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Bildquelle: Keith Wong, thx!, Lizenz

Usenet.nl will Aufgabe des Affiliate-Programms nicht begründen

Bis vor wenigen Wochen war das Web voller Werbung für den Usenet-Provider Usenet.nl. Doch das Affiliate-Programm stellte der Anbieter ein.

Im digitalen Untergrund wimmelte es vor lauter Werbe-Bannern für den vergleichsweise hochpreisigen Usenet-Provider Usenet.nl. Der Grund dafür war simpel: Das Unternehmen aus San Marino zahlte im Erfolgsfall sehr viel mehr Provision als die Konkurrenz an ihre Partner. Da haben so manche Admins sogar Fake-Klone bekannter Warez-Seiten erstellt, um mit fragwürdigen Methoden noch mehr Besucher von einem Abo zu überzeugen.

Keine Werbung mehr für Usenet.nl im Web

Doch wer sich nun umschaut, wird keine Banner mehr für diesen Anbieter finden. Die Kooperation stellte man vor wenigen Wochen ausnahmslos ohne Angabe einer Begründung ein. Wir hakten bei der Betreibergesellschaft deswegen nach. Als Antwort erhielten wir folgende Mitteilung:

Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Affiliate Programm!

Aus strategischen Gründen wurden alle Werbe-Partnerschaften für Usenet.nl beendet und unsere Affiliate-Partner entsprechend informiert.

Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag!

Auszug aus einer E-Mail des Supports von Usenet.nl

Kurz gesagt: Leider will man auch uns nicht mitteilen, welchen Hintergrund die Strategieänderung des im Graubereich überaus populären Unternehmens hat.

Klone um keine Ausrede verlegen

Der Klon Cannapower.be hat sich wegen des zu erwartenden Wegfalls der Einnahmen etwas Neues einfallen lassen. Mit Usenet.nl kann man ja jetzt kein Geld mehr verdienen. Man behauptet nun, man könne auf die Domain von CannaPower nicht mehr zugreifen und müsse deswegen zunächst ein VPN-Abo einrichten. Nur so könne man die Internetsperren der CUII überwinden. Natürlich prüft man dabei nicht, ob überhaupt eine DNS-Sperre besteht. Und auch wird man beim Fake-Klon nach Aktivierung von einem VPN keine Downloads erhalten, egal wie viele Abos man bei NordVPN abschließt.

usenet.nl

Canna gibt es auch ohne VPN mittels Eingabe der Domains canna.to oder canna-power.to. Wer Probleme mit der Erreichbarkeit hat, für den steht beispielsweise hier eine Anleitung für die Nutzung kostenloser Proxys zur Verfügung. Aber mit Usenet.nl hatte Canna sowieso nie etwas gemeinsam, auch wenn dies von manchen Klon-Seiten zu Werbezwecken behauptet wurde. Das wohl älteste deutschsprachige Downloadportal für Musik nutzte stets Freehoster für den Transfer der Archive.

Tarnkappe.info


Über

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.