Piraten-IPTV: Britische Polizei stellt illegales Netzwerk ein

Die Polizei von West Midlands und die Federation Against Copyright Theft haben ein Piraten-IPTV-Netzwerk in Großbritannien eingestellt.

Piraten-IPTV
Bildquelle: FACT

Gemäß einem Bericht der Federation Against Copyright Theft (FACT) hätten diese in einer gemeinsamen Aktion mit der West Midlands Police ein großes Piraten-IPTV-Netzwerk in Großbritannien zerschlagen. Die Streaming-Plattform soll mehr als 100 Piraten-TV-Dienste bereitgestellt haben, die den illegalen Zugriff auf Premium-Inhalte ermöglichten. Hunderttausende sollen den Dienst genutzt haben.

Piraten-IPTV-Anbieter in Großbritannien festgenommen

Die Operation war monatelang in Planung. Im Zuge von Razzien an zwei Adressen in Birmingham nahmen schließlich die Einsatzkräfte zwei Männer im Alter von 35 und 50 Jahren und eine Frau im Alter von 40 Jahren fest. Ihnen wird Urheberrechtsverletzung, Steuerhinterziehung und Beihilfe zum Betrug vorgeworfen. Im Vergleich zu anderen Fällen, in denen Piraten-IPTV-Angebote vom Netz genommen wurden, haben die Ermittler hier im Rahmen der Aktion direkt auf die großen Content-Distributoren, die als Quelle für andere dienten, gezielt. Das Trio hätte Inhalte an Wiederverkäufer verteilt, die diese wiederum anschließend an den Endkunden verkauften, wie TorrentFreak berichtete.

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Die von ihnen bereitgestellten Streaming-Dienste stellten illegal eine große Auswahl von Live-TV- und Videoinhalten aus aller Welt, einschließlich Sport, zur Verfügung. Die Dienste liefen sowohl auf Smart-TVs, Smartphones, als auch auf Tablets. Nach Abschaltung ersetzten die Beamten den Netzwerkzugriff durch eine Bildschirmnachricht an die Benutzer. Diesen erschien infolge dessen dann eine Warnung, dass ihr Zugriff auf die Inhalte rechtswidrig war.

FACT handelt im Auftrag von Medienunternehmen, wie Sky. Sie gehen bereits seit Jahren hart gegen Piratenanbieter vor. Kieron Sharp von FACT ermahnt:

„Die Abschaltung des Piraten-IPTV-Angebotes sollte als ernsthafte Warnung für jene dienen, die sich von den finanziellen Gewinnen durch die Beteiligung an Piraterie motivieren lassen. Es ist ein Verbrechen, das von der Polizei ernst genommen wird.“

„Benutzer und Abonnenten illegaler Dienste sollten sich bewusst sein, dass sie nicht nur selbst eine Straftat begehen. Sie setzen sich zudem auch der Risiken, wie Identitätsdiebstahl, Malware und Viren aus. Sich in irgendeiner Weise mit Piraterie zu befassen, ist das Risiko infolge einfach nicht wert.“

Tarnkappe.info

 

Antonia ist bereits seit Januar 2016 Autorin bei der Tarnkappe. Eingestiegen ist sie zunächst mit Buch-Rezensionen. Inzwischen schreibt sie bevorzugt über juristische Themen, wie P2P-Fälle, sie greift aber auch andere Netzthemen, wie Cybercrime, auf. Ihre Interessen beziehen sich hauptsächlich auf Literatur.