1load: Webwarez-Portal nach Durchsuchung abgeschaltet

Nach einer Durchsuchung am heutigen Donnerstag wurde das Download-Portal „1load.net“ auf Betreiben der GVU vom Netz genommen.

1load.sx, 1load

Infolge einer Hausdurchsuchung unter der Leitung der Generalstaatsanwaltschaft Dresden am heutigen Donnerstag wurde das Download-Portal „1load.net“ auf Betreiben der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e. V. (GVU) vom Netz genommen.

Die Maßnahme richtete sich gegen zwei Verantwortliche dieses Webwarez-Portals aus Leipzig und dem thüringischen Altenburg. Ihnen wird vorgeworfen, als Verantwortliche von „1load“ gewerbsmäßig das Urheberrecht verletzt zu haben. Die GVU hatte im Zusammenhang mit den kino.to-Ermittlungen Indizien gegen die Betreiber sammeln können.

Nach Erkenntnissen der GVU machte das werbefinanzierte Download-Portal zuletzt weit mehr als 100.000 verschiedenen Filme, TV-Serien, Spiele, Ebooks, Musikdateien, pornografische Videos und Anwendersoftware öffentlich zugänglich. Die Identität des Domaininhabers wurde durch Anonymisierungsdienstleister verschleiert. Impressum oder Kontaktadressen waren wie üblich nicht vorhanden. Die GVU kam den Hintermännern offenbar aufgrund ihrer Kontakte zu Werbepartnern auf die Spur. Diese arbeiteten auch mit der Streaming-Website kino.to zusammen.


GVU

Wegen dem Verdacht auf gewerbsmäßige Urheberrechtsverletzungen analysierte die Organisation die Funktionsweise von illegalen Portalen wie movie2k, 1load und ähnlichen Angebot im Web. Bereits kurz nach dem Start (Anfang 2008) hielt man Filehoster-Links zu insgesamt 1.621 verschiedenen Filmtiteln, Serien, Spielen, Ebooks, pornografischen Videos, Musik und Anwendersoftware bereit. Ende 2012 waren in der Datenbank bereits 102.480 Einträge von verschiedenen urheberrechtlich geschützten Werken verfügbar. Besonders viele Archive wurden bei den Anbietern Share-online, Uploaded und Cloudzer gespeichert.

Anmerkung: Im Februar 2014 war auch bei Cloudzer.net Schluss. Im Oktober 2015 ging 1load wieder online.  Später wurde dieses Portal zusammen mit SDX.bz und Sharing-Devils gehackt.

Tarnkappe.info

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.