WhatsApp: Nehmen Firmen künftig Einfluss auf Adressbuch der Nutzer?

Wie Chip.de unter Berufung auf den niederländischen Blog „Whatsappen.nl“ berichtet, plant WhatsApp offenbar in einer neuen Version, die Bedürfnisse von Unternehmen zu optimieren. Für die Durchführung dieser Maßnahme wird es erforderlich, dass WhatsApp auf das Adressbuch seiner Nutzer zugreift.

So sind bereits Screenshots von der neuen Funktion vorhanden, die vom niederländischen WhatsApp-Blog „Whatsappen.nl“ bei Twitter eingestellt wurden. Hier wird gezeigt, dass die App demnächst im eigenen Adressbuch hinterlegte Namen von Firmen ändern kann. Das Feature entdeckte der Blog in einer Beta-Version.


Demnach werden Nutzer per Benachrichtigung von WhatsApp dazu aufgefordert, Unternehmen mit ihrem korrekten Namen auf ihrem Handy abzuspeichern, falls der Name der Firma im Adressbuch des Nutzers anders angegeben ist, als es von ihr gefordert wird. Tippt der Nutzer dann zur Aktualisierung des Namens auf den Hinweis, ändert WhatsApp den im Adressbuch des Users hinterlegten Firmennamen in die vom Unternehmen gewünschte Version. Das ist der App möglich, weil sie bei der Installation Zugriff auf das Adressbuch des Users bekommen hat. Erst, wenn der Eintrag den Vorgaben von Whatsapp entspricht, wird das Unternehmen beim Nutzer mit einem grünen Haken verifiziert. Eines der ersten an dieser Aktion Beteiligten ist die niederländische Airline KLM.

Offenbar können nun Unternehmen entscheiden, wie sie bei dem Nachrichtendienst abgespeichert werden wollen. WhatsApp gab dazu bekannt, dass sie Firmen mit dieser Vorgehensweise erleichtern wollen, mit Usern in Kontakt zu treten. Das dürfte wohl bei vielen Nutzern der App auf Kritik stoßen. Ob die neue Funktion in einer der nächsten Whatsapp-Versionen tatsächlich zum Einsatz kommt, ist derzeit allerdings noch unklar.

Bildquelle: arivera, thx! (CC0 Public Domain)

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Ein Kommentar

  1. droopey sagt:

    Und die Leute werden sich das wieder gefallen lassen. Beim Datentransfer von WA zu Facebook habe ich schon den Wechsel von WA zu Threema oder Telegram beworben aber leider sind die Wenigsten mitgezogen. Selbst intern in der Firma wird auf WA gesetzt, obwohl sogar einen eigenen jabber für Arbeitsgruppen/komplette Firma gibt. Bei dem Wechselwillen könnte WA ankündigen, dass sie die Kontaktdaten an jeden frei verkaufen und es würde 90 % der Nutzer nicht scheren.

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