10 wesentliche Sicherheitsmaßnahmen zur Sicherung Ihres Online-Bankings im Jahr 2020

In diesem Beitrag zeigen wir zehn Sicherheitsmaßnahmen auf, wie Sie Ihre Online-Banking-Informationen im Jahr 2020 sicher aufbewahren können.

Sicherheitsmaßnahmen
Bild von William Iven auf Pixabay

Online-Banking ist eigentlich eine tolle Sache, nicht wahr? Noch vor 15-20 Jahren mussten wir für alle Arten von Transaktionen physisch in eine Bank eintreten. Jetzt tragen wir einen digitalen Automaten in der Tasche mit uns herum, der Einzahlungen, Überweisungen und sogar externe ACH-Transaktionen (USA) per Knopfdruck durchführen kann. Doch ein paar Sicherheitsmaßnahmen muss man dennoch im Hinterkopf behalten. Wir haben in diesem Beitrag die zehn wichtigsten Regeln notiert.

Mit großer Macht kommt große Verantwortung, nicht wahr? Ja, es ist einfacher denn je für uns, auf unsere Bankinformationen zuzugreifen, aber es ist auch für Hacker einfacher denn je, Zugang zu diesen Informationen zu erhalten.

Im Jahr 2015 wurde dies über die britische National Westminster Bank berichtet:

Die britische Großbank NatWest musste damals zugeben, dass ein schwerwiegender Fehler in ihrem Online-Banking-System es Kriminellen ermöglichte, sich in Konten zu hacken und diese auf zwei verschiedene Arten zu leeren – entweder indem sie mit gestohlenen Smartphones auf die Konten zugreifen oder indem sie sich als Opfer ausgeben, um ihre Telefonanrufe und SMS-Nachrichten auf eine andere SIM-Karte weitergeleitet zu bekommen.


Huch!

Glücklicherweise gibt es einige sehr spezifische Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um sicherzustellen, dass Sie nicht das nächste Opfer von Hackern sind. In diesem Beitrag werden wir zehn Möglichkeiten aufzeigen, wie Sie Ihre Online-Banking-Informationen im Jahr 2020 sicher aufbewahren können. Wir haben in den letzten Jahren über vergleichbare Sicherheitslücken bei Banken schon häufiger bei Tarnkappe.info berichtet.

Sicherheitsmaßnahme Nr. 1: Niemals auf verdächtige Links klicken

Haben Sie jemals eine E-Mail mit einem Link erhalten, der nicht richtig aussah? Oder eine seltsam aussehende Textnachricht? Ganz bestimmt. Als Sie sie angeschaut haben, dachten Sie, hier stimmt etwas nicht.

Wenn das passiert, vertrauen Sie Ihren Instinkten.

Wenn Sie jemals eine Textnachricht oder E-Mail mit einem Link erhalten, den Sie nicht erkennen, klicken Sie NICHT darauf. Warum? Weil es ein Link zu einer bösartigen Website sein kann, die versucht, sich als Ihre Bank auszugeben. Wenn Sie Ihre Bankdaten auf dieser Website eingeben, haben Sie sie gerade an Cyberkriminelle weitergegeben, die sich in Ihr Online-Banking einloggen könnten.

Sie könnten zum Beispiel eine E-Mail erhalten, in der steht, dass Ihr Bank-Passwort zurückgesetzt werden muss, mit einem Link, auf den Sie klicken können. Wenn Sie auf diesen Link klicken und Ihr Passwort eingeben, haben Sie es gerade an Diebe weitergegeben.

Geben Sie Ihre Online-Banking-Informationen nur auf der offiziellen Website oder in der App Ihrer Bank ein. Dadurch wird verhindert, dass Sicherheitsinformationen an die falschen Personen weitergegeben werden.

Wenn Sie jemals eine Anfrage per E-Mail oder Text erhalten, Ihre Passwortinformationen zu senden, können Sie sicher sein, dass es sich um einen Betrug handelt. Tun Sie das nicht.
Außerdem sollten Sie aus Sicherheitsgründen keine Online-Banking-Informationen per E-Mail oder Text versenden.

Sicherheitsmaßnahme Nr. 2: Nur auf sichere WiFi-Netzwerke setzen

FreifunkerIm Allgemeinen sind öffentliche WiFi-Netzwerke, wie Sie sie in Ihrem örtlichen Café oder Ihrer Bibliothek finden, nicht sehr sicher. Schließlich müssen sie so viele Menschen wie möglich aufnehmen.

Das niedrige Sicherheitsniveau macht sie zu Hauptzielen für Hacker, die ihre Abwehr schnell durchbrechen können.

Wenn immer möglich, führen Sie Ihr Online-Banking nicht über ein öffentliches WiFi-Netzwerk durch. Führen Sie stattdessen nur Transaktionen über ein sicheres Netzwerk wie das passwortgeschützte zu Hause durch. Wenn Sie von unterwegs unbedingt auf Ihre Bank zugreifen müssen, schalten Sie das WiFi aus und tätigen Sie Ihre Bankgeschäfte über Ihr Mobilfunknetz. Um sicher zu sein, nutzen Sie auch immer ein VPN vie z.B. CyberGhost oder NordVPN oder SurfShark, dies fügt dem Traffic eine weitere Sicherheitsebene hinzu. Tarnkappe.info hat Schritt-für-Schritt-Anleitungen veröffentlicht für den Fall, dass man sich bei der Installation unsicher fühlen sollte.

Sicherheitsmaßnahme Nr. 3: Nur offizielle Banking-Apps verwenden

Sie sollten für das Online-Banking nur die offizielle Smartphone-App Ihrer Bank oder Ihres Kreditverbandes verwenden. Diese Online-Apps werden strengen Tests unterzogen, um sicherzustellen, dass alle Ihre Daten sicher und verschlüsselt sind. Diese Apps sind außerdem in der Regel viel sicherer als Textnachrichten, was sie zur absolut sichersten Art des Online-Bankings macht.

Verwenden Sie niemals eine Finanzanwendung, die von jemand anderem als Ihrer Bank erstellt wurde. Die Entwickler könnten sehr wohl Ihre privaten Informationen für hinterhältige Zwecke stehlen. Wenn Sie irgendwelche Zweifel an der Herkunft der Anwendung haben, benutzen Sie sie nicht.

Rufen Sie im Zweifelsfall Ihre Bank oder Ihr Kreditinstitut an, um zu überprüfen, ob eine App legitim ist. Lieber ein Anruf zuviel als ein böses Erwachen eines schönen Tages!

Diebe sind schlau und werden alles tun, um Ihre Informationen zu stehlen, einschließlich der Erstellung einer gefälschten App, die der authentischen auf unheimliche Weise nahe kommt.

Sicherheitsmaßnahme Nr. 4: Verlieren Sie Ihr mobiles Gerät nie

Das ist vielleicht leichter gesagt als getan, aber es ist absolut notwendig, dass Sie Ihr mobiles Gerät nicht verlieren. Der einfachste Weg für jemanden, Online-Banking-Informationen zu stehlen, ist, wenn er Ihr Smartphone oder Tablet in die Hände bekommt.

Wenn Sie ein iPhone verwenden, richten Sie die App „Mein Gerät suchen“ ein, mit der Sie ein verlorenes Mobilgerät schnell finden und sperren oder sogar den Inhalt darauf löschen können. Wenn Sie ein Android-Gerät verwenden, führen Sie die gleichen Aktionen mit dem Android Device Manager durch. Alterantiv gibt es die App „Find My Device“ von Google.

Außerdem sollten Sie Ihre Passwortinformationen nicht auf Ihrem Telefon speichern. Schreiben Sie sie nicht in die Notizen und machen Sie keine Sprachaufzeichnung davon. Dies ist das Äquivalent dazu, dass Sie Ihr Computer-Passwort auf eine Post-It-Notiz schreiben und dann auf Ihren Computer-Monitor kleben.

Sicherheitsmaßnahme Nr. 5: Ein unknackbares Passwort erstellen

Password

Leider wählen viele Menschen einfache Passwörter, die leicht zu merken, aber auch für Cyberkriminelle leicht zu knacken sind. Sie wählen so etwas wie ihren Geburtstag, ihre Telefonnummer, ihre Sozialversicherungsnummer, ihren Hund, ihr Kind, ihre Lieblings-Sportmannschaft oder ihre Lieblings-Saison. Diese Arten von Passwörtern erleichtern zwar das Erinnern, sind aber tatsächlich gefährlich. Ein Hacker kann eine Vielzahl von Softwareprogrammen verwenden, um Ihr Passwort zu erraten, bis es richtig ist und den digitalen Tresor öffnet.

Ihr Passwort sollte eine Vielzahl von Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen enthalten. Wenn Sie befürchten, Ihr Passwort zu vergessen, können Sie ein sicheres Passwortspeichergerät wie LastPass oder 1Password verwenden. Diese erfordern ein Master-Passwort und verschlüsseln alle Ihre Informationen sicher.

Sicherheitsmaßnahme Nr. 6: Halten Sie Ihre Software auf dem neuesten Stand

Viele Menschen finden es ärgerlich, wenn sie feststellen, dass ein Update für ihre Telefonsoftware verfügbar ist. Sie müssen die neue Software herunterladen, installieren und ihr Telefon neu starten, was alles sehr lästig ist.
Aus Sicherheitsgründen ist es jedoch unerlässlich, Ihre Telefonsoftware auf dem neuesten Stand zu halten. Jedes Mal, wenn eine neue Version des Betriebssystems Ihres Telefons veröffentlicht wird, werden Sicherheitslücken gepatcht. Wenn Sie sich entscheiden, Ihr Telefon nicht zu aktualisieren, könnte ein Hacker Ihre Daten durch eine dieser Sicherheitslücken stehlen.

Betrachten Sie es als eine Art Haustür. Wenn Sie merken würden, dass Ihre Haustür ein Loch hat, das es Kriminellen leicht macht, Ihre Tür aufzuschließen, würden Sie dieses Loch reparieren. Jedes Mal, wenn Sie die neueste Version eines Betriebssystems herunterladen, reparieren Sie ein Loch.

Sicherheitsmaßnahme Nr. 7: Abmelden, wenn Ihre Sitzung beendet ist

Wenn Sie mit Ihrer Online-Banking-Sitzung fertig sind, melden Sie sich sofort ab. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit minimiert, dass jemand Ihre Daten stiehlt. Es ist äußerst wichtig, sich abzumelden, wenn Sie an einem öffentlichen Ort Bankgeschäfte tätigen, wo Sie Ihr Telefon oder Tablet versehentlich verlassen könnten. Es könnte katastrophal sein, wenn Ihnen jemand Ihr Telefon vom Couchtisch wegnimmt, während eine Bankensitzung noch aktiv ist.

Glücklicherweise werden Sie bei den meisten Online-Banking-Anwendungen nach einer bestimmten Zeit automatisch abgemeldet. Es ist jedoch immer noch am besten, sich sofort nach Beendigung der Sitzung abzumelden.

Sicherheitsmaßnahme Nr. 8: Bankbenachrichtigungen erstellen

Viele Banken und Kreditgenossenschaften ermöglichen es ihren Kunden, Text- und E-Mail-Benachrichtigungen über bestimmte Transaktionen auf ihren Konten zu erhalten. So können Sie beispielsweise Textnachrichten erhalten, wenn eine Transaktion über einen bestimmten Betrag erfolgt oder wenn Ihr Kontostand unter einen bestimmten Betrag sinkt.

Wenn Sie diese Benachrichtigungen erhalten, können Sie in dem Moment alarmiert werden, in dem etwas Verdächtiges auf Ihrem Bankkonto passiert. Wenn Sie eine Transaktion sehen, die Sie nicht initiiert haben, rufen Sie sofort Ihre Bank an und lassen Sie sie die Transaktion stoppen.

Sicherheitsmaßnahme Nr. 9: Nicht zu viel online teilen

PrivatsphäreWenn ein Hacker versucht, Ihre Informationen zu stehlen, wird er als eine der ersten Stellen auf Ihre Social-Media-Profile schauen. Und warum? Sie wissen, dass die meisten Leute allgemeine Informationen wie die Namen ihrer Kinder als Passwörter verwenden und sie wissen, dass sie diese online finden können. Sie werden auf diesen Social-Media-Sites so viele Informationen über Sie sammeln, wie sie können, und dann versuchen, sie als Ihr Passwort zu verwenden.

Daher sollten Sie beim Austausch von Informationen über soziale Medien sehr vorsichtig sein, sowohl was Ihre Privatsphäre-Einstellungen als auch die Menge der Informationen betrifft, die Sie weitergeben.

Sicherheitsmaßnahme Nr. 10: Sperren Sie Ihr Smartphone und Tablet-PC

Sie sollten Ihr Smartphone und Ihr Tablet immer so gründlich wie möglich sichern. Dies bedeutet in der Regel, dass Sie einen sechsstelligen Passcode zum Entsperren Ihres Telefons, sowie nach Möglichkeit Ihren Fingerabdruck eingeben müssen.

Wenn Sie Ihr Telefon verlieren, können diese Sicherheitsmaßnahmen zumindest jeden, der versucht, Ihre Informationen zu stehlen, bremsen.

Schlussfolgerung

Leider ist die Online-Welt ein harter Ort. Es gibt viele Menschen, die das nehmen wollen, was Ihnen gehört, und das stehlen wollen, wofür Sie so hart gearbeitet haben, um es zu retten. Sie schrecken vor nichts zurück und greifen zu allen möglichen hinterhältigen und heimtückischen Lösungen.

Aber fallen Sie nicht auf ihre Fallen herein. Wehren Sie sich und schützen Sie, was Ihnen rechtmäßig gehört. Durch die Umsetzung dieser zehn Sicherheitsmaßnahmen werden Sie Hacker frustrieren und höchstwahrscheinlich ausbremsen können. Zugegeben. Vielleicht hört sich das eine oder andere profan oder für Ihre Ohren viel zu offensichtlich an. Captain Obvious lässt grüßen. Doch wenn die simplen Methoden der Cyberkriminellen nicht funktionieren und somit keine Umsätze abwerfen würden, dann hätten sie sie längst eingestellt. Ein paar kleine aber simple Sicherheitsmaßnahmen können da sehr hilfreich sein.

Tarnkappe.info