MEGA: Kim Dotcom ist das Geld ausgegangen

Article by · 26. November 2014 ·

kim dotcom unbound digital 2014
Gestern sagte Kim Dotcom in einer Live-Videoschaltung auf der Konferenz unBound Digital 2014, dass ihm das Geld ausgegangen sei. Dotcom twitterte heute: „Es ist offiziell, ich bin pleite.“ Der Gründer von Megaupload und MEGA hat nach eigenen Angaben alleine 10 Millionen Dollar für Anwälte ausgegeben. Er versucht weiterhin seine Auslieferung in die USA zu verhindern.

Diverse Ankläger in den USA werfen dem Kieler Unternehmer Kim Schmitz aka Kim Dotcom massive Copyright-Verletzungen seines Sharehosters Megaupload vor, was Anfang 2012 zu seiner Festnahme führte. Noch immer sind einige Vermögenswerte, die aus den Umsätzen von Megaupload stammen, eingefroren. Die USA haben seine Auslieferung aus Neuseeland beantragt. Die Rechtsanwälte, die ihn bislang verteidigt haben, vertreten ihn nicht mehr, nachdem ihm das Geld ausgegangen ist. Insgesamt hat er nach eigenen Angaben 10 Millionen Dollar in seine Rechtsanwaltskosten investiert. Er muss sich jetzt vielleicht selbst verteidigen. Bei der Telefonkonferenz sagt er gestern augenzwinkernd, man solle dieses Dokument als möglicherweise letztes Video von Dotcom in Freiheit festhalten. Inhaber des Megaupload-Nachfolgers MEGA ist übrigens seine Ehefrau Mona, von der er seit Mai dieses Jahres getrennt lebt.

Auf Twitter gab er bekannt, er habe die Miete des Anwesens bereits bis Mitte nächsten Jahres bezahlt. Von jeglichen Fluchtplänen könne keine Rede sein. Dotcom will dauerhaft in Neuseeland bleiben und geht davon aus, dass er bald vom Gericht weitere Anteile seines eingefrorenen Kapitals zugesprochen bekommt. Auf die Frage, was er anders machen würde, könnte er die Vergangenheit ändern, sagte er, er hätte die Drohkulisse der amerikanischen Filmstudios ernster genommen. Keiner seiner damaligen Anwälte hätte ihn oder Megaupload in ernsthafter Gefahr gesehen. Die Aktivitäten des US-Justizministeriums hätten ihn komplett überrascht. Könnte er die Vergangenheit ändern, so würde er wohl einige Vorsichtsmaßnahmen treffen.

Die weitere Entwicklung seines Verfahrens bleibt abzuwarten. Seine Gegner haben schon häufiger geglaubt triumphieren zu können. Egal was man von ihm und seiner kaufmännischen wie auch politischen Karriere hält, so muss man ihm dennoch attestieren, dass Dotcom ein Stehaufmännchen ist. Immer dann wenn man glaubte, Dotcom ist untergegangen, stand er eines Tages wider Erwarten wieder auf.

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24 Comments

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    HHjung1980

    Fakt ist das er sich mit was damals bereichert hat was er gar nicht erfunden hat, das BlueBoxing…

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    GrauesHaar

    Kim is not a businessman – Kim is a business, man! .-)
    btw:
    Das ist eine strategische Pleite, aber keine Insolvenz..

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    sirnobody

    der arme fette Kim, was tut der mir doch leid. Denke er sollte seinen alten Kumpel Helmut Kohl anrufen, der konnte doch für sich damals in 3-4 Wochen 5 Millionen auftreiben, soll er sich doch vom dem was leihen. Ich meine so Gangster unter sich, das könnte doch klappen ,oder ?

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    Julia Färber

    Ich warte mal gespannt auf die Gefängnisdoku über “Kimi, die kleine AN-Tusnelda”.

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    Sven

    Ich hoffe für ihn dass ihn die Imperialisten nicht in die Finger bekommen. Bekanntlich ticken die ja nicht ganz sauber und blasen das Ganze dann noch medientauglich auf um von anderen Missständen abzulenken. Das ist man ja leider gewohnt von denen…..

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      sirnobody

      echte Imperialisten wissen nicht mal wer Kim Dotcom ist. Für solche Leute existieren solch armselige kleine Ganoven gar nicht. Und nächstes Jahr kann sich eh niemand mehr an das Dickerchen mit der großen Klappe erinnern !

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    mario

    “Insgesamt hat er nach eigenen Angaben 10 Millionen Dollar in seine Rechtsanwaltskosten investiert”

    what the f*** ^^

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    John Sinclair

    Jo, wen interessierts?
    Wie wäre es mit http://www.kimdotcomspender.me, Spiegelbest?

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      Ganz ehrlich, ich mag Kim. Er ist volles Risiko gegangen. Da ist es okay, wenn du gegen die gesamte Industrie verlierst. Er war ja nicht nur laut und grell, sondern hat auch eine Menge Mumm. Ich denk mal, er hat gewusst, was am Ende steht. Er hatte vermutlich gut Gelegenheit für Deals, hat sie aber ausgeschlagen. Er ist seinen Weg gegangen. Das hat Klasse! Natürlich ist er Geschäftsmann, aber Idealismus besitzt er wohl auch – mehr als die meisten von uns!

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        mario

        hast du in einem anderen thread kim nicht noch als troll tituliert?

        http://tarnkappe.info/meinung-das-netz-der-dinge-das-netz-der-menschen/#comment-1714219819

        oder habe ich das falsch verstanden?

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          Für mich ist ein Troll nichts Negatives. Und logisch, Kim ist ein Troll. Da gibt es noch Protokolle aus seiner Sturm-und-Drang-Zeit, die Legende sind. Hier trollen manche, die ich nicht als Trolle bezeichnen würde, weil ihnen schlicht der Humor fehlt. Ein Troll will sich unterhalten (auf Kosten anderer)! Wenn hier ein Mod oder Gefolgschaft von einer der Boersen auftaucht, dann verfolgt er ein Ziel und ist für mich kein Troll. Aber ich seh ein, dass der Begriff auch anders gebraucht wird.

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            mario

            natürlich ist ein troll nichts negatives für dich ^^

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            Kim ist nicht lustig, von daher hat das nur genervt. Bitte mal die KIMBOLISMEN lesen, lohnt sich!! Das sind uralte Usenet-Einträge beim CCC. http://babsi.de/KIMBLE.txt

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            anon

            :)

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            Fpuszy

            “Für mich ist ein Troll nichts Negatives.”

            Geht ja auch nicht, das wäre ja Selbsthass.

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          Meine Meinung zu Kim kannst Du gerne hier lesen: http://www.gulli.com/news/12565-nachruf-guenter-freiherr-von-gravenreuth-2010-02-22

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        Fpuszy

        Was soll Torrentfreak denn auch noch schreiben? Er kann derenLobhudeleien ja auch nicht mehr bezahlen. Daher werden sie ihn links liegen lassen.
        Die Pirate Bay Jungs, ja die können noch zahlen und bekommen daher regelmäßig schöne PR und Seligsprechung.

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          Quatsch, wir waren mit Torboox damals mehrmals bei diesem Andy von Torrentfreak. Selbstverständlich haben wir nichts bezahlt. Es ware eine Wahnsinnswerbung für uns!

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            Ja, mag sein, aber es ist zweifelhaft so, dass manche Leute bei TF Geld für Berichterstattungen bezahlen müssen…

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            Tja, da bin ich platt! Fänd ich reichlich uninspiriert, wenn das so wäre. Ein Trauerspiel!

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            Elangs

            Aber dann doch kein Quatsch.
            Wie bitte soll sich denn der TF Blog sonst finanzieren? Zwei Schreiberlinge wollen bezahlt sein. Werbung ist dort nur bescheiden zu sehen und Dank AddBlock ja auch keine wirkliche Finanzierung.

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        Jarub

        Wow… dieses Mediengeile Arschloch als Idealisten mit Klasse zu beschreiben… da bedarf es schon jedweder surrealität…

        Kimble ist Mediengeil, war er schon vor 20 Jahren, als er sich mit fremden Lorbeeren schmückte und an die Öffentlichkeit ging, und anderes macht er doch heute auch nicht.

        Ok, er weiß, wie er sich in Szene setzen kann, und wie er sich an den Fähigkeiten anderer Leute eine goldene Nase verdienen kann, aber sorry, er hat weder Klasse noch ist er ein Idealist. Er ist einfach nur Geld- und Mediengeil.

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        VanityBackfires

        >Natürlich ist er Geschäftsmann, aber Idealismus besitzt er wohl auch – mehr als die meisten von uns!

        Spinnst du? Das ist eine Beleidigung für Geschäftsmänner und Idealisten gleichermaßen – Kim Dotcom ist eindeutig ein Krimineller, der nur auf seinen eigenen Profit aus ist. Er ist “seinen Weg gegangen”, und zwar auf dem Rücken von wahren Idealisten. Klar, es war nicht korrekt, wie die Behörden mit ihm umgegangen sind, aber bitte tun wir doch nicht so, als wäre der Kerl ein Idealist, der sich für alle Filesharer weltweit aufopfert, der Mann ist ein Arschloch, von den Aktionen, die er damals in Deutschland abgezogen hat, bis hin zu Megaupload.


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