Torrent-Portal YTS: Klage von Hellboy

HB Productions, die Firma, welche die Rechte am Film Hellboy besitzt, hat nun das Torrent-Portal YTS verklagt.

Hellboy verklagt P2P-Indexer nebst mehreren Usern

Die Hellboy Produzenten haben neben dem Torrent-Portal auch einige seiner User verklagt, denn diese sollen Hellboy Torrents verbreitet haben. Durch die Klage gegen die 19 Nutzer hofft die Firma verlorenes Geld wieder zurückzubekommen, weil Firmen durch Torrents bekanntermaßen Käufer verlieren. YTS ist die meistbesuchte Torrent-Seite im gesamten Internet. Die Seite spezialisiert sich auf das Verbreiten von Filmen. Der Filmindustrie ist YTS schon lange ein Dorn im Auge, jedoch hat es noch niemand geschafft etwas dagegen zu unternehmen. Nun gibt es aber mächtig Druck.


Mehrere Firmen gehen juristisch gegen YTS vor

Vor ein paar Wochen begannen die Schwierigkeiten, als mehrere Filmfirmen den Betreiber der Seite verklagten. Nach den Vorkommnissen wechselte YTS erstmal die Domain. Dadurch löste man die Probleme nicht, denn Urheber wollen weiterhin gegen die Seite vorgehen.

Produktionsfirma macht Ernst gegen YTS

yts

Screenshot: YTS verbreitet Alita, Hellboy, Lego Movie u.v.m.

In einer neuen Klage bei einem hawaiianischen Bundesgericht hat es nun Hellboy Productions auf die populäre Torrent-Plattform abgesehen. Grund der juristischen Aktion ist der neueste Spielfilm „Hellboy – Call of Darkness“, der im April dieses Jahres in die Kinos gekommen ist. Im Schreiben an das Gericht heißt es:

„Der Kläger bringt diese Klage auf, um die massive Piraterie seines Spielfilms Hellboy zu stoppen, die von Websites unter dem Sammelnamen YTS und ihren Nutzern verbreitet wird.“

Laut der Filmfirma verfügt YTS über ausreichende Verbindungen zu den USA und Hawaii, um die Befugnis zum Betrieb der Seite zu rechtfertigen.

Die Torrent-Plattform nutzte beispielsweise auch mehrere US-Services, um seine Infrastruktur am Leben zu halten, darunter Cloudflare. Auch einen amerikanischen VPN-Anbieter soll der Betreiber verwendet haben, damit er seine Identität verschleiern konnte. Aus denselben Gründen nutzte man auch das Tor-Netzwerk und den Tunneling-Service von Hurricane Electric .

Wichtiger Hinweis durch Hurricane Electric

yts logoDurch den Backbone-Betreiber Hurricane Electric konnte ein entscheidender Hinweis gefunden werden. Nachdem Cloudflare bekannt gegeben hatte, dass der YTS-Betreiber den Tunneling-Service von Hurricane zum Anmelden verwendet hatte, sendete die Filmfirma eine Vorladung an Hurricane. Dadurch wurde bekannt, dass der mutmaßliche YTS-Betreiber ein Hotmail-Konto und eine IP-Adresse des kanadischen ISP Cogeco verwendete. Diese Hotmail Adresse hat der Nutzer auch verifiziert, um die Seite nutzen zu können. Die Filmfirma möchte diese Informationen nun nutzen, um den Betreiber zu fassen. Bisher ist nicht bekannt, ob diese Informationen wirklich Daten des Betreibers sind. Die Hoffnung der Kläger liegt jedoch weniger darin den Betreiber zu fassen, sondern an die 19 Nutzer zu kommen.

Tarnkappe.info

Bild von succo auf Pixabay

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