“The Expendables 3”: Filehoster will schließen

Article by · 16. August 2014 ·

the expendables 3
Das Medienunternehmen Lions Gate übte in den letzten Wochen sehr viel juristischen Druck aus. Das Filmstudio ist wenig begeistert, weil ihr Streifen “The Expendables 3” bereits mehrere Wochen vor dem gestrigen US-Kinostart verfügbar war. Neben dem Sharehoster Filecloud.io und Hulkfile erhielten auch die Betreiber von Limetorrents.com, Billionuploads.com, Played.to, Swankshare.com und Dotsemper.com eher unerfreuliche Post.

Die Veröffentlichung in den US-Kinos von “The Expendables 3” war für den 15. August angesetzt. Bereits zwei Wochen zuvor wurde der Film in DVD-Qualität im Netz verbreitet. Für den Hersteller ist dies wegen des Timings und der auffallend hohen Qualität ein Problem. Wahrscheinlich wird sich der Leak negativ auf die Verkaufszahlen auswirken, der DVD-Rip wurde innerhalb weniger Tage Millionen Mal illegal verbreitet. Die Produktionskosten und das Honorar für Harrison Ford, Mel Gibson, Antonio Banderas, Wesley Snipes, Arnold Schwarzenegger, Jason Stratham, Dolph Lungern und Randy Couture wurden dennoch fällig. Inhaltlich sind leider keine Überraschungen zu erwarten. Trotz des Staraufgebots bleibt es auch beim dritten Teil bei einer Show mit vielen Muskeln, jede Menge Action, dummen Sprüchen und einem Film, der beinahe ohne Story auskommt.

Lions Gate droht mit dem Einfrieren von Konten

easy-sharingMit Hulkfile soll angeblich der erste Sharehoster aufgrund des juristischen Drucks von Lionsgate aufgegeben haben. Bislang ist der Dienst noch online, auch in den firmeneigenen News ist noch keine Ankündigung zu sehen. Wahrscheinlich möchte man die Uploader und zahlenden Kunden nicht vorzeitig vergraulen. Das Filmstudio hatte bei anderen Anbietern die Löschung ihres Werkes erwirkt. Anderenfalls drohe die Einfrierung aller Bankkonten der Unternehmen, die nicht kooperieren wollen. Hulkfile soll sich nun außerstande sehen, ihr Geschäft in Anbetracht der Einstweiligen Verfügung und der drohenden Klage aufrecht zu erhalten. Der Sharehoster hatte für 40 Rechteinhaber und deren Anti-Piracyfirmen Zugänge erstellt, damit diese eigenhändig ihre Werke von den Festplatten löschen können. Weder Lionsgate noch MarkMonitor haben auch nur versucht, die Dateien von Hulkfile mithilfe dieses Systems zu entfernen. Gegenüber Torrentfreak begründete der Sharehoster seine langsame Bearbeitung der Einstweiligen Verfügung damit, dass es aufgrund der „Urlaubszeit“ zu Verzögerungen gekommen sei.

Domain-Name-Registrar und IT-Dienstleister tragen Mitschuld?

Ärger bekam wegen dem vorzeitigen Leak auch der Sharehoster Filecloud.io. Lionsgate Entertainment soll sogar deren Domain-Name-Registrar Easyname und den Anti DDoS-Dienstleister Cloudflare rechtlich angegangen sein. Sie tragen nach Ansicht des Filmstudios eine Mitschuld an der illegalen Distribution ihres Films. Freilich müsste zunächst vor Gericht geklärt bzw. bewiesen werden, dass ein DDoS-Schutz etwas mit einer Urheberrechtsverletzung zu tun haben soll. Das dürfte den Juristen von Lions Gate nicht gerade leicht fallen.

Billion UploadsAnfang August bekamen auch die Betreiber von Limetorrents.com (P2P-Seite), Played.to (Videohoster), Swankshare.com, Billionuploads.com und Dotsemper.com (allesamt Sharehoster) Post. Ihnen wird unter anderem angedroht, man werde ihre Domain zu Lionsgate transferieren, um der illegalen Verbreitung Einhalt zu gebieten. Zudem wird die Zahlung von Schadenersatz angedroht. Pro Anbieter kommen auf die Betreiber maximal bis zu 150.000 US-Dollar zu, sollte der Kläger Recht vor Gericht bekommen.

Bildquelle: Deviantart, thx!

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9 Comments

  • […] Verleiher Lionsgate reagierte auf dem Leak, indem man mehrere Torrent-Portale und Sharehoster gerichtlich belangte. Manche davon wurden als Reaktion vom Netz genommen. Jetzt sind offenbar die Anschlussinhaber der […]

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    Paul

    “Jason Stratham, Dolph Lungern”

    Schreibt ihr eure Beiträge im Dunkeln auf dem Klo?

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    Und

    Warum kuscht nur Hulkfile und nicht die vielen anderen Hoster, die noch deutlich größer sind?

  • […] ein paar Tagen berichteten wir, dass der Sharehoster Hulkfile nach einer drohenden Klage aufgeben wollte. Tatsächlich ist die Webseite jetzt nicht mehr verfügbar. Auf der Startseite wird […]

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    nightmare

    Die Rewards Seite wurde auch erstmal entfernt bei p.to
    http://played.to/make_money.html

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    SuchWow

    Eine rein rechtliche Frage stellt sich mir hier: Wenn jemanden gedroht wird das die eigene (nebenbei bezahlte Domain) von einen fremden Unternehmen das weder die Rechte dazu hat, noch bekommen wird transferiert wird, wie soll das bitte gehen? Können die so etwas überhaupt? Könnte man dagegen nicht rechtlich vorgehen? Das wäre für mich als Webmaster komplett neu?

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      fpussy

      Och, das geht schon.
      Man braucht nur einen gerichtlich gesicherten Anspruch. Eine Domain stellt ja auch einen Wert dar.
      Und in so einen Wert kann man reinpfänden.
      Das wurde auch schon gemacht. In den USA ist das sogar noch etwas einfacher, weil viele der betreffenden Seiten so schlau waren über Enom und Konsorten zu gehen. War vielleicht doch nicht so gut…

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    LouisGriffin

    Zumindest bei played.to stand auf der Webseite neulich noch folgendes wurde aber zumindest wieder entfernt.

    ” I am currently being sued by Lionsgate.
    I apologize for the extremely late payments. I will continue running PLAYED.TO. I will pay everyone via PayPal in the coming week(s) and continue running the site.
    If you currently have any other payment method than PayPal set, please e-mail me at support@played.to and tell me and I will unlock your payment information so you can request via PayPal.
    PLAYED is not dead and not a scam, I am still here and I will not run. PLAYED is a legal video storage service, I am not going anywhere. “

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      Danke für die Info! Das habe ich bei meinem Streifzug offenbar übersehen.


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