The Eye: Download-Seite sammelt Spenden

Die Macher von The Eye sammeln schon seit längerer Zeit Geld für neue Server mit einer schnellen Anbindung. Dieses Download-Portal wurde wahrscheinlich aufgrund des enormen Datenaufkommens vom letzten Webhoster rausgeworfen.

Wer The Eye regulär besucht, erhält lediglich eine Startseite mit einem Link zu einem Thread zu Reddit. Die Server Migration laufe noch, heißt es dort. Man sei schon bald wieder im vollem Umfang verfügbar. Unter der URL the-eye.eu/public/ ist das Portal aber weiterhin ohne Einschränkung verfügbar.


Nach den extremen juristischen Maßnahmen von Nintendo sind die meisten Retro-Portale innerhalb der letzten Wochen von der Bildfläche verschwunden. Oder aber sie haben es vorgezogen, die Roms dieses japanischen Herstellers von den eigenen Servern zu löschen. Von daher ist The Eye eine der wenigen verfügbaren Quellen für illegale GBA, NES, SNES & N64 releases.

Eine Anbindung mit 10Gbit/s strebt das zweiköpfigen Team an. Wer sich finanziell an den nicht unerheblichen Aufwendungen beteiligen möchte, kann dies nur per Bitcoin tun. Die Adresse des BTC-Wallets wird auf der Startseite bekannt gegeben. Im Interview sagte einer der Admins, ihre größte Motivation bestünde darin, den Besuchern einen einfachen, freien und offenen Zugang zu jeglichen Informationen, Wissen und der Geschichte zu gewährleisten. „Insgesamt machen wir das seit 15 Jahren, aber The Eye ist erst seit ungefähr 18 Monaten online.

The Eye: himmlische Zustände für Retro-Fans

Zum Zeitpunkt des Gesprächs im September letzten Jahres wurden insgesamt 22 TB Daten angeboten. Für Fans älterer Computer oder Spielkonsolen ist dies die reinste Fundgrube. Jährlich übertragen die Server etwa 500 TB an Daten. Die Downloads finden direkt statt. Ein Umweg über einen Sharehoster, wie bei den meisten Wettbewerbern, findet absichtlich nicht statt. Nach eigenen Angaben liegen die monatlichen Kosten aufgrund der vielen Downloads bei mindestens 400 US-Dollar.

Das vollständige Interview mit dem Admin Nem3sis ist hier in Deutsch und alternativ in englischer Sprache verfügbar.


Video: Kleiner Rundgang bei The Eye – best Roms & ISO website.

Tarnkappe.info

 

Beitragsbild Color Crescent, thx! (unsplash licence)

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Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.

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