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Bildquelle: Towfiqu barbhuiya, thx!, Lizenz

Die größten Cyberbedrohungen 2022

Die Corona-Pandemie ist lange nicht vorüber, viele arbeiten daheim. Der Gastartikel zeigt, wie man sich gegen Cyberbedrohungen schützen kann.

In diesem Jahr nutzten Cyberkriminelle die anhaltende Verlagerung der Arbeit in das Homeoffice, um Cyberattacken zu intensivieren. Im Jahr 2022 wird sich dieser Trend wahrscheinlich weiter verfestigen. Im Folgenden erfährst du mehr über die größten Cyberbedrohungen, die Dir gefährlich werden können. Wir erklären, wie Du Dich – unter anderem mit einem Passwort-Manager oder einer Antivirensoftware – dagegen schützen kannst.

Das sind die größten Cyberbedrohungen 2022

Phishing

Phishing

Phishing-Angriffe sind schon seit den Anfängen des Internets eine der größten Cyberbedrohungen. Leider fallen immer noch (zu) viele Menschen auf Phishing-Attacken herein. Privatpersonen und Unternehmen sollten diese Attacken ernst nehmen und sich über das Theme genauer informieren.

Denn Hacker nutzen oftmals das sogenannte Social Engineering. Das bedeutet, dass sie sich als bekannte Person oder Institution (wie eine Bank) ausgeben und das Opfer davon überzeugen, einen Link oder einen Anhang in einer E-Mail zu öffnen und sensible Daten preiszugeben.

Cyberbedrohungen: Ransomware

Ransomware

Ransomware hat in diesem Jahr viele Unternehmen auf der ganzen Welt betroffen und wird auch im kommenden Jahr und darüber hinaus ein Thema sein. Krankenhäuser, Schulen und kleine Unternehmen haben sich als am anfälligsten für diese Bedrohungen erwiesen; aber keine Organisation ist von Ransomware-Schwachstellen ausgenommen.

Mithilfe von Ransomware, die der Hacker auf den PC des Opfers schleust, verschlüsseln diese einzelne Dateien oder ganze Systeme und fordern ein Lösegeld, um sie wieder freizugeben.

Schwachstellen durch Cloud-Dienste

Cloud-Dienste sind für viele Arbeitnehmer zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Auch Privatpersonen nutzen meist Cloud-Speicher, um ihre Daten zu sichern. Das beste Beispiel ist die iCloud von Apple. Mithilfe der Cloud kann der Apple-Nutzer von all seinen Geräten aus auf Fotos und andere Daten zugreifen.

Viele andere Programme und Tools, die du tagtäglich nutzt, greifen ebenfalls auf die Cloud zurück. Aber nicht alle Cloud-Dienste bieten die passende Authentifizierung und Verschlüsselung, die für die Sicherheit der Daten erforderlich wäre.

Doch die Cloud ist auch voller Cyberbedrohungen. Vor der Umstellung auf die Cloud ist es wichtig, sicherzustellen, dass der gewählte Cloud-Dienst über entsprechende Sicherheitsmaßnahmen verfügt. Die sichere Dateiübertragung in der Cloud kann für jeden ein leistungsfähiges Tool sein, aber nur, wenn du die richtigen Vorsichtsmaßnahmen triffst oder auf Cloud-Dienste mit hohen Sicherheitsanforderungen setzt.

Kryptowährungen und NFTs

cryptopunk

Währungen werden zunehmend digitaler – und auch Kunst verlagert sich in Form von sogenannten NFTs in den digitalen Raum. Dafür werden Wallets (digitale „Geldbörsen“) benötigt. Diese sind zwar an sich sehr sicher. Hacker können aber Phishing-Attacken nutzen, um die Seed-Phrase des Opfers zu stehlen und damit auf das gesamte Vermögen in der digitalen Geldbörse zugreifen.

Außerdem implementieren trotz der Warnungen einiger IT-Sicherheitsforscher immer mehr Browserhersteller eigene Wallets in ihre Software. Das mag auf den ersten Blick toll klingen. Es stellt aber auch ein weiteres Einfallstor für Cyberkriminelle dar.

Gefahren durch Homeoffice

Die steigende Bedeutung des Arbeitens im Homeoffice oder des flexiblen Arbeitens von jedem Ort der Welt aus (wie es etwa Freelancer praktizieren) wurde bereits zum Anfang angesprochen. Da die Pandemie in absehbarer Zukunft noch immer zu unserem Leben gehören wird, werden alle Herausforderungen im Zuge der Remote-Arbeit (also des Arbeitens aus der Ferne) auch weiterhin bestehen.

Wenn Mitarbeiter ihre eigenen Geräte für die Arbeit nutzen dürfen, kann das zwar Geld sparen, birgt aber unnötige Risiken für die Unternehmensdaten. Sinnvoller wäre es als Unternehmen, in Geräte zu investieren, die den Sicherheitsstandards entsprechen.

Internet of Things (IoT)

Das Internet of Things (Internet der Dinge, IoT) ist, vereinfacht ausgedrückt, ein Netzwerk von physischen Objekten, die mit Sensoren und Software ausgestattet sind, um Daten mit anderen Geräten und Systemen auszutauschen – dazu gehören unter anderem Staubsaugerroboter, Smart-TVs oder intelligente Sprachassistenten.

IoT-Angriffe haben an Häufigkeit zugenommen. Infizierte Router waren für etwa 75 Prozent der IoT-Angriffe im Jahr 2019 verantwortlich. Jedes IoT-Gerät, das einem Haushalt oder Arbeitsplatz hinzugefügt wird, bietet dem Angreifer eine weitere Möglichkeit, dieses Gerät auszunutzen. Das Problem bei vielen dieser Geräte ist, dass diese in der Regel nicht in der Lage sind, die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, um Angriffe zu vermeiden.

Die besten Schutzmaßnahmen gegen Cyberbedrohungen

Passwort-Manager

Linux Screenshots (CC BY 2.0)

Du kannst dir einen Passwort-Manager wie einen digitalen Tresor vorstellen, in welchem du all deine Zugangsdaten, wichtigen Notizen oder Bankkarteninformationen aufbewahren kannst.

Die Anwendung kann dir zudem dabei helfen, komplexe und einzigartige Passwörter zu generieren, sodass Cyberkriminelle keine Chance haben, dein Online-Konto zum Beispiel durch die Brute-Force-Methode (einfaches Erraten) zu hacken.

VPN

Ein VPN (Virtuelles Privates Netzwerk) ist ein weiteres nützliches Sicherheitstool, da es deine Daten zunächst verschlüsselt an einen VPN-Server sendet. Erst dort erfolgt eine Entschlüsselung der Daten und eine Weiterleitung an den eigentlichen Zielserver. Unbekannte haben somit keine Chance, deine Informationen abzufangen. Diese Gefahr besteht primär in öffentlichen WLAN-Netzwerken.

Außerdem bist du durch ein VPN anonym im Internet unterwegs, da du die IP-Adresse des VPN-Servers erhältst, solange du mit diesem verbunden bist.

Antivirenprogramm

Die Bedrohung durch Schadsoftware nimmt sowohl bei Windows- als auch Mac-Computern zu. Deshalb solltest du auf deinem PC unbedingt ein Antivirenprogramm installieren. Bei Windows ist der kostenlose Defender installiert, der für Privatpersonen normalerweise ausreichend ist.

Solltest du einen Apple-PC besitzen, lohnt es sich, dass du dich vorher online informierst, welches Antivirenprogramm die besten Funktionen bietet. Selbst wenn mac minis und MacBooks insgesamt weniger Cyberbedrohungen ausgesetzt sind, liegt das hauptsächlich daran, weil Windows sehr viel häufiger verwendet wird.

Tarnkappe.info