Studie: Es besteht kein Zusammenhang zwischen aggressivem Verhalten und Computerspielen

Article by · 19. März 2018 ·

In einer aktuellen Langzeitstudie, die im Fachmagazin Molecular Psychiatry veröffentlicht wurde, über die Auswirkungen von Gewaltspielen am Computer haben Hamburger Wissenschaftler nachgewiesen, dass das Spielen von gewaltverherrlichenden Computerspielen bei Erwachsenen zu keinerlei Aggressivität führt. Ob das auch auf das Verhalten von computerspielenden Kindern oder Jugendlichen zutreffe, sei nicht untersucht worden, erklärte das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). An der Untersuchung nahmen 90 Erwachsene mit einem Durchschnittsalter von 28 Jahren teil. 48 davon waren weiblich.

Die Probanden, alles keine Harcore-Gamer, teilten die Forscher in drei Gruppen auf. Eine davon spielte in einem Zeitraum von zwei Monaten im Durchschnitt 33 Stunden lang das Action- und Shooter-Game Grand Theft Auto (GTA), in dem die Akteure für aggressives Verhalten belohnt werden. In der zweiten Gruppe spielten die Teilnehmer das Simulations- und Strategiespiel „Die Sims“, in dem die Spieler virtuelle Figuren kreieren, deren Aussehen sowie Personalität sie individuell formen und die sie dann in ihren sozialen Netzwerken begleiten können und die restlichen Probanden spielten gar keine Computerspiele.

Die Wissenschaftler kontrollierten anhand verschiedener Untersuchungen, wie Fragebögen und impliziten Verhaltenstests, die Aggression sowie die unterschwellige Aggression der Teilnehmer, sowohl vor der Spielzeit als auch danach. Darüber hinaus wurde auch das Sozialverhalten, vor allem die Empathie-Fähigkeit überprüft. Diese Tests wurden zwei Monate nach dem letzten Videospiel wiederholt. Als Fazit ergab sich das Resultat, dass sich unabhängig von der verstrichenen Zeit „keine signifikanten oder relevanten Verhaltensänderungen der Spieler“ feststellen ließen.

Simone Kühn, Arbeitsgruppenleiterin aus der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des UKE zieht die folgende Bilanz: „Der in der Öffentlichkeit oft angeführte negative Einfluss von Gewalt-Videospielen auf das Verhalten der Spielerinnen und Spieler lässt sich wissenschaftlich nicht nachweisen. In unserer Studie konnten wir keine signifikanten oder relevanten Verhaltensänderungen der erwachsenen Probanden feststellen. Nun ist noch zu erforschen, ob sich auch das Verhalten von Kindern und Jugendlichen nicht durch das Spielen von Gewaltspielen nachhaltig verändert“. Zu erforschen gelte es jedoch noch, ob die Ergebnisse auch auf das Verhalten von computerspielenden Kindern oder Jugendlichen übertragen werden können.

Bildquelle: kalhh, thx! (CC0 Public Domain)

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1 Comment

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    P E N N Y W I S E


    Spiele als Pennywise gerade
    ein nettes Spiel für Zwischendurch.
    Spiel heisst: „D.O.O.M“.
    Die Atmosphäre is da fast, wie in
    meinen „Tunnelsystem“.

    Allerdings sind mir einige
    Horden von diesen bösen, grimmigen
    3D-Monstern soeben entkommen.

    Werde SIE sicherlich finden…
    Da bin ICH ganz sicher!
    Ob ich bei einem solchen Spiel
    agressiv werde? Nein sicherlich
    nicht…, ist ja nur nettes und
    harmloses Spiel. Kann mich dabei
    immer so gut entspannen.

    Genauso harmlos, wie eben auch
    ein Pennywise sein kann.

    ————-BREAK ————-

    HEY PASS DOCH AUF DU „FRAWUL“ !!!!
    DU BIST GERADE ÜBER MEIN
    CONTROLLER KABEL GESTOLPERT.
    SCHAU DIR DAS AN! DIE MONSTER
    HABEN MICH NUN VOLLE KANNE ERWISCHT !!!!
    MEIN HIGHSCORE IST AUCH FUTSCH!!!

    MANN BIS DU EIN GROSSES
    RINDVIEH!, ICH KÖNNTE DICH
    DURCH DIE „MANGEL“ ZIEHEN!!!
    OB ICH SAUER BIN???
    KOMM FRAG NACH!!!!
    SO EIN RIESEN A……….
    DER FRAWUL!

    ## Verbindung unterbrochen ##
    Nein Pennywise ist immer artig
    bei Computerspielen, und würde
    nie auf die Idee kommen zu
    schummel und sauer werden.


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