Kim Dotcom: Auslieferung erneut verschoben

Article by · 9. Juli 2014 ·

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Die Anhörung über die Auslieferung der Betreiber von Megaupload wurde erneut verschoben. Der Fall von Kim Dotcom, Finn Batato, Mathias Ortmann und Bram van der Kolk sollte eigentlich vorgestern verhandelt werden. Dotcoms US-Anwalt Ira Rothken hat die erneute Verschiebung am Montag offiziell bestätigt.

Der in Neuseeland lebende Deutsche muss weiterhin auf den Ausgang seines Verfahrens warten. Zuletzt wurde die Anhörung im April dieses Jahres verschoben. Im Januar 2012 kam es zu einer umfangreichen Durchsuchung seiner Villa bei Auckland. Er und weitere Verdächtige wurden vorübergehend festgenommen. Auch die Daten seines Filehosters Megaupload wurden beschlagnahmt. Dotcom beschwerte sich über Twitter, die an das FBI übermittelten Daten seines Sharehosters wurden ihm bisher nicht ausgehändigt.

Kim Schmitz, wie der gebürtige Kieler früher hieß, drohen im Fall einer Ausweisung in die USA und einer Verurteilung bis zu 20 Jahre Haft. Er machte kürzlich allen Whistleblowern per Twitter das Angebot, für sachdienliche Hinweise bis zu fünf Millionen US-Dollar zu bezahlen. Die Hinweisgeber sollen mit Dokumenten belegen, dass bei seinen Ermittlungen ein “korruptes Zusammenspiel von US-Behörden und der Filmindustrie” stattgefunden hat.

Zum Hintergrund: Megaupload ist der Vorläufer von MEGA. Auch Megaupload bot seinen Nutzern an, Daten im Internet zu speichern, um diese Dritten zur Verfügung zu stellen. Da die Daten bei Megaupload nicht verschlüsselt waren, konnten die Betreiber jederzeit überprüfen, ob diese legal waren. Dies ist bei MEGA aufgrund der automatischen Verschlüsselung nicht mehr möglich. Wahrscheinlich um Werbung in eigener Sache zu machen, gründete Dotcom zudem Ende März dieses Jahres eine eigene Partei, die Internet Party.

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