Websites waren beim gleichen Webhoster

Aufgrund der Meldung von BREIN nahm der Webhoster die 15 IPTV-Websites innerhalb kurzer Zeit vom Netz. Die meisten davon sind es auch heute noch. Da BREIN vom Hosting-Anbieter auch die identifizierenden Daten der hinter den illegalen Websites stehenden Parteien angefordert und erhalten hat, kann BREIN nun gegen die Urheber der Rechtsverletzungen selbst vorgehen.

Sollten sich darunter anonyme Websites befinden, die zu Hosting-Providern im Ausland umziehen, informiert BREIN seine ausländischen Schwesterorganisationen über die Dienste, damit diese dort weitere Maßnahmen ergreifen können. Nach eigenen Angaben überwacht die Organisation die niederländische Hosting-Infrastruktur permanent.

IPTV-Websites
15 IPTV-Websites offline, kein Anschluss mehr unter dieser IP-Adresse!

Live-Fernsehen und Kinomitschnitte gegen Bezahlung

Illegale IPTV-Dienste bieten Zugang zu Live-Fernsehsendern sowie Filmen und Fernsehserien der bekannten legalen Video-on-Demand-Anbieter an. Das Anbieten illegaler IPTV-Dienste und deren Nutzung durch Verbraucher verletzt die Urheberrechte und verwandten Schutzrechte von Content-Produzenten und Rundfunkanstalten. Der neue BREIN-Direktor Bastiaan van Ramshorst kommentiert den Vorgang im Rahmen der Pressemitteilung:

Abgesehen von den Kriminellen gibt es nur Verlierer

Illegale IPTV-Set-Top-Boxen und Abonnements bergen das Risiko von Malware und Betrug. Verbraucher verlieren ihre im Voraus bezahlten Abonnementgebühren, wenn der Dienst eingestellt wird, und müssen sich bewusst sein, dass persönliche Daten wie Bankdaten in die Hände der organisierten Kriminalität gelangen können. Häufig erhalten Verbraucher nach Zahlung eines Abonnements überhaupt keine Leistung.

Von dem Geld, das die kriminellen Organisationen hinter diesen Diensten einstreichen, geht kein Cent an die Kreativen, Schöpfer und Produzenten der Filme und Fernsehsendungen, wodurch weniger Geld für neue Produktionen zur Verfügung steht. Abgesehen von den Kriminellen gibt es nur Verlierer.

Lars Sobiraj

Über

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Früher brachte Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert. In seiner Freizeit geht er am liebsten mit seinem Hund spazieren.