Hide.me VPN Transparenzbericht
Hide.me VPN Transparenzbericht
Bildquelle: hide.me

Hide.me VPN Transparenzbericht 2025: wenige Anfragen, keine Kunden preisgegeben

Beim Hide.me VPN Transparenzbericht hat sich in den letzten Jahren vergleichsweise wenig getan. Der Anbieter gibt sowieso keine Daten raus!

Kürzlich hat der VPN-Anbieter hide.me hat seinen aktuellen Transparenzbericht für das Jahr 2025 veröffentlicht. Man deckt damit erneut auf, welche Anfragen und Beschwerden im letzten Jahr bei ihnen eingegangen sind. Transparenzberichte gelten in der VPN-Branche als wichtiges Marketing-Instrument, um die eigenen Datenschutz- und No-Logs-Versprechen mit realen Zahlen zu unterlegen. Kein VPN-Provider veröffentlicht derartige Berichte rein zufällig…

Keine Logs, nur aggregierte Daten

Die Betreibergesellschaft von Hide.me sitzt außerhalb der EU. Die Behörden haben auf Unternehmen aus Malaysia keinen Zugriff. Das Unternehmen betont zudem, dass man durch eine strikte No-Logs-Politik keine Aktivitätsdaten seiner Nutzer speichert. Konkret bedeutet das: Auch wenn Behörden oder Dritte wie Rechtsanwaltskanzleien Anfragen stellen, kann die Betreibergesellschaft mangels gespeicherter Daten keine personenbezogenen Informationen über seine Nutzer preisgeben. Die veröffentlichten Zahlen beziehen sich aber sowieso ausschließlich auf die Menge eingegangener Beschwerden oder Anfragen. Das kann man nicht gleichsetzen mit bestätigten Verstöße der Nutzer.

Drei Kategorien von Anfragen

Der Transparenzbericht gliedert die eingegangenen Fälle in drei Hauptkategorien:

Illegale Aktivitäten: Das sind eingegangene Beschwerden über die angebliche missbräuchliche Nutzung von hide.me VPN-IPs für die Nutzung von Botnets, für DDoS-Angriffe, Spam, Phishing, Betrug oder vergleichbare Online-Aktivitäten.

DMCA-Hinweise: Hinweis-Schreiben im Rahmen des Digital Millennium Copyright Act (DMCA), typischerweise im Zusammenhang mit der Torrent-Nutzung eines Kunden ohne den Besitz der entsprechenden Rechte des Werkes.

Anfragen von Strafverfolgungsbehörden und Polizei: Das sind offizielle Auskunftsersuchen verschiedener Behörden aus dem In- und Ausland.

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Kerndaten vom Hide.me VPN Transparenzbericht 2025

Nach Angaben des Anbieters verteilen sich die eingegangenen Anfragen wie folgt:

Illegale Aktivitäten

Q1: 132

Q2: 151

Q3: 87

Q4: 144

Das waren insgesamt 514 Hinweise wegen angeblicher Urheberrechtsverstöße im Vorjahr.

Q1: 8.943

Q2: 8.674

Q3: 6.892

Q4: 5.094

Gesamtzahl der DMCA-Verstöße bei hide.me: 29.621.

Strafverfolgungs- und Polizeianfragen

Q1: 2

Q2: 4

Q3: 1

Q4: 2

Alles in allem sind im Jahr 2025 gerade mal 9 formelle Anfragen von Behörden eingegangen.

Was die Statistik von hide.me aussagt

Es hat sich im Vergleich zu den Vorjahren nichts Gravierendes geändert. Zudem weist hide.me ausdrücklich darauf hin, dass es sich ausschließlich um erhaltene Anfragen und Beschwerden handelt, nicht um überprüfte Gesetzesverstöße ihrer Nutzer. Die gleichen VPN-Exit-IP-Adressen werden von vielen Nutzern über die Zeit hinweg verwendet, wodurch eine Zuordnung zu einer Person ohne Logs schlichtweg nicht möglich ist. Aus diesem Grund kann (oder will) hide.me auch keine verwertbaren Daten liefern, selbst wenn man sie darum bittet. Zudem gibt der Anbieter stets an, keine Daten über seine Kunden zu speichern, weswegen man diese auch nicht herausgeben könne.

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Die eVenture Ltd. arbeitet weiterhin nach dem Prinzip strikter Datenschutz als Geschäftsmodell. Das ist für die Kunden nur von Vorteil. Zahlreiche Parteien verzichten deswegen wahrscheinlich mittlerweile auf den Versand ihrer Auskunftsanfragen, weil ihnen klar ist, dass sie keine Daten erhalten werden, die sie produktiv für Abmahnungen oder eine strafrechtliche Verfolgung nutzen können. Die vergleichsweise hohe Anzahl an DMCA-Hinweisen spiegelt hingegen Routine-Meldungen wider, die bei kommerziellen VPN-Diensten dieser Größenordnung üblich sind.

Wer sich für weitere Details interessiert: Der vollständige Hide.me VPN Transparenzbericht kann von hier, vom Blog des Anbieters, heruntergeladen werden. Wir haben diesen VPN-Provider schon mehrfach ausführlich getestet. Hier der noch immer aktuelle Testbericht aus dem Vorjahr!

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Lars Sobiraj

Über

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Früher brachte Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert. In seiner Freizeit geht er am liebsten mit seinem Hund spazieren.