Goldman Sachs: gigantische Kundennachfrage treibt Bitcoin-Kurs an

Goldman Sachs stellt fest, dass immer mehr Kunden wollen, dass man für sie Kryptowährungen handeln soll. Man bemüht sich um eine Regulierung.

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Diese Woche hatte der Goldman Sachs Manager Matt McDermott bei einem Podcast erklärt, wie erheblich die Nachfrage von institutionellen Anlegern nach der Digitalwährung sei. Die Berg- und Talfahrt des BTC setzte sich in den letzten Wochen ungebrochen fort. Die momentane Tendenz zeigt aber wieder nach oben.

Goldman Sachs stellt stark gestiegene Nachfrage fest

Goldman Sachs

Anfang März gab ein Insider bekannt, die Bank Goldman Sachs habe ihre Handelsabteilung für Kryptowährungen komplett neu gestartet. Man wolle für die Kunden künftig auch mit Bitcoin-Futures und Derivaten handeln. Zudem prüfe man das Potenzial für einen börsengehandelten Bitcoin-Fonds und die Verwahrung von digitalen Vermögenswerten. Gemeint sind aber keine automatischen Trading Apps wie beispielsweise von Bitcoin Era, sondern die persönliche Beratung, der Handel oder Verwahrung von Vermögenswerten.

Bankpräsident und Chief Operating Officer John Waldron, sagte am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters, dass die Kundennachfrage konstant angestiegen ist. Goldman Sachs beschäftige sich intensiv mit den Vorgaben der Banken-Regulierung von Kryptowährungen. Man evaluiere die Situation, um weiterhin im Auftrag der Kunden legal zu agieren. Zur Klärung der Vorgaben befindet man sich zudem in Gesprächen mit Aufsichtsbehörden und Zentralbanken.

Auch die US-Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (kurz SEC) überdenkt derzeit ihre Strategie im Umgang mit Händlern von Kryptowährungen und Token. Beim Thema Regulierung ist noch einiges in Bewegung.

Corona als Brennstoff des Online-Handels

Die Covid-19-Pandemie führte laut Goldman Sachs auch in diesem Bereich zu einer regelrechten Explosion des Online-Handels. Die Verbraucher verbrachten im vergangenen Jahr mehr Zeit mit Einkäufen von der Couch aus, als mit persönlichen Besuchen. Der COO von Goldman Sachs glaubt, dass sich dieser Trend fortsetzen und eine entsprechende „Explosion“ bei der Verwendung digitaler Währungen auslösen wird. Die Pandemie sei dabei ein signifikanter Beschleuniger gewesen. Die Bank glaubt an eine große Zukunft beim Handel mit digitalen Vermögenswerten.

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Doch nicht nur bei Goldman Sachs kommt der Bitcoin so langsam in etablierten Kreisen an. Donner & Reuschel, eine alt eingesessene Hamburger Privatbank aus dem Jahr 1798 gab nun bekannt, zum Wohl ihrer Kunden ins Kryptogeschäft einzusteigen. Weitere Blockchain-Projekte befinden sich in Prüfung. Für die Privatbank sei vor allem die Tokenisierung von Vermögenswerten von Interesse. Dabei wird häufig die Distributed-Ledger-Technologie (DLT) eingesetzt.

Die Tochter der Signal Iduna Gruppe hat für das neue Geschäftsfeld eigens eine Blockchain-Spezialberatung eingekauft. Marcus Vitt, Vorstandssprecher der Bank, gab bekannt, man sei vom Potenzial der Blockchain-Technologie auch im Hinblick auf klassische Wertpapiertransaktionen überzeugt. Der Bitcoin kommt also nicht nur in Norwegen, sondern weltweit vermehrt im Mainstream an.

Tarnkappe.info

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.