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Twitter will die Zeichenanzahl drastisch erhöhen

Elon Musk, CEO von Twitter, bestätigte am Sonntag, dass die Plattform eine Erhöhung der Zeichenanzahl für Tweets von 280 auf 4.000 plane.

Musk signalisierte bereits Ende November diesen Jahres, dass Twitter daran arbeite, die Zeichenanzahl zu erhöhen. Er wies diesbezüglich darauf hin, dass die Erweiterung auf 1.000 Zeichen „auf der Todo-Liste“ stehe. Die Plattform erhielt ursprünglich ein Limit von 140 Zeichen für Tweets, bevor sich die Anzahl im November 2017 auf 280 Zeichen verdoppelte.

Dieser neueste Hinweis auf Musks Pläne für Twitter traf am Wochenende über seinen dortigen Account ein. Auf die Frage eines Twitter-Nutzers, ob es „stimme, dass Twitter die Zeichenzahl von 280 auf 4000 erhöhe“, antwortete Musk mit „Ja“, ohne allerdings nähere Informationen dazu bereitzustellen. Somit sind genaue Details einer erneuten Erhöhung der Zeichen noch nicht bekannt.

Frühere Tweets von Musk deuteten an, dass Twitter es Benutzern erleichtern könnte, lange Textketten in mehrere Tweets als Teil eines Threads aufzuteilen. Nun scheint es, dass mit einer Erhöhung auf 4.000 Zeichen diese Idee nicht mehr umgesetzt wird. Mit der Limit-Erweiterung ist es wahrscheinlich, dass Twitter Threads ein Ende setzt. Benutzer gingen dann dazu über, längere Textblöcke in einzelnen Beiträgen zu posten, wie die auf LinkedIn und Facebook.

Die Information zog bisher gemischte Reaktionen von Internetnutzern nach sich. Während ein Benutzer meinte: „Es wäre ein großer Fehler. Der Zweck von Twitter ist es, schnelle Nachrichten bereitzustellen. Wenn das passiert, gehen viele echte Informationen verloren“, kommentierte ein anderer, „4000? Das ist ein Essay, kein Tweet.“ Einige User äußerten ihre Besorgnis darüber, dass Twitter ein weiteres Facebook wird, wenn die Wortgrenze sich auf 4000 erhöht.

In der Zwischenzeit begann Twitter am Sonntag mit der Einführung von „Community Notes“ für alle Benutzer weltweit. Das Unternehmen gab bekannt, dass Community Notes es den Twitter-Usern ermöglichte, kooperativ Kontext zu potenziell irreführenden Tweets hinzuzufügen.

Es würde damit „darauf abzielen, eine besser informierte Welt zu schaffen. Mitwirkende können Notizen zu jedem Tweet hinterlassen. Wenn genügend Beteiligte aus verschiedenen Blickwinkeln eine solche Notiz als hilfreich bewerten, soll diese öffentlich in einem Tweet erscheinen”.

Unterdessen ging das neu gestaltete Twitter Blue am Montag live und der Dienst berechnet Apple-Benutzern jetzt mehr. Die Funktion zum Bearbeiten von Tweets, die Möglichkeit, Videos in 1080p-Auflösung hochzuladen sowie das blaue Häkchen im Profil, sind alle im neu gestalteten Blue-Abonnement enthalten. Die Webversion von Twitter Blue kostet 8 $, während man für die iPhone-Version 11 $ verlangt.

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Antonia ist bereits seit Januar 2016 Autorin bei der Tarnkappe. Eingestiegen ist sie zunächst mit Buch-Rezensionen. Inzwischen schreibt sie bevorzugt über juristische Themen, wie P2P-Fälle, sie greift aber auch andere Netzthemen, wie Cybercrime, auf. Ihre Interessen beziehen sich hauptsächlich auf Literatur.