Resident Evil 7 Biohazard von Conspiracy illegal veröffentlicht

Hat der Kopierschutz von Denuvo jetzt endgültig versagt? Nur wenige Tage nach der Veröffentlichung des PC-Spieles Resident Evil 7 Biohazard wurde es von der italienischen Release Group Conspiracy illegal in Umlauf gebracht. Dies ist im wahrsten Sinne des Wortes ein echter Horror für den Publisher Capcom.

In der Vergangenheit sind einige Monate Zeit vergangen, bis von der Publikation eines Spieletitels die illegale Veröffentlichung in den ftp-Sites erfolgt ist. Ziel von Denuvo war und ist es, diese Zeitspanne so lang wie möglich nach hinten auszudehnen. Die italienischen Cracker der Release Group Conspiracy haben den Kopierschutz (Denuvo in Kombination mit Steam) vom siebten Teil von Resident Evil kürzlich in Rekordzeit geknackt. In den Shops war das Game am 24. Januar, auf den ftp-Sites und wenige Stunden später in den P2P-Tauschbörsen und Warez-Foren tauchte das Spiel schon am 29. Januar auf.

Conspiracy (CPY) hat in der Vergangenheit bereits mehrere Spiele in Umlauf gebracht, deren Kopierschutz längere Zeit für unknackbar galt. So auch Doom, Mirror’s Edge Catalyst, Deus Ex: Mankind Divided, Watch Dogs 2, um nur ein paar zu nennen. Das Release hat einen Umfang von 23 GB und tauchte schon nach wenigen Minuten nach der Veröffentlichung in den ftp-Sites überall im Internet auf.

Stellt sich nun die Frage, ob sich für die Publisher der Schutz mittels Deunovo noch lohnt, sofern die Cracker ihre Werke so zeitnah herausbringen können. Erst kürzlich hat Spielehersteller Funcom bei Reddit bekannt gegeben, dass sie ihr künftiges Windows-Game Conan Exiles ebenfalls mit Denuvo ausstatten wollen. Auch Tales of Berseria von Baindai Namco setzt auf die Kombination von Steam und die Software des österreichischen Anbieters. Bleibt abzuwarten, wie sich das Rennen zwischen den Crackern und den Software-Schützern künftig entwickeln wird.

Mehr zu diesem Thema:

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.

Vielleicht gefällt dir auch

2 Kommentare

  1. ugur sagt:

    die italiener haben es einfach drauf

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.